Rheingraf. Ich will mich hier, wie die Spinne, zusammen knäueln, daß
ich aussehe, wie ein Häuflein argloser Staub; und wenn sie im Netz
sitzt, diese Kunigunde, über sie herfahren--den Stachel der Rache
tief eindrücken in ihre treulose Brust: töten, töten, töten, und ihr
Gerippe, als das Monument einer Erzbuhlerin, in dem Gebälke der
Steinburg aufbewahren!
Friedrich. Ruhig, ruhig Albrecht! Eginhardt, den du nach Thurneck
gesandt hast, ist noch, mit der Bestätigung dessen, was du argwohnst,
nicht zurück.
Rheingraf. Da hast du recht, Freund; Eginhardt ist noch nicht zurück.
Zwar in dem Zettel, den mir die Bübin schrieb, steht: ihre
Empfehlung voran; es sei nicht nötig, daß ich mich fürder um sie
bemühe; Stauffen sei ihr von dem Grafen vom Strahl, auf dem Wege
freundlicher Vermittlung, abgetreten. Bei meiner unsterblichen Seele,
hat dies irgend einen Zusammenhang, der rechtschaffen ist: so will
ich es hinunterschlucken, und die Kriegsrüstung, die ich für sie
gemacht, wieder auseinander gehen lassen. Doch wenn Eginhardt kommt
und mir sagt, was mir das Gerüchte schon gesteckt, daß sie ihm mit
ihrer Hand verlobt ist: so will ich meine Artigkeit, wie ein
Taschenmesser, zusammenlegen, und ihr die Kriegskosten wieder abjagen:
müßt ich sie umkehren, und ihr den Betrag hellerweise aus den
Taschen herausschütteln.