Anmerkungen zur Transkription
Das Original ist in Fraktur gesetzt. Im Original gesperrter,
kursiver und unterstrichener Text ist _so ausgezeichnet_.
Im Original in Antiqua gesetzter Text ist ~so markiert~. Im
Original fetter Text ist =so dargestellt=.
Weitere Anmerkungen zur Transkription befinden sich am Ende des
Buches.
[Illustration: Cover]
Landesverein Sächsischer
Heimatschutz
Dresden
Mitteilungen
Heft
9 bis 12
Monatsschrift für Heimatschutz, Volkskunde und Denkmalpflege
Band XVI
_Inhalt_: Denn die Elemente hassen … – Die meteorologischen
Ursachen der Hochwasserkatastrophe im östlichen Erzgebirge
– Grundlinien der Tektonik des Erzgebirges – Zur
Siedlungsgeschichte der Flußgebiete der Müglitz und der
Gottleuba – Katastrophenbekämpfung an Mittelgebirgsflüssen
– Schutzwaldanlagen im östlichen Erzgebirge – Wassernot im
Oelsengrund – Bilderatlas
Einzelpreis dieses Heftes 6 Reichsmark
Geschäftsstelle: Dresden-A., Schießgasse 24
Postscheckkonto: Leipzig 13987, Dresden 15835
Stadtbank Dresden 610
Bankkonto: Commerz- und Privatbank,
Abteilung Pirnaischer Platz, Dresden
Bassenge & Fritzsche, Dresden
Dresden 1927
Als Weihnachtsgeschenk
empfehlen wir die
_Heimatschutz-Mitteilungen_
Band I vergriffen
Band II vergriffen
Band III vergriffen
Band IV in Leinen gebunden RM 15.—
Band V „ „ „ RM 10.—
Band VI „ „ „ RM 10.—
Band VII „ „ „ RM 10.—
Band VIII „ „ „ RM 10.—
Band IX „ „ „ RM 10.—
Band X „ „ „ vergriffen
Band XI „ „ „ RM 10.—
Band XII „ „ „ RM 10.—
Band XIII „ „ „ RM 15.—
Band XIV „ „ „ RM 15.—
Band XV „ „ „ RM 15.—
Band XVI „ „ „ RM 15.—
Band XVI Heft 9/12 1927
[Illustration: Landesverein Sächsischer Heimatschutz Dresden]
Die Mitteilungen des Vereins werden in Bänden zu 12 Nummern
herausgegeben
Abgeschlossen am 15. November 1927
Denn die Elemente hassen …
Ein Vorwort von _Kurt Arnold Findeisen_
Die politischen Schicksale eines Landes, soweit sie sich in gewonnenen
oder verlorenen Schlachten, in Umwälzungen und Revolutionen äußern,
bewegen die Welt. Neben ihnen her gehen die mehr verborgenen, aber
nicht minder gewaltsamen Kriege, die ein Land mit den überlegenen
Streitmächten der Elemente auszutragen hat, den entfesselten Gewalten
der Luft und der Erde, des Feuers und des Wassers. Da erscheint es uns
denn zur Zeit, als ob nach dem fürchterlichen vierjährigen Waffenirrsal
der Weltfehde, die fast alle Völker der Erde ergriffen hatte, ein
Kleinkrieg der Elemente gegen die Menschheit ausgebrochen sei, der
wohl verhohlener und ortgebundener, aber nicht weniger grausam und
kulturvernichtend wütet.
Erdbeben zerfleischen panthergleich in immer neuem Ansprung die
japanischen Inseln; Vulkane regnen sengendes Verderben. Taifune, denen
sich der Taumel tosender Springfluten gesellt, streichen in China
Tausende von Menschenleben aus, als wären es Termitenschwärme. Das
Rasen des Atlantik hält halb Amerika, halb Europa in Schreck und Angst;
die tapferen Piloten, die ihn auf Luftwegen bezwingen wollen, schlingt
die namenlose Tiefe. In den Zentralalpen zerreißt Hochwasser Dämme und
Brücken; über Lawinensturz, Steinschlag und gurgelndem Verhängnis
ringen Tirol, die Schweiz, Oberbayern verkrampfte Hände.
Und unsre engere Heimat? Ist sie vielleicht verschont geblieben? Sie
ist in entsetzlicher Weise mit hineingerissen worden in den Totentanz
der Elemente. Noch immer erschauert unser Herz, wenn wir der Nacht
vom 8. zum 9. Juli 1927 gedenken, in der eine Hochwasserkatastrophe,
die in ihren Auswirkungen ihresgleichen sucht, über das Osterzgebirge
hereinbrach. Die anmutig kurzen Täler der Gottleuba, Seidewitz und
Müglitz erkor sie sich zum grausigen Schauplatz. Mit den Siedlungen
dieser Gründe spielte sie heimtückisch, als wären sie Spreu und Tand.
Im Seidewitztal wurden besonders die Orte Liebstadt, Nenntmannsdorf,
Zehista vom Unheil betroffen, im Müglitztal Kratzhammer, Fürstenwalde,
Lauenstein, Bärenstein, Bärenhecke, Glashütte, Dittersdorf,
Mühlbach-Häselich, Schlottwitz, Weesenstein, Dohna, Heidenau, im
Gottleubatal Schönwald, Ölsengrund, Gottleuba, Berggießhübel, Zwiesel,
Langenhennersdorf, Neundorf, Rottwerndorf und Pirna. Dabei zählt die
schwarzumränderte Liste der Heimsuchung noch manche der stillen Mühlen
und einsamen Gehöfte gar nicht auf, denen die notwendige Lage an Bach
und Fluß zum Verhängnis ward.
In diesem Heft wurde, vom kundigen und teilnahmvollen Photographen
des Heimatschutzes aufgenommen, eine Bilderschau des Unglücks
zusammengestellt, die in ihrer Unerbittlichkeit aufgefaßt werden
möchte als Urkunde des Unheils, als Forschungsmittel, es zu ergründen
und zu überwinden, als Fürsprache für die Beraubten und körperlich
wie geistig schwer Geschädigten, als wehmütiges Denkmal für spätere
Geschlechter, die ein gütiges Geschick vor Ähnlichem bewahren möge.
Einen erschütternderen Bilderbogen werden wenige kennen: Von unten bis
oben aufgeschlitzte Häuser, zerschmetterte Arbeitsstätten, geborstene
Brücken, vernichtete Straßen, Felder und Gärten, in seiner Ohnmacht
und Unzulänglichkeit mitleidlos gebrandmarktes und geschändetes
Menschenwerk. Ein ganzer Eisenbahnzug wie verworfenes Spielzeug im
Flußbett, Bahnkörper, hilflos in der Luft hängend wie Schlinggewächse,
Saatgrund, Weidetrift, nahrhafte Ahnenscholle, grauenhaft durchätzt,
verschlammt und felsüberbrockt, Stätten, da Haus und Hof gestanden,
nichts als verworrenes Trümmerfeld wie ein irrsinniges Kreuzworträtsel.
