XXVIII

Abb. 102. Bologna. S. Steffano. Hofansicht des Baptisteriums.

(Phot. Emilia. Bologna.)]

Reste aller früheren Bauzeiten jedoch sind in dem Baukomplexe

vorhanden, auch langobardische. Es ist wahrscheinlich, daß um

Liutprants Zeit die Mitte des Ganzen eine Basilika einnahm, deren

östliche Apsis von hufeisenförmigem Grundrisse noch vorhanden ist, von

der aber ein Teil nach Westen zu später (1141) abgebrochen wurde,

um dem Hofe Platz zu machen, der heute Hof des Pilatus heißt. Vor

seinem Westportal stand, wie so oft, das Baptisterium, das heute noch

teilweise vorhanden ist. Nach Norden lehnte sich die Kirche S. Pietro e

Paolo an, in ihrer jetzigen Form aus romanischer Zeit.

Der zwölfeckige Bau des ursprünglichen Baptisteriums, heute S.

Sepolcro, enthält noch allerlei antik-römische Teile, Säulen, Kapitelle

sowie langobardische. Obwohl später als lombardisch-romanischer Bau

großenteils neu errichtet trägt er entschieden noch altlangobardische

Tradition auch in seinen jüngeren Teilen zur Schau. Seine Ostseite ist

in reichster Weise farbig musivisch geziert mit Mustern in Backstein,

farbigem Steinwerk, Marmor u. dgl., doch nur in der unteren Hälfte,

was leicht erkennen läßt, daß der obere, viel nüchternere Teil im

12. Jahrhundert ganz neu aufgesetzt ist, daß auch die Pilaster und

Halbsäulen an den Ecken erst um jene Zeit angefügt sein können.

So halte ich diese untere so ungemein originelle bunte Wand (Abb.

102, Tafel XXVIII) für einen charakteristischen wirklichen Rest der

Langobardenzeit, wohl des 8. Jahrhunderts; sie ist überhaupt, wie

auch die Westseite, neuerdings erst von den verdeckenden Bauten des

12. Jahrhunderts freigelegt, zu denen sie im Grundrisse recht wenig

paßte; freilich muß sie zur Zeit des ersten großen Umbaues, doch vor

der Erbauung des Pilatushofes, schon einmal gründlich hergestellt

sein. Auch hat man damals mit ganz ähnlicher musivischer Dekoration

verschiedene jüngere Teile des Bauwerks geschmückt, so die Westseite

des Baptisteriums, auch die Westfront von S. Pietro e Paolo und selbst

einige Teile im Kreuzgange. Doch nur in Nachahmung der alten Teile;

denn eine ähnliche Verzierungsweise sucht man in jener späteren

Zeit in Italien sonst vergeblich. Freilich ist in diesem Lande im

ganzen Mittelalter die Freude an bunter Flächenverzierung sehr

groß gewesen, auch bei den Normannen in Sizilien; die Kosmaten im

12./13. Jahrhundert sind gleichfalls Zeugen dafür. Aber gerade die

charakteristischste Flächendekoration, die an der Ostseite von S.

Sepolcro erscheint, mit ihrer teppichmäßigen Planlosigkeit, Friese,

Runde, Dreiecke, übereckstehende Quadrate und ähnliche Figuren häufend,

ist im Charakter am nächsten stehend der in Frankreich so weit

verbreiteten merowingischen heiterprächtigen und doch naiven Wand- und

Flächenbehandlung, wie sie z. B. am Römerturm zu Köln am frischesten

auftritt. Daher, mag auch im 11. oder 12. Jahrhundert hier die bunte

Fläche gründlich ausgebessert und hie und da verändert, mag auch damals

ähnlicher Schmuck an den anderen Teilen des Klosters neu angebracht

sein, alles spricht dafür, daß diese reichfarbige Ostwand der heutigen

Grabkirche noch als ein Werk der altlangobardischen Bauweise angesehen

werden darf.

