42. Band. Jeder Band ist vollständig abgeschlossen.
Preis 10 Pf. (15 Heller.)
Der Luftpirat und sein lenkbares Luftschiff.
Im Todeskrater des neuen Planeten.
[Illustration: Kapitän Mors und sein treuer Gefährte kämpften
verzweifelt gegen die Ungeheuer der Vorzeit.]
Druck- und Verlags-Gesellschaft
Berlin
Im Todeskrater des neuen Planeten.
1. Kapitel.
Die Fahrt ins Unbekannte.
Es war Nacht, unten rauschte das Südmeer, oben in den Lüften heulte der
Sturm, der die Wolkenmassen vor sich herjagte.
Was war das Seltsame, Ungeheure, was da mit fabelhafter Geschwindigkeit
emporschoß? Was sich unbekümmert um die Gewalt des Sturmes von der Erde
entfernte?
Menschenwerk war es, das Werk eines genialen Mannes, der seiner Zeit um
hunderte von Jahren vorausgeeilt war. Ein metallnes Fahrzeug war es, das
Weltenschiff des Kapitän Mors. Dies wunderbare Werk hatte wieder einmal
die geheimnisvolle Insel im Südmeer verlassen.
»Meteor« war der Name des seltsamen Fahrzeuges, welches den Elementen
trotzte. Der Riesenmagnet, der die Anziehungskraft des Erdballs aufhob,
war der Erde zugewendet und mit furchtbarer Schnelligkeit schoß das
mächtige Fahrzeug hinauf, den Luftozean durchkreuzend, dem Weltraume
zustrebend.
Kapitän Mors befand sich im sogenannten Lenkraum des Weltenfahrzeuges.
Ihn begleitete einer seiner Ingenieure, der treue Star, auch der
Professor, der obgleich Gefangener des Kapitän Mors, diese
Gefangenschaft doch als das größte Glück seines Lebens empfand. Sie ließ
ihn ja die Wunder der Sternenwelt schauen.
Kapitän Mors besaß noch andere europäische Gefährten, die ehemals zur
Besatzung eines Unterseebootes gehörten.
Sie hatten ihm Treue geschworen und wenn auch einige von ihnen, wie es
in einem früheren Bande dieser Schilderungen erzählt wurde, Meuterei
verübten, so waren doch die anderen unbedingt zuverlässig.
Dennoch hatte der Kapitän diesmal nur einen Teil der Europäer mit sich
genommen und dafür einigen seiner Inder auf deren dringendes Bitten die
Teilnahme an der Weltenfahrt gestattet.
Kapitän Mors tat das allerdings nicht gern, denn er hielt auf die Inder
große Stücke und da hatte er bemerkt, daß diese an ein tropisches Klima
gewöhnten Männer nach solchen abenteuerlichen Fahrten kränkelten.
Deshalb wählte er nur diejenigen, die aus den indischen Bergländern
stammten und an Kälte und Strapazen gewöhnt waren. Unter diesen Männern
befand sich auch der treue Lindo.
»Nun, Kapitän,« fragte Star, der neben dem berühmten Luftpiraten stehend
die Instrumente beobachtete. »Nicht wahr, diesmal geht es zum Monde?«
»Ich habe mir den Trabanten der Erde als Zielpunkt der Fahrt
ausersehen,« erwiderte Mors mit der gewohnten eisigen Ruhe. »Aber ich
klammere mich nie an etwas Bestimmtes. Ich rechne stets auf
Schwierigkeiten, auf Hindernisse und wenn auch der Mond das Endziel
unserer diesmaligen Fahrt sein soll, so will ich doch auf dem Wege dahin
ein anderes Rätsel zu lösen suchen. Darüber kann ja Professor van Halen
sprechen.«
Bei den letzten Worten wendete sich Kapitän Mors an den Astronomen,
dessen Gesicht eine gewisse Ungeduld verriet.
Die Ungeduld, neue, unbekannte Wunder zu schauen.
»Ja, so ist es,« bemerkte van Halen, als sich der Kapitän an ihn
wendete, »ich habe schon bei den letzten Fahrten eine eigenartige
Störung beobachtet und diese kleine Störung kann nur durch einen kleinen
Planeten bewirkt werden, der sich in einer höchst merkwürdigen Bahn
bewegt, dieser Planet muß sich von Zeit zu Zeit zwischen dem Monde und
der Erde befinden.«
»So,« meinte Star. »Da wundert es mich nur, daß man ihn nicht schon
längst entdeckt hat. Bei solcher Nähe müßten ihn doch unsere Astronomen
längst gefunden haben.«
Der Professor zuckte die Achseln.
»Das kann man nicht so ohne weiteres behaupten,« erwiderte er. »Man
sieht die Meteoriten auch nicht, als bis sie bei Nacht in den Luftkreis
der Erde zur Erhitzung gebracht als Feuerstreifen und Sternschnuppen
aufflammen. Jedenfalls ist dieser Weltkörper ein Liliputplanet, ein
winziges Ding, welches vielleicht das Sonnenlicht wenig reflektiert und
mit ungeheurer Geschwindigkeit durch den Weltenraum saust. Dieser kleine
Planet hat sicherlich eine ganz eigenartige Bahn, immerhin hat er
Störungen hervorgerufen, die ungemein feinwirkende Instrumente anzeigen.
Auf der Erde selbst konnte man diese Störungen nicht beobachten und
nicht feststellen. Das war erst möglich, wenn man sich im Weltenraum
befand. Da hat mir einer der Registrierapparate die Existenz eines
solchen noch unbekannten Planeten verraten, es ist vielleicht ein
verirrter Weltkörper, wer kann das alles wissen? Genug, ich habe Kapitän
Mors gebeten, diesmal nach diesem rätselhaften Wanderer im Weltenraum
Ausschau zu halten und der Kapitän will meinem Wunsch entsprechen.«
»Na gut,« erwiderte Star, »ich bin auch neugierig, da gibt es wieder ein
Abenteuer, denn das ist gewiß, bei unseren Weltfahrten ist allemal etwas
passiert und mehrmals sind wir zur schnellen Rückkehr gezwungen worden.
Hoffentlich ist es diesmal nicht schlimmer, als wie andere Male. Was
mich betrifft, Kapitän, so wißt Ihr es ja, ich gehe mit Euch, wenn
nötig, in die Hölle!«
Kapitän Mors drückte die Rechte seines treuen Gefährten und begab sich
dann mit dem Professor in den Beobachtungsraum des Weltenfahrzeuges.
Die beiden Schwestern, Anita und Lucy Long, nahmen diesmal nicht an der
wunderbaren Fahrt teil.
Anita hatte bei den letzten Abenteuern eine leichte Verletzung erlitten
und da sollte sie sich erst völlig erholen. Selbstverständlich war Lucy
bei ihrer Schwester zurückgeblieben.