Lösung: Denn die Elemente hassen das Gebild der Menschenhand! Und
darunter, vielleicht noch gar nicht herausgescharrt, und darüber,
geisterblaß schwebend, die Schatten der Todesopfer, die Schatten
jener Tiere und Menschen, die der Anprall der gurgelnden Fluten
verhängnisvoll überraschte. Mehr als anderthalb Hundert Menschenopfer
werden gezählt; welche entsetzlich hohe Zahl! In Berggießhübel ist
jeder dreizehnte Einwohner ausgestrichen worden aus der Liste der
Lebenden. In allen Orten trauern verstörte Leute, über mühsam gerettete
Reste zerstoßenen Hausrats gebeugt, die mindestens eine liebe Seele
verloren. Das Element aber kichert heute wieder gleichgültig, als
wäre nichts geschehen, im zerwühlten Bett hin, zumeist ein lächerlich
dünner Wasserfaden, von dem nur schwer zu glauben ist, daß ihn der
Vernichtungswille einer dunklen Stunde zum blindwütenden Werkzeug zu
machen vermochte.
Und wie wurde die Heimsuchung möglich? Der Mensch, der am Rande der
Verheerungen steht, rätselt an dem furchtbaren Geschehen herum und
sucht kümmerlichen Trost darin, daß er die scheinbaren Ursachen
bloßlegt. Da ergibt sich denn, daß am Abend des 8. Juli eine
unheilvolle Vielzahl von Wolkenbrüchen im Kammgebiet des Osterzgebirges
zwischen Sattelberg, Mückentürmchen und Geising niederging und daß
die spärlich bewaldeten, fast nackten Höhen den Wassermassen nicht
den geringsten Widerstand entgegenzusetzen imstande waren. Die Fluten
wälzten sich hemmungslos die Hänge herab, stauten sich kochend
und brausend an den Talengen, an Teichdämmen, Brücken, Häusern,
brachen die Hindernisse nieder, alles, was in ihren Wirbel geriet,
zu Handlangern um so sicherer Vernichtung vergewaltigend, und das
Unausdenkbare geschah: innerhalb einer halben Stunde war das Glück
mehrerer Generationen illusorisch gemacht, innerhalb weniger Minuten
war die Kulturentwicklung einer ganzen Landschaft zurückgeschraubt um
Jahrzehnte.
Selbstverständlich fragt sich nun der Mensch, ob es nicht doch in
seiner Macht gestanden hätte, der Gewalt der Elemente zu steuern, zum
mindesten, den Fluch des Verhängnisses abzuschwächen. Solche Erwägungen
haben nur praktischen Wert, wenn sie sich in den Dienst der Zukunft
stellen. Heute, nachdem wir den Ärmsten der Armen unser Mitgefühl,
unsere Hilfsgelder und Liebesgaben darreichten, gilt es nichts anderes
als alles daransetzen, eine Wiederholung solchen Unglücks in diesem und
anderen Gebieten unseres Vaterlandes mit allen zur Verfügung stehenden
Mitteln zu verhüten.
Auch dieses Heft will das seine dazu beitragen. Und wie der
Heimatschutz immer die praktische Betätigung über die theoretische
gestellt hat, wünscht er auch hier, daß aus der Fülle der sachkundigen
Aufsätze, die die Materie von allen Seiten beleuchten, das notwendige
Hilfswerk klar und eindeutig und eilig herauswachse zum Heil unseres
Landes und seiner Bewohner. Daß er dabei den Standpunkt vertritt, es
möchten sich Mittel und Wege finden, der Heimat zu helfen, ohne ihren
landschaftlichen Charakter allzusehr zu beeinträchtigen und ihre
wirtschaftliche Lage auf allzulange Zeit hinaus zu beschweren, ist
natürlich. Setzen wir dem Drohen der Elemente den elementaren Willen zu
schleuniger aber im höchsten Sinne zweckmäßiger Abwehr entgegen!
Die meteorologischen Ursachen der Hochwasserkatastrophe im östlichen
Erzgebirge
Von Prof. Dr. _L. Weickmann_, Leipzig
Unsere Erdatmosphäre ist eine Wärmemaschine von außerordentlicher
Genauigkeit und Empfindlichkeit, die bei den geringsten Schwankungen
der ihr zugeführten Brennstoffmenge sofort ihre Leistung verändert.
Sie ist aber zugleich auch eine Maschine von äußerst kompliziertem
Bau mit verschiedenen, weit auseinanderliegenden Heizkesseln und
Kondensatoren, mit einem verwickelten Röhrensystem, zahlreichen
Absperrschiebern und Ventilen, so daß es sehr schwierig ist, einen
Überblick über ihre Arbeitsweise zu bekommen. Wer immer nur einen
einzelnen Punkt der Maschine – einen Ort der Erdoberfläche – im
Auge behält, der wird im allgemeinen nicht klug werden aus dem,
was er beobachtet und er wird geneigt sein, überhaupt nicht an die
gesetzmäßige und geregelte Funktion einer Maschine zu glauben,
sondern er wird überall nur Willkür, Zufall und Laune erblicken. In
der Tat haben ja manche von diesen Beobachtern jeden Gedanken an
Gesetzmäßigkeit der Vorgänge in der Atmosphäre bestritten und zur
Erklärung z. B. großer Hagelfälle angenommen, daß die Erdatmosphäre dem
unkontrollierbaren Bombardement kosmischer Eismassen ausgesetzt sei.
Wer aber bestrebt ist, bei der Untersuchung meteorologischer Vorgänge
möglichst ausgedehnte Gebiete der Erde gleichzeitig zu behandeln,
dem offenbaren sich die Zusammenhänge der scheinbar so willkürlichen
Vorgänge nach Raum und Zeit und er spürt den Arbeitsgang und den Takt
dieser Maschine samt ihren Störungen.
Die Brennstoffmenge ist die der Erde zugestrahlte Sonnenwärme. Ob
die von der Sonne ausgehende Menge im Laufe der Zeit nennenswerte
Änderungen zeigt, ist eine Frage, die äußerst schwer zu beantworten
ist. Denn wir können die Strahlung, die zu unseren Meßinstrumenten
gelangt, immer erst bestimmen, nachdem sie die Erdatmosphäre
durchlaufen hat. _Wir leben ja am Grunde des Luftmeeres_ und haben
keine Möglichkeit, festzustellen, was sich an der oberen Grenze der
Atmosphäre, sofern es eine solche gibt, abspielt. In der Tat zeigen nun
unsere Apparate für die Messung der Sonnenstrahlung eine _Schwankung
der Strahlungsintensität_. Ob diese aber schon auf der Sonne ihren
Sitz hat oder ob erst unsere Erdatmosphäre durch veränderliche
Durchlässigkeit die Schwankungen der Strahlungswerte verursacht, das
können wir vorerst nicht entscheiden. Jedenfalls aber bleibt die
Tatsache bestehen, daß die auf Meeren und Kontinenten auffallende
solare Wärmestrahlung wechselt. Sie wechselt im Laufe eines Jahres
schon wegen des Umlaufes der Erde um die Sonne und der Neigung der
Erdbahnebene gegen die Äquatorebene. _Dadurch ändert sich für unsere
atmosphärische Maschine die den einzelnen Heizkesseln zugeführte Wärme
in jährlichem Rhythmus. Die Heizflächen verwerten zudem diese Wärme
in ganz verschiedener Weise._ Die Meere verschlucken infolge der
beständigen Bewegung ihrer Oberfläche viel mehr Wärme als das Festland,
das den größten Teil der Wärme an die Luft abgibt und selbst nur sehr
wenig aufnimmt. Diese Aufspeicherung von Wärme durch die Meere bewirkt
dann, daß im Winter, wenn nur sehr wenig Wärme zugestrahlt wird, die
Ozeane von ihrem Vorrate abgeben können; sie werden dann wärmer als das
Land und spielen im Winter die Rolle der Heizfläche.
