Abb. 102. Bologna. S. Steffano. Hofansicht des Baptisteriums.
(Phot. Emilia. Bologna.)]
Reste aller früheren Bauzeiten jedoch sind in dem Baukomplexe
vorhanden, auch langobardische. Es ist wahrscheinlich, daß um
Liutprants Zeit die Mitte des Ganzen eine Basilika einnahm, deren
östliche Apsis von hufeisenförmigem Grundrisse noch vorhanden ist, von
der aber ein Teil nach Westen zu später (1141) abgebrochen wurde,
um dem Hofe Platz zu machen, der heute Hof des Pilatus heißt. Vor
seinem Westportal stand, wie so oft, das Baptisterium, das heute noch
teilweise vorhanden ist. Nach Norden lehnte sich die Kirche S. Pietro e
Paolo an, in ihrer jetzigen Form aus romanischer Zeit.
Der zwölfeckige Bau des ursprünglichen Baptisteriums, heute S.
Sepolcro, enthält noch allerlei antik-römische Teile, Säulen, Kapitelle
sowie langobardische. Obwohl später als lombardisch-romanischer Bau
großenteils neu errichtet trägt er entschieden noch altlangobardische
Tradition auch in seinen jüngeren Teilen zur Schau. Seine Ostseite ist
in reichster Weise farbig musivisch geziert mit Mustern in Backstein,
farbigem Steinwerk, Marmor u. dgl., doch nur in der unteren Hälfte,
was leicht erkennen läßt, daß der obere, viel nüchternere Teil im
12. Jahrhundert ganz neu aufgesetzt ist, daß auch die Pilaster und
Halbsäulen an den Ecken erst um jene Zeit angefügt sein können.
So halte ich diese untere so ungemein originelle bunte Wand (Abb.
102, Tafel XXVIII) für einen charakteristischen wirklichen Rest der
Langobardenzeit, wohl des 8. Jahrhunderts; sie ist überhaupt, wie
auch die Westseite, neuerdings erst von den verdeckenden Bauten des
12. Jahrhunderts freigelegt, zu denen sie im Grundrisse recht wenig
paßte; freilich muß sie zur Zeit des ersten großen Umbaues, doch vor
der Erbauung des Pilatushofes, schon einmal gründlich hergestellt
sein. Auch hat man damals mit ganz ähnlicher musivischer Dekoration
verschiedene jüngere Teile des Bauwerks geschmückt, so die Westseite
des Baptisteriums, auch die Westfront von S. Pietro e Paolo und selbst
einige Teile im Kreuzgange. Doch nur in Nachahmung der alten Teile;
denn eine ähnliche Verzierungsweise sucht man in jener späteren
Zeit in Italien sonst vergeblich. Freilich ist in diesem Lande im
ganzen Mittelalter die Freude an bunter Flächenverzierung sehr
groß gewesen, auch bei den Normannen in Sizilien; die Kosmaten im
12./13. Jahrhundert sind gleichfalls Zeugen dafür. Aber gerade die
charakteristischste Flächendekoration, die an der Ostseite von S.
Sepolcro erscheint, mit ihrer teppichmäßigen Planlosigkeit, Friese,
Runde, Dreiecke, übereckstehende Quadrate und ähnliche Figuren häufend,
ist im Charakter am nächsten stehend der in Frankreich so weit
verbreiteten merowingischen heiterprächtigen und doch naiven Wand- und
Flächenbehandlung, wie sie z. B. am Römerturm zu Köln am frischesten
auftritt. Daher, mag auch im 11. oder 12. Jahrhundert hier die bunte
Fläche gründlich ausgebessert und hie und da verändert, mag auch damals
ähnlicher Schmuck an den anderen Teilen des Klosters neu angebracht
sein, alles spricht dafür, daß diese reichfarbige Ostwand der heutigen
Grabkirche noch als ein Werk der altlangobardischen Bauweise angesehen
werden darf.