Während Star den Riesenmagneten bediente, setzte sich der Professor an
seine Instrumente, wahren Wunderwerken menschlicher Technik, während
Kapitän Mors einige Berechnungen machte.
Das Weltenfahrzeug befand sich noch in der Luftzone, bei deren Passieren
stets die größte Vorsicht beobachtet werden mußte.
Da kam ja jedesmal die sogenannte elektrische Zone, aber Kapitän Mors
kannte jetzt schon die Gefahren, welche dort warteten, und es war ihm
ein Leichtes, diese Hindernisse zu überwinden.
Stunden vergingen, ohne daß ein Wort zwischen den beiden Männern
gewechselt wurde. Dann erhob sich Kapitän Mors und betrachtete die an
der Wand hängenden Instrumente.
»Wir haben diesmal recht schnelle und glatte Fahrt,« sprach er zu dem
Gelehrten, der sich Notizen machte. »Die Luftzone der Erde ist
überwunden. Wir befinden uns bereits im Weltenraum.«
Das Gesicht des Professors strahlte. Hastig arbeitete er an den Hebeln,
welche die großen Schieber vor den dicken Glasscheiben bewegten.
Der eine Schieber schob sich langsam seitwärts und da konnte der Blick
durch das dicke Glas in den Weltenraum hinausschweifen.
Schwarz war der Himmel, nachtschwarz, die Sterne funkelten nicht, sie
standen da wie weiße, schimmernde Punkte, seitwärts sah man die gelbe,
strahlenlose Scheibe der Sonne.
Es war ein wunderbares Bild und obwohl Professor van Halen es schon oft
gesehen, verriet er dennoch neues Entzücken.
Auch der Mann mit der Maske sah gedankenvoll in die Tiefen des
Weltenraumes.
»So, Kapitän,« sprach van Halen nach einer Weile, »jetzt möchte ich
darum bitten, daß das Weltenfahrzeug in dieser Zone kreuzt, treffen
meine Berechnungen zu, so müssen wir in dieser Gegend den neuen kleinen
Planeten entdecken.«
Mors griff sofort zum Telephon, welches den Beobachtungsraum mit dem
Lenkraum verband. Er läutete und gab Star, der sich dort befand, seine
Weisungen.
Das große Fahrzeug schien plötzlich zu zittern, aber dies geschah
dadurch, daß Star den pfeilschnellen Lauf des Weltenfahrzeuges
verlangsamte.
Nach kurzer Zeit fuhr es nur mit der Schnelligkeit eines mit vollster
Geschwindigkeit dahinsausenden Schnellzuges.
Hierauf wendete es wieder und fuhr in anderer Richtung zurück, um bald
danach eine neue Richtung einzuschlagen. Es kreuzte also im Weltenraum
wie ein Schiff auf offenem Meere.
Dieses eigenartige Manöver gelang durch die Art und Weise, wie der
Riesenmagnet bewegt wurde. Der wurde nach verschiedenen Richtungen
gedreht und gewendet und damit konnte man die Bewegungen des Fahrzeuges
regulieren.
»So ist es richtig,« sprach Mors, als er die Instrumente eine Weile
betrachtet hatte. »Ihr Wunsch ist erfüllt, Herr Professor, wir kreuzen
jetzt in der von Ihnen als verdächtig bezeichneten Zone. Ich will nur
wünschen, daß Ihre Beobachtungen zutreffen. Dann müssen wir ja den
eigentümlichen Wanderer treffen, hoffentlich ist er zur Stelle oder wird
doch bald erscheinen.«
»In der Tat,« erwiderte van Halen zuversichtlich. »Sonst müßte ich mich
in meinen Beobachtungen gewaltig irren. Bis jetzt habe ich mit meinen
Berechnungen selten Täuschungen erlebt. Sind aber meine Berechnungen
richtig, so müssen wir den unbekannten, geheimnisvollen Planeten binnen
kurzer Zeit in nächster Nähe erblicken.«
Daraufhin wurde die Aufmerksamkeit verdoppelt.
Kapitän Mors wußte ganz genau, mit welcher Schnelligkeit Weltenkörper
durch die unendlichen Räume dahinsausten.
Allerdings war das Weltenfahrzeug ausnehmend fest gebaut, aber es konnte
schließlich zertrümmert werden, wenn es mit vollster Schnelligkeit gegen
einen Weltenkörper sauste. Dann wäre dies Wunderwerk sicherlich in Atome
zersplittert worden.
Wenn man aber auf der Erde den hier vermuteten Planeten noch nicht
entdeckt hatte, mußte man ihn doch hier im Weltenraum sehen. Die Sonne
mußte diesen geheimnisvollen kleinen Planeten bestrahlen und da hatte
man auf dem Weltenfahrzeug Zeit genug, einem drohenden Zusammenstoß
auszuweichen.
Und wieder vergingen die Stunden.
Abwechselnd wurde Wache gehalten, Kapitän Mors begab sich manchmal nach
dem Lenkraum, um dort seinen getreuen Star abzulösen.
Es waren wohl acht Stunden vergangen, als Kapitän Mors, der gerade den
Lenkraum verließ, einen Ausruf des Professors vernahm.
Im Nu befand sich der Luftpirat bei dem Gelehrten.
»Er ist da, er ist da,« rief der Professor in förmlicher Ekstase,
während er mit beiden Händen nach der dicken Glasscheibe deutete. »Seht,
Kapitän, dort kommt der neue Planet in rasender Eile herangezogen. Noch
erscheint er erst wie ein mattes, flimmerndes Pünktchen. Aber er ist es,
er wird bereits von der Sonne beleuchtet. Er scheint tatsächlich wenig
Licht zu reflektieren.«
»Befinden wir uns in der Bahn des Weltkörpers?« fragte Kapitän Mors mit
großer Ruhe.
»Nein,« erwiderte Halen. »Er wird gewissermaßen unter uns vorüberlaufen,
wenn man das Wort unter uns überhaupt hier im Weltenraum gebrauchen
darf. Aber ich habe eine Bitte, können wir nicht eine Weile in der Nähe
des geheimnisvollen Weltenkörpers verweilen? Wird unsere eigene
Schnelligkeit das erlauben?«
»Das bezweifle ich,« erwiderte Mors. »Aber, es ist gar nicht nötig, daß
wir unsere Schnelligkeit aufbieten. Wir schalten einfach die Kraft
unseres Riesenmagneten aus und überlassen uns der Anziehungskraft dieses
so rätselhaften Weltenkörpers. Dann werden wir mit ihm zusammen durch
den Weltenraum dahinfliegen und dann können Sie ungestört Ihre
Beobachtungen ausführen.«
Der Professor war entzückt und wußte sich vor Freude gar nicht zu
lassen. Der Gedanke, eine noch unbekannte Welt schauen zu können,
brachte ihn in große Erregung.