Durch diesen Vorgang des jahreszeitlichen Wechsels zwischen Land
und Meer wird _ein wichtiger Zweig unserer Maschine_ gespeist, die
sogenannte _maritim-kontinentale Zirkulation_, die darin besteht, daß
im Sommer kältere Luftmassen vom Meere auf die erhitzten Landflächen
strömen, im Winter dagegen die erkaltenden Luftmassen der Kontinente
nach den wärmeren Meeren abfließen. Man nennt diese Winde die
_Monsune_ und sie sind natürlich am stärksten entwickelt, wo diese
Heizwirkung am meisten zur Geltung kommt, also ganz besonders auf
dem _Europäisch-Asiatischen Riesenkontinent der Nordhemisphäre_.
Auch _Mitteleuropa hat Teil an diesem Monsun_ und die berüchtigten
_»verregneten Sommer« Mitteleuropas_ sind nichts anderes als der
Ausdruck dieser maritim-kontinentalen Luftzirkulation, die mit den
Nordwestwinden der »Eisheiligen« und der »Schafkälte« bzw. mit den
Ostwinden des »Altweibersommers« einsetzt. Sobald die Luftmassen über
dem Festlande zu warm werden, brechen zum Ausgleich des gestörten
Gleichgewichts kalte Luftmassen mit Nordwestwinden vom Atlantischen
Ozean ins Innere des Kontinents ein und bringen Regen und Abkühlung.
Diese Regenfälle treten besonders in solchen Gebieten auf, wo sich
der _Einströmung der vom Meere kommenden Luftmassen Hindernisse in
den Weg stellen_, Gebirgszüge. Die kalte Luft staut sich an solchen
Hindernissen, sie bleibt liegen und bildet einen Kaltluftkeil, an dem
dann die nachfolgenden Luftmassen aufsteigen und so das Hindernis
überwinden. Beim Ansteigen aber kommen sie in Höhen mit geringerer
Temperatur, für die ihre Feuchtigkeit zu groß ist; sie wird zuerst
in Wolken sichtbar und fällt schließlich in ergiebigen Regenfällen
aus. Das ist der Grund, weshalb _im Erzgebirge, das mit seiner
Streichrichtung von Südwest nach Nordost sich den aus Nordwest
kommenden Luftmassen gerade senkrecht entgegenstellt_, der Niederschlag
auch in normalen Zeiten mit der Höhe des Ortes außerordentlich stark
ansteigt und im Juli z. B. durchschnittlich 250 bis 350 Liter auf den
Quadratmeter erreicht. Im allgemeinen fallen diese Niederschläge im
Laufe längerer anhaltender Regen, wobei der Abfluß in normaler Weise
vor sich gehen kann.
Wir sehen aber, daß hier bereits _eine gefährliche Stelle unserer
atmosphärischen Maschine vorliegt_, und daß es bei größerer
Geschwindigkeit der Zirkulation _sehr leicht zu bedenklicher
Übersteigerung der Leistung kommen kann_. Und nun müssen wir jene
_anderen Schwankungen_ in der Zuführung der Brennstoffmenge betrachten,
die nicht einem jährlichen Rhythmus gehorchen, sondern einem anderen
Takte. _Auch die Sonnenatmosphäre ist nämlich eine Wärmemaschine_,
deren Wirkungsweise wir allerdings nur ganz unvollständig kennen. Aber
wir wissen so viel, daß auch die Bewegung der Sonnenatmosphäre gewisse
Regeln zeigt, die wir aus dem _Verhalten der Sonnenflecken_ beurteilen
können.
[Illustration: =Wetterkarte vom 1. Juni 1926=]
[Illustration: =Wetterkarte vom 8. Juli 1927=]
Wahrscheinlich sind die Sonnenflecken selbst große Wirbel in
der Sonnenatmosphäre, so wie unsere Zyklonen und Antizyklonen
im irdischen Luftmeere. Aber wie dem auch sei und wie auch der
Mechanismus beschaffen sei, durch den die Sonnenflecken auf unsere
Erde wirken können, _es ist Tatsache, daß der Ablauf der irdischen
Witterungserscheinungen den gleichen Rhythmus zeigt, wie die
Sonnenflecken, einen etwa elfjährigen Takt_. Durchschnittlich aller elf
Jahre zeigen die Sonnenflecken ein Maximum ihrer Häufigkeit:
Sonnenfleckenhäufigkeit 1901 bis 1926.
0 1 2 3 4 5 6 7 8 9
1900 _3.4_ 5.7 23.0 44.1 58.7 =60.3= 56.0 51.2 40.6
1910 21.0 6.5 3.4 _2.2_ 11.8 46.4 55.4 =98.8= 77.6 63.1
1920 38.7 24.7 14.7 _5.5_ 16.7 44.6 62.7
Das letzte Maximum war, wie die Tabelle zeigt, 1917, frühere Maxima
fielen in die Jahre 1906, 1894, 1884, 1871, 1860, 1848, 1837, 1830.
Minima lagen bei 1834, 1844, 1856, 1867, 1879, 1890, 1901, 1913, 1923.
Es ist nun außerordentlich interessant, zu verfolgen, wie in der Nähe
der Jahre mit hohen Häufigkeitszahlen der Sonnenflecken, d. h. _starker
Fleckentätigkeit der Sonne der Arbeitsgang der atmosphärischen Maschine
lebhafter erscheint_; die _Anzahl der Stürme_ z. B. verläuft durchaus
_parallel zu der Anzahl der Sonnenflecken_, _ja die gesamte Natur wird
beherrscht von diesem Gesetze_. Man hat das Dickenwachstum der Bäume
nach der Breite der Jahresringe gemessen und gefunden, daß in Jahren
hoher Sonnenaktivität dieses Dickenwachstum beträchtlich größer ist als
in den Jahren der Sonnenfleckenminima. In der Nähe der Minima herrschen
trockene Jahre vor, starke Niederschläge fallen zur Zeit der Maxima.
_Im gegenwärtigen Jahre_ liegen bisher _folgende Häufigkeitszahlen der
Sonnenflecken_ vor:
Sonnenfleckenhäufigkeit 1927.
1927 Januar Februar März April Mai Juni Juli August September
79.1 93.1 68.4 93.1 79.3 60.5 55.4 52.8 67.5
also Werte, die bereits sehr nahe ein Maximum andeuten.
Damit finden wir den Übergang zu all den zahlreichen
Wetterkatastrophen, die in der letzten Zeit die Menschheit beunruhigen
und auch zu jener schweren Hochwasserverwüstung, der dieses Heft
gewidmet ist. Der Einbruch der polaren aus dem Norden des Atlantischen
Ozeans stammenden Luftmassen erfolgt in den Jahren intensiver
Sonnenfleckentätigkeit mit größerer Wucht als in den Jahren mittlerer
Aktivität oder gar in den Jahren minimaler Sonnenflecken, in denen die
Anzahl solcher Sturmstörungen viel geringer ist.
