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Mirjam!
Ich mußte an Mirjam denken. Wie sie sich vor Erregung an der Wand hatte
halten müssen, um nicht umzufallen, als sie mir erzählen gekommen, ein
Wunder sei geschehen, ein wirkliches Wunder: sie habe ein Goldstück
gefunden in dem Brotlaib, den der Bäcker vom Gang aus durchs Gitter ins
Küchenfenster gelegt. -- -- --
Ich griff nach meiner Börse. -- Hoffentlich war es heute nicht schon zu
spät, und ich kam noch zurecht, _ihr wieder einen Dukaten zuzuzaubern_!
Täglich hatte sie mich besucht, um mir Gesellschaft zu leisten, wie sie
es nannte, dabei aber fast nicht gesprochen, so erfüllt war sie von dem
»Wunder« gewesen. Bis in die tiefsten Tiefen hatte das Erlebnis sie
aufgewühlt und, wenn ich mir vorstellte, wie sie manchmal plötzlich ohne
äußern Grund -- nur unter dem Einfluß ihrer Erinnerung -- totenblaß
geworden war bis in die Lippen, schwindelte mir bei dem bloßen Gedanken,
ich könnte in meiner Blindheit Dinge angerichtet haben, deren Tragweite
bis ins Grenzenlose ging.
Und wenn ich mir die letzten, dunkeln Worte Hillels ins Gedächtnis rief
und in Zusammenhang damit brachte, überlief es mich eiskalt.
Die Reinheit des Motivs war keine Entschuldigung für mich, -- der Zweck
heiligt die Mittel _nicht_, das sah ich ein.
Und was, wenn überdies das Motiv: »helfen zu wollen« nur _scheinbar_
»rein« war? Hielt sich nicht vielleicht doch eine heimliche Lüge
dahinter verborgen?: der selbstgefällige, unbewußte Wunsch, in der Rolle
des Helfers zu schwelgen?
Ich fing an, irre an mir selbst zu werden.
Daß ich Mirjam viel zu oberflächlich beurteilt hatte, war klar.
Schon als die Tochter Hillels mußte sie anders sein als andere Mädchen.
Wie hatte ich nur so vermessen sein können, auf solch törichte Weise in
ein Innenleben einzugreifen, das vielleicht himmelhoch über meinem
eigenen stand!
Schon ihr Gesichtsschnitt, der hundertmal eher in die Zeit der sechsten
ägyptischen Dynastie paßte und selbst für diese noch viel zu vergeistigt
war, als in die unsrige mit ihren Verstandesmenschentypen, hätte mich
warnen müssen.
»Nur der ganz Dumme mißtraut dem äußern Schein,« hatte ich irgendwo
einmal gelesen. -- Wie richtig! Wie richtig!
Mirjam und ich waren jetzt gute Freunde; sollte ich ihr eingestehen, daß
ich es gewesen war, der die Dukaten Tag für Tag ins Brot geschmuggelt
hatte?
Der Schlag käme zu plötzlich. Würde sie betäuben.
Ich durfte das nicht wagen, mußte behutsamer vorgehen.
Das »Wunder« irgendwie abschwächen? Statt das Geld ins Brot zu stecken,
es auf die Treppenstufe legen, daß sie es finden mußte, wenn sie die Tür
aufmachte, und so weiter, und so weiter? Etwas Neues, weniger Schroffes
würde sich schon ausdenken lassen, irgendein Weg, der sie aus dem
Wunderbaren allmählich wieder ins Alltägliche herüberlenkte, tröstete
ich mich.
Ja! Das war das Richtige.
Oder den Knoten zerhauen? Ihren Vater einweihen und zu Rate ziehen? Die
Schamröte stieg mir ins Gesicht. Zu diesem Schritt blieb Zeit genug,
wenn alle andern Mittel versagten.
Nur gleich ans Werk gehen, keine Zeit versäumen!
