Nun habe ich auch die Liebe überstanden. Es ist eine entsetzliche,
giftige, furchteinflößende Krankheit. Dies Fräulein Mirbeth ist in
meinen Weg getreten, hat ihre falschen Augen aufgeschlagen und mit
Inbrunst, mit ganzer Seele und ganzem Vermögen bin ich hineingestürzt in
diese Augen. Ach, man wird da gedreht und gerädert, und was noch heil
davonkommt, trieft von Erfahrungen und Weisheit. Ich bin noch zu voll
von diesem Weib, um ein freies, gutes, erlösendes Wort niederschreiben
zu können. Die Liebe ist eine Folter, grausam und nachhaltig. »Dies
Fräulein Mirbeth« ist ein Wunder an Charakterlosigkeit, Treulosigkeit
und jener echt weiblichen Verschlagenheit, die den Mann nie zur Ruhe
kommen läßt. – Ich bin erlöst!
Aber wer weiß, vielleicht liebe ich sie noch. Wie schön war es auch in
diesen stillen, stürmischen Liebesnächten!