Wir _erleben also in den gegenwärtigen Schrecken die Auswirkung
von Gesetzen_, denen sich der Mensch im allgemeinen nur beugen
und unterwerfen kann. Bereits im Sommer des letzten Jahres zeigte
sich das Herannahen jener verhängnisvollen Epoche, in der die
atmosphärische thermodynamische Maschine in unseren Breiten und in
dem kontinental-maritimen Zweige, der Mitteleuropa bestreicht, einer
maximalen Belastung ausgesetzt ist, und es ist anzunehmen, daß auch im
nächsten Jahre 1928 die Wirkung der Maximalphase der Sonnenflecken noch
nicht gänzlich überwunden sein wird. Am 1. Juni 1926 brachen kalte,
polare Luftmassen mit nordwestlichen Winden in die erhitzte Fläche
des Kontinents ein und es kam im Grenzgebiete zwischen Warm und Kalt
zu heftigen Gewittern und gewaltigen Regengüssen, die das Elbe- und
Odergebiet in ein riesiges Überschwemmungsfeld verwandelten.
Die Wetterkarte des 1. Juni 1906 zeigt, wie die Linien gleicher
Temperatur von 15°, 17.5°, 20° eng zusammengedrängt dem Ansturm der
kälteren Ozeanluft von 12.5° begegnen. Verstärkt waren diese Gegensätze
noch durch den Umstand, daß einige Tage zuvor warme Luftmassen aus
dem Mittelmeergebiet mit Südostwinden nach Westrußland und bis weit
hinauf nach Finnland und Lappland geschafft worden waren, wodurch die
_Monsunzirkulation eine gewaltige Intensität_ annehmen mußte.
Und _das Gleiche war der Fall bei der Unwetterkatastrophe vom Abend
des 8. Juli 1927_. Auch hier prallten kalte polare Luftmassen auf
warme sciroccoähnliche Luft von mehr als 20° Temperatur und es kam in
kurzer Zeit unter heftigen Gewittern zur Abladung der Feuchtigkeit
in solchen Mengen, daß die Aufnahmefähigkeit der Flußgerinne weit
überschritten wurde. Das dem Ansturm der Luftmassen sich quer in den
Weg legende Erzgebirge mußte zu einer beschleunigten Aufwärtsbewegung
der Luft führen und damit zur Entladung der Wassermengen fast an
ein und derselben Stelle. Dabei macht sich auch noch eine gewisse
_Trichterwirkung des Elbtals_ bemerkbar, die zu einer besonders
intensiven Aufstauung der Luftmassen im Bereiche der angrenzenden Höhen
führen muß.
Man könnte nun aus unseren bisherigen Betrachtungen den Schluß
ziehen, daß unweigerlich aller zehn bis elf Jahre sich derartige
Katastrophen wiederholen müßten. In der Tat kann man wohl behaupten,
daß die Tendenz zur Ausbildung übermäßiger Beanspruchungen der
atmosphärischen Zirkulation zur Zeit der Sonnenfleckenmaxima in der
Regel vorhanden ist. _Aber die Periode von elf Jahren ist wiederum
nicht die einzige, die hier maßgebend ist._ Das kann schon unserer
kurzen Tabelle entnommen werden, die von 1901 bis 1926 den Ablauf
der Sonnenflecken angibt. Die Intensität der Sonnenflecken war z.
B. 1906 bei weitem nicht so groß wie 1917. Es stecken noch andere
Perioden in diesen Dingen, wir kennen Rhythmen von dreiunddreißig
bis fünfunddreißig Jahren, von sechzehn Jahren, deren Zusammenwirken
das Bild wesentlich kompliziert. Hier sind wir aber an die Grenzen
der für eine populäre Darstellung geeigneten bisherigen Ergebnisse
der Forschung gelangt. Darüber hinaus reicht das Gebiet der gerade
gegenwärtig besonders intensiv betriebenen Arbeit der Gelehrten. Es ist
kein Zweifel, daß wir im Laufe der Zeit zu einer viel weitergehenden
Beherrschung dieser Fragen gelangen werden, zu einem tieferen Einblick
in die Gesetzmäßigkeiten, den Arbeitsgang und Arbeitsrhythmus der
atmosphärischen Wärmemaschine. Das Zufällige wird auf einen immer
kleineren Bereich zusammenschrumpfen und gute wie böse Wirkungen der
Natur werden uns erscheinen unter dem Gesichtswinkel des Naturgesetzes
– ~sapienti sat~.
Grundlinien der Tektonik des Erzgebirges
Von Oberstudienrat Prof. Dr. _Paul Wagner_, Dresden
Was versteht die Wissenschaft unter »Tektonik«? Die wörtliche
Übersetzung des griechischen Wortes ~tektonike~ bedeutet »Kunst des
Zimmermanns«. Mit dieser Worterklärung kommen wir aber dem tieferen
geologischen Sinn nicht viel näher; wir müssen schon ein wenig in
erdgeschichtliche Fragen eindringen: Auf dem Grunde eines Meeres lagern
sich Schichten von Schlamm, Sand, Kalk ab und werden unter starkem
Druck schließlich zu Schichtgesteinen verfestigt. Auf verschiedene
Weise kann der ehemalige Meeresboden freigelegt werden, so daß er
nun Landoberfläche bildet. Zahlreiche versteinerte Meerestiere in
den Gesteinsschichten unserer Gebirge beweisen, daß hier einst
Meer war. Die Ablagerung auf dem einförmigen Meeresboden bedingt,
daß die Sedimente im wesentlichen wagerechte Schichtung aufweisen,
und man müßte erwarten, daß diese ebene (in der Bergmannsprache
»schwebende« oder »söhlige«) Lagerung auch in den landfest gewordenen
Sedimentgesteinen zu finden sei. Das ist aber nur selten der Fall
(z. B. teilweise im Elbsandsteingebirge). Meist stehen die Schichten
mehr oder weniger schräg, bisweilen »auf dem Kopfe« oder gar soweit
»überkippt«, daß die älteren Lagen oben sind. Wir beobachten ferner,
daß sie hier stark verbogen, dort von Spalten durchzogen sind,
plötzlich abbrechen und in ganz anderer Höhe wieder auftauchen.
Kurz – die ursprüngliche Lagerung ist völlig gestört. Die Kräfte,
die solche Störungen zuwege gebracht haben, äußern sich meist als
starker Seitendruck innerhalb der Erdkruste, und die meisten Forscher
sind geneigt, den Druck mit der Schrumpfung der Erdrinde als Folge
ihrer Abkühlung in Zusammenhang zu bringen. Ohne auf die Frage der
ersten Ursache einzugehen, bezeichnet der Geologe diese Kräfte als
»_tektonische Kräfte_«, und das, was sie geschaffen haben, nämlich den
stark gestörten, überaus mannigfaltigen Gerüstebau unsrer Erdrinde als
die »_Tektonik_« der betreffenden Landschaft. Wenn die Gesteinsmassen
durch Spalten in »Schollen« zerlegt werden, die sich aneinander –
wenn auch nur in geringem Ausmaß – verschieben, so treten dabei oft
merkliche Erschütterungen auf, die man »_tektonische Erdbeben_« nennt.
