XVIII

Da kam ein Brief aus Dänemark von Eliza.

Sie schrieb zuweilen diese kleinen Briefe, die klangen wie zärtliches

Vogelgezwitscher. Und Esther waren sie immer eine schmerzliche Freude.

Als Esther den Umschlag öffnete, fiel aus dem zusammengefalteten

Briefbogen eine Karte Adam Rudes. Die las sie zuerst, denn sie fürchtete

schlimme Nachrichten.

Er schrieb:

»Mein liebes Kind!

Wenn es Dir möglich ist, thue es Eliza, worum sie Dich bittet. Sie ist

recht krank und meint immer, daß sie durch Dich gesund werden kann.

Denke nicht an die Worte eines alten Mannes, die Dir vielleicht Deinen

Entschluß erschweren könnten.

Ich verspreche Dir, das Vergangene soll Dir nichts anhaben, und ich

selbst will Dich rein halten von meinem Schicksal, wie es geschah --

bis auf das eine Mal.

Die Hochzeit der Esther Franzenius: Roman · 第 71 / 93 题