Kapitän Mors aber gab wieder Befehle nach dem Lenkraum und nach wenigen
Augenblicken vernahm man ein eigentümliches Summen und Surren. Der
Riesenmagnet stellte seine Tätigkeit ein, fast im gleichen Augenblick,
wo der unbekannte Weltenkörper mit furchtbarer Schnelligkeit
vorübersauste.
Aber das Weltenfahrzeug riß er mit, das begleitete ihn jetzt durch seine
Anziehungskraft gehalten. Es schwebte scheinbar unbeweglich über diesem
rätselhaften Planeten.
»Können wir uns diesem Monde oder was es sonst sein mag, noch mehr
nähern?« fragte der Gelehrte, in dessen Augen das Fieber des
begeisterten Forschers glänzte.
»Warum nicht,« erwiderte der Kapitän. »Ich denke, wir werden uns
zunächst tausend Meter über der Oberfläche des Planeten schwebend
erhalten. Von da aus können wir ja auf die neue Wunderwelt
hinabschauen.«
Wieder arbeitete das Telephon, wieder vernahm man das seltsame Summen
und Surren. Die Instrumente verrieten, daß das Weltenfahrzeug sank, bis
es plötzlich wieder mit einem Ruck innehielt. Es schwebte jetzt tausend
Meter über der Oberfläche des neuentdeckten Weltkörpers.
Eigentlich schwebte es höher, den Kapitän Mors hatte die Entfernung von
den Berggipfeln des kleinen Planeten berechnet, die ziemlich hoch
emporragten. Der Professor schätzte die Berge teilweise auf fünf- bis
sechstausend Meter Höhe.
Dabei war der neuentdeckte Planet sehr klein, seine Oberfläche mochte
vielleicht die Größe von Irland besitzen, dennoch zeigte der kleine
Planet eine ungemein große Mannigfaltigkeit von Oberflächenformation.
Da gewahrte man Ringgebirge, ähnlich wie auf dem Monde, man sah Täler
und glänzende Wasserbecken, viele dunkle Flecken schienen auf eine
ungemein reiche Vegetation hinzudeuten.
Der Blick auf den Planeten war nicht klar. Es schien, als ob da alles
verschwommen sei, ein Beweis, daß der neuentdeckte Weltkörper eine
ungemein dichte Atmosphäre besitzen mußte.
Diese Atmosphäre schien ganz mit Wasserdampf gesättigt zu sein, man sah
große Wolkenmassen, die sich in heftiger Bewegung befanden. Auf diesem
kleinen Planeten, den man mit gutem Recht eine Miniaturwelt nennen
konnte, schienen ungemein starke Stürme zu herrschen.
Der Kapitän und der Professor standen hinter den dicken Glasscheiben und
betrachteten diese Wunderwelt, die sich ihren Blicken darbot.
»Sehen Sie, Kapitän, was ist das dort?« rief der Professor plötzlich,
indem er mit der Rechten auf eine Stelle des Weltenkörpers deutete.
»Täusche ich mich oder sehen Sie es auch? Die rötliche Stelle, die sich
immer mehr verbreitert und die schwarze Masse, welche die Wolkenhülle
unterbricht?«
»Ich sehe es auch,« erwiderte der Kapitän, »es ist zweifellos ein
ungeheurer Vulkan, der sich in voller Tätigkeit befindet. Wir bewegen
uns langsam darauf zu und werden binnen kurzer Zeit über dem
feuerspeienden Berge schweben.«
2. Kapitel.
Eine unerwartete Katastrophe.
Das Weltenfahrzeug bewegte sich jetzt auffallend langsam, es war kein
Wunder, es wurde ja doch in der Atmosphäre des neuentdeckten Planeten
schwebend von diesem auf seiner Bahn fortgerissen.
Kapitän Mors setzte jetzt das Telephon an den Mund.
»Nicht so nahe an den Vulkan heran,« rief er nach dem Lenkraum hindurch.
»Wir müssen uns in einiger Entfernung von dem feuerspeienden Berge
halten.«
Star gab keine Antwort, wohl aber ertönte jetzt das Schrillen einer
Glocke. Es war das Alarmsignal, welches aus dem Lenkraum ertönte.
Dieses Alarmsignal ließ sich nur dann vernehmen, wenn irgend eine
unvorhergesehene Schwierigkeit entstand. Kapitän Mors eilte sofort nach
dem Lenkraum und der Professor folgte ihm auf dem Fuße.
Star befand sich in voller Tätigkeit, riß hier und da an den Hebeln, er
drehte die Schwungräder, aber der Erfolg schien nicht den gehegten
Erwartungen zu entsprechen.
»Nun, was gibt es?« fragte Kapitän Mors, als er eintrat und den Eifer
seines treuen Gefährten gewahrte.
»Die vertrackten Maschinen gehorchen nicht, Kapitän,« erwiderte Star
grimmig. »Es ist gerade als wenn der Teufel dazwischen sitzt. Wir werden
immer mehr in den Bereich des Vulkans getrieben.«
Mors neigte den Kopf und sah den Professor von der Seite an.
»Das sind eben Naturkräfte,« sprach er, »und vielleicht unbekannte
Naturkräfte, die ihre Wirkung äußern. Da scheint eine besondere
Anziehungskraft stattzufinden, aber wir werden etwas höher steigen.«
Das gelang auch, aber die Anziehungskraft des unheimlichen Vulkans
dauerte fort und nach kurzer Zeit schwebte der »Meteor« über dem
donnernden Krater.
Dieser war nicht zu sehen, da ihn dichte Dampfwolken bedeckten, aber man
konnte hören, wie er sich in furchtbarer Tätigkeit befand.
Man hörte durch die dicken Wände des Weltenfahrzeuges das schreckliche
Prasseln und Krachen, man vernahm das Wüten der Naturgewalten, die da
drinnen in den Eingeweiden dieser kleinen Welt tobten.
»Was sagen Sie dazu, Professor?« fragte Kapitän Mors.
»Nun, ich sage, daß diese Welt hier noch um viele, viele tausend Jahre
in der Entwicklung zurück ist. Das beweist schon die dicke Luft, die man
hier bemerkt, und die gewiß stark mit Kohlensäure gesättigt ist. Dieser
kleine Planet befindet sich noch in den Entwicklungsstadien, ähnlich wie
in der Vorzeit der Erde. Daher sind wohl auch noch die Naturkräfte mit
solch furchtbarer Macht tätig.«
Plötzlich verdoppelte sich das Krachen, welches man dort unten vernahm
und unmittelbar darauf sah man glühende Massen durch die Dampfwolken
emporschießen.
Der Riesenkrater befand sich in voller Tätigkeit, es war ein furchtbarer
Ausbruch, der Vulkan schleuderte glühende Lavablöcke empor und zwar bis
in ungeheure Höhen, es schien, als ob da ein riesiges Geschütz kolossale
glühende Bomben in das Unendliche emporschleuderte.
