Die Badereise.]

Die Verwundung.

Bertha, obgleich schon 12 Jahre alt, besaß doch noch einen tüchtigen Theil

Muthwillen, der sich aber nie heimtükisch sondern entweder im offenen

kleinen Krieg mit Geschwistern und Freunden, oder sonst in schuldlosen

lustigen Einfällen und Streichen äusserte. Man konnte ihr auch deshalb

nicht zürnen nur _das_ tadelte die Mutter, tadelte Emma und Franz an ihr,

daß sie in den Kindergesellschaften, an denen des Bruders wegen, auch

Knaben oft theilnahmen, sich immer lieber zu diesen als zu den Mädchen

hielt. Ja wenn sie auch nicht mehr wie ehedem mit ihnen herum lärmte, so

mußte sie doch, wenn sich jene von dem weiblichen Theil der Gesellschaft

absonderten, ihnen nach schleichen, und neugierig schauen, was sie vor

haben, mußte ihnen ungebeten mit ihrem guten Rath vorspannen, und ihre

weisen Bemerkungen, oft mit gutmüthigen Spott untermischt, mittheilen,

nicht selten aber auch mit einem langen Näschen abziehen, das sie sich

jedoch gar nicht verdrießen, und sich für einandermal nicht dadurch

abschrecken ließ. Im gemeinschaftlichen Spiel suchte sie aber immer

ihr Müthchen an den Knaben zu kühlen; strebte angelegentlich sie in

Pfänderstrafe oder andere Verlegenheit zu bringen, und lachte herzlich,

wenn es ihr gelang. Vor allem reizte sie Richard, ein aufgeblasener junger

Mensch, der sich auch öfters unter den Gespielen befand, ihr Witztalent zu

üben, und sie verfolgte ihn unaufhörlich mit ihren Neckereien. Sein Wissen

war ein erbärmliches Stückwerk, und weit mehr Schein als Wahrheit,

da Bertha dies wußte, so trieb sie ihn bei Spielen, die zugleich

Verstandesübungen waren, oft so in die Enge, daß er sich nicht zu helfen,

und seinen Zorn über Bertha's Tücke (wie er es nannte) nicht zu verbergen

wußte. War er dann recht aufgebracht, so bat sie ihn mit tiefen Knieen

recht weh- und demüthig um Verzeihung, oder sie brachte ihm, da er

Süßigkeiten sehr liebte, zur Versöhnung ein Händchen voll Pfeffernüß'chen,

Rosinen oder dergleichen, und beschwichtigte damit seinen Zorn. Wurde sie

späterhin von den ihrigen über ihren Muthwillen getadelt, so suchte sie,

ihrem Verfahren immer eine gute Seite abzugewinnen; und erwiederte einmal

unter andern lachend: »o ihr wißt gar nicht, welch ein gutes Werk ich thue,

sonst würdet ihr mich nicht davon abhalten wollen. Ich bringe ja nur das

supperkluge Bürschchen zur heilsamen Einsicht seiner Mangelhaftigkeit, und

heil ihn von den schädlichsten aller Fehler, vom Eigendünkel.« »Und bist

selbst nicht frei davon, wenn du dir einbildest, daß _dir_ dies gelingen

würde;« wandte die Mutter ein. »O nicht doch Mütterchen,« versezte Bertha,

und verschloß Frau v. Falkensee den Mund mit Küssen. »O doch, deine Bertha

hat eine winzig kleine Meinung von sich; und ist nur so ein lustiges

Dingelchen, das sich oft vor Muthwillen nicht zu lassen weiß.«

Einst war wieder eine Zusammenkunft junger Leute bei Rath Sinthal

veranstaltet, und auch Richard befand sich unter ihnen; er ging

unausstehlich hochtrabend einher, und reizte dadurch Andere, theils zum

heimlichen Lachen theils zu verborgenen Verdruß. Alles, was sie thaten und

sprachen beurtheilte er verächtlich, alle Spiele gab er an, oder meisterte

doch die, welche nicht von ihm vorgeschlagen wurden, und man sah es ihm

recht deutlich an, daß er sich nur alleine klug dünkte. Da zuckte Aerger

und Muthwille wieder durch Bertha's ganzes Wesen, und schnell war ein loser

Streich ausgedacht, der Richard gespielt werden sollte. Sie wisperte mit

