Das neue Erlebnis

An R. F.

Wenn ich dich liebhabe, was

geht's dich an? Philine.

O unbegreiflicher Anhauch der Liebe!

Ahnung des holden Etwas, das dich Durchglänzte umfängt

Und holder auf mich Erzitternden weht.

Ahnung des seligen Klanges deiner Stimme!

Selig wodurch? O Unbegreiflichkeit!

Mischung der frohen Farben deiner Haut

Und reizende Zusammenstellung deiner Worte!

Weißt du, daß ich dich liebe, tausendfach Geliebte,

Gesteigerte im Traum sehnsüchtiger Stunden?

Kind, das ich bin! O Herz, sei doch zufrieden!

Ihr Was und Wie! taucht in den Schlund zurück,

Aus dem ein fahler Wirbel euch gebar.

Was ist da viel zu fragen und zu denken?

Gott warf es in dich, und so ist es gut!

Genug, dein Sinn genießt, dein Herz erbebt,

Die Seele stürzt in Blaues und Smaragdenes,

Worte aus ihrem Mund sind süß zu hören,

Gerüche ihres Haares sind mild zu schmecken,

Und Atem deines Mundes! Und Augen klar und tief!

Und süß darin sich spiegeln, Lachen hell

Und süß verklärend dein Gesicht und süß,

Nicht minder süß, mich zu verklären . . .

Seele! So jauchze doch dem Leben zu!

Seele! Dank' deinem Gott!

Gedichte(#41353) · 第 22 / 25 题