vor dem im Vordergrund gelegenen Grabe.]
Erst nach Wochen oder Monaten beginnt man in aller Form den
Trauerschmuck anzulegen. Die Verwandten versammeln sich im
Gemeindehaus der Sippe, ihr Körper ist mehr oder weniger schwarz
angemalt und ihr Haar abrasiert; bei den Frauen wird das ganze
Kopfhaar weggenommen, bei den Männern bleiben kleine Haarbüschel über
den Ohren stehen. Gleichzeitig gibt es einen gemeinsamen Schmaus.
Der Trauerschmuck besteht für gewöhnlich in Halskragen, Armbändern
oder Hüftengürtel aus geflochtenen Binsen oder Gras. Diese formelle
Trauer dauert eine Zeitlang, gewöhnlich mehrere Monate. Währenddessen
dürfen die Leidtragenden nicht baden und unterliegen besonderen
Nahrungseinschränkungen. Der Abschluß der Trauerzeit wird wiederum
festlich begangen; der Trauerschmuck wird den Trägern in aller Form
abgenommen, wodurch sie auch von den Speiseverboten befreit werden.
Natürlich bilden den Schluß wieder Schweineschlachten, Schmaus und Tanz
(Abb. 165 und 166).
[Illustration:
Phot. R. W. Williamson.