Schon die völlig schiefe Grundrißform der Mauern dieses Teiles

bezeugt, daß sie zu einem fremden -- also älteren Bestandteil des im

12. Jahrhundert sonst völlig regelmäßig aufgebauten Zwölfecks der

Taufkapelle gehören.

[Sidenote: Brescia S. Salvatore]

In der hinter dem Baptisterium gelegenen Kirche, jetzt Sta. Trinitá,

fällt, wie bemerkt, die in germanischen Ländern oft vorkommende

Hufeisenform des Grundrisses der Apsis auf. Dieselbe Form erscheint

bei der ebenfalls der Mitte des 8. Jahrhunderts entstammenden schönen

Krypta der Kirche S. Salvatore zu Brescia, dem letzten Reste einer

langobardischen Kirche, die später vielfach umgebaut, nur noch die

allgemeine bauliche Anordnung des alten Schiffes beibehält, dessen

Obergaden von alten zum Teil antiken Säulen getragen wird.

Der Westteil der Krypta, über vielen älteren Säulen mit Kreuzgewölben

bedeckt, ist auch bereits mittelalterlich, die Apsis dagegen ein höchst

merkwürdiges primitives aber originales langobardisches Bauwerk. Die

Decke dieser Apsis besteht aus Steinplatten, die auf zwei nach Osten

zu sich verengenden Arkadenreihen von je drei Bögen ruhen. Diese Bögen

sind von Backstein und werden von Backsteinpfeilern getragen, aber mit

einem schönen Blätterfriese von Stuck mit Perlen eingefaßt; auch unter

der Decke zieht ein ähnlicher Fries (s. Abb. 65).

Links und rechts der Arkade hilft noch je ein schlanker verjüngter

viereckiger Pfeiler mit eigentümlichem echt holzmäßigen Kapitell

die Decke tragen. Der ganze so einfache Raum ist doch höchst

eigenartig; von Wichtigkeit bei ihm auch die frühzeitige Anwendung

von Verzierungen aus Stuck an Gesims und Archivolte, in einer von den

Römern übernommenen Technik, die wir in noch antikem Sinne 200 Jahre

vorher in S. Vitale zu Ravenna angewandt finden, nicht wie hier zur

Gesimsausbildung, als Ersatz für Steinarchitekturteile, sondern zur

Flächenverzierung. Dies dürfte überhaupt der maßgebende Unterschied

zwischen der späteren germanischen Stuckverwendung und der antiken

sein. Auch der arabische Orient hat in der Folge diese Richtung

gepflegt.

Von den Resten der zerstörten Kirche birgt das Museum eine Fülle

schöner Bruchstücke aller Art, Säulen, Kapitelle, Friese, auch eine

Fensterplatte, eine Doppelarkade zeigend.

[Sidenote: Rotonda]

Wenn wir noch einiger interessanter Gewölbebauten der Langobarden,

der Baptisterien zu Biella und Alliate, besonders aber des gewaltigen

alten Domes zu Brescia gedenken, so geschieht es freilich nur, um

ihrer tüchtigen technischen Leistungen nicht zu vergessen, die sich

wenigstens in einer Art Erhaltung des auf dem Gebiete des Kuppelbaues

Erreichten äußern. Insbesondere ist der alte Dom, die Rotonda zu

Brescia, von ansehnlichen Verhältnissen, inmitten von einer etwa 20

m weiten reinen Halbkugel überdeckt und von einem Umgang umgeben;

dieser im Grundriß zwar rund, doch in acht Teile geteilt, mit acht

dreieckigen Zwickeln zwischen acht ungefähr quadratischen Feldern, ein

ins Runde zurückgeführtes Sechzehneck bildend. Also genau der Grundriß

des Aachener Münsters, nur rund, statt acht- bzw. sechzehneckig; sogar

einst ebenso über dem Westportal einen viereckigen Turm besitzend, der

durch zwei zurückliegende Treppenhäuser flankiert war, im Osten eine

viereckige Apsis.

Kurz, wir haben hier tatsächlich den Grundriß der Aachener

Pfalzkapelle, nur etwas größer in den Maßen, vor uns; der Aufbau ist

dort freilich viel höher und bedeutungsvoller, auch durch eine Empore

über dem Umgang bereichert.

