»Allerdings« erwiederte der Lehrer »mein Besuch gilt auch eigentlich nur

dem armen alten Kleinholz, der vor längerer Zeit schon emeritirt wurde

und jetzt in fürchterlichster Noth, sich an das Ministerium um Zulage

gewandt hat. Er wollte aber dabei meinem Rath nicht folgen und sich

_direkt_ an den Minister wenden, sondern zog den Weg durch den Pastor

und zwar mit dessen Bevorwortung vor, Pastor Scheidler meinte er, oder

der >Herr Pastor Scheidler,< wie er sagte, hätte ihm schon in früherer

Zeit versprochen, Alles aufzubieten, was in seinen Kräften stünde,

ihn in der Noth zu unterstützen und auf dessen Bericht hin, der in dem

gewöhnlichen steifen amtlichen Styl gehalten wird, kann ich mir

nicht denken, daß das Ministerium viel thun wird -- es kommen zu viel

derartige Eingaben. Doch es ist ja möglich, und ich wollte nur

einmal sehn ob es dem armen alten Mann etwas besser geht, und ich ihm

vielleicht einige Unterstützung bringen kann.«

»Steht sich der alte Schullehrer hier im Orte so schlecht?« frug

Wahlert, »es ist doch ein so großer Ort, und sollte sicherlich gerade

_den_ Mann hegen und pflegen, der all seine Bewohner vielleicht groß,

und viele zu braven wackeren Menschen herangezogen hat.«

»Du lieber Gott, darüber ließe sich so Manches sagen« erwiederte ihm

Kraft seufzend. »Mit funfzig Thalern soll der Mann auskommen, sieben

gesunde Kinder ernähren -- und nicht betteln gehn, -- es ist lächerlich

-- aber recht traurig. Doch leben Sie wohl, lieber Wahlert -- ich habe

geschwatzt und geschwatzt und die schöne Zeit damit versäumt, Wasser

in die Rausche zu tragen. -- Gott bessere es -- vielleicht sehn wir uns

heut' Abend im Dorfe wieder, ich werde in der Schenke übernachten und

erst morgen früh nach Bachstetten zurückkehren.«

Und einen herzlichen Händedruck mit dem jungen Manne wechselnd, schritt

er rasch auf dem breiten, mit gelbem Kies überworfenen Weg entlang,

dem Dorf zu, das er in kurzer Zeit gerade da erreichte, wo der

kleine Fußpfad nach Schule und Kirche hinüber und zwischen Sturz- und

Stoppelfeldern hin, rechts abführte.

Zwölftes Kapitel.

Die Begegnung.

Wahlert stand noch eine lange Zeit, und schaute erst mit stierem, aber

an Nichts haftendem Blick nach der Richtung hinaus, die sein alter

Lehrer genommen, und dann, als dieser hinter den Gebäuden und Obstbäumen

verschwunden war, in das Thal hinunter, wo die Treiberjungen eben die

geschossenen Hasen auf einem Rain zusammenschleppten, und in eine

Reihe legten, und die Schützen indeß in langer Linie auf einem schmalen

Stoppelfeld weiter in's Revier hinunter gingen, das zweite Treiben zu

beginnen. Endlich richtete er sich empor aus seinem dumpfen Brüten,

stützte einen Augenblick noch die Stirn in seine linke hohle Hand, warf

dann plötzlich, wie in neu erwachendem Stolz und gekräftigten Entschluß

den Kopf zurück, und schritt mit verschränktem Arm rasch, und weder

rechts noch links mehr schauend, in den Wald hinein.

Es war ein schöner, aber auch düsterer Morgen, links neben den Feldern

hin breiteten sich weite Flächen rosig blühender Haidedecken, hier

und da mit grünen Kieferbüschen wie überstreut. Dazwischen herauf

aber ragten graue schroffe Felsblöcke, halb eingehüllt in den

blüthengeschmückten Teppich, und einzelne entlaubte Eichen schüttelten

darüber hin ihre dürren Aeste. Weiter drüben jedoch, wo das fruchtbarere

Land begann, wechselten gelbe Stoppeln mit grün schimmernden

Rapsflächen ab, und hier und da füllte die, in den wellenförmigen Boden

eingerissenen Schluchten, junger kräftiger Baumschlag von Birken und

Buchen.