Ein guter Einfall kam mir: ich mußte Mirjam zu etwas ganz Absonderlichem
bewegen, sie für ein paar Stunden aus der gewohnten Umgebung reißen, daß
sie andere Eindrücke bekam.
Wir würden einen Wagen nehmen und eine Spazierfahrt machen. Wer kannte
uns denn, wenn wir das Judenviertel mieden?
Vielleicht interessierte es sie, die eingestürzte Brücke zu besichtigen?
Oder der alte Zwakh oder eine ihrer früheren Freundinnen sollte mit ihr
fahren, wenn sie es ungeheuerlich finden würde, daß ich mit dabei sei.
Ich war fest entschlossen, keinen Widerspruch gelten zu lassen.
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An der Türschwelle rannte ich einen Mann beinahe über den Haufen.
Wassertrum!
Er mußte durchs Schlüsselloch hineingespäht haben, denn er stand
gebückt, als ich mit ihm zusammengestoßen war.
»Suchen Sie mich?« fragte ich barsch.
Er stammelte ein paar Worte der Entschuldigung in seinem unmöglichen
Jargon; dann bejahte er.
Ich forderte ihn auf, näher zu treten und sich zu setzen, aber er blieb
am Tisch stehen und drehte krampfhaft mit der Hutkrempe. Eine tiefe
Feindseligkeit, die er vergebens vor mir verbergen wollte, spiegelte aus
seinem Gesicht und jeder seiner Bewegungen.
Noch nie hatte ich den Mann in so unmittelbarer Nähe gesehen. Seine
grauenhafte Häßlichkeit war es nicht, die einen so abstieß; (sie machte
mich eher mitleidig gestimmt: er sah aus wie ein Geschöpf, dem die Natur
selbst bei seiner Geburt voll Wut und Abscheu mit dem Fuß ins Gesicht
getreten hatte) -- etwas anderes, Unwägbares, das von ihm ausging, trug
die Schuld daran.
Das »Blut«, wie Charousek es treffend bezeichnet hatte.
Unwillkürlich wischte ich mir die Hand ab, die ich ihm bei seinem
Eintritt gereicht hatte.
So wenig auffällig ich es machte, er schien es doch bemerkt zu haben,
denn er mußte sich plötzlich mit Gewalt zwingen, das Aufflammen des
Hasses in seinen Zügen zu unterdrücken.
»Hübsch ham Se's hier,« fing er endlich stockend an, als er sah, daß ich
ihm nicht den Gefallen tat, das Gespräch zu beginnen.
Im Widerspruch zu seinen Worten schloß er dabei die Augen, vielleicht,
um meinem Blick nicht zu begegnen. Oder glaubte er, daß es seinem
Gesicht einen harmloseren Ausdruck verleihen würde?
Man konnte ihm deutlich anhören, welche Mühe er sich gab, hochdeutsch zu
reden.
Ich fühlte mich nicht zu einer Entgegnung verpflichtet und wartete, was
er weiter sagen würde.
In seiner Verlegenheit griff er nach der _Feile_, die -- weiß Gott wieso
-- noch seit Charouseks Besuch auf dem Tisch lag, fuhr aber
unwillkürlich sofort wie von einer Schlange gebissen zurück. Ich staunte
innerlich über seine unterbewußte seelische Feinfühligkeit.
»Freilich, natürlich, es gehört zum Geschäft, daß man's fein hat,«
raffte er sich auf, zu sagen, »wenn man -- so noble Besuche bekommt.« Er
wollte die Augen aufschlagen, um zu sehen, welchen Eindruck die Worte
auf mich machten, hielt es aber offenbar noch für verfrüht und schloß
sie schnell wieder.
Ich wollte ihn in die Enge treiben: »Sie meinen die Dame, die neulich
hier vorfuhr? Sagen Sie doch offen, wo Sie hinauswollen!«
Er zögerte einen Moment, dann packte er mich heftig am Handgelenk und
zerrte mich ans Fenster.