Thekla ein wenig, und entfernte sich darauf mit ihr. Nach einiger Zeit

erschien Erstere wieder, trug auf einem großen Tassenbrett Rath Sinthals

Klapphut, und auf demselben lag ein mit goldnem Schnitt versehenes feines

Papier; es enthielt die von Bertha zierlich und mit großen Buchstaben

geschriebene Ernennung Richards zum Magister der _Weltweisheit_ mit dem

Beisaz: daß er sich durch seine ausserordentliche Klugheit schon längst

den Doktorhut verdient habe. -- Mit einer tiefen Verbeugung überreichte sie

Richarden dies ehrenvolle Diplom, welcher das Papier neugierig entfaltete,

doch als er es gelesen hatte, es erzürnt zu Boden warf, und in gewaltigen

Zornäusserungen aufbraußte. Die andern Kinder aber brachen in ein lautes

Lachen und Beifall rufen aus, und Bertha wurde für ihren drolligen Einfall

manches Lob zu Theil. Niemand ahnete, daß es ihr so theuer zu stehen kommen

würde. Richard jedoch nahm sich vor, bei der nächsten Gelegenheit dem

Mädchen seine Rache fühlen zu lassen, und der böse Knabe führte sein

frevelhaftes Vorhaben wirklich noch am nämlichen Abend aus, allein nicht

so, wie er wollte. Es wurde nämlich noch eine Weile »Ring versteckens,«

gespielt. Die Gesellschaft sezt sich bei diesem Spiel in einen Kreis, und

giebt sich von Hand zu Hand ein Ringlein, doch so daß der Knabe, oder das

Mädchen, welches in der Mitte steht, nicht bemerken kann, bei wem es zu

finden wäre, und entweder nur durch Beobachtung der Mienen, oder durch

sonst eine Vermuthung geleitet, zu dem oder jenem tritt, und die Hand ihm

öffnet, um den versteckten Ring zu finden. Ist dies geschehen, so begiebt

sich derjenige bei dem sich jener vorfand, in dem Kreis, wird aber falsch

gerathen, so ist die Strafe ein Pfand, und das weiter Suchen. Richard, der

rachsüchtige Knabe -- hielt während des Spiels, ausser den Ring, wenn er

zu ihm kam, noch ein kleines, aber scharfes Messerchen in der Hand, und als

einmal Emma, welche er für Bertha hielt, im Kreise sich befand, und auch zu

ihm trat, um die Hand ihm zu öffnen, versezte er ihr mit der, in die Höhe

gekehrten, Schärfe des Messerchens eine tiefe Wunde. Mit einem lautem

Schrei fuhr das Mädchen zurück, und der starke Blutverlust, so wie der

erlittene Schrecken zog ihr eine Ohnmacht zu. Man kann sich das Wehklagen

und das Entsezen der kleinen Versammlung denken, da überdieß, ausser den

Dienstboten kein erwachsenes im Hause war. -- Richard machte sich in

der allgemeinen Bestürzung aus dem Staube, und die herbeigerufenen Mägde

leisteten Emma die nöthige Hülfe. Im Weglaufen hatte aber jener einem

Gespielen zugerufen: »Nun hat Bertha für ihren unzeitigen Wiz den

verdienten Lohn.« Aus dieser Aeusserung ergab es sich also, daß wieder

eine Verwechslung der Schwestern Statt fand, und die unschuldige Emma für

Bertha's Muthwillen leiden mußte. Als sich diese davon überzeugte, wollte

sie sich nicht trösten lassen, obgleich die edelmüthige Schwester sie durch

die Versicherung zu beruhigen gedachte: daß sie die wahre Ursache ihrer

Verwundung verschweigen, und einer Unvorsichtigkeit von ihrer Seite die

Schuld beimessen wollte; denn es war zu erwarten, daß Bertha über ihr

Benehmen, welches Emma das Unheil zuzog, einen strengen Verweiß erhalten

würde, und die kleine Versammlung, welche die Zwillingsschwestern fast

gleich liebte, bestärkte jene in ihrem Entschluß und nahm auch Franzen, der

am ungehaltensten auf Bertha war, das Versprechen der Verschwiegenheit ab.