Nach dieser allgemeinen Einführung können wir zur Beantwortung
der Frage schreiten: »_Welche Ereignisse der Erdgeschichte haben
den heutigen tektonischen Aufbau des Erzgebirges verursacht?_« Im
»Altertum« der Erde war Mitteldeutschland großenteils von einem
seichten Meere bedeckt. Zur »Steinkohlenzeit« stieg der Meeresboden
empor, und unter gewaltigem Seitendruck türmten sich die Schichten
zu einem vielleicht alpinen Faltengebirge auf. Noch vor wenigen
Jahrzehnten haben wir uns diese Auffaltung innerhalb Sachsens
verhältnismäßig einfach vorgestellt; wir nahmen drei große »Sättel« an:
1. Erzgebirge, 2. Mittelgebirge, 3. nordsächsischer Sattel. Dazwischen
zwei Mulden: 1. Zwickau–Chemnitz–Flöhaer Mulde mit einer Nebenmulde bei
Potschappel–Döhlen, 2. nordsächsische Mulde. Heute wissen wir, daß die
Gebirgsauffaltung weit gewalttätiger und komplizierter vor sich ging.
Die alten Meeresschichten sind ganz unglaublich verbogen; aus der Tiefe
aufsteigende Schmelzmassen haben sich dazwischen gedrängt, sind mit den
echten, ebenfalls erweichten Schichtgesteinen durcheinandergeknetet,
gleitend fortbewegt und ausgewalzt worden. Am Ostrande des heutigen
Erzgebirges hat ein starker von Nordosten her kommender Druck
bewirkt, daß die in Schollen zerlegte Erdkruste sich wie Schuppen
übereinander schob und sich stellenweise mächtig aufbäumte. So entstand
dort zwischen Gottleuba und Dohna ein kleines Sondergebirge, das
_Elbtalschiefergebiet_. Das Empordringen gewaltiger Schmelzmassen, die
als Granite oder Porphyre erstarrten, schloß diese revolutionäre Zeit
ab.
In der Folgezeit wurde das Gebirge durch Verwitterung zerstört,
abgetragen, und der Schutt diente zum Auffüllen der nördlich
anstoßenden Mulde. Schließlich war vom alten Gebirge nur noch ein
Sockel übrig, und das Meer überflutete erneut große Teile des
»Gebirgsrumpfes«. Die Sandsteinschichten bei Freiberg, Tharandt,
Höckendorf und anderen Orten beweisen die Meeresbedeckung von Teilen
des alten Erzgebirges zur »Kreidezeit«.
Mit Beginn der »Neuzeit«, im »Tertiär«, setzten neue Revolutionen
ein. Wieder wurde die Erdkruste starken Seitenpressungen ausgesetzt,
wieder fingen die Schichten an, sich sanft aufzuwölben. Aber sie
erwiesen sich diesmal als zu spröde: sie zersprangen in Schollen, und
an den langausgedehnten Klüften verschoben sich die Rindenteile. Das
sächsische Erzgebirge wurde schräg nordwärts geneigt; im Süden brach
es stufenförmig ab, und es entstand die »Grabensenke«, in der heute
die Eger und die böhmische Biela fließen. Das Karlsbader Gebirge
entspricht wieder einer aufgerichteten Scholle. Seit jener Zeit haben
die Flüsse, dem sanft geneigten Nordhange des Erzgebirges folgend,
ihre nach Nordwesten gerichteten Täler eingegraben. Aber die Flußtäler
des östlichen Erzgebirges – Weißeritz, Müglitz vor allem – zeigen im
Mittellauf einen merkwürdigen Knick, eine Ablenkung gegen die Elblinie
hin, und beweisen dadurch, daß die Schrägstellung der Erzgebirgsscholle
in noch späterer Zeit einen Abfall nach Nordosten verursacht haben
muß. Wieder waren die Krustenbewegungen begleitet von vulkanischen
Ergüssen, die diesmal als basaltische Massen erstarrten, z. B. Geising,
Sattelberg, Wilisch.
Mit den großen Umwälzungen der Tertiärzeit war das tektonische Bild des
Erzgebirges, wie es uns heute entgegentritt, im wesentlichen vollendet.
Die nun folgende Eiszeit mit ihren Schnee- und Gletschermassen konnte
daran nicht viel mehr ändern.
_Welche Folgen haben alle die tektonischen Störungen für unser
heutiges Landschaftsbild?_ Wäre ein weites Gebiet aus völlig eben
gelagerten Schichtgesteinen zusammengesetzt, so würde auch die
Verwitterungsarbeit überall im gleichen Zeitmaß fortschreiten, und
durch Abtragung des Schuttes käme immer wieder eine einförmige
Ebene zustande. Anders im gestörten Schichtenbau. Hier liegen ganz
unvermittelt die verschiedensten Gesteine _neben_einander an der
Erdoberfläche und setzen den Verwitterungseinflüssen sehr verschiedenen
Widerstand entgegen. Schwer verwitterbare Massen ragen allmählich als
»_Härtlinge_« empor; in leicht zerstörbaren bilden sich Eintiefungen –
das ganze Relief wird bewegt und spiegelt nun durch Höhenunterschiede
die tektonischen Linien wider. Die Flüsse finden ebenfalls in den
einzelnen Gesteinsstreifen wechselnden Widerstand und schaffen durch
ihre Sägearbeit hier steilwandige Engtäler, dort Weitungen. Das
erwähnte Elbtalschiefergebirge zeigt diesen Wechsel im Talcharakter
ausgezeichnet, z. B. Seidewitz, Bahre. Aber auch Zschopau und Flöha
haben ganz verschiedene Talformen in den Gneis- und Schiefergebieten
des Erzgebirges, den schutterfüllten Mulden und dann wieder beim
Eintritt in das Granulitgebirge.
Eine weitere höchst bedeutsame Folge der Tektonik ist die
_Grundwasserführung_ und _Quellbildung_ eines Gebietes. Schichtgesteine
sind entweder wasserdurchlässig oder wasseraufhaltend. In porösen
Schichten sammelt sich das Oberflächenwasser als _Grundwasser_.
Hätten wir überall ungestörten Schichtenbau, so wäre auch der
Grundwasserhorizont in stets gleichbleibender Tiefe. Das Wasser würde
die Erdoberfläche nur erreichen, wo etwa ein Fluß sich bis in die
wasserführende Schicht einschnitte oder wo der Mensch es künstlich
emporpumpte. Schichtenstörungen schaffen die mannigfaltigsten
Grundwasserverhältnisse. Auf geneigter Unterlage entstehen Strömungen;
in Faltenmulden sammelt sich das Wasser; von Faltensätteln fließt es
weg, an Spalten kann es aufsteigen usw. Was diese Verhältnisse für die
Trinkwasserversorgung einer Großstadt zu bedeuten haben, liegt auf der
Hand. Und da die Anlage von Siedelungen oft an die Lage von Quellen
geknüpft ist, ergibt sich eine weitere innige Beziehung zwischen
Tektonik und Kulturlandschaft.
