Nachdem der Gottesdienst zu Mythikon ohne weitere Störung sein Ende
genommen hatte, waren die Vettern nebeneinander in die nahe Pfarre
zurückgeschritten, der Seelsorger zur Rechten des Generals, ohne sich
um den Ausdruck der öffentlichen Meinung zu kümmern, welcher in den
Mienen der ihnen Begegnenden unverkennbar zu lesen war.
Dort öffnete der geistliche Wertmüller sein Studierzimmer, ließ den
weltlichen wie einen straffälligen armen Sünder nachkommen und
verschloß sorgfältig die Türe. Dann trat er dicht an den Freveltäter
heran. "Vetter General", sagte er, "du hast an mir gehandelt als ein
Schelm und ein Bube!", und er machte Miene, ihn am Kragen zu packen.
"Hand weg!" entgegnete dieser. "Soll ich mich mit dir raufen, wie
weiland mit dem Vetter Zeugherr von Stadelhofen in der Ratslaube zu
Zürich, als wir uns die Perücken zausten, daß es nur so stob! Bedenke
dein Amt, deine Würde!"
"Mein Amt, meine Würde!" wiederholte der Pfarrer langsam und
schmerzlich. Eine Träne netzte seine graue Wimper. Mit diesen vier
schlichten Worten war dasselbe ausgedrückt, was uns in jener
großartigen Tirade erschüttert, mit welcher Othello von seiner
Vergangenheit und seinem Amte Abschied nimmt.
Der General schluckte. Die Träne des alten Mannes war ihm entschieden
zuviel.
"La, la", tröstete er, "du hast eine prächtige Kaltblütigkeit gezeigt.
Auf meine Ehre, ein echter Wertmüller! Es ist ein Feldherr an dir
verlorengegangen."
Aber die Schmeichelei verfing nicht. Auch der Moment der Wehmut war
vorübergegangen.
"Womit habe ich dich beleidigt?" zürnte der Entrüstete. "Habe ich je
in meiner Kirche auf dich gestichelt oder angespielt? Habe ich dich
nicht in deinem Heidentume völlig werden lassen und dich gedeckt, wie
ich konnte?--Und zum Danke dafür hast du mir hinterlistig das Pistol
vertauscht, du Gaukler und Taschenspieler!--Warum beschimpfst du meine
grauen Haare, Kind der Bosheit? Weil es dir in deiner eigenen Haut
nicht wohl ist!..."
"La, la", sagte der General.
Es pochte. Die Kirchenältesten von Mythikon traten in die Stube, dem
Krachhalder den Vortritt lassend, und stellten sich in einem
Halbkreise den Wertmüllern feierlich fast feindselig gegenüber. Der
General las in den langen gefurchten Gesichtern, daß er mit seinem
lästerlichen Scherze das dörfliche Gefühl schwer beleidigt hatte.
In der Tat, der Krachhalder, auf den sie alle hinhörten, war in den
Tiefen seiner Seele empört. Wenn er sich auch den abenteuerlichen
Vorfall nicht ganz erklären konnte, setzte er ihn doch unbedenklich
auf die Rechnung des Generals, welcher, die Schwäche seines
geistlichen Vetters sich zunutze machend, ein landkundiges Ärgernis
habe anstiften wollen. Dem Krachhalder lag die Ehre seiner Gemeinde
am Herzen, und er hatte das Mythikonerkirchlein mit seinem schlanken
Helme und seinen hellen acht Fenstern aufrichtig lieb.--Süß war ihm
nach dem Schweiße der Woche der Kirchgang im reinlichen Sonntagsrocke
und den Schnallenschuhen, süß und nachdenklich Taufe und Bestattung,
die den Gottesdienst und das menschliche Leben begrenzen und einrahmen,
süß das Angeredetwerden als sterblicher Adam und unsterbliche Seele,
süß das Kämpfen mit dem Schlummer, das Übermanntwerden, das
Wiedererwachen; süß das kräftige Amen, süß das Zusammenstehen mit den
Ältesten auf dem Kirchhofe und die Begrüßung des Pfarrers, süß das
gemütliche Heimwandeln.
