NÄCHTLICHE ZWIESPRACHE

Deine Seele gleitet blaß von ferne . . .

Hörst Du nicht mein Rufen durch die Sterne?

»Wohl. Ich habe Dich vernommen, Rufer;

Wir Entgleitenden sind ohne Ufer.«

Nacht für Nacht, von weher Glut entzündet,

Rage ich, daß einer in mich mündet.

»Wir sind kühl und Ihr habt heiße Herzen:

Wir sind Wind und löschen Eure Kerzen!«

Mich verzehrend muß ich so verbleichen.

Lösche mich, statt in die Nacht zu weichen!

»Wir verlernten, ruhelos vertrieben,

Meidend Hassen und umschließend Lieben.«

Was man sehnt, will ferne sich entrücken.

Was man hält, vermag nicht zu beglücken.

»Was beglückt, oh, wer vermag's zu halten?

Wer noch sehnt, muß lernen zu erkalten.«

Die Dinge, die unendlich uns umkreisen · 第 16 / 34 题