»Hoffentlich werden wir von keinem dieser glühenden Blöcke getroffen,«
meinte der Professor. »Können wir nicht noch höher steigen, Kapitän?«
Mors wollte eben antworten, als das Krachen und Brüllen mit dreifacher
Stärke durch die Wände des Weltenfahrzeuges tönte.
Wieder schossen die glühenden Massen aus den Dampfwolken empor und
stiegen bis in ungeheure Höhen, jetzt sah man sie links und rechts am
Weltenfahrzeug vorbeisausen.
Da schien es, als würde das Fahrzeug von einem heftigen Schlag
getroffen, als zitterte es und unmittelbar danach schallten im
Verbindungsgang die hastigen Schritte eines herbeirennenden Mannes.
Es war Star.
»Kapitän,« rief er. »Der Riesenmagnet ist getroffen. Die
Verbindungsstange scheint demoliert zu sein. Das Fahrzeug beginnt rapide
zu sinken.«
Kapitän Mors rannte nach dem Lenkraum. Aber er fand dort die Angaben des
treuen Gefährten bestätigt. Die Hebel und Schwungräder versagten, tiefer
sank das Weltenfahrzeug, immer tiefer, es mußte auf dem neuen Planeten
landen.
Glücklicherweise war die Schnelligkeit keine allzu große und Kapitän
Mors bot all seinen Scharfsinn auf, um den Absturz zu mildern. Er setzte
eine jener furchtbaren Maschinen in Tätigkeit, die bei der letzten Fahrt
die Meuterer zu Asche verwandelt hatten.
Dies rettete das Weltenfahrzeug und die Kraft, welche die Maschine
entwickelte, bewirkte es auch, daß der Koloß eine große Strecke vom
Vulkan entfernt niederkam.
Rings umher sah man ein Gewirr von Steinblöcken, von Klüften,
Schluchten, Felsen, dann folgte ein harter Ruck, ein Stoß, das
Weltenfahrzeug hatte den Boden des neuen Planeten erreicht und blieb
dort in ziemlich schwieriger Lage hängen.
Das Hinterteil des Weltenfahrzeuges lag in einem ausgebrannten Krater,
das Vorderteil ragte schräg empor und lag auf zackigem Gestein, so ruhte
das Weltenfahrzeug des Kapitän Mors wie ein Schiff, welches auf dem Meer
zwischen Klippen gestrandet ist. Es schien in der Tat zum hilflosen
Wrack geworden zu sein.
Star zeigte jetzt jene Ruhe, die er im Verkehr mit dem Kapitän gelernt,
ebenso benahm sich der Professor.
Die Inder und die anderen europäischen Mannschaften des Weltenfahrzeuges
kamen jetzt herbeigerannt und schauten fragend auf Kapitän Mors. Sie
wollten in seinen Mienen lesen.
Aber die Ruhe des seltsamen Mannes teilte sich auch ihnen mit, und als
die Leute sahen, daß Kapitän Mors keine Miene verzog, und daß seine
Augen feurig wie immer blitzten, warteten sie ruhig ab, was der berühmte
Führer nunmehr beginnen würde.
»Untersucht zunächst die Innenräume des Weltenfahrzeuges,« klang die
Stimme des Luftpiraten. »Seht zu, ob Ihr irgend einen Schaden entdecken
könnt. Ich erwarte dann sofort Bericht. Vor allen Dingen aber darf
niemand das Fahrzeug ohne meine Erlaubnis verlassen.«
Dazu verspürten die Männer auch keine Lust, obwohl sie sahen, daß man
sich auf einem mit Luft versehenen Weltkörper befand. Die Atmosphäre war
sicherlich dichter als die auf der Erde.
Kapitän Mors besichtigte zunächst den Schaden im Lenkraum und
betrachtete durch ein Glasfenster die zerstörten Verbindungsteile.
»Das läßt sich alles wieder gut machen,« erklärte er nach kurzer
Betrachtung. »Reserveteile haben wir im Ueberfluß, aber, es wird
freilich einige Zeit vergehen, es ist gar nicht ausgeschlossen, daß wir
mehrere Tage, ja Wochen auf diesem unbekannten Planeten verweilen
müssen.«
Bald erschienen auch die übrigen Mannschaften, aber sie hatten nichts
Bedenkliches zu melden. In den unteren Räumen des Fahrzeuges war alles
in Ordnung, da hatte man keine Beule, kein Leck gesehen. Selbst die
Röhren, welche die flüssige Luft verteilten, waren unbeschädigt.
Somit blieb nur der Lenkapparat zu reparieren und das war gerade die
Hauptsache und mußte mit größter Sorgfalt geschehen. Kapitän Mors wollte
mit Star und Lindo diese Arbeit verrichten.
»Ich erforsche unterdessen den neuen Planeten,« rief der Professor
begeistert, als ihm Kapitän Mors seine Absicht mitteilte.
Der Luftpirat schien mit der Antwort zu zögern.
»O, ich laufe Ihnen gewiß nicht davon, Kapitän,« fuhr der Professor mit
einiger Bitterkeit fort, da er das Zögern des Kapitäns falsch deutete.
»Ich kehre schon wieder, mein Wort darauf! Ich will ja noch mehr Fahrten
in diesem wunderbaren Fahrzeug unternehmen.«
»Sie mißverstehen mich, Professor,« erwiderte Kapitän Mors. »Ich wollte
damit kein Mißtrauen äußern. Sie wissen ja, daß Sie der Umstände halber
immer bei mir bleiben müssen, aber andererseits denke ich nicht im
Traume daran, Ihnen diese Gefangenschaft zu zeigen oder Sie gar zu
quälen. Mein Zögern entspringt einzig und allein der Sorge um Sie, denn
Sie stehen mir nahe, und ich habe Sie sehr gern. Es gibt wenig Menschen
wie Sie auf der Erde, gäbe es viele solche, wäre ich vielleicht nicht
der Luftpirat geworden. Mein Zögern rührt einzig und allein davon her,
daß ich für Sie Sorge trage, denn hier können sich tausende von Gefahren
verbergen. Deshalb bitte ich Sie, einstweilen noch im Weltenfahrzeug zu
bleiben.«
»Verzeihen Sie, Kapitän,« erwiderte der Professor, indem er die Rechte
des Maskierten faßte. »Ich will nichts gesagt haben. Aber ich denke, mit
unseren Hilfsmitteln können wir jeden Gefahren Trotz bieten.«
»Nicht immer,« lautete die Antwort, »solche Gefahren kommen oft
blitzschnell und unerwartet, so daß selbst die Hilfsmittel der modernen
Technik versagen. Jedenfalls müssen wir unsere Umgebung beobachten. Dann
wird es sich zeigen, ob wir das Fahrzeug verlassen dürfen. Ist dies der
Fall, so können Sie Ihren Forschungen nachgehen. Sie haben ja auch das
Recht darauf. Sie sind ja gewissermaßen der Entdecker des neuen
Planeten.«
Der Professor drückte nochmals die Rechte des seltsamen Mannes. Dann
ging es an die Arbeit.