Die sonderbare, unmotivierte Art, mit der er es tat, erinnerte mich
daran, wie er vor einigen Tagen den taubstummen Jaromir unten in seine
Höhle gerissen hatte.
Mit krummen Fingern hielt er mir einen blitzenden Gegenstand hin:
»Was glauben Sie, Herr Pernath, laßt sich da noch was machen?«
Es war eine goldene Uhr, mit so stark verbeulten Deckeln, daß es fast
aussah, als hätte sie jemand mit Absicht verbogen.
Ich nahm ein Vergrößerungsglas: die Scharniere waren zur Hälfte
abgerissen und innen -- stand da nicht etwas eingraviert? Kaum mehr
leserlich und noch überdies mit einer Menge ganz frischer Schrammen
zerkratzt. Langsam entzifferte ich:
K--rl Zott--mann.
Zottmann? Zottmann? -- Wo hatte ich diesen Namen doch gelesen? Zottmann?
Ich konnte mich nicht entsinnen. Zottmann?
Wassertrum schlug mir die Lupe beinahe aus der Hand:
»Im Werk is nix, da hab' ich schon selber geschaut. Aber mit'm Gehäuse,
da stinkt's.«
»Braucht man nur gerade zu klopfen -- höchstens ein paar Lötstellen. Das
kann Ihnen ebensogut jeder beliebige Goldarbeiter machen, Herr
Wassertrum.«
»Ich leg' doch Wert darauf, daß es eine solide Arbeit wird. Was man so
sagt: künstlerisch,« unterbrach er mich hastig. Fast ängstlich.
»Nun gut, wenn Ihnen derart viel daran liegt --«
»Viel daran liegt!« Seine Stimme schnappte über vor Eifer. »Ich will sie
doch selber tragen, die Uhr. Und wenn ich sie jemanden zeig', will ich
sagen können: schauen Sie mal her, _so_ arbeitet der Herr von Pernath.«
Ich ekelte mich vor dem Kerl; er spuckte mir seine widerwärtigen
Schmeicheleien förmlich ins Gesicht.
»Wenn Sie in einer Stunde wiederkommen, wird alles fertig sein.«
Wassertrum wand sich in Krämpfen: »Das gibt's nicht. Das will ich nicht.
Drei Tag. Vier Tag. Die nächste Woche ist Zeit genug. Das ganze Leben
möcht' ich mir Vorwürfe machen, daß ich Ihnen gedrängt hab'.«
Was wollte er nur, daß er so außer sich geriet? -- Ich machte einen
Schritt ins Nebenzimmer und sperrte die Uhr in die Kassette. Angelinas
Photographie lag obenauf. Schnell schlug ich den Deckel wieder zu -- für
den Fall, daß Wassertrum mir nachblicken sollte.
Als ich zurückkam, fiel mir auf, daß er sich verfärbt hatte.
Ich musterte ihn scharf, ließ aber meinen Verdacht sofort fallen:
Unmöglich! Er _konnte_ nichts gesehen haben.
»Also, dann vielleicht nächste Woche,« sagte ich, um seinem Besuch ein
Ende zu machen.
Er schien mit einem Male keine Eile mehr zu haben, nahm einen Sessel und
setzte sich.
Im Gegensatz zu früher hielt er seine Fischaugen jetzt beim Reden weit
offen und fixierte beharrlich meinen obersten Westenknopf. -- --
Pause.
»Die Duksel hat Ihnen natürlich gesagt, Sie sollen sich nix wissen
machen, wenn's herauskommt. Waas?« sprudelte er plötzlich ohne jede
Einleitung auf mich los und schlug mit der Faust auf den Tisch.
Es lag etwas merkwürdig Schreckhaftes in der Abgerissenheit, mit der er
von einer Sprechweise in die andere übergehen -- von Schmeicheltönen
blitzartig ins Brutale springen konnte, und ich hielt es für sehr
wahrscheinlich, daß die meisten Menschen, besonders Frauen, sich im
Handumdrehen in seiner Gewalt befinden mußten, wenn er nur die geringste
Waffe gegen sie besaß.
