FRAU PROSTAKOWA. Nun, was verbirgst du dich vor mir? So was muß ich
erleben, deiner Nachsicht zu danken! Wie gefällt dir der neue Anzug
unsers Sohnes zur Verlobung des Onkels? Was sagst du zum Kaftan, den
Trischka genäht?
PROSTAKOW (vor Schüchternheit stotternd). Er ist – etwas – sa – sackig.
FRAU PROSTAKOWA. Du bist selber ein Sack, du Hohlkopf!
PROSTAKOW. Ich glaubte nur, daß es dir so scheine.
FRAU PROSTAKOWA. Bist du denn selber blind?
PROSTAKOW. Wo du siehst, bin ich blind.
FRAU PROSTAKOWA. Mit welchem Mann mich doch der liebe Gott gesegnet hat!
Kann selber nicht unterscheiden, was breit und was eng ist!
PROSTAKOW. In dieser Hinsicht habe ich stets deinem Urteil vertraut und
zweifle auch jetzt nicht –
FRAU PROSTAKOWA. So zweifle denn auch nicht, daß ich nicht gesonnen bin,
meinen Leibeignen durch die Finger zu sehn! Geh, laß ihn sofort
durchpeitschen!
Vierter Auftritt.