Mors war nicht der Mann, der die Hände in den Schoß legte, er wollte vor
allen Dingen sein Weltenfahrzeug instand setzen.
Nun galt es, erst die Luft zu prüfen und sich zu vergewissern, ob man
diese ertragen konnte. War dies nicht der Fall, so mußte man eben die
Lufthelme benutzen.
Kapitän Mors unternahm wie gewöhnlich das Wagnis selbst.
Er begab sich nach den Doppeltüren, die den Einlaß in das Fahrzeug
vermittelten, öffnete die innere Tür und versuchte dann vorsichtig die
außen befindliche Luft zu proben.
Sie war dick, schwer, reichlich mit Kohlensäure gesättigt, aber sie ließ
sich immerhin atmen.
Man hatte nur, wenn man längere Zeit diese Luft atmete, das Gefühl eines
leichten Rausches, einer Beklemmung, aber diese wurde wieder durch
andere Vorteile aufgehoben.
Der Planet war ja klein, viel kleiner als der Mond, er war eine
Miniaturwelt und da mußten sich natürlich ganz andere Lebensbedingungen
ergeben.
Hier mußte man ungeheuer hoch springen können, hier wog ein schwerer
Mann nur so viel, wie ein kleines Kind auf der Erde. Das mußte dann die
Arbeitskraft verdoppeln und verdreifachen.
Von außen mußte man arbeiten, um den Riesenmagneten wieder in Funktion
treten zu lassen.
Kapitän Mors rief jetzt seine Leute herbei, die er nacheinander die Luft
atmen ließ.
Da zeigte sich denn, daß die ehemalige Mannschaft des Unterseebootes die
Luft absolut nicht vertragen konnte.
Die Leute taumelten umher, drehten sich im Kreise und benahmen sich wie
sinnlos Betrunkene.
Aehnliche Symptome zeigten auch die meisten Inder und selbst Star, dem
eisernen Mann, war die Luft höchst unangenehm, es überkam ihn ein
Schwindel.
Dagegen vertrug Lindo die Luft vortrefflich und da Kapitän Mors zur
Reparatur höchstens ein oder zwei Gehilfen gebrauchte, beschloß er, mit
Lindo die Arbeit zu vollenden und mit dieser auf der Stelle zu beginnen.
Der Schaden wurde zunächst besichtigt und die Reparaturteile aus dem
Innern des Fahrzeuges hervorgeholt.
Es war freilich ein recht unangenehmes Arbeiten, da man in die Kluft
hinuntersteigen mußte. Der Krater zog sich seitwärts noch ziemlich tief
in das Innere der Erde fort, dort, wo rabenschwarze Finsternis
herrschte.
»So,« sprach Kapitän Mors, als er sich mit Lindo zur Arbeit fertig
machte. »Wir beginnen. Auf der Galerie des Weltenfahrzeuges aber müssen
immer ein paar Wächter stehen, die die Umgebung im Auge behalten, damit
wir vor unliebsamen Ueberraschungen gesichert sind.«
»Was meint Ihr denn, was es hier gibt, Kapitän?« fragte Star, der diese
Worte vernommen. »Ich habe auch schon überall umhergesehen, aber
nirgends etwas Lebendes bemerkt. Der Weltenkörper ist ja so klein, hier
gibt es wohl gar kein tierisches Leben.«
»Hast Du nicht die reiche Vegetation auf verschiedenen Stellen des
Planeten gewahrt?« fragte Mors. »Eine üppige Vegetation ist es,
tropisch, wie in der Vorzeit der Erde. Wo sich solche Vegetation
befindet, gibt es auch Tierwelt. Es fragt sich nur, in welchem Stadium
sich dieser Planet befindet, aber das kann uns wohl der Professor sagen,
der wird schon seine Beobachtungen anstellen.«
»In der Umgebung scheint alles tot und starr zu sein,« meinte Star. »Da
gibt es keine Vegetation, da sieht man nur zackige Felsenspitzen,
ausgebrannte Krater, Klippen und Felsblöcke.«
Wenige Minuten später verließ Mors mit Lindo und einigen anderen Indern
die Galerie des Weltenfahrzeuges.
Man benutzte eine Leiter, um die nächsten Klippen zu erreichen. Hierauf
begann man die Umgebung des Absturzes zu erforschen.
Man sah nichts als Klüfte, ausgebrannte Krater, Steinmassen von den
wunderlichsten Formen.
In einiger Entfernung donnerte der Vulkan und schleuderte seine
glühenden Lavablöcke in die Höhe. Aber diese stürzten nicht in der Nähe
der Landungsstelle herunter, von dort brauchte man nichts zu befürchten.
Plötzlich deutete Lindo mit der Rechten in eine der Klüfte.
»Kapitän,« rief er. »Was liegt dort? Seht doch mal, das Weiße! Das Ding
sieht ja unheimlich aus. Wahrhaftig, Kapitän, das Ding müssen wir mal
genauer untersuchen!«
Der Kapitän schritt mit seinen Indern hinüber.
Da lag neben einem Steinblock das Ding, welches Lindo mit seinen
scharfen Augen erspäht. Ein weißgebleichter Schädel von wahrhaft
ungeheuren Formen.
Aller Wahrscheinlichkeit nach war es ein Tierschädel, aber niemand
konnte sagen, zu welcher Gattung dies Geschöpf gehört hatte. Neben
diesem Ueberrest sah man einige ungeheure Knochen.
Diese waren zerbrochen und Lindo beugte sich jetzt zu diesen
Ueberbleibseln nieder.
»Kapitän,« rief er. »Seht diesen zerschmetterten Knochen hier an. Das
ist aber kein Bruch, nein, seht die Eindrücke, wie zackig und spitz
dieselben sind. Kapitän, dieser Knochen ist zweifellos von den Zähnen
eines unbekannten riesigen Ungeheuers zerbissen worden.«
3. Kapitel.
Eine abenteuerliche Expedition.
Kapitän Mors konnte nur die Beobachtung seines getreuen Lindo
bestätigen.
Die Knochen, die hier lagen, rührten von einem Ungeheuer her, und sie
waren anscheinend von einem anderen Ungetüm zerbissen worden.
Man hoffte Auskunft von dem Professor, der jetzt eilend herbeikam, und
der ja nicht allein Kenntnisse in der Sternenkunde besaß, sondern auch,
wie es viele Astronomen zu tun pflegen, langjährigen geologischen
Studien obgelegen hatte.
Er betrachtete mit Erstaunen und Interesse diese Ueberreste.