Ich wollte auffahren, ihn am Hals packen und vor die Tür setzen, war
mein erster Gedanke; dann überlegte ich, ob es nicht klüger sei, ihn
zuvörderst einmal gründlich auszuhorchen.
»Ich verstehe wahrhaftig nicht, was Sie meinen, Herr Wassertrum;« -- ich
bemühte mich, ein möglichst dummes Gesicht zu machen. »Duksel? Was ist
das: Duksel?«
»Soll ich Ihnen vielleicht Deitsch lernen?« fuhr er mich grob an. »Die
Hand werden Sie aufheben müssen bei Gericht, wenn's um die Wurscht geht.
Verstehen Sie mich?! Das sag' ich Ihnen!« -- Er fing an zu schreien:
»Mir ins Gesicht hinein werden Sie nicht abschwören, daß >sie< von da
drüben« -- er deutete mit dem Daumen nach dem Atelier -- »zu Ihnen
heribber geloffen is mit en Teppich an und -- sonst nix!«
Die Wut stieg mir in die Augen; ich packte den Halunken an der Brust und
schüttelte ihn:
»Wenn Sie jetzt noch ein Wort in diesem Ton sagen, breche ich Ihnen die
Knochen im Leibe entzwei! Verstanden?«
Aschfahl sank er in den Stuhl zurück und stotterte:
»Was is? Was is? Was wollen Sie? Ich mein' doch bloß.«
Ich ging ein paarmal im Zimmer auf und ab, um mich zu beruhigen. Horchte
nicht hin, was er alles zu seiner Entschuldigung herausgeiferte.
Dann setzte ich mich ihm dicht gegenüber, in der festen Absicht, die
Sache, soweit sie Angelina betraf, ein für allemal mit ihm ins Reine zu
bringen und, sollte es im Frieden nicht gehen, ihn zu zwingen, endlich
die Feindseligkeiten zu eröffnen und seine paar schwachen Pfeile
vorzeitig zu verschießen.
Ohne seine Unterbrechungen im geringsten zu beachten, sagte ich ihm auf
den Kopf zu, daß Erpressungen irgendwelcher Art -- ich betonte das Wort
-- mißglücken müßten, da er auch nicht eine einzige Anschuldigung mit
Beweisen erhärten könnte und ich mich einer Zeugenschaft (angenommen, es
wäre überhaupt im Bereiche der Möglichkeit, daß es je zu einer solchen
käme) -- _bestimmt_ zu entziehen wissen würde. Angelina stünde mir viel
zu nahe, als daß ich sie nicht in der Stunde der Not retten würde, koste
es, was es wolle, _sogar einen Meineid_!
Jede Muskel in seinem Gesicht zuckte, seine Hasenscharte zog sich bis
zur Nase auseinander, er fletschte die Zähne und kollerte wie ein
Truthahn mir immer wieder in die Rede hinein: »Will ich denn was von die
Duksel? So hören Sie doch zu!« -- Er war außer sich vor Ungeduld, daß
ich mich nicht beirren ließ. -- »Um den Savioli is mir's zu tun, um den
gottverfluchten Hund, -- den -- den --,« fuhr es ihm plötzlich brüllend
heraus.
Er japste nach Luft. Rasch hielt ich inne: endlich war er dort, wo ich
ihn haben wollte, aber schon hatte er sich gefaßt und fixierte wieder
meine Weste.
»Hören Sie zu, Pernath,« er zwang sich, die kühle, abwägende Sprechweise
eines Kaufmanns nachzuahmen, »Sie reden fort von der Duk -- -- von der
Dame. Gut! sie ist verheiratet. Gut: sie hat sich eingelassen mit dem --
mit dem jungen Lauser. Was hab' ich damit zu tun?« Er bewegte die Hände
vor meinem Gesicht hin und her, die Fingerspitzen zusammengedrückt, als
hielte er eine Prise Salz darin -- »soll _sie_ sich das selber abmachen,
die Duksel. -- Ich bin e Weltmann, und Sie sin auch e Weltmann. Wir
kennen doch das beide. Waas? Ich will doch nur zu meinem Geld kommen.
