Arbor ingens trunco erecto cortice helvolo-flavo; spinis longissimis
3-6-uncialibus flavo-nitidis horizontaliter patentibus teretibus
gracilibus basi leviter arcuatis; foliis glaberrimis laete glauco-
viridibus pinnis plerumque 8-jugis, foliolis minutis 22-32-jugis
oblongo-linearibus apice rotundato-obtusis longitudine latitudinem
4-superantibus, petiolo communi 2-4-glanduloso; inflorescentia coaetanea
fasciculum axillarem rarius racemum efoliatum exhibente, pedunculis
6-8-fasciculatis uncialibus pube aspersis eglandulosis supra medium
bracteolatis, capitulis globosis pallide flavis, leguminibus 8-spermis.
. . .
_Habitat_: In fruticetis ad ripas fluminis Gasch in Nubia meridionali
ditione Taka prope urbem Kassala; in Fesoglu (ditione Kamamil); ad
Leuconilum superiorem in ditione Bari et alibi.
Bildet einen (nur in einem Exemplar von mir angetroffenen) schönen Baum
von 60 Fuss Höhe, mit cylindrischer Krone auf niederem Stamm. Die Rinde
der jungen Zweige trägt eine graugrüne Oberhaut mit kleinen, rundlichen,
weisslichen Lenticellen, welche, ohne ein Sekret hervortreten zu lassen,
allmälig in kleinen Stücken abblättert. Das Rindenparenchym ist hell und
lebhaft grün gefärbt. Die Rinde des Stammes und der älteren Aeste ist
hell lederfarben oder fahlgelb.
Die kurzgestielten Blätter sind hell und zwischen saftgrün und meergrün
von Farbe, fast gänzlich kahl und tragen 7-11 Joche, aber 8 und 9 ist
die Durchschnittszahl. Der Mittelnervstiel ist 3-8 Ctm. lang, ohne
deutliche Rinne, hat meist flache, ovale Drüsen, die eine unmittelbar an
der Basis, die andere zwischen den obersten Jochpaaren (oft aber auch
noch ausserdem 2 kleinere, die eine zwischen dem untersten, die andere
zwischen dem vorletzten Fiederpaare), und trägt zuweilen an der Spitze
ein unpaariges, den Fiedern gleichgestaltetes Glied. Die Fiedern sind
2-3 Ctm. lang, die Blättchen 3-4 mm. lang und ¾ mm. breit, an der Spitze
gleichmässig abgerundet und haben einen deutlichen Mittelnerven.
Die Stipular-Dornen sind glänzend helllederfarben und erreichen an allen
Zweigen, mit Ausnahme der jüngsten grünen Triebe, eine ausserordentliche
Länge, welche meist zwischen 5-25 Ctm. variirt. Jedes Paar besteht aus 2
ziemlich langen Dornen, welche horizontal von einander abstarren. Sie
sind an der Basis schwach gekrümmt, fast gänzlich stielrund, ihre Dicke
übersteigt nie 3 mm. und nimmt erst kurz vor der Spitze ab, während die
Basis gleich dick erscheint. Die dazu gehörigen Blätter sind an den
entwickelten Dornen stets abgefallen und zeigen ovale Blattnarben.
Die Blüthenstände bilden meistens in den Achseln der vorjährigen
Stipular-Dornen zu Büscheln verkürzte Triebe oder beblätterte
Blüthenzweige, oder seltener unbeblätterte Rispen. Die 8-10 mm. im
Durchmesser habenden Blüthenköpfe sitzen auf 2-3 Ctm. langen Stielen,
welche in der Regel zu 6-8 in den Blattachseln gebüschelt stehen. Die
Stiele tragen meist im oberen Viertel einen vierzähnigen, festen
Bracteenring, der weder häutig, noch, gleich einem Kragen, verschiebbar
erscheint, und sind mit zerstreuten Haaren besetzt, aber drüsenlos. Die
Blüthen, der Mehrzahl nach zwitterig, aber unter ihnen auch viele
sterile mit verkümmerten Staubgefässen, stehen zu 60-70 in einem
Köpfchen, je von einem Deckblatt gestützt. Der Kelch besitzt 5 stumpf-
eiförmige Zähne, ist mit Haaren betreut und bräunlich an der Basis. Die
kahle Blumenkrone, zu einer freien Glocke verwachsen, ist farblos,
überragt den Kelch um ⅓ seiner Höhe und besitzt 5 spitz-eiförmige
Zipfel. Die Staubfäden, stets über hundert in jeder Blüthe, überragen
die Blüthe um zwischen ⅓ und ½, sind nebst den Antheren fahlgelb oder
helllederfarben und sehr verworren in ihrer Anordnung. Die Deckblättchen
sind kürzer als der Kelch, helmartig ausgehöhlt, spathelförmig, mit
dickem gelben Mittelnerv, häutigem Rande, gewimpert und behaart,
bestehen aber oft an vielen Stellen nur aus unregelmässigen häutigen
Schüppchen. Die Länge des Griffels, der schief auf der Rückenseite des
8-eiigen Fruchtknotens fusst, ist ungleich, aber stets kürzer als die
der Staubfäden.
Diese Art ist vornehmlich durch die langen, schlanken Dornen (die
längsten, die bei Acacien vorkommen, und selbst die von _A. horrida_ und
_A. nilotica_ weit übertreffend) ausgezeichnet. Blätter und Blüthen
gleichen in Form und Färbung einigermassen der _A. nubica_ Benth. Sie
wurde auch am oberen Weissen Nil von WERNE, von KNOBLECHER bei Gondokoro
und vom Herzog PAUL VON WÜRTEMBERG am oberen Blauen Nil gesammelt.
Letzterer giebt die Höhe des Baumes zu 80-100 Fuss an.
Da mir nur wenige Exemplare der ähnlichen und nahe verwandten _A.
Adansonii_ G. P. R. zu Gebote stehen, so bin ich nicht im Stande, die
Identität dieser Art mit der beschriebenen nachweisen zu können,
besonders da mir die Frucht der _A. verugera_ unbekannt geblieben ist.
Ich unterscheide dieselbe von der _A. Adansonii_ hauptsächlich durch die
langen Dornen, die fehlende Behaarung und den deutlich am oberen Viertel
des Stieles der Blüthenköpfchen sitzenden und nicht dicht an das
letztere angeschmiegten Bracteenring.
_Erklärung der Abbildungen._