Ist es richtig, wie man annimmt, daß ein Graf Raymo, der 789 starb,

der Erbauer der Rotonda ist, an deren Stelle schon ein von Theudelinde

gestiftetes kirchliches Gebäude gestanden hat, so haben wir hier sicher

die ältere Schwester der Aachener Kapelle vor uns.

Sonst aber ist das Gebäude jeder Kunstform bar; einfache glatte Pfeiler

tragen die Bögen, acht Fenster erhellen den Tambur, und der äußere

Aufbau der Kuppel, die mit Zeltdach gedeckt ist, gehört späteren

Jahrhunderten an.

[Sidenote: Außenarchitekturen]

Dagegen finden wir an dem Äußeren einiger noch erhaltenen Bauwerke

jener Zeit den Beginn einer klaren Architekturgestaltung gegeben; vor

allem bereits mit Bewußtsein planmäßig durchgeführte Gliederung der

Flächen durch Lisenen und Wandstreifen, die meist durch Bogenfriese

verbunden sind; und am Äußeren der Kuppelgewölbe, insbesondere der

Chorapsiden, eine regelmäßig wiederkehrende Durchbrechung mit tiefen

Bogennischen, die die Mauermasse am Gewölbeansatze erleichtern; so in

Biella am Baptisterium und an der Chorseite der Kirche S. Vincenzo in

Prato zu Mailand, Anfänge einer Außenarchitektur, die im romanischen

Stile später die herrschende wird.

[Sidenote: Glockentürme]

Noch eine Leistung müssen wir rühmen, die die Baukunst den Langobarden

offenbar schuldet: die Ausbildung, ja die Erfindung der kirchlichen

Glockentürme. Es erscheint vor dem 7. Jahrhundert von solchen nirgends

eine greifbare Spur, wenn auch im 6., wie man glaubt, Türme überhaupt

schon erwähnt werden; so von Venantius Fortunatus an der Kathedrale

in Nantes. Doch dürften unter diesen ältesten kirchlichen Turmbauten

ausnahmslos Bekrönungen der Vierung der Kirchen durch kuppelartige

Zentraltürme zu verstehen sein, die ja schon im byzantinischen

Zentralbau vorgebildet erscheinen. Um die Wende zum 7. Jahrhundert aber

entstanden, wie es scheint, die ältesten wirklichen Glockentürme bei

ravennatischen Kirchen, und zwar runde freistehende in Ziegelbau. Man

glaubt, daß der bei S. Apollinare in Classe in seinem unteren Teile,

der in mäßiger Höhe bereits einen übereckstehenden Schachbrettfries

zeigt, der älteste dieser Art sei. Weiter oben durchbrechen seine Masse

einfache Rundbogenfenster, dann aber gekuppelte auf Mittelsäule mit

Kämpfer, in den drei obersten Stockwerken schließlich dreifache Fenster

mit Säulen dazwischen. Diese vier oberen Stockwerke können daher wegen

dieser entwickelten Fensterformen erst dem 8. Jahrhundert angehören.

Jedenfalls kaum jünger der ganz ähnliche Turm bei S. Apollinare nuovo

zu Ravenna, die zahlreichen übrigen dort gleichfalls aus dem 7. und 8.

Jahrhundert.

Besonders interessant ist der zierliche schlanke Rundturm von S.

Giovanni e Paolo auf viereckigem Unterbau (Abb. 103), auch der von S.

Giovanni Evangelista mit einer kegelförmigen (erneuerten) Spitze,

malerisch und knorrig in der Oberfläche des Backsteingemäuers,

kraftvoll in der Farbe.

