Düwels.
Ein Bauerndrama. Mk. 1.50.
Über die „Dorfmusikanten“ schrieb:
=Ernst von Wildenbruch= in der „=National-Zeitung=“:
... „Ich habe mir neulich im Theater zu Weimar das Stück angesehen,
das, aus ihrem Kreise der Heimatkünstler hervorgegangen, dort zur
Aufführung gelangt ist, Heinrich Sohnreys „Dorfmusikanten“ und indem
ich dabei saß, habe ich zu meinem dramatisch-kritischen Verstande, der
hier und da aufmucken wollte, gesagt: „Halt’s Maul und störe mein Herz
nicht! Denn mein Herz freut sich!“ Ja, ich freute mich, denn die Sache,
auf die es ankommt, die Hauptsache ist in dem Stück: echtes, deutsches
Lachen. Aus diesen drolligen Käuzen, diesen Musikanten von Damsbrück
lacht wirklich das thüringische, das herzige deutsche Land. Das ist
Erdgeruch von heimatlicher Erde, -- +wie ein Händedruck treuherziger
deutscher Hand, so fühlt das ganze Stück sich an+.“ ...
~Dr.~ =G. Zieger= in der „=Münchener Allgemeinen Zeitung=“:
... „Der Andrang war so außerordentlich, daß noch einige Spieltage
zugegeben werden mußten, und daß, wenn die letzte Vorstellung
stattgefunden hat, der Erfolg noch lange nicht ausgenützt ist.
Die Kritik hat zum größten Teil dem Werke des trefflichen
Volksschriftstellers gegenüber nicht den rechten Standpunkt gefunden.
Sie ist so einseitig artistisch geworden, daß sie einem so schlicht
volkstümlichen Werke nicht mehr gerecht werden kann und sich auf die
Hervorhebung nebensächlicher Schwächen beschränkt, die durch die
Dilettantendarstellung noch mehr hervortraten ...“
Verlag von Martin Warneck, Berlin ~W.~ 9.
Aus Höhen und Tiefen.
Ein Jahrbuch für das deutsche Haus.
Herausgegeben von Prof. ~Dr.~ =Karl Kinzel= und Reg.- und
Schulrat =Ernst Meinke=.
In gediegenem Leinwandband Mk. 4.--.
Bisher erschienen 8 Bände.
Von der Beliebtheit dieses Jahrbuches geben z. B. folgende
Zeitungsstimmen Zeugnis:
Von Jahr zu Jahr mehren sich die Jahrbücher, die aus den verschiedenen
Lebens- und Interessenkreisen unseres Volkes heraus für diese in einer
Sammlung von Aufsätzen, Gedichten, Erzählungen Unterhaltendes und
Belehrendes bieten wollen, wie es die Zeit und ihre Bedürfnisse mit
sich bringen. Das vorliegende Jahrbuch wendet sich an das deutsche
Haus, in dessen Mitte das Evangelium als das Standfeuer brennt und
leuchtet, von dem sich die einzelnen Glieder erwärmen und erleuchten
lassen wollen. Nicht als wenn das Jahrbuch ein Erbauungsbuch wäre
oder das Christliche gar auf dem Präsentierteller hinreichte und
unter seinem Namen Reklame machen wollte. Von solcher zweifelhaften
Geschäftspraxis ist das Buch frei. Tragen auch einzelne seiner
Stücke einen christlichen Charakter, z. B. unter den Gedichten, so
sind andere, darunter auch gerade die besten von jener christlichen
Gediegenheit, die ohne viele religiöse Worte in ihrer Lebenskraft und
in ihrer gesunden Lebensspeise von christlicher Weltanschauung genährt
sind und darum gerade auch ohne tendenziösen Charakter dem deutschen
Haus gute christliche Geistesspeise bieten werden .... Dem Jahrbuch sei
ein trautes Heim in vielen deutschen Häusern beschieden.
„Hessische Landeszeitung“, Dezember 1902. +Wenk.+
...... Es hat uns stets Freude gemacht, „Aus Höhen und Tiefen“ neben
seinem älteren Genossen, der „Christoterpe“ empfehlen zu können und wir
tun es auch diesmal aus vollem Herzen ...
„Leipziger Zeitung“, Dezember 1902.
