»Ja. Woher weißt du –«
»O, ich sah ihn vor der Coena durch deine Portikus eintreten,« sagte sie
gleichgültig.
»Das ist nicht wahr,« sprach Cethegus im Geiste: »ich hab’ ihn ja zur
Gartenthür hereinführen lassen. Also haben sich die beiden hier
zusammenbestellt. Ich soll das nicht ahnen. Aber was haben sie mit mir
vor?«
»Ich will dich nicht lange hier festhalten,« fuhr Gothelindis fort. »Ich
habe nur Eine Frage an dich. Antworte kurz ja oder nein. Ich kann das Weib
– die Tochter Theoderichs – stürzen und ich will’s: bist du darin für mich
oder gegen mich?«
»O, Freund Petros,« dachte der Präfekt, »jetzt weiß ich bereits, was du
mit Amalaswinthen vorhast. Aber wir wollen sehen, wie weit ihr schon
seid.«
»Gothelindis,« hob er ausholend an, »du willst die Regentin stürzen – das
glaub’ ich dir gern – aber daß du’s kannst, bezweifle ich.«
»Höre, dann entscheide ob ich’s kann. Das Weib hat die drei Herzoge
ermorden lassen.«