Verstehen Sie, Pernath?!«
Ich horchte erstaunt auf:
»Zu welchem Geld? Ist Ihnen denn Dr. Savioli etwas schuldig?«
Wassertrum wich aus:
»Abrechnungen hab' ich mit ihm. Das kommt doch auf eins heraus.«
»Sie wollen ihn ermorden!« schrie ich.
Er sprang auf. Taumelte. Gluckste ein paarmal.
»Jawohl! Ermorden! Wie lange wollen Sie mir noch Komödie vorspielen!«
Ich deutete auf die Tür. »Schauen Sie, daß Sie hinauskommen.«
Langsam griff er nach seinem Hut, setzte ihn auf und wandte sich zum
Gehen. Dann blieb er noch einmal stehen und sagte mit einer Ruhe, deren
ich ihn nie für fähig gehalten hätte:
»Auch recht. Ich hab' Sie herauslassen wollen. Gut. Wenn nicht: Nicht.
Barmherzige Barbiere machen faule Wunden. Mein Zarbüchel ist voll. Wenn
Sie gescheit gewesen wären --: der Savioli is Ihnen doch nur im Weg!? --
_Jetzt_ -- _mach_ -- _ich_ -- _mit_ -- _Ihnen allen dreien_« -- er
deutete mit einer Geste des Erdrosselns an, was er meinte --
»_Preßcolleeh_.«
Seine Mienen drückten eine so satanische Grausamkeit aus, und er schien
seiner Sache so sicher zu sein, daß mir das Blut in den Adern erstarrte.
Er mußte eine Waffe in Händen haben, von der ich nichts ahnte, die auch
Charousek nicht kannte. Ich fühlte den Boden unter mir wanken.
»_Die Feile! Die Feile!_« hörte ich es in meinem Hirn flüstern. Ich
schätzte die Entfernung ab: ein Schritt bis zum Tisch -- zwei Schritte
bis zu Wassertrum -- -- ich wollte zuspringen -- -- -- da stand wie aus
dem Boden gewachsen Hillel auf der Schwelle.
Das Zimmer verschwamm vor meinen Augen.
Ich sah nur -- wie durch Nebel --, daß Hillel unbeweglich stehen blieb
und Wassertrum Schritt für Schritt bis an die Wand zurückwich.
Dann hörte ich Hillel sagen:
»Sie kennen doch, Aaron, den Satz: _Alle Juden sind Bürgen füreinander?_
Machen Sie's einem nicht zu schwer.« -- Er fügte ein paar hebräische
Worte hinzu, die ich nicht verstand.
»Was haben Sie das netig, an der Türe zu schnuffeln?« geiferte der
Trödler mit bebenden Lippen.
»Ob ich gehorcht habe oder nicht, braucht Sie nicht zu kümmern!« --
wieder schloß Hillel mit einem hebräischen Satz, der diesmal wie eine
Drohung klang. Ich erwartete, daß es zu einem Zank kommen würde, aber
Wassertrum antwortete nicht eine Silbe, überlegte einen Augenblick und
ging dann trotzig hinaus.
Gespannt blickte ich Hillel an. Er winkte mir zu, ich solle schweigen.
Offenbar wartete er auf irgend etwas, denn er horchte angestrengt auf
den Gang hinaus. Ich wollte die Türe schließen gehen: er hielt mich mit
einer ungeduldigen Handbewegung zurück.
Wohl eine Minute verging, dann kamen die schleppenden Schritte des
Trödlers wieder die Stufen herauf. Ohne ein Wort zu sprechen ging Hillel
hinaus und machte ihm Platz.
Wassertrum wartete, bis er außer Hörweite war, dann knurrte er mich
verbissen an:
»Geben Se mer meine Uhr zorück.«
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