..... immer wird man den Eindruck gewinnen, daß es die Verfasser
verstanden haben, ein Buch zu schaffen, dessen Inhalt zur Lektüre im
deutschen Familienhause im vollsten Maße geeignet ist.
„Deutsche Warte“, November 1902.
Aus dem reichen Inhalt des VIII. Jahrgangs sei besonders hervorgehoben:
„+Schillerworte+“. Zum 9. Mai 1905 aus Schillers Gedichten und Dramen
zusammengestellt von +Prof.+ ~Dr.~ +Kinzel+. „+Schillers Demetrius+“.
Abhandlung von +A. Zippel+. „+Bruder und Schwester+“. Erzählung von
+Ernst Zahn in Göschenen+. „+Erinnerungen an Tholuck+“. Eine Nachlese
von Prof. ~Dr.~ +O. Bertling+. „+Der Mutter Vermächtnis+“. Erzählung
von +C. zu Putlitz+. „+Farben und Düfte+“ von ~Dr.~ +E. Dennert+. „+Im
Mai des Lebens+“. Aus meiner Soldatenzeit von † +Staatsminister+ ~Dr.
D.~ +Bosse+. „+Das Gedächtnis+“. Abhandlung von +Reg.- und Schulrat
Ernst Meinke+. „+Sizilische Streifzüge+“ von +Gym.-Direktor+ ~Dr.~
+Friedrich Seiler+. „+Was zieht uns ins Hochgebirge?+“ Betrachtungen
von Prof. ~Dr.~ +Karl Kinzel+. „+Kulturbilder aus Oberschlesien+“ von
+A. Just+. „+Er ist wiedergekommen+“. Betrachtungen von ~Dr.~ +Peter
Rosegger+.
Verlag von Martin Warneck, Berlin ~W.~ 9.
=Fritz Fliedner=, =Aus meinem Leben=. 2 Bde. 7. bezw. 4. Aufl. Br. à
Mk. 4.--, geb. à Mk. 5.--.
Das beste Urteil über das Buch gibt +Staatsminister+ ~Dr.~ +Bosse+ in
einem Brief an den Verleger:
Berlin ~W.~ 27. Dez. 1900.
„Ich habe das schöne Buch mit großer Freude und reichem Gewinn gelesen.
Ich bezeuge das um so lieber, da ich das Buch mit der Besorgnis zur
Hand genommen hatte, daß die lebhafte Natur des Verfassers ihn zu
allerhand Ueberschwänglichkeiten verleitet haben möchte, die der
einfachen nüchternen Wahrheit Abbruch tun könnten. Das ist aber in dem
Sinne, in dem ich es mir vorgestellt hatte, durchaus nicht der Fall.
Es ist ein lebhaft und mit ungemeiner, man kann getrost sagen, mit
jugendlicher Frische geschriebenes Buch. Alles, was Pastor Fliedner
hier erzählt, trägt das unverkennbare und darum sieghafte Gepräge
lauterer Wahrhaftigkeit, alles ist selbst erlebt und selbst erfahren.