Schon die völlig schiefe Grundrißform der Mauern dieses Teiles
bezeugt, daß sie zu einem fremden -- also älteren Bestandteil des im
12. Jahrhundert sonst völlig regelmäßig aufgebauten Zwölfecks der
Taufkapelle gehören.
[Sidenote: Brescia S. Salvatore]
In der hinter dem Baptisterium gelegenen Kirche, jetzt Sta. Trinitá,
fällt, wie bemerkt, die in germanischen Ländern oft vorkommende
Hufeisenform des Grundrisses der Apsis auf. Dieselbe Form erscheint
bei der ebenfalls der Mitte des 8. Jahrhunderts entstammenden schönen
Krypta der Kirche S. Salvatore zu Brescia, dem letzten Reste einer
langobardischen Kirche, die später vielfach umgebaut, nur noch die
allgemeine bauliche Anordnung des alten Schiffes beibehält, dessen
Obergaden von alten zum Teil antiken Säulen getragen wird.
Der Westteil der Krypta, über vielen älteren Säulen mit Kreuzgewölben
bedeckt, ist auch bereits mittelalterlich, die Apsis dagegen ein höchst
merkwürdiges primitives aber originales langobardisches Bauwerk. Die
Decke dieser Apsis besteht aus Steinplatten, die auf zwei nach Osten
zu sich verengenden Arkadenreihen von je drei Bögen ruhen. Diese Bögen
sind von Backstein und werden von Backsteinpfeilern getragen, aber mit
einem schönen Blätterfriese von Stuck mit Perlen eingefaßt; auch unter
der Decke zieht ein ähnlicher Fries (s. Abb. 65).
Links und rechts der Arkade hilft noch je ein schlanker verjüngter
viereckiger Pfeiler mit eigentümlichem echt holzmäßigen Kapitell
die Decke tragen. Der ganze so einfache Raum ist doch höchst
eigenartig; von Wichtigkeit bei ihm auch die frühzeitige Anwendung
von Verzierungen aus Stuck an Gesims und Archivolte, in einer von den
Römern übernommenen Technik, die wir in noch antikem Sinne 200 Jahre
vorher in S. Vitale zu Ravenna angewandt finden, nicht wie hier zur
Gesimsausbildung, als Ersatz für Steinarchitekturteile, sondern zur
Flächenverzierung. Dies dürfte überhaupt der maßgebende Unterschied
zwischen der späteren germanischen Stuckverwendung und der antiken
sein. Auch der arabische Orient hat in der Folge diese Richtung
gepflegt.
Von den Resten der zerstörten Kirche birgt das Museum eine Fülle
schöner Bruchstücke aller Art, Säulen, Kapitelle, Friese, auch eine
Fensterplatte, eine Doppelarkade zeigend.
[Sidenote: Rotonda]
Wenn wir noch einiger interessanter Gewölbebauten der Langobarden,
der Baptisterien zu Biella und Alliate, besonders aber des gewaltigen
alten Domes zu Brescia gedenken, so geschieht es freilich nur, um
ihrer tüchtigen technischen Leistungen nicht zu vergessen, die sich
wenigstens in einer Art Erhaltung des auf dem Gebiete des Kuppelbaues
Erreichten äußern. Insbesondere ist der alte Dom, die Rotonda zu
Brescia, von ansehnlichen Verhältnissen, inmitten von einer etwa 20
m weiten reinen Halbkugel überdeckt und von einem Umgang umgeben;
dieser im Grundriß zwar rund, doch in acht Teile geteilt, mit acht
dreieckigen Zwickeln zwischen acht ungefähr quadratischen Feldern, ein
ins Runde zurückgeführtes Sechzehneck bildend. Also genau der Grundriß
des Aachener Münsters, nur rund, statt acht- bzw. sechzehneckig; sogar
einst ebenso über dem Westportal einen viereckigen Turm besitzend, der
durch zwei zurückliegende Treppenhäuser flankiert war, im Osten eine
viereckige Apsis.
