Var. β. _aethiopica_ Schwf. (= _A. nubica_ Benth.)

Foliorum pinnis approximatis 6-11-jugis, foliolis dense 10-15-jugis

spinis semper rectissimis, inflorescentia coaetanea.

_Habitat_: In pascuis Nubiae australioris interdum per plagas

vastissimas fruticeta formans, provinciae Fesoghlu, Sennaar, Kordofan,

Berber, Taka et Gedaref. Floret Majo, Aprili.

Der Laūd bildet von der Basis aus verzweigte, schirmförmige, 4-5′ hohe

Sträucher. Die Rinde gleicht der von _A. spirocarpa_, und ist, wie jene,

mit zahlreichen, quergestellten Lenticellen bedeckt, hat aber eine

dunklere und mehr grünliche Färbung. Der zähe, feinzertheilbare Bast

findet bei den Eingebornen Verwendung, und entwickelt im frischen

Zustande einen unangenehmen, an die Kastanienblüthe erinnernden, oft

aasartigen Geruch. Beide Varietäten haben am Mittelnervstiel, gewöhnlich

nur an dessen Basis, seltener auch am obersten Joche, eine undeutliche

Drüse, oft gar keine; sie haben ferner gleiche Blüthen und Früchte. Das

Blüthenköpfchen ist stets filzig-behaart und hat etwas unterhalb der

Mitte einen festen Bracteenring mit 4 oder oft mit nur 2 häutigen und

behaarten Zähnen. Der länglich gestaltete, keulenförmige Blüthenboden

trägt meist 70 Blüthen von fahlgelber Farbe, welche duften. Der Kelch

ist länglich, mit stumpfen Zähnen und wie die um ⅓ denselben überragende

Blumenkrone behaart. Letztere ist zur Hälfte verwachsen und hat 5 spitz-

eiförmige Zipfel. Die Staubfäden, nur 25 an Zahl, überragen dieselben

um’s Doppelte. Die Deckblättchen sind sehr schmal, spathelförmig und an

der Spitze löffelartig hohl, stark gewimpert und behaart, und meist

länger als die Blumenkrone. Die Hülsen werden bei beiden Varietäten 5-8

Ctm. lang, 1-1½ Ctm. breit und haben einen 1-1½ mm. breiten Flügelsaum.

Die Anzahl der Samen variirt sehr zugleich mit der Länge der Hülsen,

dieselben sind fast kugelrund, selten etwas länger als breit, grau, fein

netzadrig und flach alveolirt, im reifen Zustande grau, mit hellerem

Ringe auf den Seiten, und haben 5 mm. im Durchmesser. Durch dünne

häutige Scheidewände geschieden, liegen sie in geräumigen viereckigen

Zellen.

Die beiden Varietäten verhalten sich in Hinsicht auf Blüthezeit und

Belaubung genau so zu einander, wie die Var. _minor_ und _major_ der _A.

spirocarpa_. Da mir eine grosse Suite von Exemplaren von den

verschiedensten Standorten vorliegt, so kann ich, indem zahlreiche

Uebergänge in Bezug auf Zahlenverhältnisse der Joche und Behaarung nach

allen Richtungen hin vorkommen und sich nur als die durch äussere

Lebensverhältnisse der Pflanze bedingte Verschiedenheiten herausstellen,

mich nicht der von BENTHAM vertretenen Ansicht (welcher indess die zu

No. 407. der KOTSCHY’schen Sammlung gehörigen Früchte der _A. nubica_

nicht sah) anschliessen, beide Varietäten specifisch von einander zu

trennen.

In den allgemeinen Wachsthumsverhältnissen lassen sich keine

Unterschiede nachweisen, es verdient jedoch hervorgehoben zu werden,

dass die Exemplare aus den Steppen und Wüstenthälern des südlichen

Nubiens, wo sie oft meilenweite Strecken mit lichtgestelltem Buschwerk

bekleiden, selten mehr als 6 primäre, aber nicht mehr als 10 secundäre

Fiederjoche zur Schau tragen; die aus Kordofan und dem Sennaar, insofern

sie von entwickelten Sträuchern stammten, desgleichen; in letztgenannten

Provinzen aber, und zwar im Bereiche der fetten Nilerde, bildet diese

Art häufig üppig wucherndes, am Boden ausgebreitetes Gestrüpp, und in

solchem Zustande entwickelt sie stets Blätter mit mehr als 6 primären

Fiederjochen.

Die Varietät der Küstenländer des Rothen Meeres steht, wie die Ssammor-

Acacie, den grössten Theil des Jahres entlaubt da, bildet mitunter

Sträucher, welche über 5 Fuss Höhe erreichen, und an ihren Blättern

gewahrt man allerdings nie mehr als 5 primäre und selten mehr als 10

secundäre Fiederjoche. Auch sind an letzterer die Dornen sehr häufig

etwas abwärts gekrümmt, die Behaarung indess, obgleich im Allgemeinen

geringer, ist dennoch sehr an Dichtigkeit und Ausdehnung wechselnd.

Aufzählung und Beschreibung der Acacien-Arten des Nilgebiets · 第 13 / 48 题