III. Die Katechetenschulen.

Die Katechetenschulen entstanden aus dem Bedürfnis, zur Einführung und

Ausbreitung des Christentums tüchtige Religionslehrer (Katecheten) zu

bekommen. Sie waren Bildungsanstalten für christliche Religionslehrer

in der ersten christlichen Zeit.

Die erste Katechetenschule bestand in +Alexandrien+ unter Pantänus (186

n. Chr.). Die Nachfolger des Pantänus sind: Clemens von Alexandrien,

+Origenes+ (der gelehrteste Mann seines Jahrhunderts, † 254), Bischof

Heraklas und Didymus der Blinde.

Lehrgegenstände der Katechetenschulen waren Dialektik (Denklehre),

Naturkunde, Geometrie und Astronomie; dann Sittenlehre, Lesung der

Schriften der alten Philosophen und Dichter und Erklärung der Hl.

Schrift. Die Lehrweise war eine sehr anregende, der Lehrer ein

erfahrener, sicherer Führer. (Vgl. Lobrede Gregors des Wundertäters auf

seinen Lehrer Origenes.)

Die Katechetenschulen bilden einen +Glanzpunkt+ in der Geschichte

der frühesten christl. Erziehung. Außer der berühmten Normal- oder

Lehrerschule des christlichen Altertums in Alexandrien bestanden

später noch Katechetenschulen in Antiochien, Edessa, Nisibis.

Diese +Lehrerbildungsanstalten+ erweiterten sich allmählich zu

+höheren christlichen Unterrichtsinstituten+. Die meisten damaligen

Kirchenlehrer sind aus ihnen hervorgegangen.

Grundzüge der Geschichte der Pädagogik · 第 48 / 110 题