Und er ging! —

Später sah ich, beim Fenster stehend, wie er selbst die Pferde vor den

Wagen spannte, wie seine Hände dabei zitterten, wie er sich öfters zum

Hause wendend dieses anstarrte … sicherlich … er hatte Furcht!

Dann bestieg er den Wagen und mit einem eigentümlichen Ausdrucke im

Gesicht, welches Furcht andeutete, hieb er in die Pferde und fuhr aus

dem Hof.

Nicht lange darauf verließ auch ich das Haus.

Die Sonne war bereits aufgegangen, einzelne Nebelwolken zogen wie

furchtsam an den Bäumen, Sträuchern, dem Hügel vorbei. —

Gavruša saß auf dem Kutschersitz; er hat bereits, auf unerklärliche

Weise Gelegenheit gehabt sich betrinken zu können, und deshalb

unzusammenhängendes Zeug zu schwatzen.

»Ich bin ein freier, adeliger Mann,« schrie er den Pferden zu. »Wißt ihr

das, ihr Schecken! ah! — ich bin erblicher Ehrenbürger! …«

Die Furcht des Dimitrij Petrovič hat auch mich angesteckt. Ich dachte

über das nach, was geschah, und begriff es — nicht! Ich betrachtete die

Krähen und Raben, und wunderte mich darüber, daß sie überhaupt leben und

fliegen.

»Weshalb tat ich das?« frug ich mich selbst, voll von Zweifel und Zagen.

— »Warum geschah das alles so und nicht anders? … Warum? und weshalb?

verliebte sie sich in mich ernstlich? … Warum vergaß er seine Mütze in

meinem Zimmer und kam selbe zu holen? … Was hatte die Kappe dabei zu

tun gehabt? …«

Am selben Tage noch fuhr ich nach Petersburg und seit dieser Zeit sah

ich weder Dimitrij Petrovič noch dessen schöne Frau …

Man sagt, sie leben nach wie vor mit und neben einander!

Novellen · 第 13 / 14 题