Von _Walther Kluge_, Grimma

Einen Hauptteil unserer Kinderlieder bilden neben den Kreis- und

Spielliedern vornehmlich die Auszählverschen. Wie die Gesamtheit

der Kinderlieder, so sind auch sie als besondere Abart ein Teil der

Überlieferung, die vielleicht weiter zurückgeht, als wir denken können.

Aber wenn wir sie hören, dann merken wir doch wohl, daß mindestens ein

erheblicher Teil Erbgut von uns selbst dabei ist. Und seltsam schnell

steht vor uns ein Stück unserer eigenen Kindheit auf. Wir sehen uns

selbst, wie wir dies oder jenes Verschen zur Einleitung unseres Spiels

gebrauchten. Wohl merken wir auch an dem oder jenem kleine oder auch

größere Abweichungen von der Form, die wir gebrauchten. Und da merken

wir, es liegt hier vor uns ein Stück lebendiger, vielleicht sogar

lebendigster Volkspoesie, weil das Bedürfnis der Kinder eben heute

noch, wie vor Zeiten, darnach verlangt, und auch in Zukunft noch

darnach verlangen wird. Denn dies Verlangen wächst aus der natürlichen

kindlichen Betätigung, dem Spiele, hervor. Und da das Verlangen alle

Tage neu wird, so lebt es nicht nur von der Überlieferung, sondern es

bildet diese Überlieferung weiter. Es faßt auch neue Gelegenheiten,

neue Stoffe auf und gestaltet selbst. So erklärt es sich, daß neben

längst vergangenen geschichtlichen Anklängen doch Beziehungen bis zur

jüngsten Vergangenheit vorhanden sind.

Neben dem Stofflichen fällt aber vielfach auch die sprachliche

Gestaltung auf. In Worthäufungen und beabsichtigtem Gleichklang zeigt

sie sehr oft die Freude des Kindes am tönenden Laut. Man findet

darin das freudige Wiederholen, das schon dem kleinen Kind, wenn es

anfängt zu sprechen, so ein seltsames Vergnügen macht. Und wo diese

Sprechtechnik in den Vordergrund tritt, da ist oftmals der Sinn

schließlich durch langen Gebrauch so entstellt, daß man überhaupt

keinen solchen mehr dahinter findet. Bei manchen dieser Verschen mag

er vielleicht auch gar nicht vorhanden gewesen sein, bei anderen ist

er nicht wiederzuerkennen. Das ist besonders dort auffallend, wo

Fremdsprachliches in die Kindersprache übergegangen ist und sich nun

nur noch durch eine recht seltsame Lautverbindung für den Wissenden zu

erkennen gibt.

Dann aber treten auch wieder zum Teil ganz niedliche kleine

Geschichtchen auf, denen man die Freude des Kindes am Fabulieren und

Phantasieren ansieht. Solche Geschichtchen werden im Ausdruck dann

auch manchmal recht drastisch. Und da es sich bei dieser Kinderpoesie

um volkstümliches Gut handelt, bedienen sie sich natürlich auch da und

dort der volkstümlichen Redeweise, die wir selbst in guter Gesellschaft

zu vermeiden suchen. Aber hier gibt es natürlich kein Vertuschen, zumal

dann nicht, wenn der Boden, auf dem diese volkstümliche Saat aufgeht,

von einer robusten Natürlichkeit unverfälschter Offenheit geschwängert

ist.

Manchmal steckt dazu auch ein recht nettes Stückchen Humor drin, wenn

etwa so eine drastische Pointe kommt. Aber auch sonst ist oft das

ganze Verschen nicht ohne fröhliche Heiterkeit. Und diese fröhliche

Heiterkeit kann sich dem Erwachsenen, dem Zuhörer, Leser und Sammler

mitteilen, wenn er das eine oder andere Verschen in seiner lustigen

Fabulierkunst unvoreingenommen und mit einem kindlichen Sinn vor sich

hört oder sieht.

Die Gruppe Auszählverschen, die hier als Belege dafür folgt, sind

in den Jahren 1910 bis 1920 in einem westlichen Vorort Leipzigs, in

Leutzsch, gesammelt. Sie zeigen alle die Merkmale, die ich ganz kurz

herauszustellen versuchte, und es bedarf wohl nur des kurzen Hinweises

und der Anführung weniger Beispiele, um das zu erhärten.

