Bleib nur ganz ruhig liegen. Ich bin schon da.«

Die Stimmen und Geräusche klangen mit einer hohlen Deutlichkeit durch die

Stille der Nacht.

Esther konnte hören, wie Nancy ihm sein Morphium gab und sich dann ans

Bett setzte und hüstelte.

»Ist dir auch nicht kalt, Nancy?«

»Bewahre, ich bin abgehärtet.«

Eine Weile war alles ruhig, dann: »Mir ist so gut jetzt -- aber magst du

noch ein bißchen dableiben?«

Esther verstand diesmal keine Antwort.

»Erzähle mir, Nancy, sprich davon, wie es sein wird, wenn wir verheiratet

sind und drüben in Königs-Wusterhausen in dem kleinen Häuschen am Walde

wohnen --«

»Ja, das wird gut sein,« sagte Nancy -- »gut für uns beide. Dann haben

wir uns ein nettes bißchen Geld zusammengekratzt und können auf die

elende Hetzerei mit den Redaktionen pfeifen.

Dann schreibst du in aller Gemütsruhe an deinem Roman, und wenn die

Hofjagden sind, dann verständigen wir uns mit ein paar Zeitungen und

können in aller Bequemlichkeit das Material für die interessantesten

Berichte sammeln.«

»Ach Gott ja, mein Roman! -- Elend lange liegt der nun schon!«

»Na Schatz, dann hast du ja doch Zeit die schwere Menge!« --

»Famos ist Wusterhausen -- findest du nicht?

Die Hochzeit der Esther Franzenius: Roman · 第 52 / 93 题