NEBLIGER ABEND

Im Nebel schwimmt die lange Straßenzeile.

Unruhig schwankt ihr Ende, losgerissen --

Nur ein paar Lichter weisen in den Raum.

Dein Blick steigt auf bis zu den letzten steilen

Turmspitzen, die so hoch sind, daß sie kaum

Um unser Tasten in den Tiefen wissen.

Doch, wie die Abendglocken niederklingen,

Kommt Dir in all der Starrheit dunkler Glaube

Der Dich unnennbar süß als Traum durchbebt.

Die Lampe hoch im Dunst scheint Gottes Taube,

Die auf Dein Haupt verheißend niederschwebt

Und tiefste Weihe will ins Knie Dich zwingen.

Die Dinge, die unendlich uns umkreisen · 第 9 / 34 题