Man mußte ihn sehen, den ehrbaren Greis mit dem scharfgezeichneten
Kopfe, wenn er bei einer Armensteuer, nach der Aufforderung des Herrn
Pfarrers zu schöner brüderlicher Wohltat, das Wasser in den Augen, aus
seinem Geldbeutel ein rotes Hellerchen hervorgrub!--
Kurz, der Krachhalder war ein kirchlicher Mann, und das Herz blutete,
oder richtiger gesagt, die Galle kochte ihm, die Stätte seiner
sonntäglichen Gefühle verunglimpft und lächerlich gemacht zu sehen.
"Was führt Euch hieher?" redete der General ihn an und fixierte ihn
mit blitzenden Augen so scharf, daß der Krachhalder, der trotz seines
guten Gewissens das nicht wohl ertragen konnte, mit seinen
Augensternen nach rechts und links auswich, bis es ihm endlich gelang
standzuhalten.
"Macht aus einer Mücke keinen Elefanten!" fuhr Wertmüller, ohne die
Antwort zu erwarten, fort. "Nehmt den Schuß als einen verspäteten aus
der Lese, oder, in Teufels Namen, für was Ihr wollt!"
"Die Lese war mittelmäßig", erwiderte der Kirchenälteste mit
verhaltenem Grimme, "und der Schuß ist ein recht böser Handel, Ihr
Herren Wertmüller! Ich besitze eine Chronik von Stadt und Land;
darinnen steht verzeichnet, daß vor Jahren einem jungen geistlichen
Herrn, der seiner Braut über den heiligen Kelch hin mit verliebten
Augen zuwinkte...", der Krachhalder machte an seinem Halse das Zeichen
eines Schnittes.
"Blödsinn!. fuhr der General ungeduldig dazwischen.
"Ich habe zu Hause auch eine Ketzergeschichte", sprach der Krachhalder
hartnäckig fort, "darinnen alle Trennungen und Sekten von Anfang der
Welt an beschrieben und abgebildet sind. Aber kein Adamit oder
Wiedertäufer hat es je unternommen, bei währender Predigt einen Schuß
abzugeben. Das, Herr Pfarrer, ist eine neue Religion."
Dieser seufzte. Das Beispiellose seiner Tat stand ihm deutlich genug
vor Augen.
"Man wird den Schuß in Zürich untersuchen", drohte jetzt der
unbarmherzige Bauer, "die Synagoge", er wollte sagen Synode, "wird
darüber sitzen. Es tut mir leid für Euch, Herr Pfarrer; aber ich
hoffe, sie fällt einen scharfen Spruch. Auch so wird uns der Spott
nicht erspart werden, und das ist das Schlimmste, denn der Spott hat
ein zähes Leben an unserm See. Wenn ich nur dran denke, wird es mir,
beim Eid, schwarz vor den Augen. Das ganze rechte Ufer da drüben
lacht uns aus. Keinen Schoppen können wir mehr trinken in Meilen oder
Küßnach, ohne daß sie uns verhöhnen in allen Tonarten und Liederweisen.
Der Schuß von Mythikon stirbt nicht am See, so wenig als in Altorf
der Tellenschuß. Er haftet und lebt bei Kind und Kindeskind. Ich
berufe mich auf Euch, Herr General", fuhr er fort, und die alten Augen
leuchteten boshaft, "Ihr wißt, was das heißen will! Wie lange ist es
her, daß Ihr von Rapperswyl abzogt? Damals wurdet Ihr von den
Katholischen besungen, und, glaubt Ihr's? das lebt noch. Ihr seid ein
verrühmter, abfigürter Mann, aber was hilft das? Erst vorgestern noch
fuhr ein volles Pilgerschiff von Richterswyl her um die Au mit großem
Lärm und Gesang. Ich stand in meinem Weinberge und denke: die Narren!
