den man bald darauf erreicht, ist groß und mit artigen Gebäuden besetzt,
eine Menge Wirthshäuser, Metzger und Bäcker locken den Hunger und Durst.
Ueberdieß gibt es noch durchaus an der Poststrasse von Spital bis Grätz
eine grosse Menge hölzerner Hütten (Kaischen genannt) Wirthshäuser
vorstellend, worin man aber selten etwas Besseres als sauren Wein, Bier,
Gurkensallat, Käs und Brandwein antrifft, welche wohlfeile Erquickung
aber von den zahlreichen Fuhrleuten nicht verschmäht wird.
Ausser Kindberg vergrössern sich die Scenen; die kleine forellenreiche
Mirza hat sich bereits zum reissenden Waldflusse entwickelt; häufiger
tönen schwarz umwölkte Eisenhämmer, Feuersäulen aushauchend; die früher
hundertfältigen Hügel hervor und wieder zurück tretender Wiesen, Aecker
und Wäldchen, deren buntes Grün dem Auge sanft schmeichelte, huldigen
nunmehr den stolzer sie überblickenden Waldbergen, die im inneren Kampfe
erhitzt mit Rauch und Flammen um sich speien. Leider betrüben solche
Waldbrände Jeden nur den Besitzer nicht, welcher sie fleißig unterhält,
um ein oder zwei Jahre etwas Korn zu ernten, und dann wenn Asche und
besseres Erdreich von Regengüssen abgespühlt wurde, die Berge auf immer
verwüstet zu lassen. Diese traurige Gewohnheit sich augenblicklichen
Nutzen zu verschaffen, ohne des sicheren Nachtheils der Nachkommen zu
gedenken, wird nicht gehoben werden, so lange man in holzreichen
Gegenden die Meinung behauptet: Wälder wären dem Eigenthümer nur zum
Schaden, da er ohne einigen Ertrag für sie noch Steuern bezahlen müsse.
Zufrieden, überall im Hochwalde die Klafter Stammholz um 20 kr. W. W. zu
bekommen, (wofür aber das Hacker- und Fuhrlohn bis Bruck auf 6 fl. W. W.
sich belaufen soll) brennt also Jeder seine Wälder nach Wunsche und
Gutbefinden. Wohl wenn nicht hier wie in mehreren Gebirgsgegenden bald
bitterer Holzmangel die Strafruthe schwingt.