Da sehen wir Danzig brennen (das unverstanden zum Tanz geworden ist),

als die Franzosen dort waren vor mehr als hundert Jahren, sehen aber

auch den Zeppelin des zwanzigsten Jahrhunderts, hören von der Brotmarke.

Ist es nötig für die Klangwirkungen besondere Beispiele zu geben?

Die Wiederholungen desselben Wortes, die Häufung gewisser Laute, die

Lust am Reim, selbst wenn es kaum einen Sinn gibt, sind ja überall

ersichtlich. Ganz besonders interessant die natürlich unverstandene

Verunstaltung des französischen Verschen.

Sehr häufig schließt sich an einzelne Buchstaben oder auch an die

Zahlenreihe das Verschen an. Die beliebte Reihenbildung und das auch

schon bei kleineren auftretende Zählen, wenn sie versuchen sich die

Umwelt zu erobern, hat da einen Niederschlag gefunden.

Vielfach begnügen sich die Kleinen, auch wenn das Verschen nicht mit

der ausdrücklichen Aufforderung des Suchens oder Fangens (du muß renn’)

endet oder einen nicht mit »raus« ausstößt, mit dem letzten Worte des

Reimes, das dann das Lösen bedeutet. Oftmals aber fügen sie auch noch

dann die besondere Auszählung durch

i a u,

raus bist du!

an, oder vervollständigen auch das noch durch den letzten Satz

du bist nicht raus, sondern du,

gleichsam, um den, der erst frei wurde und den Vorteil hatte, zu narren.

Und nun die lustigen Szenen. Da siehst du zum Beispiel, wies in der

Mühle, wenn der Müller die Frau verloren hat. Welchen Spaß machts,

wenn Petrus mit dem Stiefel kommt! Wie drollig muß der Mann in dem

Gurkenfaß aussehen! Wie reizend ist das kleine Bauernmädel, das Hans

einen Heiratsantrag im Kuhstall macht! Und wie freut man sich über die

schlaue Maus, die die Kiste umwirft!

Da soll man doch auch dann nicht böse werden, wenn das Volk die Dinge

beim richtigen Namen nennt. Denn die Kinder sind Glieder des Volkes

und übernehmen mit einer Selbstverständlichkeit und Unbefangenheit

von den Großen auch nicht gesellschaftsfähige Ausdrücke. Bei den

aufgeweckten Kleinen aus »Leipzigs wildem Westen« ist da schon

nichts anderes zu erwarten. Und trotz aller Offenheit liegt da eine

Selbstverständlichkeit drin, die es überflüssig macht, sich über die

»Fresse« oder über »den Floh im Hemde« aufzuhalten oder gar sittlich zu

entrüsten. Volksredeweise ist eben sehr oft derb.

Lassen wir uns darum die Freude daran nicht verderben. Sondern

genießen wir immer wieder gern mit glückseligem Erinnern an die eigene

Jugendzeit auch dieses kleine Stückchen Volks- und Kinderpoesie, wie es

sich uns in den Auszählverschen darbietet, besonders auch dann, wenn

wir in unseren eigenen Kindern die uns längst vergangene Jugendzeit

wieder aufstehen sehen.

1 2 3

Butter auf den Brei,

Salz (Butter) auf den Speck,

und du mußt (bist) weg.

1 2 3

ich oder du bist frei.

1 2 3

du bist frei.

1 2 3

Butter auf den Brei,

du bist frei.

1 2 3

Hicke hacke Heu,

hicke hacke Pfefferkorn,

der Müller hat sein Frau verlorn,

das Hänschen hat sie gefunden,

er glaubt, sie wär verschwunden.

Wie siehts nun in der Mühle aus?

Und du bist raus.

1 2 3

In der Bäckerei

wird ein kleines Kind geboren.

Wie soll es heißen?

Minna (Gerda) Bertha Rumpeltasche

Wer will meine Windeln (Wäsche) waschen?

i a u,

raus bist du.

1 2 3

Hicke hacke Heu

hicke hacke Pfefferkorn,

der Müller hat sein Frau verlorn,

das Hänschen hat sie gefunden,

er meint, sie wär verschwunden?