Wie die Grundwasserschichten sind auch die _Kohlenflöze_ des
erzgebirgischen Beckens von Störungslinien stark beeinflußt. Die im
allgemeinen flach muldenförmigen Kohlenlager sind zerbrochen und
längs der Bruchlinien in ganz verschiedenes Niveau geraten. Der
Abbau muß sich darnach richten und wird selbstverständlich durch
den Zwang, immer wieder andere Niveaus aufzusuchen, wesentlich
verteuert. Im _Erzbergbau_ spielen Flöze eine geringe Rolle. In
unseren erzgebirgischen Silberbergbaurevieren treten die Erze als
Kluftausfüllungen auf. Aber diese Klüfte sind wiederum tektonisch
bedingte Zerreißungslinien.
Wir können auf alle diese Dinge hier nicht näher eingehen. Denn im
Zusammenhange unseres Heftes kam es wesentlich auf das Problem an: _Hat
die Tektonik des Erzgebirges irgendwie ursächliche Beziehungen zu den
verheerenden Wirkungen der letzten Hochwasserkatastrophe oder zur Frage
der Hochwasserschutzbauten?_ Man könnte recht wohl einen Zusammenhang
zwischen Gebirgsbau und Hochwasser_wirkungen_ konstruieren, wenn man
bedenkt, daß die Laufrichtung der Flüsse, der Wechsel enger und weiter
Talstrecken, das Auftreten von Felsbarren im Flußbett, von felsigen
Vorsprüngen im Gehänge mittelbar Folgeerscheinungen tektonischer
Vorgänge sind, die wir oben andeuteten. Und es ist nur eine Fortsetzung
dieser Schlußkette, wenn wir darauf hinweisen, wie stark der Abfluß
eines Hochwassers durch solche Naturbedingungen im Zeitmaß, wie in
der Größe der zerstörenden Wirkungen beeinflußt wird. Wer heute die
Katastrophengebiete durchwandert, sieht diese verschiedenartige Wirkung
noch immer auf Schritt und Tritt: hier Aufstau und damit Aufsammeln
der Zerstörungskraft in drangvoller Enge, dort Verteilen und rascher
Abfluß des Wassers; hier Transport von riesenhaften Felsblöcken (z.
B. bei Zwiesel), dort Breitschütten von Geröllen und Sand. Der Mensch
wird dieses Wechsels nie Herr werden; er wird nie die jugendlich
wilden Gebirgsflüsse in gradlinige, schön auszementierte Ablaufrinnen
umwandeln können – es wäre auch jammerschade um all die Naturschönheit,
die er dabei vernichten müßte!
Viel näher liegt der zweite Teil der Frage: ob die jetzt viel
besprochenen und geplanten _Talsperrenbauten_ die tektonischen
Verhältnisse berücksichtigen müssen und ob ihre Sicherheit durch sie
gefährdet werden könnte. Der Wasserbauingenieur wird bei der Wahl des
_Ortes_ für eine Stauanlage zunächst klimatologische Untersuchungen
heranziehen: er muß überlegen, an welcher Stelle er ein möglichst
großes Niederschlagsgebiet in einer Abflußrinne mit möglichst kleinem
Querschnitt abfangen kann. Er wird die Regenmengen in den einzelnen
Flußabschnitten feststellen und Stauanlagen in erster Linie flußabwärts
von den Hauptniederschlagsgebieten errichten. Dann wird er aber auch
die Geländeformen genau studieren, das Wasser möglichst nicht in flach
ansteigenden Becken stauen, wo bei jedem Senken des Wasserstandes
große schlammige Flächen freigelegt werden. Vor allem aber wird er
dafür sorgen, daß die Staumauer in gesundes Gestein eingreift. Und
hier setzen – wie Pressenotizen zeigen – vor allem die Besorgnisse
ein, ob ein tektonisch so gestörtes Gebiet wie unser Erzgebirge
überhaupt für Talsperrenbauten sich eigne. Da ist zunächst die Angst
vor _tektonischen Erdbeben_. Darüber ist kein Zweifel, daß zwischen dem
Verlauf größerer Störungslinien und der Lage der Hauptschüttergebiete
ein ursächlicher Zusammenhang besteht. Der Geologe ist in dieser
Frage so sicher, daß er bisweilen geradezu aus dem Auftreten eines
linearen Bebens auf das Vorhandensein von Störungslinien schließt,
wenn er diese auch in den oberen Krustenteilen noch nicht nachzuweisen
vermochte. Wir besitzen seit einigen Jahrzehnten genaue Aufzeichnungen
und Karten über die Ausbreitung der sächsischen Erdbeben. Am meisten
betroffen ist das Vogtland zwischen Plauen und Eger mit dem Mittelpunkt
in der Gegend von Klingenthal. Kein Wunder – ist doch das Vogtland
von Klüften in zwei Richtungen derart durchzogen, daß das ganze
Gebiet aus schachbrettartig angeordneten Schollen zusammengesetzt
erscheint. Ob längs dieser Risse Schollenbewegungen auftreten, die
Erdbeben _verursachen_, oder ob solche Beben als _Folge_erscheinungen
von Bodenbewegungen zu betrachten sind, ist eine neuerdings viel
erörterte Streitfrage. Uns interessiert aber mehr die feststehende
Tatsache, daß Bodenbewegungen in diesem Störungsgebiet leicht auftreten
_können_. Und wenn sie in ihrem Ausmaß auch gering sind, ist doch
die Möglichkeit nicht ausgeschlossen, daß eine Sperrmauer durch die
Spannungserscheinungen Sprünge bekommt und daß diese allmählich sich
bis zu einer katastrophalen Zerstörung der Mauer erweitern _könnten_.
Ein zweites Schüttergebiet liegt zwischen Crimmitschau und Greiz.
Ein drittes folgt etwa der Elbrichtung von Dresden nach Zittau.
Es ist dies ein uraltes Störungsgebiet, in dem Schollenbewegungen
von der Steinkohlenzeit bis in die Eiszeit immer wieder aufgelebt
sind. Das größte jüngere Erdbeben in diesem Gebiet (10. Jan.
1901) reichte mit der Zone stärkster Wirkungen bis an die Linie
Dohna–Langenhennersdorf–Tetschen, also in das Katastrophengelände.
Meßbare Krustenverschiebungen sind dabei allerdings nicht festgestellt
worden, leichtes Schwanken der Möbel aber bis nach Altenberg und
Böhmisch-Zinnwald. Gefährdet ist ferner der böhmische Abfall des
Erzgebirges mit seinen staffelförmigen Abbrüchen. Im ganzen aber kann
man sagen, daß die Hauptmasse des Erzgebirges von Erdbeben sehr wenig
betroffen wird.
Etwas anderes ist es, ob die Gesteine im Gebiete großer Störungslinien
nicht schon bei deren _erster Anlage_ stark gelockert worden sind.