»Der Schädel liegt noch nicht lange hier, Kapitän,« rief er endlich. »Er
ist rein abgenagt und solche Schädel habe ich oft genug in den Museen
der Erde gesehen. Es sind die Schädel von ungeheuren Tieren der Vorzeit,
aber dieses Tier hier ist mir völlig unbekannt. Doch möchte ich
annehmen, daß es zu den Sauriern gehört, zu jenen furchtbaren
Rieseneidechsen, die einst auch die Erde bewohnten.«
»Schöne Bescherung,« meinte Star, indem er forschend umherblickte. »Da
könnte plötzlich solch Beest auftauchen. Herrgott, hat das Ding einen
Rachen! Da wäre unsereiner nur ein Bissen als Frühstück, da müssen wir
uns höllisch in acht nehmen.«
Der Professor hörte diese Worte.
»Ich glaube aber nicht, daß wir jetzt etwas zu fürchten haben, es sieht
so aus, als hätte sich hier vor kurzer Zeit Wasser befunden, welches
durch irgend eine Ursache in die Tiefen der Erde abgeflossen ist. Diese
Rieseneidechsen aber hielten sich immer in der Nähe des Wassers auf.
Unmöglich ist es freilich nicht, daß sich da unten in den Felsenklüften
noch Wasseransammlungen befinden.«
»Gut,« sprach Kapitän Mors. »Da müssen wir eben wachsam sein und immer
die Augen offen halten. Es scheint mir aber, als wenn wir in dieser
trostlosen Gegend nichts zu fürchten hätten. Etwaige tierische Bewohner
des Planeten können sich drüben in den tropischen Wäldern aufhalten.«
Man sah es dem Professor an, daß er förmlich danach lechzte, diese
Seltsamkeiten kennen zu lernen. Er war befriedigt, daß es ihm vergönnt
war, einen Blick in die Vorzeit zu tun, daß er sich auf einem kleinen
Planeten befand, der noch um viele hunderttausend Jahre in der
Entwicklungsgeschichte zurück sein mußte.
Kapitän Mors aber sorgte für Vorsichtsmaßregeln.
Er begann mit Lindo sofort die Reparaturarbeiten vorzunehmen, während
einige Wächter auf der Galerie die Umgebung im Auge behielten.
Lange arbeiten konnte man freilich nicht, da die eigenartige Luft zu
öfterem Ausruhen mahnte. Selbst Kapitän Mors fühlte schon nach wenigen
Stunden eine Erschlaffung, die er kaum mit seiner eisernen Energie
besiegen konnte.
Unter diesen Umständen konnte der erzwungene Aufenthalt auf dem kleinen
Planeten längere Zeit in Anspruch nehmen.
Verdächtiges zeigte sich aber nicht, nichts Lebendes war zu erblicken,
die Wächter sahen keine befremdlichen Erscheinungen. Man hörte nur das
Donnern des Vulkans, der sich aber immer mehr zu beruhigen schien.
Als am dritten Tage der Professor seine Bitte wiederholte, gab Kapitän
Mors nach.
»Ich gehe selbst mit,« sprach er. »Lindo kann während meiner Abwesenheit
die Arbeit allein fortsetzen. Selbstverständlich nehmen wir unsere
elektrischen Waffen mit, auch wollen wir uns nicht allzu weit entfernen.
Unser Marsch geht nach dem Walde hinüber.«
Der Professor strahlte vor Entzücken, der sonst so ernste Mann wußte gar
nicht, wie er seine Freude beherrschen sollte. Er brannte vor Ungeduld,
einen Blick in diese Wunderwelt zu tun, während Kapitän Mors seine
gewohnte Ruhe und Geistesgegenwart zeigte.
Star sollte auch zurückbleiben. Kapitän Mors bestimmte drei Inder, die
ihn und den Professor begleiten sollten.
Hierauf versah man sich mit Lebensmitteln, mit Instrumenten, die ein
Verirren verhindern sollten, ferner mit den furchtbaren elektrischen
Waffen.
Der Planet besaß eine ungemein schnelle Umdrehung, und da er sehr klein
war, so dauerte der Tag wenig mehr als eine Stunde, ebenso war es mit
der Nacht, jedoch erleuchtete während der Finsternis zuweilen der Mond
die seltsame Umgebung.
Damit mußte man also von Anfang an rechnen, und Kapitän Mors beschloß,
während der Dunkelheit verdächtige Distrikte zu meiden. Er setzte sich
mit seinen vier Begleitern in Marsch und nun ging es über das unebene
Terrain nach der Vegetationszone hinüber.
Die eigenartige Luft täuschte und der Wald war ferner, als man geglaubt
hatte.
Durch die mitgenommenen Ferngläser konnte man schon unterscheiden, daß
sich dieser Wald von allem, was man auf der Erde gesehen, bei weitem
unterschied.
Anfangs konnte man die Waldbäume für Palmen halten, aber bei näherer
Betrachtung glichen sie eher riesigen Farren, alles hatte einen
unheimlichen, schier gespenstigen Anblick.
Man sah keinen Vogel, keinen Schmetterling, freilich waren hier noch
immer die kahlen, nackten Felsen. Drüben im Walde konnte es anders sein,
da konnte sich ein merkwürdiges Tierleben zeigen.
Aber jetzt veränderte sich die Formation des Bodens, das Felsgestein
verschwand allmählich, der Boden war weich und sumpfig.
»Acht geben,« klang Kapitän Mors' Stimme, die ganz eigentümlich in der
dicken Luft ertönte. »Acht geben, wir müssen im Gänsemarsch gehen. Einer
hinter dem anderen. Sonst versinken wir hier ins Bodenlose. Das ist ein
Sumpf der Urzeit. Ein Morast, in dem wir spurlos verschwinden können.
Aber hier geht eine Felsenrippe hindurch, die müssen wir benutzen.«
Es war in der Tat die größte Vorsicht geboten, um so mehr, als der
ausnehmend kurze Tag ja schon wieder zu Ende ging und die eben so kurze
Nacht herannahte.
Kapitän Mors und seine Begleiter aber hatten elektrische Laternen
mitgenommen und so konnten sie den steinernen Weg durch den Sumpf
verfolgen. Diese Felsenrippe war der einzige Pfad, welcher zu dem Wald
hinüberführte.
Es wurde schnell dunkel, aber das elektrische Licht zeigte den Weg. An
einer Stelle, wo sich der Felsenpfad verbreiterte, wurde kurze Rast
gemacht. Nach anderthalb Stunden wurde es schon wieder Tag, da sich der
Planet mit riesiger Geschwindigkeit um sich selbst drehte. Links und
rechts war der Morast, aber dort war alles still. Kein Laut unterbrach
das unheimliche Schweigen.
Endlich war man am Walde angelangt, aber Kapitän Mors machte vorläufig
keine Anstalten, hineinzugehen. Der kurze Tag war schon wieder zu Ende.