--Gegen Euer Haus hin werden sie still. 'Das macht der Respekt', sag
ich zu mir selbst. Ja, da hatt' ich es getroffen. Kaum sind sie
recht unter Euern Fenstern, so bricht das Spottliedlein los. Ihr wißt
das, wo sie den Wertmüller heimschicken zur Müllerin! Gut, daß Ihr
verritten wart! Meineidig geärgert hab ich mich in meinen Reben..."
"Schweigt!" fuhr ihn der General zornig an; denn der alte Schimpf
jener aufgehobenen Belagerung brannte jetzt noch auf seiner Seele, ja
schärfer als früher, als wäre er mit jener Tinte verzeichnet, die erst
nach Jahren schwarz und unvertilglich hervortritt.
Doch er beherrschte sich und wechselte den Ton. "Etwas Konfusion
gehört zu jeder Komödie", sagte er, "aber wenn sie ihren Höhepunkt
erreicht hat, muß ihr eine rasche Wendung zu gutem Schlusse helfen,
sonst wird sogar die Verrücktheit langweilig.
"Herr Pfarrer und liebe Nachbarn!
"Gestern bis tief in die Nacht habe ich an meinem Testamente
geschrieben und es Schlag zwölf Uhr unterzeichnet. Ich kenne Euer
warmes Interesse an allem, was ich tue, lasse und nachlasse; erlaubt
denn, daß ich Euch einiges daraus vorlese."
Er zog eine Handschrift aus der Tasche und entfaltete sie. "Den
Eingang, wo ich ein bißchen über den Wert der Dinge philosophiere,
übergeh ich... 'Wenn ich, Rudolf Wertmüller, jemals sterbe...', doch
das gehört auch nicht hieher...", er blätterte weiter. "Hier!
'Schloß und Herrschaft Elgg, die ich aus den redlichen Ersparnissen
meines letzten Feldzuges erworben, bleibt als Fideikommiß in meiner
Familie', usw. 'Item--sintemal diese Herrschaft eine treffliche, aber
vernachlässigte Jagd besitzt und eine mit den Beutestücken eben jener
Kampagne versehene, aber noch unvollständige Waffenkammer, so verfüge
ich, daß nach meinem Ableben mein Vetter, der Herr Pfarrer Wilpert
Wertmüller, benanntes Schloß und Herrschaft bewohne und bewerbe, die
Jagd herstelle, die Waffenkammer vervollkommne und überhaupt und in
jeder Weise bis an sein Ende frei darüber schalte und walte, wenn
anders dieser geistliche Herr sich wird entschließen können, sein in
Mythikon habendes Amt niederzulegen und antistite probante an den
Kandidaten Pfannenstiel zu transferieren, welchem Kandidaten ich mein
Patenkind, die Rahel Wertmüllerin, zur Frau gebe, nicht ohne die
väterliche Einwilligung jedoch, und mit Hinzufügung von dreitausend
Zürchergulden, die ich dem Fräulein, in meinen Segen eingewickelt,
hinterlasse.'
"Uff", schöpfte der General Atem, "diese Sätze! Eine verteufelte
Sprache, das Deutsche!"--
Der Pfarrer kam sich vor wie ein Schiffbrüchiger, den dieselbe Welle
begräbt und ans Land trägt. Seine verhängnisvolle Leidenschaft
abgerechnet, ein verständiger Mann, erkannte er sofort, daß ihm der
General den einzigen und dazu einen höchst angenehmen Weg öffne, der
ihn aus Schimpf und Schande führen konnte.
Er drückte seinem Übel- und Wohltäter mit einer Art von Rührung die
Hand, und dieser schüttelte sie ihm mit den Worten: "Komme ich durch,
so soll es dein Schade nicht sein, Vetter! Ich tue dann, als wär' ich
tot, und installiere dich als mein eigener Testamentsvollstrecker in
Elgg!"