Doch die Mägde plauderten die Sache aus; und nun fand ein strenges Examen

statt, im welchem Bertha und Emma, Alles aufrichtig gestanden. Richard

wurde darauf aus den Kindergesellschaften ausgeschloßen und Bertha

eingeschärft: das Necken künftig zu unterlassen. Doch sie hatte es sich

schon selbst recht ernstlich vorgenommen, und hielt redlich ihren Vorsaz;

denn Emma's Wunde verschlimmerte sich in den ersten Tagen so sehr; daß die

liebende Schwester unendlich viel Angst und Jammer ausstund. Jeder Blick

auf die verwundete Hand der Leidenden prägte jenen Entschluß tiefer in ihre

Seele, und recht oft stellte sie die Frage wehmüthig an Emma: ob sie ihr

verzeihen, und sie ferner lieben könne? doch diese wußte von keinem Groll,

und bald trat auch eine glückliche Heilung ein. Bertha aber widerstand in

Zukunft jedem Drang zu Necken, ohne an ihrer muntern Laune zu verlieren,

welche ihr so viele Liebenswürdigkeit verlieh.

Die Wette.

Herr v. Falkensee sparte nichts, seinen Kindern eine vorzügliche Ausbildung

geben zu lassen. In Allem wozu sie Lust und Anlage hatten, ließ er

sie unterrichten, und jedes von ihnen war auch von der Natur mit einem

hervortretenden Talent begabt worden. Franz verfertigte artige Verse in

deutscher und lateinischer Sprache -- eine Gabe, welche vom Vater, der ein

sehr guter Dichter war -- ihm angeerbt schien. Bertha machte im Spiel

auf dem Flügel gute Fortschritte, und Emma gab Hoffnung eine geschickte

Zeichnerin zu werden.