Wie siehts nun in der Mühle aus?

Die Spinnen gucken zum Fenster raus,

die Mäuse kehren die Stube aus,

die Ratten tragen den Kehricht naus.

Es sitzt ein Käuzchen auf dem Dach,

das hat sie alle ausgelacht.

Ha, ha, ha.

1 2 3 4

unter dem Klavier

ist eine Maus

und du mußt raus.

1 2 3 4

auf dem Klavier

steht ein Glas Bier,

wer daraus trinkt,

der stinkt.

1 2 3 4 5

strick mir ein Paar Strümpf,

nicht zu groß und nicht zu klein,

sonst mußt du der Haschmann sein.

1 2 3 4 5

(Hast du ein Paar Strümpf?)

Hast du denn ein Hemdchen an?

Wieviel Knöpfchen sitzen dran?

Antwort 2.

1 2 raus.

1 2 3 4 5 6 7

in der Luft schwebt Zeppelin.

Wieviel Leute sitzen drin?

Antwort 3.

1 2 3 raus.

1 2 3 4 5 6 7

in der Straße Nummer 7

wackelt das Haus,

piept die Maus,

guckt die Frau zum Fenster raus:

Habt ihr meinen Mann gesehn

in der blauen Jacke,

hinten guckt das Hemde raus

und ein Zentner G…?

1 2 3 4 5 6 7

in der Straße Nummero 7,

wackelt das Haus,

piept die Maus,

huppt der Floh (Frosch) zum Fenster naus,

huppt er auf die Brücke,

bricht er das Genicke,

huppt er in den Dreck,

und du bist weg.

1 2 3 4 5 6 7

in der Straße Nummero 7

wackelt das Haus,

piept die Maus,

huppt der Frosch zum Fenster naus,

huppt er auf die Brücke,

da bricht er sein Genicke,

huppt er auf die Plumpe,

verliert er sein Gelumpe,

huppt er auf den Dreck,

da war er weg.

1 2 3 4 5 6 7

in der Straße Nummero 7

wackelt das Haus,

piept die Maus,

huppt sie zum Fenster naus.

huppt sie auf die Brücke,

bricht sie ihr Genicke,

huppt sie in den Himmel,

zieht sie an der Klingel,

da kommt der Petrus raus,

haut sie mit dem Stiefel naus.

1 2 3 4 5 6 7

wo ist denn mein Mann geblieben?

In der Lützner Straße?

bei der Tante (dem Papa) Hase

sitzt sie (er) in dem Butterfaß (Gurkenfaß).

Donnerwetter, was ist denn das.

1 2 3 4 5 6 7

geht mir nicht in meine Rüben,

ruppt (zerrt) mir nicht die großen (besten) raus,

sonst komm ich mit der Peitsche naus.

(Püppchen, Püppchen, du bist raus.)

1 2 3 4 5 6 7

in der Schule wird geschrieben,

in der Schule wird gelacht,

wenn der Lehrer Kaspar macht.

1 2 3 4 5 6 7

meine Mutter, die kocht Rüben,

und der Vater, der schneid Speck,

kam die Katz und holt (fraß) ihn weg.

1 2 3 4 5 6 7

eine Bauerfrau kocht Rüben,

eine Bauerfrau kocht Speck,

ich oder du mußt weg.

1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13

Wie hoch steht der Weizen?

Wie hoch steht das Korn?

Und du bekommst ein Horn. (Eine Kopfnuß.)

1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13

Wie hoch steht der Weizen?

So hoch wie ein Bauernhaus

Zucker-Zuckerpüppchen (-männel) du bist raus.

1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13

Wie hoch wächst der Weizen?

So hoch wie ein Bauernhaus,

Zuckerpüppchen wächst heraus.

1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14

Wer kauft Schürzen?

Wer kauft Jacken?

Der muß in den Nachttopf g…

1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15

wer den 15. Hieb kriegt, der muß.

1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20

die Soldaten (Franzosen) hatten einen Tanz.

der Tanz fing an zu brennen,

die Soldaten (Franzosen) mußten rennen,

ohne Strumpf und ohne Schuh

rannten sie nach Frankreich zu.