Und aus den Erfahrungen des Verfassers erklärt sich auch die zuweilen
auch wohl über das Ziel hinausschießende Schärfe der Polemik gegen das
römische Wesen. Das Buch ist ein aus tiefstem Herzen kommendes Zeugnis
eines Mannes, der die Herrlichkeit der evangelischen Freiheit eines
Christenmenschen in einem langen Leben tausendfach an sich erfahren
hat, eines tapferen Streiters für die evangelische Wahrheit, der im
Kampfe für eine gerechte Sache nicht gerade jedes Wort zuvor ängstlich
auf die Wagschale legt. Sollte aber jemand gleichwohl an diesem oder
jenem scharfen Ausdruck Anstoß nehmen, so wird er sicherlich überwunden
werden durch die rührende und ehrliche Art, in der der Verfasser
im Schlußabschnitt für jeden harten oder verletzenden Ausdruck um
Nachsicht oder Verzeihung bittet. Gegenüber dem reichen positiven
Inhalt des von Anfang bis zu Ende mit einem fast unwiderstehlichen
Zauber fesselnden Buches sind jene Einzelheiten Minutien, über die man
kein Wort weiter verlieren braucht. Das Buch zeigt uns in natürlich
sprudelnder, mit völlig ungesuchtem Humor gewürzter Frische den
Werdegang eines gottbegnadeten, seines Glaubens gewissen, allzeit
fröhlichen Christenmenschen. Schon diese Natürlichkeit der Darstellung
wirkt erfrischend. Aber von welchem Hintergrunde hebt sich der schon
an sich menschlich und psychologisch interessante Lebensgang des
Verfassers ab! Anschaulich öffnen sich vor uns die Verhältnisse
des kinderreichen elterlichen Pfarrhauses, eines wahren Musters an
Einfachheit, ungefärbter Frömmigkeit, schlichter Gastlichkeit. Und mit
wie pietätvoller, zarter Liebe werden uns Vater und Mutter Fliedner
gezeigt. Wie schlicht und wahr und echt wird die Erziehung der Kinder
dargestellt, wie meisterhaft die unter Gottes wunderbarer Leitung sich
entfaltende Diakonissenarbeit geschildert, wie fröhlich werden die
kleinen und großen Erlebnisse in der Kinderstube, auf dem Gymnasium
in Gütersloh und auf der Universität in Halle und Tübingen erzählt
und das alles im Rahmen der auch die kleinsten Dinge im Menschenleben
führenden göttlichen Liebe! Und dann wieder der Ernst und die Schrecken
des Krieges 1866! Und schließlich die mit 140 Talern ausgeführte
zehnwöchige Reise des fröhlichen Studenten nach Italien und Sizilien!
Es ist wunderschön, und wer das Buch zu lesen angefangen hat, den läßt
es nicht wieder los. Jede Menschenleben ist ein fortgesetztes Wunder,
dafür werden dem Leser hier die Augen geöffnet, obwohl die eigentliche
ernste Lebensarbeit Fliedners, der Dienst am Evangelium in Spanien,
hier nur kaum andeutungsweise erwähnt wird. Ihnen und Herrn Pastor
Fliedner danke ich aufs herzlichste für den Segen dieses Buches. Es ist
ein gutes evangelisches Buch, dem man nur recht viele Leser wünschen
kann.“
Verlag von Martin Warneck, Berlin ~W.~ 9.
Fr. Bettex, Prof., Bildung.
6.-10. Tausend.
Hübsch kart. Mk. 1.50.
Bettex, der Verfasser von „Naturstudium und Christentum“, und vieler
anderer Bücher, die zu den meistgelesenen ihrer Art zählen, der
Naturforscher mit den großen Gedanken, sagt uns in einem Bändchen von
etwa 100 Seiten seine Ansicht über Bildung. Wie er in seinen früheren
Schriften einer Naturwissenschaft entgegentritt, die in den kleinen
Gebieten ihrer Forschung vergißt, wie unendlich das Weltall ist, wie
viele tausend Fragen auf allen Seiten an den Menschen treten, auf die
er noch keine Antwort gefunden hat, so wendet er sich in dieser Schrift
gegen die falsche Auffassung von dem, was Bildung ausmacht.
Er untersucht den Einfluß von Armut und Reichtum auf die Bildung und
leitet über zur Familie, der ersten und wichtigsten Bildungsstätte.
Hier werden wir an die trefflichen Bücher von Riehl erinnert, denn
auch Bettex steht ganz auf dem Standpunkt, der in der Familie den
Hauptfaktor zur Bildung sieht, aber ohne in den Fehler zu fallen, den
Bildungswert der Schule zu unterschätzen. Man wird dem praktischen
Schulmann besonders gerne zuhören, wenn er über die Reformen spricht,
die im Interesse wahrer Bildung in den Schulplänen z. B. der
Mädchenschulen vorgenommen werden sollten, und nur von Herzen freuen
kann man sich heute in der Zeit der Lokalanzeigerbildung über die
deutliche Sprache, mit der er vom Mute des Nichtwissens spricht.
Mit seiner klaren und präzisen Ausdrucksweise, mit dem feinen Aufbau
seiner Gedankenreihe, bietet die Lektüre dieses Buches schon einen
ästhetischen Genuß. Aber durch die Originalität und die Kraft, die
Bettex auszeichnet, kann es auf den Leser von Wirkung sein. Namentlich
jungen Menschen, die sich nach der Freiheit sehnen, die wahre Bildung
unter allen Umständen vermittelt, sei dieses Buch herzlich empfohlen.