Die Mythikoner aber lauschten gleichsam mit allen Gliedmaßen, denn es
schwante ihnen, daß jetzt sie an die Reihe kämen, beschenkt zu werden.
"Ich vermache denen Mythikern", fuhr der General fort und sein
Bleistift flog über das Papier in seiner Linken, denn er skizzierte
den durch die Eingebung des Augenblickes entstandenen Paragraphen,
"denen Mythikern vermache ich jene in ihre Gemeindewaldung am Wolfgang
eingekeilte, zu zwei Dritteln mit Nadelholz, zu einem Drittel mit
Buchen bestandene Spitze meines Besitztums, in der Weise, daß die
beiden Marksteine des Gemeindegutes zu meinen Ungunsten durch eine
gerade Linie verbunden werden.--
"Heute noch--auf Ehrenwort und vor Zeugen--erhält dieser Zusatz mit
meiner Unterschrift seine Endgültigkeit," erklärte der General, "in
der Meinung jedoch und unter der Bedingung, daß der heute, wie eine
unverbürgte Sage geht, in der Kirche von Mythikon abgefeuerte Schuß zu
den ungeschehenen Dingen verstoßen und, soweit er Realität hätte, mit
einem ewigen Schweigen bedeckt werde, welches sich die Mythiker
eidlich verpflichten, weder in diesem Leben zu brechen noch jenseits
des Grabes am jüngsten Tage und letzten Gerichte."
Der Krachhalder war während dieser Mitteilung äußerlich ruhig
geblieben, nur die Nasenflügel in dem übrigens gelassenen Gesicht
zitterten ein wenig, und seine Fingerspitzen hatten sich um ein
kleines einwärts gebogen, als wolle er das Geschenk festhalten. "Herr
General, so wahr mir Gott helfe!" rief er jetzt und hob die Hand zum
Schwure; Wertmüller aber schloß:
"Widrigenfalls und bei gebrochenem Schweigen ich dies Vermächtnis bei
meiner Rückkehr aus dem bevorstehenden Feldzuge umstoßen und vertilgen
werde. Wäre mir dies nicht möglich wegen eingetretenen Sterbefalles,
so schwöre ich, mich den Mythikern als Geist zu zeigen und zur Strafe
ihres Eidbruches zwischen zwölf und eins ihre Dorfgasse
abzupatrouillieren.--Werdet Ihr die Bedingung erfüllen können,
Krachhalder?"
"Unwitzig müßten wir sein", beteuerte dieser, "wenn wir nicht das Maul
hielten!"
"Und Eure Weiber?"
"Dafür laßt uns Mythikoner sorgen", sagte der alte Bauer ruhig und
machte eine bedeutungsvolle Handbewegung.
"Aber, Krachhalder, stellt Euch vor, ich sei aus dem Reiche zurück",
sagte der General freundlich, "Wir sitzen unter meiner Veranda, ich
lege Euch so wie jetzt die Hand auf die Schulter, stoße mit Euch an
und wir plaudern allerlei. Dann sag ich so im Vorbeigehen: Jener
Schuß hat gut gekracht!..."
"Welcher Schuß?--Das lügt Ihr, Herr General!" rief der Kirchenälteste
mit einer sittlichen Entrüstung, die komischerweise durchaus nicht
gespielt war, sondern das Gepräge vollkommener Aufrichtigkeit trug.
Wertmüller lächelte zufrieden.
"Jetzt heim, Ihr Männer!" mahnte der Alte. "Damit kein Unglück
geschehe, muß in einer Viertelstunde das ganze Dorf wissen, daß der
Schuß... will sagen, daß wir heute eine gute Predigt gehört haben."
Er drückte dem Pfarrer die Hand. "Und Euch, Herr General", sagte er,
"reiche ich sie als Eidgenosse."
"Verzicht einen Augenblick", befahl Wertmüller, "und seid Zeugen, wie
ein glücklicher Vater zwei Hände zusammenlegt. Der Vikar kann nicht
ferne sein. Trogen mich nicht die Augen, so sah ich ihn von weitem
über eine Hecke voltigieren mit einem Salto, den ich ihm nie zugetraut
hätte."