In Frankreich war ein wildes Schwein,

das biß den Hauptmann in das Bein,

der Hauptmann schrie: O weh, o weh

mein linkes Bein tut mir so weh.

1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20

die Franzosen zogen nach Danzig,

Danzig fing an zu brennen,

da bekamen sie das Rennen.

Ohne Strumpf und ohne Schuh

rannten sie nach Frankreich zu.

1 2 3

Polizei

4 5 6

alte Hex

7 8 9

du mußt sein.

3 6 9

wer nicht ausrennt, der ist mein.

a b c

die Katze lief in Schnee,

die Katze lief ins Haus,

und du bist raus.

a s n

und du mußt renn.

I a u

raus bist du,

(du bist nicht raus, sondern du).

Iz, az, n

und du mußt renn.

Ick, ack, n

und du mußt renn.

Iz, az, n,

wer nicht will, muß renn.

Auf einem Berge Hottentotten,

wohnten Leute Hottentotten,

und die Leute Hottentotten

hatten Kinder Hottentotten,

und die Kinder Hottentotten

hatten Puppen Hottentotten,

und die aßen gerne Hottentottenbrei,

eins, zwei, drei und du bist frei.

Auf einem Berge,

da saß eine Lerche

und eine Maus,

und du bist raus.

Auf einem Gummi-Gummi-Berg,

da saß ein Gummi-Gummi-Zwerg,

der Gummi-Gummi-Zwerg

hat eine Gummi-Gummi-Frau,

die Gummi-Gummi-Frau

hat ein Gummi-Gummi-Kind,

das Gummi-Gummi-Kind

hat einen Gummi-Gummi-Wagen,

und der Gummi-Gummi-Wagen fiel in den Dreck

und du bist weg.

Auf dem Zug, da war ein Mann,

und der Mann hatte eine Zipfelmütze,

und die Zipfelmütze, die war weg.

Und wer das weiter sagt,

der kriegt eine Schelle (bekommt eine, ist raus).

Auf einem (Kümmel-Kümmel-)Berg,

da saß ein (Kümmel-Kümmel-)Zwerg,

der aß ein (Kümmel-Kümmel-)Kloß,

und du bist (Kümmel-Kümmel-)los.

Auf dem Berge summ, summ, summ,

tanzen alle Zwerge rum,

eine Katz und eine Maus

und du bist raus.

Auf einem See, See, See,

da schwamm ein Reh, Reh, Reh,

und auch ein Pferd, Pferd, Pferd,

das schwamm verkehrt, kehrt, kehrt,

wille, wille, wabb, wabb, wabb,

und du bist ab, ab, ab.

Auf dem Berge Sinai,

wohnt der Schneider Kikriki,

seine Frau, die alte Lerche,

ließ ein … in der Kerche,

kam der Pastor angesprungen:

Fräulein, sie ham falsch gesungen.

Auf einem Omlibus

saß ein Mechanibus,

der hatte Lackstiefeln an,

da kam ein andrer Mann,

der hatte keine an.

Das geht dir gar nichts an.

Auf einem kleinen Tintenfaß,

da saß ein kleiner Nikolas.

Wie sah er aus?

Du bist raus!

Dort eine Maus.

und du bist raus.

Dick, dack, daus,

du bist raus.

De Zwibbel, de Bibbel, de Bohneratschen,

de Zwibbel, de Bibbel, de puff, paff, raus.

Drei Sterne haschen sich,

hinternander weg.

Der eine kriegt den andern nicht

und du bist weg.

Warum bist du fortgelaufen

und nicht wieder da,

darum mußt du Strafe zahlen,

rate wieviel Jahr (Mal!)!

Antwort: 20.

Ausgezählt = raus.

Eine kleine Titzetatze,

eine in die Fresse klatsche,

eine noch dazu

und die kriegst du.

Eine kleine Puppe

holt forn Dreier Suppe

und forn Dreier Speck,

und du bist weg.

Eine kleine Piepmaus

ging ins Rathaus,

hat sie sich verlaufen,

kam der Pastor Mohr,

zupfte sie am Ohr,

kam der Polizist,

steckt sie in die Kist,

aber sie war nicht so dumm,

riß die ganze Kiste um.

Ein kleiner Mann

saß in ein Kahn,

der Kahn fiel um

und du bist dumm.

