Cleon. Lottchen. Siegmund.
Lottchen. Wie? Sie haben mich reden hören?
Siegmund. Vergeben Sie mir, mein liebes Lottchen. Ich habe in meinem
Leben nichts Vorteilhafters für mich gehört. Ich bin vor Vergnügen
ganz trunken, und ich weiß meine Verwegenheit mit nichts als mit
meiner Liebe zu entschuldigen.
Lottchen. Eine bessere Fürsprecherin hätten Sie nicht finden können.
Haben Sie alles gehört? Ich habe es nicht gewußt, daß Sie zugegen
wären; um desto aufrichtiger ist mein Bekenntnis. Aber wenn ich ja
auf den Antrieb meines Papas einen Fehler habe begehen sollen: so will
ich ihn nunmehr für mich allein begehen: Ich liebe Sie. Sind Sie mit
dieser Ausschweifung zufrieden?
Siegmund. Liebstes Lottchen, meine Bestürzung mag Ihnen ein Beweis
von der Empfindung meines Herzens sein. Sie lieben mich? Sie sagen
mir's in der Gegenwart Ihres Papas? Sie? mein Lottchen! Verdiene
ich dies? Soll ich Ihnen antworten? und wie? O lassen Sie mich
gehen und zu mir selber kommen.
Cleon. Sie sind ganz bestürzt, Herr Siegmund. Vielleicht tut Ihnen
meine Gegenwart einigen Zwang an. Lebt wohl, meine Kinder, und sorgt
für Julchen. Ich will mit dem Herrn Damis reden.