Das ist zweifellos der Fall. Sehr gut läßt sich diese Erscheinung am
Westrande des Lausitzer Granitgebietes beobachten. Wir kennen alle
den trefflichen Lausitzer Granit, wie er bei Demitz-Thumitz gebrochen
und zu Kopfsteinen oder großen Werkstücken verarbeitet wird. Im
Gebiete der »Lausitzer Hauptverwerfung«, am Abbruche gegen das Elbtal,
ist das Gestein kaum wiederzuerkennen. Es ist von zahllosen Rissen
durchzogen, die eine Verwertung zu Kopfsteinen völlig ausschließen,
und die »Trümmerstruktur« setzt sich selbst bis in die kleinsten
Mineralkörnchen fort, die man unter dem Mikroskop beobachten kann.
Würde man in solchem Gebiete eine Sperrmauer ansetzen – man sprach
von einer Talsperre im Prießnitzgrunde bei Klotzsche – so könnte
das aufgestaute Wasser sich allerdings unter starkem Druck seitlich
und unter der Mauer in die Risse zwängen, sie mechanisch oder auch
durch Lösungsvorgänge erweitern und sich einen Ausgang verschaffen.
Daß dadurch schließlich die Mauer selbst gefährdet wird, ist nicht
ausgeschlossen. Trümmerstruktur zeigen auch manche Gesteine im
Elbtalschiefergebirge.
Eins ergibt sich aus diesen Erwägungen als unabweisbare Forderung: der
Wasserbauingenieur hat nicht nur das eigentliche Baumaterial genau auf
Struktur, Druckfestigkeit, Wasseraufnahmefähigkeit zu prüfen, sondern
auch das _anstehende Gestein im weiteren Umkreise der Sperrmauer_.
Wir sind in Sachsen in der glücklichen Lage, daß unser Land zu den
geologisch am genauesten untersuchten Gebieten der Erde gehört;
wir besitzen eine geologische Karte 1 : 25000, unser geologisches
Landesamt verfügt über eine sehr umfangreiche Dünnschliffsammlung
aller sächsischen Gesteine, über genaue chemische Analysen – vor allem
aber über einen ausgezeichneten Stab von Fachgelehrten, die ihre
Erfahrungen jederzeit in den Dienst der Technik stellen. Da anzunehmen
ist, daß unsre Talsperrentechniker von dieser Möglichkeit umfassenden
Gebrauch machen und tektonisch gefährdete Gebiete meiden, dürfen wir
hoffen, daß mit dem Gebirgsbau zusammenhängende Schädigungen von
Staumauern kaum auftreten werden. Ob es uns jemals gelingen wird, ein
Katastrophenhochwasser wie das zuletzt erlebte, hinter Sperrmauern
abzufangen oder durch raschesten Abfluß unschädlich zu machen – das ist
eine andere Frage!
[Illustration: =Zerstörtes Wohnhaus in Glashütte=]
[Illustration: =Blick vom Rand des Haberfeldwaldes bei Fürstenwalde auf
die unbewaldete Kammhochfläche Ebersdorf–Mückentürmchen=]
Zur Siedlungsgeschichte der Flußgebiete der Müglitz und der Gottleuba
Von _Otto Eduard Schmidt_, Dresden
Mehr als vier Monate sind seit der furchtbaren Hochwasserkatastrophe
vergangen, die in der Nacht vom 8. bis 9. Juli 1927 außer einigen
böhmischen Ortschaften auch zwei blühende, durch ländlichen und
industriellen Anbau gleich ausgezeichnete Flußtäler Sachsens samt den
in sie einmündenden kleineren Bachtälern mit grauenhafter Verwüstung
erfüllte und fast einhundertundfünfzig Menschenleben in jähem Ansturm
dahinraffte. Eine Hilfeleistung von kaum jemals erlebtem Zusammenklang
menschlicher und technischer Kräfte hat noch unter dem Wüten der
entfesselten Elemente begonnen, gefährdete Menschen, ihre Häuser und
ihre bewegliche Habe zu retten und die tiefgerissenen Löcher und
Furchen, die das sonst so geglättete Antlitz unserer Kulturlandschaft
entstellten, wieder zu beseitigen.
In der Tat ist hier durch eine fast beispiellose Intensität der Arbeit
das Ziel erreicht worden, daß schon nach wenigen Wochen wieder der
Puls eines regelmäßigen Verkehrs in den von den Hochfluten überrannten
Tälern zu spüren und allüberall, auch in Böhmen, die gröbste Not,
wenn auch nicht beseitigt, so doch in hohem Maße gelindert war. Und
doch – auch heute noch, nachdem die Wiederherstellungsarbeiten vier
volle Monate mit Tausenden von Menschen und allen Arten neuzeitlicher
Maschinen unter höchster Anspannung betrieben worden sind, erschrickt
man, wenn man die Straßen aufwärts zieht, die das Wasser wie ein alles
umschlingendes Ungeheuer heruntergestürzt ist, und dabei inne wird, daß
diese Fluten und die von ihnen mit fortgerissenen Helfershelfer nicht
nur Menschenwerke vernichtet, sondern in den ureigensten Schöpfungen
der Natur das Unterste zu oberst gekehrt haben.
Alle Denkenden, der Landwirt so gut wie der Forstmann, der Geologe
so gut wie der technisch arbeitende Ingenieur, beschäftigen sich mit
der Frage nach der letzten Ursache des Unglücks. Da darf auch der
Geschichtskundige nicht zurückbleiben. Ihn beschäftigt die Frage:
Wie war die Landschaft beschaffen vor der verhältnismäßig dichten
Besiedlung, die heute alles aneinander und durcheinander rückt, und
ebenso die zweite Frage: Trug vielleicht diese Besiedlung selbst durch
den teilweisen Zwang, den sie der Natur anzutun versuchte, einen Keim
der Selbstvernichtung in sich?
Die natürlichen Verhältnisse des östlichen Erzgebirges bestanden in
den vorgeschichtlichen und frühgeschichtlichen Zeiträumen darin, daß
sich die allmählich verwitternde Oberfläche des Felsens mit einer
alle Höhen und Tiefen überkleidenden Walddecke überzogen hatte.
Dieser Zustand wurde durch die wenigen Menschen, die gelegentlich als
Fischer oder Jäger in unsere Fluß- und Bachtäler vorzudringen wagten,
nicht gestört; denn weder aus der sogenannten Steinzeit noch aus der
Bronzezeit und den ihr folgenden Zeiträumen sind Reste von Herdgruben
oder Wohnhäusern im Müglitz- und Gottleubatale, wenn wir von ihrem
Unterlaufe absehen, und in ihrer Umgebung gefunden worden. Selbst von
slawischen Siedlungen ist am Oberlauf und Mittellauf der Müglitz und
der Gottleuba keine Spur vorhanden. Eine Besiedlung der Flußauen und
der benachbarten Hügelkuppen mit kleinen wendischen Quellweilern, die
ohne Zweifel vorhanden war, ist bachaufwärts vermutlich über die Linie
Ploschwitz–Zehista–Dohna–Krietzschwitz nicht hinausgegangen. Südlich
dieser Linie finden sich mit zwei Ausnahmen nur deutsche Ortsnamen. Die
beiden Ausnahmen Oelsen (siehe oben, S. 370) und Nebelschütz (Meiche,
Pirna S. 195) aber betreffen offenbar deutsche Kolonistendörfer, die
nur von der böhmischen Kanzlei mit einem tschechischen Namen versehen
worden sind.