Einstmals, als der Geburtstag der Mutter wiederkehrte beschenkte Emma

Erstere mit einem, von ihr recht schön gezeichneten Blumenstraus, und

erreichte auch ganz ihre Absicht damit, Jene zu erfreuen. Jedem, der an

diesem Tage zu ihr kam, zeigte sie denselben, und die kleine Künstlerin

erhielt das verdiente Lob. -- Am Abend aber hatte der Major zur Feier des

Festes eine große Gesellschaft eingeladen, und in dieser Versammlung mußte

auch Bertha ihr Talent zeigen. Der zärtliche Gatte hatte zu Ehren der

lieben Geburtstägerin einen schönen Rundgesang gedichtet, welcher von

der Gesellschaft an der frohen Tafel abgesungen, und den Bertha, nach des

Vaters Wunsch und Willen, mit ihrem Spiel auf dem Flügel begleiten mußte,

was ihr auch zur allgemeinen Zufriedenheit gelang. -- Unter den anwesenden

Gästen befanden sich zwei junge Künstler. Sie waren Brüder, und Söhne eines

Freundes des Barons, welcher ihnen, um des Vaters Willen, nicht nur den

Zutritt in sein Haus gestattete, sondern ihnen auch schon manche große

Gefälligkeit erzeigt hatte. Albrecht, so hieß der Aeltere, widmete sich

ausschließend dem Zeichnen und Malen; Walther aber arbeitete geschickt im

Wachs, und spielte überdies die Guitarre sehr gut. Beide unterhielten

sich diesen Abend viel mit den Zwillingsschwestern, und freuten sich ihrer

schönen Talente. Emma's Zeichnung erhielt ihren vollen Beifall, so wie

Berthas Flügelspiel, allein immer wurde es jenen schwer, die Mädchen zu

unterscheiden, zumal da Emma ebenfalls Clavier spielte, wenn auch nicht so

vorzüglich wie Bertha. Als nun die Brüder aus dem frohen Zirkel nach Haus

kehrten, unterhielten sie sich noch lange über Falkensee's Töchterchen und

prießen die Aeltern wegen ihres Besitzes glücklich. Aber nun entstand unter

ihnen ein kleiner Streit. Walther behauptete: Bertha sey nicht nur die

gute Clavierspielerin, sondern überdies die Verfertigerin des gelungenen

Blumenstraußes. Albrecht jedoch hatte sie richtiger erkannt, und

widersprach also mit Feuer dem Bruder. »Ich muß meiner Sache gewiß seyn,«

äusserte Walther, »denn ich habe mir vorgenommen, dem Baron für seine uns

oft bewiesene Freundschaft, das Anerbieten zu machen, und Bertha, die eine

entschiedene Anlage zur Musik hat, unentgeldlich Guitarre zu lehren, daher

darf ich sie nicht für Emma, und Emma nicht für sie halten. Daß aber _sie_

die Blumen gezeichnet hat, weiß ich gewiß, und somit besizt sie nach meiner

Ueberzeugung die beiden Talente.« »Nicht doch,« wandte Albrecht ein; »warum

willst Du denn Emma Alles rauben? _Sie_ ist die Zeichnerin, ich irre mich

nicht.« Jener blieb indessen hartnäckig auf seiner Meinung, und brachte

Albrecht so weit, daß derselbe eine Wette in Vorschlag brachte. »Es sey,«

rief der lustige Walther, und schlug in die dargebotene Hand des Bruders.

»Ich wette, daß Bertha auch die Bleifeder künstlich führt, und täusche

ich mich wirklich, so will ich unsern ehrlichen Hauswirth um seinen

Sonntagsanzug bitten, in diesen bei Falkensee's erscheinen, und Emma wegen

des ihr zugefügten Unrechts um Verzeihung bitten.« (Die Jünglinge wohnten

bei einem alten ehrsamen Krämer, der eine noch ganz altmodische Tracht

beibehielt.) Der ernstere Albrecht verstand sich nicht zu jener tollen

Verkleidung, sondern machte sich anheischig, im Fall er Unrecht hätte,

Walthern mit einer Sammlung Musikalien, welche eben neu in allen Kunst- und

Buchläden erschienen waren, zu beschenken.