Ueber diese hin lag, gerade den Gipfel des entferntesten Hügels krönend,

das kleine Dörfchen Skorditz, bis auf dessen Fluren die Hornecker

Jagdgerechtigkeit reichte, und ein langer, scharf gegen den Horizont

abstechender Pappelnkamm, zog sich von einem Ende desselben bis

zum anderen, die ganze Häuser und Baumgruppe wie mit einem Diadem

umschließend, hinüber.

Wahlert hatte eben eine breit ausgehauene Waldschneuse erreicht, durch

die hin er, auf die eine Seite wie durch ein Perspectiv nach Skorditz

hinübersehen konnte, während er auf der anderen, von einer kleinen

Anhöhe begünstigt, einen weiten, von Wald umschlossenen Wiesenplan

überschaute. Es war dieselbe Stelle, in deren Nähe er damals, gerade als

er die Schneuse überspringen wollte, die beiden jungen Damen getroffen,

angeredet, und von dem dazukommenden Jäger so rauh behandelt war, und

das Gedächtniß jener Tage mochte ihm wohl recht peinlich, und doch in

ihren Folgen auch süß und tröstend durch die Seele ziehen. Er lagerte

sich in das weiche, duftige Haidekraut, und schien eine lange Zeit

vollkommen in seinen Gedanken und Erinnerungen verloren.

»Wunderliches Schicksal,« murmelte er vor sich hin, während sein Blick

die Stelle überflog, wo er damals seine jetzige Braut zuerst gesehen,

»konnt' ich wohl denken, als ich die schlanke, liebe Gestalt auf mich

zugleiten sah, daß jenes holde, herzige Wesen für den Mann Mitgefühl,

und dann _Liebe_ empfinden sollte, der mit zerrissenen Kleidern, mit

wirrem Bart und Haar, bleich und verstört, einem Räuber ähnlicher als

einem Unglücklichen, in ihren Weg sprang? -- Aber bestimmt denn auch

das Kleid den Werth des Menschen? Bleibt nicht das Herz sich gleich im

Bettlerrock, wie unter --« Er hielt plötzlich inne, schaute erst einen

Augenblick still und starr vor sich nieder, und barg dann mit tiefem

Seufzer das Antlitz in den Händen. Ein bleiches, schmerzdurchschauertes

Bild zog mit vorwurfsvollen Blicken an seiner inneren Seele vorüber, und

strafte die Worte Lügen, die sein Mund gesprochen.

Leichte Schritte wurden gehört, den Weg aus dem Holz heraus kam eine

Frauengestalt, in ein einfach dunkles Gewand gekleidet; sie hatte einen

alten Shawl fest um sich hergeschlagen, und in der rechten Hand hielt

sie einen Strauß von Kornblumen, wie sie noch draußen auf den Rainen

blühten. Langsam kam sie die Straße herab, und als sie die Stelle

erreichte, wo der junge Mann auf der kalten Erde lag, und die Stirn noch

immer in das buschige, blumige Haidekraut hineingepreßt hielt, da blieb

sie stehen, und schaute halb neugierig, halb ängstlich zu ihm nieder.

»Sind Sie krank, Fremder?« sagte sie endlich mit gedämpfter mitleidiger

Stimme -- »kann ich etwas helfen?«

Wahlert hob rasch den Kopf empor, sah das bleiche Mädchen dicht vor

sich, über ihn hingebeugt, und strich sich schnell mit der Hand über die

feuchte Stirn, als wenn er sich erst wirklich überzeugen wolle, ob

er wache oder noch fort träume in seinen wilden, wehdurchzuckten

Phantasien.