Unter den wirklich wendischen Orten mögen Pirna als kleiner
Handelsplatz an der Stelle, wo die Elbe aus ihrem engen Felsentale
heraustritt, und Dohna als Eingangspforte zum uralten Nollendorf-Kulmer
Paß, dem niedrigsten (679 Meter) und bequemsten des Erzgebirges, eine
gewisse Bedeutung gehabt haben. Bei Dohna vereinigte sich 1040 nach
~Annalista Saxo~ (~Monum. Germ. Script.~ VI, 654 f.) das Meißnische
Aufgebot mit den erzbischöflich-Mainzischen Streitkräften, um mit dem
Kaiser Heinrich III. gegen Böhmen zu ziehen. Auch wurden 1887 unter
der Burgmauer von Dohna Scherben mit slawischen Burgwallornamenten
gefunden (Meiche S. 42). Dagegen kommt Pirna in den Urkunden des
elften und zwölften Jahrhunderts überhaupt nicht vor. Die ältesten
Nachrichten über Pirna sind leider im Jahre 1325 im dortigen Rathause
verbrannt (s. meinen Aufsatz ~NAS~, Bd. 48, S. 42), und im Sächsischen
Hauptstaatsarchiv findet sich kein Ersatz dafür. Trotzdem kann man
sich Pirna aus dem meißnisch-böhmischen Grenzverkehr dieser dunkeln
Jahrhunderte nicht hinwegdenken. Ich nehme also an, daß eine primitive
Burganlage mit einem slawischen Dorfe Pirna und der gegenüberliegenden
Zollstätte Copitz (s. a. a. O.) ebenso alt waren wie Dohna. Beide
Orte lagen im Süden des Gaues Nisan und gehörten mit diesem nach der
deutschen Eroberung zum Bestand der Mark Meißen.
_Die erste Besiedlung des Mittel- und Oberlaufs_ der beiden Bachtäler
der Müglitz (Quelle nördlich vom Mückenberg in Böhmen) und der
Gottleuba (Quelle etwa siebenhundert Meter hoch, südöstlich vom
oberen Ende des Dorfes Schönwald in Böhmen) ist in das Zeitalter der
deutschen Kolonisation zu setzen. Diese beginnt hier, da der Gau Nisan
1077 vom Kaiser Heinrich IV. an Wladislaus von Böhmen vergeben war und
auch unter Wiprecht von Groitzsch, dem Schwiegersohne des Wladislaus,
unter böhmischem Einflusse blieb, frühestens 1143/44, als Nisan wieder
an Meißen zurückgefallen war. Seit diesem Zeitpunkte hat Markgraf
Konrad der Große von Wettin im nördlichen Teile von Nisan eine sehr
erfolgreiche Kolonisationsarbeit eingeleitet (s. meinen Aufsatz ~NAS~
Bd. 48, S. 34), aber im Süden vermochte er noch nichts auszurichten.
Es entzieht sich unserer Kenntnis, was alles hier unter der böhmischen
Lehnshoheit geschehen war, um diese für den Verkehr sehr wichtige
Landschaft fest an die Przemysliden zu ketten. Aber wir spüren es aus
dem, was die Wettiner Markgrafen in dieser Zeit zu tun unterließen, daß
von wirklicher Regierungsgewalt der Markgrafen im südlichen Nisan nicht
die Rede war. Denn keiner der tatkräftigen Fürsten von Konrad bis auf
Dietrich († 1221) hat es fertiggebracht, die Burg Pirna unumstritten
in seiner Hand zu halten oder gar zu ihren Füßen die so dringend
nötige deutsche Stadtgemeinde ins Leben zu rufen. Auch die Burggrafen
von Dohna, die als kaiserliche Vasallen, also als reichsunmittelbare
Dynasten, das Gebiet zwischen Elbe, Lockwitzbach und Gottleubatal
bis hinauf zu den Vorhöhen des Gebirgs besaßen (1113 Erkembert, 1152
Henricus de Rotawa (Rötha), 1161 Heinricus, ~praefectus de Donin~,
vgl. Meiche, S. 41 und 42) und während der böhmischen Lehnshoheit
tief in böhmische Verbindungen und Pläne verstrickt worden waren,
bildeten für die Meißner Markgrafen eine schwierige Mitgift. So blieb
die Erschließung des gesamten Gebietes für die meißnische bäuerliche
Kolonisation zunächst ein unerfüllbarer Wunsch. Voraussetzung für die
Erfüllung war die Sicherung der Gegend durch eine Anzahl ritterlicher
Burgen und ihre Verbindung durch leidlich geschützte Straßen. Ein
erster Vorstoß nach dieser Richtung war im Müglitztale die Anlage der
Burg Weesenstein. Sie ist benannt vom »Waisen«, dem Edelstein der
alten deutschen Kaiserkrone, einem opalartigen Milchquarz, der auch im
Weesensteiner Felsen gefunden wird. Die älteste urkundliche Erwähnung
Weesensteins ist allerdings erst vom Jahre 1318, aber wir müssen aus
inneren Gründen annehmen, daß diese Burg schon im zwölften Jahrhundert
oder anfangs des dreizehnten gegründet wurde und daß der Untergang des
Doninschen Archivs in der Dohnaischen Fehde (1402) die älteren Urkunden
vernichtet hat. Denn die Burggrafen von Dohna konnten die Anlage einer
Burg auf dem Weesenstein, die ihnen gegebenenfalls den freien Verkehr
im Müglitztale sperrte, kaum einem anderen überlassen. Aber natürlich
geschah die Gründung dieser Burg, da Dohna samt der Burggrafenschaft an
die Meißner Markgrafen verpfändet war (~CDS~ I, 3, S. 132, vgl. meinen
Aufsatz ~NAS~, Bd. 48, S. 49, Anm. 44) unter wettinischer Oberhoheit,
während die Przemysliden in den Donins noch immer ihre Vasallen sahen.
Noch im Jahre 1318 ließ sich Markgraf Friedrich der Freidige auf der
Wartburg vom Burggrafen Otto von Dohna einen Revers unterschreiben, daß
ihm Otto mit Dohna, Weesenstein und Rabenau, die er von ihm zu rechten
Lehen habe und von anders niemand, zu Dienst verpflichtet sei (~H St
A~, O 2150). Auch auf dem Tage in Laun im Jahre 1454 stritten sich
die böhmischen und sächsischen Unterhändler um Weesenstein. Die Böhmen
sagten / Weysenstein Slos sei erbe von der Krone Böhmen/, die Sachsen
sagten / Weisenstein rühre von der herrschaft zcu Missen zcu lehen,
gehore auch zcur Marck Missen und gehe fürder vom Rich zcu lehen. Die
erste Anlage von Weesenstein war sehr kriegsmäßig: der aus dem Felsen
wachsende Bergfried und einige in den Felsen gehauene Gemächer, mit dem
Turme durch einen Gang verbunden; erst unter den Bünaus (Lehnsbrief
1406) und noch später unter denen von Uckermann (seit 1772) wurde es
der wohnliche Bau, in dem sich nachmals die Könige Johann und Georg und
der Prinz Johann Georg wohlfühlten.