Kurz, wir haben hier tatsächlich den Grundriß der Aachener
Pfalzkapelle, nur etwas größer in den Maßen, vor uns; der Aufbau ist
dort freilich viel höher und bedeutungsvoller, auch durch eine Empore
über dem Umgang bereichert.
Ist es richtig, wie man annimmt, daß ein Graf Raymo, der 789 starb,
der Erbauer der Rotonda ist, an deren Stelle schon ein von Theudelinde
gestiftetes kirchliches Gebäude gestanden hat, so haben wir hier sicher
die ältere Schwester der Aachener Kapelle vor uns.
Sonst aber ist das Gebäude jeder Kunstform bar; einfache glatte Pfeiler
tragen die Bögen, acht Fenster erhellen den Tambur, und der äußere
Aufbau der Kuppel, die mit Zeltdach gedeckt ist, gehört späteren
Jahrhunderten an.
[Sidenote: Außenarchitekturen]
Dagegen finden wir an dem Äußeren einiger noch erhaltenen Bauwerke
jener Zeit den Beginn einer klaren Architekturgestaltung gegeben; vor
allem bereits mit Bewußtsein planmäßig durchgeführte Gliederung der
Flächen durch Lisenen und Wandstreifen, die meist durch Bogenfriese
verbunden sind; und am Äußeren der Kuppelgewölbe, insbesondere der
Chorapsiden, eine regelmäßig wiederkehrende Durchbrechung mit tiefen
Bogennischen, die die Mauermasse am Gewölbeansatze erleichtern; so in
Biella am Baptisterium und an der Chorseite der Kirche S. Vincenzo in
Prato zu Mailand, Anfänge einer Außenarchitektur, die im romanischen
Stile später die herrschende wird.
[Sidenote: Glockentürme]
Noch eine Leistung müssen wir rühmen, die die Baukunst den Langobarden
offenbar schuldet: die Ausbildung, ja die Erfindung der kirchlichen
Glockentürme. Es erscheint vor dem 7. Jahrhundert von solchen nirgends
eine greifbare Spur, wenn auch im 6., wie man glaubt, Türme überhaupt
schon erwähnt werden; so von Venantius Fortunatus an der Kathedrale
in Nantes. Doch dürften unter diesen ältesten kirchlichen Turmbauten
ausnahmslos Bekrönungen der Vierung der Kirchen durch kuppelartige
Zentraltürme zu verstehen sein, die ja schon im byzantinischen
Zentralbau vorgebildet erscheinen. Um die Wende zum 7. Jahrhundert aber
entstanden, wie es scheint, die ältesten wirklichen Glockentürme bei
ravennatischen Kirchen, und zwar runde freistehende in Ziegelbau. Man
glaubt, daß der bei S. Apollinare in Classe in seinem unteren Teile,
der in mäßiger Höhe bereits einen übereckstehenden Schachbrettfries
zeigt, der älteste dieser Art sei. Weiter oben durchbrechen seine Masse
einfache Rundbogenfenster, dann aber gekuppelte auf Mittelsäule mit
Kämpfer, in den drei obersten Stockwerken schließlich dreifache Fenster
mit Säulen dazwischen. Diese vier oberen Stockwerke können daher wegen
dieser entwickelten Fensterformen erst dem 8. Jahrhundert angehören.
Jedenfalls kaum jünger der ganz ähnliche Turm bei S. Apollinare nuovo
zu Ravenna, die zahlreichen übrigen dort gleichfalls aus dem 7. und 8.
Jahrhundert.
Besonders interessant ist der zierliche schlanke Rundturm von S.
Giovanni e Paolo auf viereckigem Unterbau (Abb. 103), auch der von S.
Giovanni Evangelista mit einer kegelförmigen (erneuerten) Spitze,
malerisch und knorrig in der Oberfläche des Backsteingemäuers,
kraftvoll in der Farbe.