»Sollen wir nicht ein Feuer anzünden, Kapitän?« fragte Lindo.
»Es würde schwerlich brennen,« erwiderte Kapitän Mors, »denn Du siehst
ja, hier ist alles mit Feuchtigkeit förmlich gesättigt und dann glaube
nur nicht, daß sich die Wesen, die hier leben, durch das Feuer
abschrecken lassen. Im Gegenteil, sie möchten neugierig hinzukommen.«
Bald wurde es wieder dunkel, aber nun hörten die fünf Männer, die am
Rande des Waldes harrten, seltsame Töne, die aus dem scheinbar
undurchdringlichen Dickicht herüberschallten.
Furchtbare Töne waren es. Man hörte ein Schnaufen, ein Aechzen, als wenn
der Sturmwind wehte. Dann krachte es und brach es zwischen den
farrenartigen Bäumen, als ob sich massige Körper hindurchwälzten.
Auch in den Lüften ließen sich sonderbare, schreckliche Laute vernehmen,
ein Klatschen und Flattern, ab und zu hörte man ein durchdringendes
schrilles Pfeifen, einige Male war es den Männern auch, als ob ein
großer schwarzer Schatten durch die Luft und Finsternis segelte.
Als es aber nach anderthalb Stunden hell wurde, war alles ruhig, da war
nichts zu hören und nichts zu sehen.
»Also gibt es auch hier ein Nachtleben,« sprach der Professor zu Mors.
»Eine nächtliche Tierwelt. Die lebt da drinnen in dem Dickicht und
sicherlich war es ein Urvogel oder eine riesengroße Fledermaus, die
während der Dunkelheit über unseren Häuptern dahinflatterte.«
Jetzt versuchte man in das unheimliche Dickicht einzudringen, aber das
erwies sich als unmöglich. Der Boden war weich, durchlässig, wie ein
Schwamm, beim ersten Schritt in das Dickicht mußte man bis an den Leib
einsinken.
Als Lindo es dennoch versuchte, krachte und prasselte es neben ihm in
dem undurchdringlichen Gebüsch, der Inder prallte zurück, aber er
glaubte noch etwas unheimlich Großes gesehen zu haben, welches sich
durch das Dickicht fortwälzte, dunkel, schleimig, ein Untier, welches
offenbar sein Heil in der Flucht suchte.
»Sicherlich ist das eine der Rieseneidechsen gewesen,« sprach der
Professor. »Die hausen hier in dem undurchdringlichen Farrenwalde.
Merkwürdig, daß uns der Koloß nicht angegriffen hat. Das ist ein Beweis,
daß selbst diese Giganten vor dem Anblick der Menschen erschrecken. Wir
mögen dem Riesentier allerdings sonderbar genug vorgekommen sein.«
Einer der übrigen Inder war inzwischen auf einer anderen Stelle in den
Wald gedrungen, aber auch nur wenige Schritte vorwärts gekommen.
Er kehrte rasch zurück und erzählte, daß er ein schlangenartiges Ungetüm
gesehen hätte, welches von einem der Farrenbäume herabglitt und dann
spurlos in dem undurchdringlichen Unterholz verschwand.
»Nun, Professor?« fragte der Kapitän. »Was sagen Sie dazu? Wollen wir
wirklich in den Wald eindringen? Wir müßten allerdings schon wie die
Affen von Baum zu Baum klettern. Aber wenn Sie Lust haben, ich bin dazu
bereit.«
Der Professor bewunderte den kühnen Mann, der so kaltblütig in das
furchtbare Dickicht hineinblickte. Er wußte, daß Kapitän Mors nicht
scherzte, daß dieser mit ihm ging, wenn er den Wunsch aussprach, den
schrecklichen Wald näher untersuchen zu wollen.
»Nein, ich denke, wir lassen es lieber,« erwiderte der Professor. »Das
hieße direkt mit dem Tode spielen. Ja, wenn der Tag länger dauerte, aber
bei dieser kurzen Zeit würde uns ja wieder die freilich kurze Nacht
überraschen. In der Nacht möchten wir den Ungetümen, die den Wald
bewohnen, fast wehrlos gegenüberstehen. Auch weiß ich bereits genug.
Dieser Planet befindet sich in einem Zustand, wie ihn die Erde auch
durchgemacht hat, nämlich zur Zeit der großen Saurier und schließlich
wird auch für diese Miniaturwelt die Zeit kommen, wo sich das allgemeine
Lebensprinzip erfüllt, wo intelligente Wesen anstelle der Ungeheuer hier
treten. Wer weiß, vielleicht ist der Keim zu menschenähnlichen Wesen in
dieser kleinen Welt schon verborgen, vielleicht lebt schon ein Wesen in
diesem Dickicht, aus dem sich dereinst ein vernunftbegabter Bewohner
dieses kleinen Planeten entwickelt. Es gibt hier noch andere Dinge, die
man erforschen kann, daher ist es besser, wenn wir umkehren.«
Kapitän Mors gab seine Einwilligung zu erkennen, es hatte ja auch nicht
den geringsten Zweck, daß man vordrang. Die Farrenbäume wuchsen in einem
Morast, dort liefen die kühnen Eindringlinge Gefahr, spurlos im Sumpf zu
verschwinden.
Nun ging es wieder über die Felsenklippe zurück, wo die Dunkelheit die
Wanderer überraschte. Da hörte man vom Walde her wieder die
schrecklichen Töne, das Aechzen, das Rauschen und Prasseln, den
durchdringenden Schrei und das Flattern des Riesenvogels oder der
ungeheuren Fledermaus, welche durch die Lüfte flog.
Dann kehrte man, als es hell wurde, wieder in die Steinwildnis zurück,
wo der »Meteor« in dem erloschenen Vulkan lag.
Man sah Lindo und Star, die von einigen Indern unterstützt, an dem
Riesenmagneten hantierten.
Die Männer winkten eifrigst, als sie Kapitän Mors und dessen Begleiter
erblickten. Die Rückkehrenden glaubten schon, daß ihre Gefährten in
Besorgnis gewesen seien.
Lindo kam dem Kapitän mit großen Sprüngen entgegen.
Es sah sonderbar aus, wie er mit der Leichtigkeit eines Federballs über
ziemlich hohe Felsblöcke hinwegsprang, aber das war ja kein Wunder, auf
diesem kleinen Weltkörper konnte der um so vieles leichtere
Menschenkörper auch höhere Sprünge unternehmen, ohne sich im mindesten
zu verletzen.
»Was gibt's?« fragte Mors. »Ist etwas Besonderes vorgefallen?«
4. Kapitel.
Die Geheimnisse des Feuerberges.