»Marie?« -- sagte er emporspringend, und mit noch immer zweifelnder,

kaum verständlicher Stimme -- »Du hier? -- im Wald -- allein?«

Ueber des Mädchens Züge hatte sich Todtenblässe gebreitet, und die

beiden hellrothen Flecke glühten in eigenthümlichem fieberhaften Feuer,

aber sie sprach kein Wort -- kein Laut des Erstaunens kam über ihre

Lippen, den Mann hier zu finden, dessen Anwesenheit im Dorf ihr schon

Herz und Seele mit peinlich quälender Angst erfüllt hatte.

So standen sich die Beiden viele Minuten lang schweigend gegenüber, es

war fast, als ob sich Jedes scheute, den Zauber zu brechen, der über dem

Begegnen lähmend ruhte. Marie war die erste, die sich sammelte.

»Guten Tag, Herr Wahlert!« sagte sie leise, und wandte sich zum Gehen --

»Marie,« bat da der junge Mann, und ergriff die Hand, die sich nur

schwach dagegen sträubte, der seinigen zu begegnen, -- »wie geht es

Dir -- Du siehst bleich, krank und -- leidend aus, (er konnte das Wort

_dürftig_, das ihm auf den Lippen lag, nicht aussprechen) kann ich etwas

für Dich thun?«

»_Sie_?« sagte das Mädchen, und schaute ihn erstaunt mit ihren großen,

fast geisterhaften, dunkeln Augen an -- »_Sie_? -- Was können _Sie_ für

mich thun, Herr Wahlert? Sie, der Bräutigam Sophiens, der im Begriff

steht, sein Vaterland und seine Familie zu verlassen, um in fernen Zonen

an der Seite der Geliebten eine neue Heimath zu suchen?«

»Und sollen wir _so_ auf immer scheiden?« frug Wahlert, von dem weichen

Ton der Jungfrau schmerzlich berührt, »Du gabst mir damals die Freiheit

wieder, Marie, als mich die Häscher dem Kerker entgegenführten --

rettetest vielleicht dadurch mein Leben, denn es lag ihnen in der Zeit

viel daran, _mich_ gerade unschädlich zu wissen.«

»Und jetzt sind Sie von keiner Gefahr mehr bedroht?« frug mit monotonen

Lauten das Mädchen.

»_Hier_ von keiner, das Volk hat gesiegt, und Glück und Wohlstand wäre

ihm verbürgt, wenn es jetzt, o nur jetzt, fest und treu zusammenhielte.«

»Glück und Wohlstand,« murmelte Marie, und wickelte sich fröstelnd

fester in ihren Shawl ein -- »Glück und Wohlstand -- und wenn es fest

und treu zusammenhielte« -- wiederholte des Musikanten Tochter die Worte

des jungen Mannes mit schmerzlicher Bitterkeit -- »was aber kann der

eine Theil dafür, wenn sich der andere kalt und -- treulos von ihm

abwenden -- von ihm losreißen _will_? -- Was verschuldete _er_, um in

Unglück und Elend hinausgestoßen zu werden -- während der Andere das

Glück einer Welt in seine Arme zieht? Glück und Wohlstand für Alle --

für Alle, nur nicht für die Elenden und in den Staub Getretenen, nur

nicht für --«

Das Mädchen, dessen Wangen bei den letzten Worten eine fliegende

Gluth wie mit überirdischem Glanz übergoß, und ihr für Momente mit dem

feurigen Strahl der großen Augen, fast die frühere Schönheit wieder auf

ihr Antlitz zurückzauberte, hielt plötzlich inne, strich sich mit der

einen Hand die in die Stirn gefallenen Haare zurück, wandte sich dann ab

und sagte mit leiser, wieder ganz ruhiger Stimme:

»Es ist besser, wir scheiden so, und kein Wort wird weiter unter uns

gewechselt -- ich will keinen Stachel der Reue in Ihre Seele drücken,

jetzt, wo Sie die Pflicht übernommen, ein treu an Ihnen hängendes

Mädchenherz mit starker, nicht schwankender Hand durch's Leben zu führen

-- nur eines noch, eines liegt mir auf der Seele, und selbst Gott könnte

nicht von mir verlangen, daß ich _das_ Bewußtsein sollte mit in mein

Elend -- mit in mein Leben hineinziehn.«

»Marie, was ist Dir, Du bist fürchterlich erregt?« sagte mit Mitleid in

Ton und Blick der junge Mann.