Wir brauchen solche Aufforderung zu eigenem Denken, zum Prüfen der
überlieferten Anschauung von dem, was Bildung sei, damit wieder eigene
selbständige Charaktere geboren werden, Menschen, die nicht nach dem
Urteil dieser oder jener fragen, sondern nach dem Beifall ihres eigenen
Gewissens und die sich unter strenger Selbstkontrolle halten mit der
Bildung, ja, wenn nicht identisch, so doch nahe verwandt ist.
Fußnoten:
[1] Heraus.
[2] Maulwurf.
[3] Wicken-Thies, in der hannoverschen Landbevölkerung damals allgemein
bekannter Wahrsager, der 1618 zu Burgdorf gelebt und für Burgdorf und
Umgegend auf 200 Jahre hinaus wichtige kommende Ereignisse voraussagte.
[4] Freien hat Mühe, gibt Betten und Kühe.
[5] Ümme de Brenne slan, sagt man, soviel wie auf den Busch klopfen.
[6] Kauf Nachbars Rind, freie Nachbars Kind, so wirst du nicht betrogen.
[7] Maulwurf.
[8] Sympathien.
[9] Hildesheim.
[10] Rauge = Rute.
[11] Ziehebank.
[12] böten, beuten, besprechen, Baute tun, nur bei Anwendung von
Sympathiemitteln gebraucht.
[13] Sympathien.
[14] ’n weißen und ’n grünen, ich will euch drei Junggesellen nennen.
[15] Hohle Hand voll.
[16] Briwe, ein irdener Napf, worin man Milch gerinnen läßt.
[17] Soviel wie schaukeln.
[18] Aus kleinen durchbohrten Holzpflöcken bestehend, die kunstvoll
in einander gefügt sind. Dient als Unterlage auf dem Tische für heiße
Schüsseln.
[19] Bruder, hilf!
[20] Warte, ich will dir helfen!
[21] Maulwurfshaufen.
[22] Dickkopfskraut, ~Senecio vulgaris~.
[23] begegneten.
[24] störgen, überlaut sprechen.
[25] Ein Hemd und ein Tuch ist im Grabe genug.
[26] Junge Schweine.
[27] Eh’ der Esel zweimal geht, trägt er, daß ihm der Leib weh tut.
(Sprichwort.)
[28] Scheunenfach.
[29] Früher pflegte der Stellmacher die Speichen vor dem Aufspeichen in
kochendes Wasser zu legen und zu kochen; heute wird die Nabe gekocht
oder gebrannt.
[30] Der vollständige Meierbrief, den der Erzähler im „Bruderhofe“
selbst einsehen konnte, lautet nach dem obigen wortgetreuen Anfange:
„.. wie solche Grundstücke in der dem gegenwärtigen Kontrakte
angehängten Spezifikation näher bezeichnet sind, nebst allen ihnen
anklebenden Rechten und Gerechtigkeiten; dergestalt, daß der Meier
dieselben ~jure colonario~ und meierweise benutze und inne habe; davon
alljährlich an Meierzins ~in natura~ 26 Himten, und zwar zwischen
Michaelis und Martini 3 Himten in gutem, reinem, marktgängigem Korn,
sowie ferner 25 Taler 4 Mgr. Hofzins, 3 Taler 24 Mgr. Rottlandszins und
10 Stück Hühner und zu Lichtmeß weitere 23 Himten abliefere und von
den Grundstücken ohne meine Genehmigung nichts veräußere, verkaufe,
versetze, verpfände, zur Leibzucht einräume oder sonst auf irgend eine
Weise abhanden bringe; vielmehr selbige beisammen behalte und als guter
Wirt haushälterisch benutze. Nach Verlauf der obigen neun Jahre hat der
Colonus sich anderweit zur Bemeierung zu melden, und, gegen Erlegung
der unten genannten Laudemial- und Schreibgebühren, einen neuen
Meierbrief in Empfang zu nehmen. Sollte er aber wider Verhoffen mit
Ablieferung des Zinses und Prästation der sonstigen Leistungen säumig
sich beweisen und damit im Rückstande bleiben, so behalte ich mir das
Recht der Abmeierung, den gesetzlichen Bestimmungen gemäß, bevor.