Sind die sonst in Italien so seltenen Rundtürme in Ravenna vorwiegend,
so fehlt es doch auch nicht an viereckigen. Der Turm von S. Francesco
(Abb. 103), sicher auch nicht viel jünger, ist mit Ecklisenen und
Fenstergruppen höchst wirkungsvoll gegliedert und wacker in den
Verhältnissen, derb in der Erscheinung, eine tüchtige Leistung. In der
Folge entwickelt sich aus diesen Anfängen reiches Leben, -- schon der
Turm von S. Satiro zu Mailand, vom Jahre 879, mit Lisenen eingefaßt
mit vier sich immer weiter öffnenden Stockwerken ist ein fernerer
Fortschritt. Was sich dagegen in Italien im frühen Mittelalter hieran
reiht, vor allem die vielen viereckigen Türme in und um Rom und der
sonst ausgezeichnete Turm zu Spalato, alles so sehr viel reicher in
Schmuck und Durchbrechung, ist doch im Grunde meist eine einförmige
Wiederholung gleichgebildeter Stockwerke übereinander.
Der Turm und seine Durchbildung bleibt eine rein germanische
Bauaufgabe; die runden Langobardentürme Ravennas finden ihre letzte
Vollendung in den wundervollen des Wormser Doms.
Der bei den Langobarden vielleicht zuerst auftretenden Fenstergruppen
mit Mittelsäulen und den charakteristischen langen Kämpfersteinen über
den Säulen ist früher schon ausführlich gedacht.
Bevor wir die Langobardenkunst verlassen, haben wir aber jenes Bauwerk
noch zu schildern, das uns, verhältnismäßig wenig umgestaltet, selbst
stückweise vorzüglich erhalten, allein noch die Höhezeit der Baukunst
unter der Herrschaft der Langobarden kurz vor ihrem Zusammenbruche
repräsentiert; sicherlich eines der allgemein interessantesten und am
meisten besprochenen Werke jener Zeiten überhaupt. Daher müssen wir ihm
eine eingehendere Behandlung zuteil werden lassen.
[Sidenote: Cividale, Sta. Maria in Valle]
Es ist dies das berühmte Oratorium der Herzogin Peltrudis (Piltrudis,
Gertrudis) zu Cividale, ein oft und vielfältig beschriebenes und
gleichzeitig auf das verschiedenste beurteiltes Kunstwerk, meist Sta.
Maria in Valle, auch tempietto longobardo genannt.
Einige, so Strzygowski, wollen die Entstehung des kleinen Bauwerkes
in noch frühere Zeit setzen als die meisten, und auch wir, andere,
wie der sonst meist so richtig datierende Cattaneo, sehen in ihm
ein Werk des 12., Zimmermann selbst des 13. Jahrhunderts. Und doch
sprechen die deutlichsten Zeichen für die Gleichzeitigkeit mit dem
(früher erwähnten) Tauftempel in der Kathedrale, so daß an eine andere
Möglichkeit gar nicht zu denken ist. Auch haben wir in ihm ein Werk
ganz aus einem Gusse vor uns, welches nur unbedeutende Abänderungen,
jedoch keinen Umbau mehr erlitten hat. Alles das ergibt sich leicht aus
der nachfolgenden Beschreibung.
Die kleine in das dortige Frauenkloster eingebaute Kapelle, um die es
sich handelt, war bis vor kurzem von außen kaum zugänglich, da das
Kloster als eigentliche Kirche eine ziemlich große Basilika besitzt,
im Anfang des 18. Jahrhunderts leider fast ganz neugebaut, ursprünglich
auch von hohem Alter. Es scheint nach der Belegenheit kaum anders
möglich, als daß das Kloster, nur nach Westen zu sich erstreckend,
ursprünglich unsere nordöstlich gelegene Kapelle noch nicht umschloß.
Ihre noch heute übliche Bezeichnung als Oratorium mag auf ihre
anfängliche Bestimmung hindeuten. Es kann angenommen werden, daß wir in
ihr die Hauskapelle der alten langobardischen Herzöge vor uns sehen.
Die Tradition erzählt, daß die Herzogin Peltrudis das Oratorium gebaut
und das genannte Frauenkloster gestiftet habe. Von dieser vornehmen
Frau sagt freilich nur ein Dokument, daß ihre Söhne Erfo und Xanto
zwei Klöster in der Nähe gegründet hätten, in Salto und in Sesto.
