Ebenthal

dürfte angenehmer, allein zu oft wiederholt noch dürftiger scheinen.

Hier ist der Sammelplatz der Honoratioren, die auf der prächtigen

Fahrtstrasse im Schatten hundertjähriger Lindenbäume auf Wägen

dahinrollen. Der großherzige Besitzer Graf von _Goes_ überläßt den Park

zum Genusse dem Publikum. Er besteht aus einem Obst-, Zier- und

Küchengarten, und mag wohl in der Umgebung der schönste seyn, allein

darum doch nicht lobenswerth. In Mitte sich kreuzender Alleen steht das

marmorne Monument, welches der dankbare Sohn seinem verblichenen Vater

1801 setzen ließ, es ist der bestgewählte Punct des Parks.

Die drei Viertel Stunden von hier, östlich auf einem steilen Felsen

durcheinander geworfenen Trümmer der uralten

Veste Gurnitz,

deren Fall die Türken 1473 bezweckten, sind kaum der Besichtigung werth.

-- Bald wird von dem stolzen Familienschlosse der ruhmvollen Ritter von

_Auffenstein_, deren letzter _Friedrich_, mit Ende des vierzehnten

Jahrhunderts, erniedrigend seinen Stamm, als Empörer im Kerker verblich,

alle Spur gewichen seyn, indeß ihre Thaten ewig der Nachwelt fortblühen!

Vom Schlosse sieht man die Glan und Glanfurt, nachdem sie gutmüthig die

Heimath bewässert, zum weiteren Laufe sich einen, bis sie die Gurk, und

diese die habsüchtige Drau verschlingt.

Skizzen einer Fußreise durch Oesterreich, Steiermark, Kärnthen, Salzburg, Berchtesgaden, Tirol und Baiern nach Wien,(#77458) · 第 17 / 47 题