Urkundlich ist dieser Meierbrief doppelt ausgefertigt und sowohl von
mir als von dem Meier eigenhändig vollzogen; die Laudemial-Schreib-
und Stempelgebühren sind für jeden Bemeierungsfall auf -- Rthr. 4 Ggr.
Konventionsmünze, jetzt auf -- Rthr. 4 Ggr. 1 Pfg. in Kourant bestimmt
worden.
So geschehen Bodenburg, am 27. Dezember 1846.
††† v. Steinberg.“
(Handzeichen des Henderk Oelkers.)
[31] wicken = vorhersagen, drohen.
[32] Hoffetod stirbt so leicht nicht.
[33] Kalte Schale, Wein mit eingebrocktem Honigkuchen.
[34] „Je näher der Braut, desto weiter hinteraus“, d. h. je näher einer
der Braut verwandt ist, desto weiter muß er hinter ihr zurücktreten.
[35] Bänder.
[36] Der Sitte gemäß wurde in den Strauß eine Zitrone getan. Strauß und
Tuch war von der Braut als Opfer für den Pastor auf den Altar zu legen.
[37] Leute, welche dem Hochzeitszuge „vorhalten“, was entweder mit
ausgebreiteten Armen oder mit einer Stange geschieht, werden mit Geld
beschenkt, worauf sie sagen: „Giut Liun!“, was wohl mit „gut Lohn“
zu verhochdeutschen ist, aber auch „gut Luna!“ bedeuten könnte. Zur
Zeit des Vollmondes pflegt man nämlich im Hildesheim’schen zu sagen:
„We häaut jetz giut Liun.“ Hier wird Liun ohne Zweifel mit Luna zu
übersetzen sein.
Verlag von Martin Warneck, Berlin ~W.~ 9.
Die Anfangsgründe der häuslichen Krankenpflege.
Eine Anleitung für hilfsbereite Frauen u. Jungfrauen.
Von =Hans Allihn=.
4.-6. Tausend.
Preis hübsch kart., illustr. nur Mk. 1.--.
Dies Büchlein müßte in =jedem Hause= zu finden sein. +Es will
auf die einfachste und faßlichste Weise die Kenntnisse vermitteln,
die eine Hausfrau oder Haustochter nötig hat, um in ihrer Familie und
Freundschaft, bei Angehörigen, Nachbarn und Bekannten dem Kranken mit
Rat und Tat beizustehen.+
So unbedingt nötig und segensreich es auch ist, daß möglichst viel
Diakonissen, Diakonieschwestern und andere berufsmäßig ausgebildete
Krankenpflegerinnen als Gemeindeschwestern und dergl. angestellt
werden, so müssen doch eine große Menge kranker Personen ohne
sachgemäße Pflege bleiben, da sie auf die Versorgung durch ihre
Familienangehörigen oder Bekannte allein angewiesen sind.
An gutem Willen mangelt es in der Regel hier allerdings weniger, als
an den nötigen Kenntnissen und Fertigkeiten in den allereinfachsten
Grundbegriffen der Krankenpflege. Ohne solche kann auch der beste
Wille nur unvollkommenes leisten, denn er ist nicht im stande, die
Anordnungen des Arztes verständnisvoll und sachgemäß auszuführen.
Zur Erlangung solcher Kenntnisse und Fertigkeiten in der häuslichen
Krankenpflege will die vorliegende Schrift Anleitung geben, nicht aber
zur Krankenheilung selbst, dies bleibt dem Arzt überlassen.
=Die Hauptabschnitte lauten=: Einleitung. -- Der Kranke. --
Das Krankenzimmer; das Krankenbett. -- Tägliche Hilfeleistungen
am Krankenlager. -- Die Krankenkost. -- Die Arznei. -- Bäder und
Umschläge. -- Wundenbehandlung und Verbände. -- Hilfeleistungen bei
ansteckenden Krankheiten. -- Hilfeleistungen in besonderen Fällen. --
Pflege Nervenleidender. -- Hilfeleistungen an Sterbenden.