Das Frauenkloster zu Salto sollte ihre Mutter selber leiten; es fiel
später Elementarereignissen zum Opfer, seine Güter in der Folge an das
Männerkloster zu Sesto. -- Die beiden Söhne starben in toskanischen
Klöstern als Mönche.
[Illustration: Abb. 103. Ravenna. Turm von S. Giovanni e Paolo und S.
Francesco.]
Dies wird als unvereinbar mit einer Schenkung oder Klostergründung in
Cividale durch die genannte Dame, die also historisch ist, bezeichnet
und geltend gemacht, scheint dies aber doch kaum zu begründen. Nehmen
wir an, das Kloster zu Cividale sei um 750 erbaut gewesen, zugleich mit
seiner inzwischen neugebauten ersten großen Kirche, -- das Oratorium
könne als Privatkapelle um jene Zeit ebenfalls errichtet gewesen sein
als Eigentum der Familie der Peltrudis --, so liegt kein Bedenken
dagegen vor, daß das Oratorium später an das Kloster geschenkt und
in seinen Bereich einbezogen worden sei, besonders wenn dieses eine
Stiftung jener Dame gewesen wäre; einer Frau, deren Söhne 762 zwei
reiche Klöster fundieren können, darf eine frühere ähnliche Stiftung
wohl zugetraut werden.
Kurz, die Tradition braucht nichts Unwahrscheinliches zu erzählen,
besonders da eine vierhundertjährige Chronik bereits die Überlieferung
bestätigt, die Gemahlin des Herzogs von Friaul, Pertrude, als die
Stifterin des Klosters und die Erbauerin des Oratoriums nennt und
hinzufügt, die Nachricht stütze sich auf alte zuverlässige Quellen.
Jedenfalls war die in den äußeren Mauern noch erkennbare eigentliche
Klosterkirche eine der üblichen Basiliken, etwa aus der Zeit des
Patriarchen Sigwald (762-76); beim Neubau und später fanden sich
langobardische Sarkophage mit reichem Schmuckinhalt, die ihre Benutzung
seit jener Zeit bestätigen[40]. Vor allem aber entsprechen die jetzt
in dem Oratorium aufbewahrten Reste von bildhauerischen Steinarbeiten,
die sich überall in den Mauern um die erneuerte Kirche vorfanden, genau
denen des Sicualdus am Tauftempel im Dom.
Wir haben also als gleichzeitig den Bau der großen Klosterkirche,
des Klosters selbst, sowie des Baptisteriums vor der Westtüre der
Kathedrale anzunehmen. Dieses letztere ist von dem aus Cormons 737
hierher übergesiedelten Patriarchen Calixtus von Aquileja gebaut,
Sigwald hat die heute am Baptisterium befindlichen Brüstungsplatten als
Ergänzung früher vorhandener gestiftet. Daher gehören diese Bauwerke
der Periode zwischen 737 und 770 an, Peltrudis wird 762 genannt.
Als drittes ziemlich gleichzeitiges Werk ist unser Oratorium anzusehen,
wie weiter unten dargelegt werden wird.
Der Tempietto longobardo, das Oratorium der Peltrudis, auch Sta. Maria
in Valle genannt, ist ein kleiner ziemlich quadratischer Schiffbau, an
den sich nach Osten eine niedrigere dreiteilige Chorpartie anschließt.
Diese Ostpartie besteht aus drei tonnengewölbten Altarhäusern, deren
Trennung nur durch je zwei Marmorsäulen und einen Pfeiler bewirkt wird,
nicht durch Wände.
Der Schiffraum ist jetzt mit einem hohen Kreuzgewölbe überspannt, das
sich als später eingezogen kennzeichnet, und hatte oben gen Westen
ein, auf der Nord- und Südseite je zwei rundbogige Fenster; die drei
Altarräume besitzen jeder eine kleine Lichtöffnung nach Osten zu.
[Illustration: