Ich weiß, was diese Rosen für eine Sprache reden.
Mir rufen sie die Jahre der Vergangenheit mit Allgewalt zurück.
Lou selbst wurde wie ein Röschen so rot. Es ist Zeit, daß wir abreisen,
ehe es zu spät ist. --
Hätte ich nur nicht versprochen, noch zu dem Feste zu gehen, das der
Oberst nächste Woche auf seinem Gut in Wolfshagen geben will. --
Es ist nur dreißig Minuten von Hannover, und es werden sehr viele aus
der Stadt dasein. Gewiß auch dieser Foltmer.
Er scheint ja ein ganz netter Mensch zu sein, aber er sollte sich nicht
um meine Lou kümmern, dann wäre er mir noch viel angenehmer. Auf alle
Fälle werden wir nach dem Fest gleich abreisen.
Ich will das Glück meines Kindes; doch es wäre mir lieber, wenn sie es
jenseits des großen Wassers finden würde. -- --
* * * * *
Meine Befürchtungen waren nicht unbegründet.
Und der Herr Oberst oder vielmehr seine Gattin scheinen mit den
Wünschen des jungen Offiziers vertraut zu sein.
Schon als er Lou den Arm bot, um sie zu Tisch zu führen, sah ich, wie es
in ihren Augen aufleuchtete. Bei Tisch konnte ich wenig von ihr sehen;
da mich der Oberst zu Tisch geführt, war ich ziemlich weit von ihr
entfernt. Als aber die Tafel aufgehoben war, und ich sie zuerst
wiedersah, da strahlten ihre großen Augen wie zwei Sonnen.