Ein Dankbesuch, den, nach seiner Sitte, die beiden Brüder in dem

Falkensee'schen Hause für die lezt genoßene Ehre abzustatten

gedachten, sollte die Sache entscheiden. Sorgsam bemerkten sie hier die

unterscheidenden Kennzeichen der Zwillingsschwestern, und es ergab sich

nun, daß Albrecht die Wette gewonnen hatte. Gleich am folgenden Tag

erschien Walther wieder in der Wohnung des Majors, und zwar mit einer

Stutzperücke auf dem Kopf, an die ein kleiner Haarbeutel befestigt war,

in kurzen schwarzen Beinkleidern, grauen Strümpfen und breiten Schuhen mit

kleinen silbernen Schnallen; er trug ferner eine grüne Weste mit langen

Schoßen, und einen braunzeuchenen Rock, ebenfalls ganz nach alten Schnitt,

in der Hand aber hielt er ein hohes spanisches Rohr mit elfenbeinernem

Knopf. Auf der Straße hatte er seinen Mantel umgeworfen, doch bei

Falkensee's angelangt, legte er diesen ab, und frug nach Fräulein Emma. Die

anwesende Magd wollte ihn zu ihrem Herrn führen, allein er bestund darauf,

das Fräulein sprechen zu müssen; da öffnete sich die Wohnzimmerthüre, weil

die Baronin auf dem Vorplatz laut sprechen hörte, und Walther trat ohne

viele Umstände ein. Niemand erkannte ihn, und alle waren im Stillen über

die Dreistigkeit des fremden Mannes unwillig. Er schien sich aber nicht

daran zu kehren, suchte Emma mit seinen Blicken, fragte ausdrücklich, um

sich nicht wieder zu irren; ob sie es doch wäre? und als sie es bejahte,

äusserte er: der Künstler Walther habe ihn geschickt, um Emma die, bei ihm

zu Schulden gekommene Verwechslung zu bekennen, so wie sein Vergehen, daß

er ihr den Ruhm als geschickte Zeichnerin habe rauben wollen, wofür er

um Verzeihung bitten lasse. Das Mädchen staunte, eben so die anwesenden

Geschwister und Mutter. Da trat Walther ein wenig auf die Seite, wischte

sich mit einem Tuch die gemalten Falten aus dem Gesichte, und nahm die

Perücke ab, wodurch das dunkle Lockenhaar wieder sichtbar wurde. Als er

sich der Familie näherte, rief Alles aus einem Munde. »Ach Walther, Walther

ist es! wie drollig! Nein wer hätte dies gedacht!« Franz und die Schwestern

brachen in lautes Lachen aus, und musterten jedes Stück an des verkleideten

Anzug; selbst die Aeltern -- der Vater kam zufällig dazu -- konnten den

jungen Freund nicht ohne Lachen ansehen. Doch als der größte Spaß vorüber

war, trug jener dem Major das Anerbieten vor: den Töchtern desselben

unentgeldlich Unterricht im Guitarrespielen ertheilen zu dürfen; denn zur

Vergütung des, an Emma begangenen Unrechts, wollte er einen Theil seiner

sehr beschränkten Zeit auch dieser opfern, und sie als Schülerin annehmen.

Beide Mädchen brachten es im kurzen, recht weit bei ihm; jedoch wie Bertha

von Emma immer im Zeichnen übertroffen wurde, so diese von ersterer stets

in der Tonkunst, und ihr Phantasien Spiel so wie das, nach vorgezeichneten

Noten, entzückte jeden, der es hörte; besondere ihren Lehrer, welcher es

nie bereute, dem Drang seines dankbaren Herzens gefolgt zu haben. Er sah

dadurch einen Theil seiner Schuld abgetragen, die er sich gegen dem Baron

bewußt war, und dies beglückte den wackern Jüngling sehr. -- Falkensee

hatte nämlich den Brüdern früherhin, durch seine Bekanntschaft mit

obrigkeitlichen Personen den freien Zutritt in die Kunstschule des Orts

verschaft, und sie, da der Vater kein Vermögen besaß, von Zeit zu Zeit

mit Geld unterstüzt, bis sie so weit kamen, sich selbst ihren Unterhalt zu

erwerben. Walther mißbrauchte überdies anfangs die Freiheit, die er ausser

dem älterlichen Hause genoß, und gerieth durch böse Gesellen auf Abwege.

Vorzüglich ergab er sich dem Spiel, und stürzte sich einst in eine

verzweifelnde Verlegenheit. Der wackere Bruder wußte keinen Ausweg,

als sich dem Major zu entdecken. Dies geschah; letzterer lößte Walthers

Spielschuld aus; berief aber den verblendeten Jüngling zu sich, und machte

demselben so rührende Vorstellungen, daß er von Reue ganz zerknirscht,

seinen Wohlthäter mit Mund und Hand gelobte: keine Karte mehr anzurühren.

Er hielt Wort und seine Zufriedenheit und Ruhe war hinfort keiner Störung

mehr unterworfen. Dem Baron aber verehrte er wie seinen zweiten Vater, und

immer sehnte er sich, ihm sprechende Beweise seiner Dankbarkeit geben zu

können, wozu sich nun in der Ausbildung des musikalischen Talents seiner

Töchter eine günstige Gelegenheit gezeigt hatte, welche Walther freudig

benüzte, und der Erfolg veranlaßte dem erfreuten Vater oft zur Behauptung:

»Wohlthun trägt Zinsen.«

[Illustration:

~pag. 163.~

Emma und Bertha oder die Zwillingsschwestern Eine unterhaltende Erzählung für die Jugend · 第 8 / 9 题