PbCl₄ = Pb···· + 4Cl′

in Wasser dissoziieren. Daß ferner ein chemischer Prozess zu einer

Ionenbildung führt, hat nichts Befremdendes mehr, wenn man die Ionen

als chemische Verbindungen ansieht (s. S. 6).

Ferner haben ~Rixon~ und ~Elbs~[42] nachgewiesen, daß sich in

gebrauchter Akkumulatorsäure verhältnismäßig erhebliche Mengen von

vierwertigem Blei befinden, nämlich bis 0,17 g Pb(SO₄)₂ im Liter. Auch

wurde festgestellt, daß frisch dargestelltes Bleisuperoxyd in

Schwefelsäure zum Teil in Pb(SO₄)₂ überging:

PbO₂ + 2H₂SO₄ ⇄ Pb(SO₄)₂ + 2H₂O.

Die mit positiver Elektrizität beladenen Bleiionen wandern mit dem

Strome und geben, an der positiven Elektrode angelangt, an diese zwei

Ladungen ab:

Pb···· = Pb·· + 2⊕.

Von den vier Elektronen sind, so wollen wir zur Erklärung hinzufügen,

zwei nur locker gebunden, so daß sie leichter abgegeben werden als die

beiden anderen; ähnlich wie Superoxyde leicht ein Atom Sauerstoff

verlieren.

Das doppelt geladene Bleiion verbindet sich mit einem SO₄-Ion zu einem

Molekül Bleisulfat. (Die Konzentration der Bleiionen steigt in den Poren

der aktiven Masse stark an, so daß diese das Bestreben haben, den

Ionenzustand zu verlassen.) Da Bleisulfat nur in geringem Maße in

verdünnter Schwefelsäure löslich ist, so ist der Elektrolyt in den Poren

der aktiven Masse und dicht an der Oberfläche der Bleisuperoxydplatte,

nachdem sich eine kleine Menge dieses Salzes gebildet hat, mit

schwefelsaurem Blei gesättigt; es wird sich also bei Stromentnahme

Bleisulfat auf der positiven Elektrode niederschlagen.

Die beiden Ladungen, die das vierwertige Bleiion abgegeben hat, fließen

durch die Leitung, gelangen zur negativen Elektrode und gehen mit einem

Bleiatom in die Lösung.

Pb + 2⊕ = Pb·· (s. elektrolyt. Lösungstension).

Wie an der positiven Elektrode verbindet sich auch hier das Bleiion mit

einem SO₄-Ion zu einem Molekül Bleisulfat, das sich niederschlägt.

Zwischen den beiden Elektroden spielen sich folgende Vorgänge ab. Wie

wir gesehen haben, werden zwei SO₄-Ionen verbraucht, so daß vier

Wasserstoffionen im Überschuß vorhanden sind; nun sind aber auch durch

die Bildung des vierwertigen Bleiions 4 Hydroxylionen entstanden (siehe

Gleichung 1 a. S. 51). Vor der Stromentnahme war aber der Elektrolyt an

letzterer Ionenart gesättigt. Die Dissoziation von 4 Molekülen

Wasser[43] muß daher zurückgehen; zwischen den Elektroden geht also die

Reaktion vor sich

Die Akkumulatoren: ihre Theorie, Herstellung, Behandlung und Verwendung. · 第 37 / 66 题