»Sie glaubten mich _schuldig_,« fuhr die Unglückliche, sich wieder zu

ihm hinwendend und seinem Auge mit festem offnen Blick begegnend, fort

-- »ich bin es _nicht_.«

»_Nicht_?« rief Wahlert erschreckt und schaute mit ängstlicher Spannung

auf das erregte Antlitz der einst, ach so heiß Geliebten -- »nicht

schuldig? -- aber großer Gott -- wie kam es da -- weshalb -- wie ist

mir denn, mir wirbelt der Kopf vor Allem, was sich mir toll und

sinnverdrehend hineinwirft -- nicht schuldig -- und Dein Kind?«

Marie barg das Antlitz eine Zeit lang in den Händen und große schwere

Thränen drängten sich zwischen ihren Fingern hindurch.

»Mein armes Kind!« flüsterte sie leise.

»Du sprichst in Räthseln.«

»Deren Lösung Ihnen das Herz brechen würde,« erwiederte Marie, jetzt

plötzlich sich gewaltsam zusammenraffend -- »genug -- genug -- nur nicht

als Schuldige, Treulose wollte ich in Ihrem Gedächtnisse leben, der

Gedanke war mir zu fürchterlich in all' dem Leide, das überhaupt auf

meinem Pfade liegt. -- Sie wissen, daß ich Sie _nie_ belogen, und werden

mir glauben -- jetzt leben Sie wohl und -- glücklich -- recht glücklich,

und wenn Sie manchmal der armen Marie gedenken, sei es -- in -- in

Mitleid -- aber nicht in Haß.«

Mit flüchtigen Schritten eilte sie davon, wenige Secunden später aber

stand Wahlert auch an ihrer Seite und ihren Arm ergreifend, und sie fest

dadurch an die Stelle bannend, rief er rasch und heftig:

»Marie, nicht so -- beim ewigen Gott, nicht so -- ruht hier ein dunkles

Geheimniß, so muß ich es lösen, und will es wissen -- sprich, wenn noch

ein Strahl von Liebe für mich in Deinem Herzen lebt, sprich.«

»Aus eben dem Grunde sollte ich schweigen,« sagte die Unglückliche --

»weshalb dieselbe Last auf ein zweites Herz übertragen, wenn das erste

dadurch nur um ein so geringes erleichtert wird -- es wäre Sünde. Gehe

wie bisher Deine Bahn, kalter, erbarmungsloser Mann, und schaue, mit

Deinem Ziel im Auge, nicht nach den Blumen zurück, die Du zertreten

hinter Dir läßt.«

»Du bist grausam, Marie, und folterst mich durch Dein Schweigen -- nur

die beiden Fragen beantworte mir, wenn Du den Frieden meiner Seele höher

achtest, als den Stein, den Dein Fuß aus Deiner Bahn wirft -- wer ist

der Vater Deines Kindes?«

»Meine Schmach,« stöhnte Marie und barg Stirn und Augen in ihrer Linken.

»Du schweigst?« flüsterte Wahlert, und der eigene Laut seiner Stimme

machte die Jungfrau erschreckt zu ihm aufschauen.

»Und auch jetzt noch Mißtrauen?« sagte sie und warf noch einen Blick auf

den vor ihr Stehenden mit leisem Vorwurf im Ton -- »so sei es denn, und

dies Geständniß möge mir Gott zur Sühne meiner Sünden rechnen -- der

Oberpostdirector von Gaulitz.«

»Der Bube!« zischte Wahlert zwischen den zusammengebissenen Zähnen

hindurch.

