Lisette. Der Herr hat sie lange wieder. Ich habe geglaubt, von wem
Sie Dienste annehmen können, von dem könne ich auch Geschenke annehmen.
Ich habe ihn sowenig gekannt, wie Sie.
Christoph. Also ist mein Geschenk zum Teufel? Wie gewonnen, so
zerronnen!
Der Baron. Wie aber soll ich, teuerster Freund, mich gegen Sie
erkenntlich erzeigen? Sie reißen mich zum zweitenmal aus einer gleich
großen Gefahr. Ich bin Ihnen mein Leben schuldig. Nimmermehr würde
ich, ohne Sie, mein so nahes Unglück entdeckt haben. Der Schulze, ein
Mann, den ich für den ehrlichsten auf allen meinen Gütern hielt, ist
sein gottloser Gehilfe gewesen. Bedenken Sie also, ob ich jemals dies
hätte vermuten können! Wären Sie heute von mir gereiset--
Der Reisende. Es ist wahr--so wäre die Hilfe, die ich Ihnen gestern
zu erweisen glaubte, sehr unvollkommen geblieben. Ich schätze mich
also höchst glücklich, daß mich der Himmel zu dieser unvermuteten
Entdeckung ausersehen hat; und ich freue mich jetzt so sehr, als ich
vorher, aus Furcht zu irren, zitterte.
Der Baron. Ich bewundre Ihre Menschenliebe, wie Ihre Großmut. O
möchte es wahr sein, was mir Lisette berichtet hat!