Eines Tages früh um achte

stand der Bäcker vor der Tür,

diese Edelspende brachte

eine Brotkarte mir.

Eine, beine Rätsel.

Wer bäckt Brezel?

Wer bäckt Kuchen?

Du mußt suchen!

Eine kleine Deck

und du bist weg.

Eine kleine Maus

und du bist raus.

Eine gebackne Birne

buff (= raus).

Eine kleine Nuß

und du mußt.

Eine kleine Nuß,

wer nicht ausrennt, muß.

Ein Topf und ein Tropf

und du hast den Zopf.

Ein großes kleines Daus

und du bist raus.

Eine kleine Fettmadame (Dickmadame)

fuhr auf der Eisenbahne,

Eisenbahn krachte,

Fettmadame lachte.

Eine kleine Fettmadame

wollte Marmelade haben,

Marmelade gabs nicht,

Fettmadame kampelte sich.

Eine kleine Fettmadame

wollt zwei Kaninchen haben,

vier Kaninchen fressen Brot,

Fettmadame schieß mer tot.

Ellerie, Sellerie, sippeltesa,

rippelte, rappelte null.

Eng, deng, droa, kat’r (~un~, ~deux~, ~trois~, ~quatre~)

[Auszählen an Fäusten oder Fingern!]

madmosella wiawatr,

madmosella wia wu,

raus bist du.

Hans mit der Latte (und Lotte)

fing(en) eine Ratte,

fing(en) eine Maus,

und du bist raus.

Hans im Kuhstall

wichste seine Schuh,

kam ein kleines Bauernmädchen,

schaute fröhlich zu.

Hans, wenn du heirat’st,

heirat’ste mich.

Und wenn mer tausend Taler ham,

da kauf mer uns e Haus.

und du bist raus.

Heile, heile Kätzchen,

morgen gibt es Plätzchen,

übermorgen Kuchen,

und du mußt suchen.

Hule, hule, hule,

wir haben keine Schule,

warum denn nicht, warum denn nicht,

der Lehrer hat ein Kind gekriegt.

Wie soll es heißen?

Hilde [der Name des Kindes, das getroffen ist!]

Hilde soll es heißen.

Hilde wollte Locken haben,

mußt sie erst den Papa fragen.

Papa sagte nein,

da fing sie an zu wein.

Mama sagte ja,

da war die Freude wieder da.

Ich und du

Bäckers (Müllers) Kuh,

Müllers (Bäckers) Esel,

der bist du.

Ich teile aus

und du bist raus.

Ich will dir mal was sagen,

von den kurzen Tagen,

von den langen Wochen,

ham m’r nichts zu kochen,

als ein bißchen Sauerkraut

und nen Knochen.

Ich will dir mal was sagen,

von der Muhme Mäh,

von der Muhme Stinkemitzen.

hat en Floh im Hemde sitzen.

Poch, poch, poch,

wer ist denn da?

Hanswurst aus Amerika.

Meine Mutter schickt mich her,

ob der Kaffee fertig wär.

Nein, mein Kind, er ist nicht fertig,

geh ein Weilchen in den Garten.

In den Garten geh ich nicht

und die Blumen pflück ich nicht.

Schlägt es eins, schlägt es zwei,

muß ich in der Schule sein.

Komm ich nicht zur rechten Zeit,

liegt der Rohrstock schon bereit.

Fragt der Lehrer, wo ich wohne,

sag ich: in der Schießkanone.

Fragt der Lehrer, wo ich sitze,

sag ich: in der Zipfelmütze.

Salz und Speck,

du bist weg.

Schwarz-weiß-rot,

morgen bist du tot.

Schwarz-weiß-rot,

der Mann ist tot,

er wird begraben

in dem Puppenwagen.

Wir machen keinen großen Mist

und du bist.

Wollt ein Schmied ein Pferd beschlagen,

wieviel Nägel muß er haben?

Drei, sechs, neun,

Jung hol Wein!

Knecht schenk ein!

Herr trink aus!

Du bist raus!

Zick, zack, Zahn,

aus.

Zick, zack,

reiß ab!

Zick, zack,

rück ab!

Landesverein Sächsischer Heimatschutz — Mitteilungen Band XVII, Heft 3–4 · 第 32 / 68 题