"Rahel, mein Kind, schnell!" rief der Pfarrer durch die geöffnete Türe
ins Haus hinein.
"Gleich, Vater!" scholl es zurück; aber nicht aus dem Innern der
Wohnung, sondern von außen durch das Weinlaub des Bogenganges herauf.
Rasch blickte der General aus dem Fenster und gewahrte durch das
Blattgitter seine Schützlinge in einer Gruppe, die er sich durchaus
nicht erklären konnte.
"Hervor, Hirt und Hirtin, aus Arkadiens Lauben!" rief der alte Soldat.
Da schritt Rahel unmutig errötend unter dem schützenden Blätterdache
hervor und betrat mit Pfannenstiel, den sie mitzog, ein kleines von
Edelobstbäumen umzogenes Rondell, das hart vor den Fenstern der
Studierstube lag, aus denen der General mit den neugierigen
Kirchenvorstehern herunterschaute.
Das Fräulein hielt eine Nadel in der gelenken Hand und befestigte vor
aller Augen einen herabhängenden Knopf am Rocke des Kandidaten. Sie
ließ sich in der Arbeit nicht stören. Erst nachdem sie den Faden
gekappt hatte, heftete sie die braunen Augen, in denen Ernst und
Übermut kämpften, fest auf ihren wunderlichen Schutzgeist und rief ihm
zu:
"Pate, Ihr habt mir in kurzer Zeit den Herrn Vikar fast zerstört und
zugrunde gerichtet. Wohl mußt' ich ihn wieder in Ordnung bringen,
damit er vor Gott und Menschen erscheinen könne! Was aber habt Ihr
mit dem obersten Knopfe angefangen, der hier mangelte und den ich
durch einen des Vaters ersetzen mußte?--Schafft ihn zur Stelle, oder..."
Sie erhob die Nadel mit einer so trotzigen und blutdürstigen Gebärde
gegen den General, daß die Männer alle in schallendes Gelächter
ausbrachen.
Nach wenigen Augenblicken traten Pfannenstiel und Rahel vor den
Pfarrer, der sie verlobte und segnete.
Als aber die vergnügten Kirchenältesten sich entfernt hatten, gab der
würdige Herr seinem künftigen Schwiegersohne noch eine kurze Ermahnung:
"Was war das, Herr Vikar? An der Kirche vorüberschlüpfen, abgerissene
Knöpfe!... Wo bleibt da die Würde, das Amt?"
Dann wandte er sich gegen den General: "Ein Pärchen!" sagte er, "nun
das andere! Gebt her, Vetter!"
Und er langte ihm ohne Umstände in die Rocktasche, hob daraus das
hartspielende Pistol, zog dann das in der Kirche entladene
leichtspielende aus der seinigen und hielt sie vergleichend zusammen.
So begab es sich, daß der Schuß von Mythikon totgeschwiegen und, im
Widerspiel mit dem Tellenschusse, aus einer Realität zu einer blassen
wesenlosen Sage verflüchtigt wurde, die noch heute als ein heimatloses
Gespenst an den schönen Ufern unsres Sees herumschwebt.
Aber auch wenn die Mythikoner geplaudert hätten, der General konnte
sein Testament nicht mehr entkräften, denn er hatte die Eichen der Au
zum letzten Male gesehen.
Sein Ende war rasch, dunkel, unheimlich. Eines Abends beim
Lichteranzünden ritt er mit seinem Gefolge in ein deutsches Städtchen
ein, stieg im einzigen schlechten Wirtshause ab, berief den Schöffen
zu sich und ordnete Requisitionen an. Ein paar Stunden später wurde
er plötzlich von einem Krankheitsanfalle niedergeworfen und Schlag
Mitternacht hauchte er seine seltsame Seele aus.
Ende dieses Projekt Gutenberg Etextes Der Schuß von der Kanzel, von
Conrad Ferdinand Meyer.