»Sie wissen,« fuhr Marie, jetzt wieder hochroth von Schaam übergossen,

und von Wahlert abgewandt, fort -- »daß die traurigen Verhältnisse

meines Vaters mich zwangen, mein Brod mir außer dem Hause zu verdienen;

-- Sie lernten mich dort kennen -- lieben. Mein unseliges Verhängniß

wollte aber, daß jene herrliche Frau, bei der ich fast wie ein eigenes

Kind gehalten wurde -- starb -- ich mußte meine Stellung aufgeben

und ein böser Geist führte mich in das Haus des Oberpostdirectors von

Gaulitz als Wirthschafterin. Sie selbst waren kurze Zeit vorher auf

Reisen gegangen. Jener weißhaarige Bösewicht hielt nicht lange mit

seinen schändlichen Anträgen zurück -- ich wies sie mit Abscheu von mir

und wollte sein Haus verlassen -- die letzte Nacht -- heiliger Gott,

ersparen Sie mir das Geständniß -- ein höllischer Saft, den ich unbewußt

trank, muß mir die Besinnung geraubt haben -- am andern Morgen war ich

verrathen und -- elend.«

»_Teufel_ der,« rief Wahlert, mit dem Fuße stampfend.

»Ich floh zu meinem Vater,« sagte Marie mit kaum hörbarer Stimme, »und

hoffte von Stunde zu Stunde auf Ihre Rückkehr -- Sie _kehrten_ zurück,

aber nicht zu mir. Ein Brief, den ich an Sie, mit der ganzen Erzählung

der an mir verübten That -- mit der Bitte, um Hülfe, um _Gerechtigkeit_

sandte -- kam uneröffnet wieder in meine Hände. Mein Kind starb, in der

Residenz fand ich bei anständigen Leuten, da ich nicht einmal die Mittel

besaß, mich ordentlich zu kleiden, kein Unterkommen mehr -- mit meinem

Vater, dessen rohe Vorwürfe mir täglich die Seele zerfleischten, zog ich

von da an durch das Land -- und wir sangen vor den Thüren der Leute --

um unser Brod.«

»Marie,« rief da, von wildem Schmerz ergriffen, Wahlert, und schwere

Thränen rollten seine bleichen Wangen herab, »arme, mißhandelte,

unglückselige Marie, o sprich -- giebt es ein Mittel auf der weiten

Gotteswelt, Dir nur in etwas das Leiden zu vergüten, was Du erduldet,

denn von jetzt an sollst Du wenigstens keine Noth mehr leiden -- keine

Sorge mehr kennen -- von jetzt an --«

»Nicht um Almosen zu betteln, hab' ich Ihnen mein Schicksal erzählt,«

sagte das Mädchen und richtete sich stolz empor -- »nicht Ihr Mitleiden

wollte ich wecken -- nicht Ihre Reue, nur gerechtfertigt -- nicht

schuldig, nicht sündhaft wollte ich in Ihrer Erinnerung -- neben Sophien

meinen Platz gewahrt wissen. -- Leben Sie wohl, Wahlert, -- leben Sie

glücklich -- _mich_ sehn Sie nimmer wieder.«

»Marie!« rief Wahlert, und streckte bittend die Arme nach ihr aus.

»Denken Sie an Sophien,« sagte die Unglückliche ernst, den Arm gegen ihn

erhebend; dann drehte sie sich ab von ihm und wanderte still und ohne

sich wieder nach ihm umzuschauen, aber mit raschen festen Schritten, die

Straße entlang dem Dorfe zu.

Druck von Breitkopf und Härtel in Leipzig.

[ Hinweise zur Transkription

Das Originalbuch ist in Frakturschrift gedruckt.

Der Text des Originalbuches wurde grundsätzlich beibehalten, mit

folgenden Ausnahmen:

Seite 13:

"«" entfernt

(fest entschlossen war, von selber los zu gehn.)

