Vorbei! --

Meinen kleinen Pit darf ich leider nicht bei mir haben. Er ist ganz oben

auf dem obersten Deck in der Hundevilla. Noch zwei kleine reizende Kerls

sind bei ihm und eine prachtvolle siamesische Katze, die einer älteren

Dame gehört.

Gesellschaft hat er also genug. Trotzdem sitzen alle Bewohner der Villa

verdrossen in ihrem Käfig, und Pit ist immer halb wahnsinnig, wenn ich

hinaufkomme und ihn ein halbes Stündchen auf Deck lasse.

* * * * *

Um zehn Uhr waren wir am Pier; Mr. Siegel war schon da und winkte von

weitem.

Als die Passagiere gelandet, kam er sofort an Bord und brachte mir einen

Strauß roter Rosen, dieselbe Farbe wie immer.

Ich freute mich doch sehr, ihn zu sehen; obgleich ich keinen Augenblick

daran gezweifelt habe, daß er Wort halten würde, war es mir doch immer,

als ob es gar nicht wahr sein könnte. --

Heute nachmittag mustere ich ab und morgen gehe ich vom Schiff.

Mr. Siegel war beim Kapitän und hat mit ihm gesprochen, er wird morgen

mit uns fahren und unser Trauzeuge sein.

Es war mir sehr angenehm, denn trotz aller Vernunftgründe beschlich mich

zuweilen doch ein unangenehmes Gefühl, wenn ich an meine erste

amerikanische Trauungsfahrt dachte. --

Dies ist nun die dritte, der Himmel mag mir beistehen, daß es zum Guten

ausfällt.

Seelenverkäufer: Das Schicksal einer Deutsch-Amerikanerin · 第 138 / 209 题