Sind die sonst in Italien so seltenen Rundtürme in Ravenna vorwiegend,

so fehlt es doch auch nicht an viereckigen. Der Turm von S. Francesco

(Abb. 103), sicher auch nicht viel jünger, ist mit Ecklisenen und

Fenstergruppen höchst wirkungsvoll gegliedert und wacker in den

Verhältnissen, derb in der Erscheinung, eine tüchtige Leistung. In der

Folge entwickelt sich aus diesen Anfängen reiches Leben, -- schon der

Turm von S. Satiro zu Mailand, vom Jahre 879, mit Lisenen eingefaßt

mit vier sich immer weiter öffnenden Stockwerken ist ein fernerer

Fortschritt. Was sich dagegen in Italien im frühen Mittelalter hieran

reiht, vor allem die vielen viereckigen Türme in und um Rom und der

sonst ausgezeichnete Turm zu Spalato, alles so sehr viel reicher in

Schmuck und Durchbrechung, ist doch im Grunde meist eine einförmige

Wiederholung gleichgebildeter Stockwerke übereinander.

Der Turm und seine Durchbildung bleibt eine rein germanische

Bauaufgabe; die runden Langobardentürme Ravennas finden ihre letzte

Vollendung in den wundervollen des Wormser Doms.

Der bei den Langobarden vielleicht zuerst auftretenden Fenstergruppen

mit Mittelsäulen und den charakteristischen langen Kämpfersteinen über

den Säulen ist früher schon ausführlich gedacht.

Bevor wir die Langobardenkunst verlassen, haben wir aber jenes Bauwerk

noch zu schildern, das uns, verhältnismäßig wenig umgestaltet, selbst

stückweise vorzüglich erhalten, allein noch die Höhezeit der Baukunst

unter der Herrschaft der Langobarden kurz vor ihrem Zusammenbruche

repräsentiert; sicherlich eines der allgemein interessantesten und am

meisten besprochenen Werke jener Zeiten überhaupt. Daher müssen wir ihm

eine eingehendere Behandlung zuteil werden lassen.

[Sidenote: Cividale, Sta. Maria in Valle]

Es ist dies das berühmte Oratorium der Herzogin Peltrudis (Piltrudis,

Gertrudis) zu Cividale, ein oft und vielfältig beschriebenes und

gleichzeitig auf das verschiedenste beurteiltes Kunstwerk, meist Sta.

Maria in Valle, auch tempietto longobardo genannt.

Einige, so Strzygowski, wollen die Entstehung des kleinen Bauwerkes

in noch frühere Zeit setzen als die meisten, und auch wir, andere,

wie der sonst meist so richtig datierende Cattaneo, sehen in ihm

ein Werk des 12., Zimmermann selbst des 13. Jahrhunderts. Und doch

sprechen die deutlichsten Zeichen für die Gleichzeitigkeit mit dem

(früher erwähnten) Tauftempel in der Kathedrale, so daß an eine andere

Möglichkeit gar nicht zu denken ist. Auch haben wir in ihm ein Werk

ganz aus einem Gusse vor uns, welches nur unbedeutende Abänderungen,

jedoch keinen Umbau mehr erlitten hat. Alles das ergibt sich leicht aus

der nachfolgenden Beschreibung.

Die kleine in das dortige Frauenkloster eingebaute Kapelle, um die es

sich handelt, war bis vor kurzem von außen kaum zugänglich, da das

Kloster als eigentliche Kirche eine ziemlich große Basilika besitzt,

im Anfang des 18. Jahrhunderts leider fast ganz neugebaut, ursprünglich

auch von hohem Alter. Es scheint nach der Belegenheit kaum anders

möglich, als daß das Kloster, nur nach Westen zu sich erstreckend,

ursprünglich unsere nordöstlich gelegene Kapelle noch nicht umschloß.

Ihre noch heute übliche Bezeichnung als Oratorium mag auf ihre

anfängliche Bestimmung hindeuten. Es kann angenommen werden, daß wir in

ihr die Hauskapelle der alten langobardischen Herzöge vor uns sehen.

Die Tradition erzählt, daß die Herzogin Peltrudis das Oratorium gebaut

und das genannte Frauenkloster gestiftet habe. Von dieser vornehmen

Frau sagt freilich nur ein Dokument, daß ihre Söhne Erfo und Xanto

zwei Klöster in der Nähe gegründet hätten, in Salto und in Sesto.

