STARODUM. Da ihr sie so liebt, so muß ich euch eine Freude bereiten: ich
bringe sie nach Moskau, um dort ihr Glück zu gründen. Mir ist ein sehr
würdiger junger Mensch als Bräutigam für sie empfohlen worden; ihn auch
soll sie heiraten.
FRAU PROSTAKOWA. Er bringt mich um! }
}
MILON. Was hör ich? (Sophie ist bestürzt.) }
}
SKOTININ. Saubere Bescherung! (Prostakow schlägt } (Gleichzeitig.)
die Hände über dem Kopf zusammen.) }
}
MITROFAN. Da haben wir’s! (Jeremejewna nickt }
traurig mit dem Kopfe. Prawdin scheint erstaunt }
und erzürnt.) }
STARODUM (die Bestürzung aller gewahr werdend). Was heißt das? (Zu
Sophie.) Liebe, gute Sophie, auch du scheinst bestürzt? Hat dich
wirklich mein Plan gekränkt? Ich vertrete Vaterstelle an dir, und glaube
mir, daß ich meine Rechte kenne. Sie gehen nicht weiter, als eine
unglückbringende Neigung der Tochter abzuwenden; die Wahl eines würdigen
Mannes jedoch hängt ganz von ihrem eigenen Herzen ab. Beruhige dich,
mein Freund! Ein Mann, der deiner würdig ist – er mag sein, wer er will
– wird stets einen aufrichtigen Freund an mir haben. Heirate nach
eigener Wahl. (Die Mienen aller verklären sich.)
SOPHIE. Onkelchen, zweifeln Sie nicht an meinem Gehorsam.
MILON (für sich). Der Ehrenmann!
FRAU PROSTAKOWA (fröhlich). Das ist ein Vater! Ein Freude, ihn zu hören!
Heirate nach eigener Wahl, nur muß der Mann deiner würdig sein. Ganz
recht, Väterchen, ganz richtig! Man muß nur den Bräutigam nicht
verpassen! Hat man einen Edelmann vor sich, einen jungen Menschen –