Wütend kippte der Serbe seinen Schemel: »Das ist es. Er verspricht, und
niemand fragt, wie er's halten wird. Er kann es nicht halten, ich sag' es,
er kann es nicht halten. Es ist über die Möglichkeit.«
»Herr Michna,« flüsterte bedenklich Bassewi, »er hat es versprochen. Der
Friedländer redet nicht in den Wind. Wenn er es gesagt hat, hat er es
gesagt.«
Michna brüllte: »Und er verspricht es und wir müssen es halten. Die
Majestät fragt nicht, woher er es hat. Warum spricht er nicht mit uns? Ich
war täglich bei ihm. Keine Silbe hat er erwähnt. Ist das geschäftliche
Treue, Bassewi? Ich will wissen, von wo er bezahlen wird.«
»Weiß man von solchen Herren, wenn sie im Vorteil sind,« hielt ergeben
Bassewi hin, »was sie mit einem vorhaben. Kann man doch nichts weiter tun,
als sich gut mit ihnen stellen.«
»Nicht aus meiner Tasche«, schäumte der Serbe. »Ihr hört es, Graf Meggau:
bleibt es dabei, was der Friedländer versprochen hat, stellt er eine Armee
auf, so ist am gleichen Tage mein ganzer Besitz, fahrend und liegend,
Eigentum des Kaisers, der Hofkammer, mit der ich verhandeln werde, was ich
für Ergötzlichkeit erwarte. Hört Ihr.«
»Gewiß,« lächelte Meggau, »wir wußten immer, daß Ihr dem Hause Habsburg
zugetan seid.«
Michna flammte: »Er soll nicht sagen, er habe für den Kaiser gearbeitet und
wir für uns. Ihr habt es gehört, Graf Meggau. Es bleibt, wie ich gesagt
habe, und diese Herren sind Zeugen, daß ich nichts besitze von dem
Augenblick an.«
»Ich hab' es gehört und wir sprechen später davon.«
»Es ist geschehen, ich nehme nichts zurück.«
Erschöpft plumpste der Serbe auf einen Schemel, sah wirr und drohend die
Herren an, mit Genugtuung schlug er sich auf die Brust, stöhnte: »So.«
De Witte klopfte ihm auf die Schulter: »Habt keine Furcht; er nimmt Euch
nichts, der Friedländer.«