Rusdorf bettelnd, das Käppchen abziehend: »O Lord.«

Der bewegte sich nicht.

Rusdorf streichelte ihm die Hand, machte ein kläglich inniges Gesicht, bat

ihn sehr leise, in die Nachbarkammer zu kommen; er dachte sich da vor dem

Lord zu entwürdigen, wie der es wollte.

Dighbys Runzeln blieben steif.

Zaghaft näherte sich Rusdorf dem andern am Tisch, flehte vor Pavel: »Unser

armer Herr.«

Der bewegte keine Miene, schien Rusdorf nicht zu kennen.

»Unser armer Herr,« bettelte Rusdorf. »Geht«, flüsterte er.

Pavels Degen wippte am Boden. Rusdorf sah sich nach Dighby um, der stand

still, scharf blickend wie Pavel.

»Kommt, geht auf den Tisch. Ich setz mich mit Euch, wir haben es gestern

gekonnt. Es ist ja gleich vorbei.«

Er faßte ihn um die Schulter. Ihn schauderte vor der Berührung des blauen

Tuches. Der hatte mit der Schulter gezuckt, den Oberkörper vorwärts,

rückwärts geworfen. Abgeschüttelt, seitlich stolpernd fiel Rusdorf auf die

Hände.

»So!« stand er demütig vor dem Grafen. Der, den Stock im Gebiß, zeigte mit

den Blicken auf Pavel.

Weinend, leise und zornig vor dem Tisch: »Ihr dürft es nicht so lange

hinziehn. Ich vermag es dann selbst nicht. Es geht über meine Kraft. Wenn

ich dies alles erdulde von, von dem Übeltäter.«

Wallenstein. 1 (of 2) · 第 9 / 34 题