Das Frauenkloster zu Salto sollte ihre Mutter selber leiten; es fiel

später Elementarereignissen zum Opfer, seine Güter in der Folge an das

Männerkloster zu Sesto. -- Die beiden Söhne starben in toskanischen

Klöstern als Mönche.

[Illustration: Abb. 103. Ravenna. Turm von S. Giovanni e Paolo und S.

Francesco.]

Dies wird als unvereinbar mit einer Schenkung oder Klostergründung in

Cividale durch die genannte Dame, die also historisch ist, bezeichnet

und geltend gemacht, scheint dies aber doch kaum zu begründen. Nehmen

wir an, das Kloster zu Cividale sei um 750 erbaut gewesen, zugleich mit

seiner inzwischen neugebauten ersten großen Kirche, -- das Oratorium

könne als Privatkapelle um jene Zeit ebenfalls errichtet gewesen sein

als Eigentum der Familie der Peltrudis --, so liegt kein Bedenken

dagegen vor, daß das Oratorium später an das Kloster geschenkt und

in seinen Bereich einbezogen worden sei, besonders wenn dieses eine

Stiftung jener Dame gewesen wäre; einer Frau, deren Söhne 762 zwei

reiche Klöster fundieren können, darf eine frühere ähnliche Stiftung

wohl zugetraut werden.

Kurz, die Tradition braucht nichts Unwahrscheinliches zu erzählen,

besonders da eine vierhundertjährige Chronik bereits die Überlieferung

bestätigt, die Gemahlin des Herzogs von Friaul, Pertrude, als die

Stifterin des Klosters und die Erbauerin des Oratoriums nennt und

hinzufügt, die Nachricht stütze sich auf alte zuverlässige Quellen.

Jedenfalls war die in den äußeren Mauern noch erkennbare eigentliche

Klosterkirche eine der üblichen Basiliken, etwa aus der Zeit des

Patriarchen Sigwald (762-76); beim Neubau und später fanden sich

langobardische Sarkophage mit reichem Schmuckinhalt, die ihre Benutzung

seit jener Zeit bestätigen[40]. Vor allem aber entsprechen die jetzt

in dem Oratorium aufbewahrten Reste von bildhauerischen Steinarbeiten,

die sich überall in den Mauern um die erneuerte Kirche vorfanden, genau

denen des Sicualdus am Tauftempel im Dom.

Wir haben also als gleichzeitig den Bau der großen Klosterkirche,

des Klosters selbst, sowie des Baptisteriums vor der Westtüre der

Kathedrale anzunehmen. Dieses letztere ist von dem aus Cormons 737

hierher übergesiedelten Patriarchen Calixtus von Aquileja gebaut,

Sigwald hat die heute am Baptisterium befindlichen Brüstungsplatten als

Ergänzung früher vorhandener gestiftet. Daher gehören diese Bauwerke

der Periode zwischen 737 und 770 an, Peltrudis wird 762 genannt.

Als drittes ziemlich gleichzeitiges Werk ist unser Oratorium anzusehen,

wie weiter unten dargelegt werden wird.

Der Tempietto longobardo, das Oratorium der Peltrudis, auch Sta. Maria

in Valle genannt, ist ein kleiner ziemlich quadratischer Schiffbau, an

den sich nach Osten eine niedrigere dreiteilige Chorpartie anschließt.

Diese Ostpartie besteht aus drei tonnengewölbten Altarhäusern, deren

Trennung nur durch je zwei Marmorsäulen und einen Pfeiler bewirkt wird,

nicht durch Wände.

Der Schiffraum ist jetzt mit einem hohen Kreuzgewölbe überspannt, das

sich als später eingezogen kennzeichnet, und hatte oben gen Westen

ein, auf der Nord- und Südseite je zwei rundbogige Fenster; die drei

Altarräume besitzen jeder eine kleine Lichtöffnung nach Osten zu.

[Illustration:

Die älteste Kunst, insbesondere die Baukunst der Germanen von der Völkerwanderung bis zu Karl dem Grossen · 第 79 / 114 题