Seite 14:

"dem" geändert in "den"

(mit den unausweichbaren papageigrünen Glacéhandschuhen)

Seite 22:

"»" eingefügt

(»Wo Muth und Kraft in deutscher Seele flammen)

Seite 22:

"«" eingefügt

(Sie machen sicher nur Gestank.«)

Seite 22:

"»" eingefügt

(»Alles war im Anfang gut auf Erden)

Seite 24:

"erlegte" geändert in "er legte"

(er legte das Papier vor sich nieder)

Seite 33:

"»" eingefügt

(auf- und abgegangen war; »erstlich ist mir das Sprengen)

Seite 51:

"Staatsbüger" geändert in "Staatsbürger"

(und die Masse der »gutgesinnten« Staatsbürger)

Seite 52:

"-" eingefügt

(seines General-Superintendenten Sohn zu befreien)

Seite 68:

"Fieberforst" geändert in "Fieberfrost"

(bebte wie im Fieberfrost)

Seite 72:

"deßhalb" geändert in "deshalb"

(deshalb sind sie wahrscheinlich so eifrig bemüht)

Seite 75:

"»" eingefügt

(»_vielleicht_ lassen sie ihn frei)

Seite 77:

"," eingefügt

(in das blaue seelenvolle Auge, ergriff dann)

Seite 77:

"ihn" geändert in "ihr"

(andere Gedanken drängten ihr aber in das)

Seite 81:

"»" eingefügt

(»un was wärsch, wenn se's hiarten?)

Seite 81/82:

"»" eingefügt

(ihn die anderen Beiden kurzweg nannten, »in dem dichten Grase)

Seite 91:

"." eingefügt

(um des Burschen ohnmächtigen Zorn weiter zu kümmern.)

Seite 120:

"«" entfernt

(durch die Straße lärmenden Schaar zu ihr hernieder tönten.)

Seite 123:

"etzt" geändert in "jetzt"

(der Bauer hat sich bis jetzt und bei solchen Gelegenheiten)

Seite 140:

"«" eingefügt

(und diese »würdige Weise« bestand denn auch allerdings)

Seite 145:

"nnd" geändert in "und"

(nur ein halbes Jahr Pastor und die Saiten haben)

Seite 148:

"brechtigt" geändert in "berechtigt"

(vielleicht berechtigt sein durfte zu erwarten)

Seite 154:

"«" eingefügt

(der Freiheit voran, in die Reihen der Feinde zu tragen«)

Seite 160:

"«" eingefügt

(er verachtet die -- Dirne.« -- Sie schauderte zusammen)

Seite 161:

"ei" geändert in "sei"

(nach Horneck gekommen sei und in der Pfarre wohne)

Seite 168:

"e nsterbret" geändert in "Fensterbret"

(lehnte sich, um nicht zu stürzen, an das Fensterbret)

Seite 174:

"anf" geändert in "auf"

(ging dann auf seinen Zögling zu)

Seite 176:

"«" eingefügt

(Alle mit einander, wie heißt der? --«)

Seite 178:

"»" entfernt

(Die Knaben schienen das im Anfang)

Seite 179:

"zn" geändert in "zu"

(heimlich zu desertiren, fand aber)

Seite 196:

"«" eingefügt

(noch keine Emancipation, Herr Hennig, rrrr« -- unterbrach ihn)

Seite 196:

"»" eingefügt

(zu Worte kommen zu lassen, »auf's Neue)

Seite 203:

"«" eingefügt

(und mir wieder gnädige -- _Herren_ sein.«)

Seite 220:

"«" eingefügt

(»die Herren Schützen,«)

Seite 225:

"«" entfernt

(eine Tasse Eierbier eingeschenkt bekamen.)

Seite 228:

"eine" geändert in "ein"

(frug ein anderer dabei stehender Bauer lachend)

Seite 239:

"sie" eingefügt

(die Verfassung, die sie sich gaben, wurde nur wenig verändert)

Seite 242:

"«" eingefügt

(und können stimmen wie wir wollen.<«)

Seite 245:

"Versammlung" geändert in "Versammlungen"

(wie in den Versammlungen der Demokraten besonders)

Seite 258:

"»" eingefügt

(»ich bin es _nicht_.«)

Seite 262:

"Denkeu" geändert in "Denken"

(»Denken Sie an Sophien,«)]

Pfarre und Schule: Eine Dorfgeschichte. Zweiter Band. · 第 12 / 12 段