»Da unten in dem ausgebrannten Vulkan ist es nicht ganz richtig,« meinte
Lindo. »Der ist wohl bloß scheinbar erloschen. Wir haben schon mehrmals
sonderbare Töne vernommen, ein Zischen und Fauchen und zwar als es
dunkel war. Das ist ja hier eine merkwürdige Geschichte. Tag und Nacht
ist so rasch, daß man kaum zur Besinnung kommt. Da unten in dem Krater
sind vielleicht die unterirdischen Gewalten tätig. Genug, da könnte es
leicht sein, daß uns plötzlich ein Lavastrom überraschte. Das wäre doch
eine bedenkliche Sache.«
Kapitän Mors ging sofort nach der Stelle, wo der »Meteor« halb aus dem
Krater hervorragte.
Er bog sich hinab und lauschte nach der Oeffnung hin, die seitwärts in
das Innere des Planeten hineinführte, denn dort waren wohl ehemals die
Lavaströme hervorgekommen.
Es blieb aber alles ruhig, es ließ sich nichts Besonderes vernehmen.
»Es war sicherlich siedende Lava,« sprach Lindo, »es brauste und
zischte, wie in einem Höllenkessel. Da links aber, wo sich die große
Höhlung befindet, da war es auch nicht richtig. Da hinter den
Felsblöcken haben wir auch ein sonderbares Geräusch vernommen, was
freilich ganz anders klang. Ich sage Euch, Kapitän, die unterirdischen
Gewalten ruhen nicht, die können bei der ersten Gelegenheit
hervorbrechen. Da wäre es mit unserem »Meteor« vorbei, da könnten wir
unser Leben auf dem unheimlichen Planeten beschließen.«
Diese Erklärung Lindos brachte Kapitän Mors auf den Gedanken, vorerst
weitere Wanderungen auf dem merkwürdigen Weltkörper zu unterlassen und
seine ganze Energie der Wiederherstellung des Weltenfahrzeuges
zuzuwenden.
Der Professor freilich schwärmte noch immer von diesen Wundern einer
Welt, die für den Erdenkörper seit hunderttausenden von Jahren
verschollen waren. Er glühte vor Forschereifer, er wollte auch die
Geheimnisse des großen Feuerberges erforschen.
Da gab es allerdings Geheimnisse genug, denn dieser Ausbruch war ganz
anders, als eine Katastrophe auf dem Erdball.
Man konnte diese Vulkanausbrüche mit den regelmäßigen Atemzügen eines
schlummernden Riesen vergleichen.
Zeitweise war alles still, diese Ruhe dauerte manchmal eine viertel oder
gar eine halbe Stunde. Da lag der ungeheure Vulkan so ruhig, als wäre
das unterirdische Feuer vollständig erloschen.
Dann aber hörte man ein dumpfes, langanhaltendes Grollen, dem ein
merkwürdiges Aechzen und Schnauben folgte. Es war, als ob das riesige
Ungeheuer, welches in der Tiefe zu ruhen schien, Atem holte und so zu
einer gewaltigen Kraftanstrengung Luft schöpfte.
Dann tönte das Grollen von neuem, unmittelbar darauf folgte eine Art
schreckliches Gebrüll, aus dem hochragenden Gipfel stieg eine
fürchterliche Dampfwolke empor, gleichzeitig sah man durch diese
ungeheuer große Lavastücke in die Lüfte fliegen.
Sie wurden mit einer solchen Gewalt emporgeschleudert, als ob sie aus
der Mündung eines kolossalen Geschützes ausgestoßen würden.
Das war ein großartiger Anblick, noch großartiger aber war es, wenn
dieser Ausbruch in der Dunkelheit erfolgte, wenn diese riesigen
glühenden Lavablöcke auf den Abhängen des Vulkans niederschmetterten,
zerplatzten und einen Feuerregen umherschleuderten.
Es war ein natürliches Feuerwerk, welches aller menschlichen Begriffe
spottete.
Die Leute im Weltenfahrzeug wurden nicht müde, diese entfesselten
Naturgewalten anzustaunen, aber Kapitän Mors winkte jetzt seinem treuen
Lindo, daß er sich beeilen sollte, denn es galt nun, die schwierigste
Arbeit zu verrichten. Die metallnen Gelenke mußten wieder auf den
Diamanten montiert werden und da war die größte Vorsicht geboten.
Die beiden Männer mußten mit Gummihandschuhen arbeiten, damit nicht etwa
ein plötzlich auftretender elektrischer Strom sie zu Boden schleuderte
oder gar tödlich verletzte. Solche Entladungen aber waren in der mit
Elektrizität gesättigten Atmosphäre des kleinen Planeten keine
Seltenheit.
Unablässig bildeten sich Wolken, aus denen der Donner grollte und
furchtbare breite Blitze herniederzuckten. Dann brachte auch wohl eine
vorüberschwebende schwarze Wolke einen fürchterlichen Regenguß, sodaß
der Kapitän und Lindo ins Weltenfahrzeug flüchten mußten.
Da niemand den beiden Männern helfen konnte und nur Mors und Lindo diese
Reparatur herzustellen vermochten, entschloß sich der Professor, mit
Star und einigen Indern nach dem Vulkan zu gehen, um dort die Ausbrüche
zu betrachten.
Kapitän Mors ermahnte sie zur größten Vorsicht und empfahl ihnen, sich
nicht in die Nähe der herabstürzenden Lavablöcke zu wagen, sonst war
nichts dort zu befürchten. In der Nähe des Vulkans gab es kein
Tierleben. Dort hätte selbst eins der Ungeheuer des Waldes dem Wüten der
Naturgewalten erliegen müssen.
Der Professor war sehr froh, daß er den Vulkan untersuchen konnte und
nahm einige Instrumente mit, die ihm zu verschiedenen Beobachtungen
dienen sollten. Gleichzeitig wollte er die Anziehungskraft und
verschiedene andere Eigentümlichkeiten dieses Miniaturplaneten messen.
Die ehemaligen Mannschaften des Unterseebootes aber verließen das
Weltenfahrzeug nicht, da sie sich absolut nicht an die dicke Luft
gewöhnen konnten. Sie blieben also lieber in den Mannschaftsräumen, wo
man mit Leichtigkeit eine Luft herstellte, die der der Erde gleichkam.
Mors und Lindo arbeiteten aber unentwegt an dem Riesenmagneten weiter.
Der Professor und Star aber brachen mit den übrigen Indern auf und
turnten binnen kurzem mit unglaublicher Gewandtheit über das spitze
Felsengestein nach dem Vulkan hinüber.
Hier waren ja die Körper so leicht, hier konnte man scheinbar
unüberwindliche Strapazen mit unglaublicher Schnelligkeit überwinden. Es
sah ordentlich drollig aus, wie die Männer, die noch dazu die
Instrumente trugen, wie die Gemsen von Stein zu Stein hüpften und breite
Spalten ohne Anstrengung übersprangen.
Es schadete nicht einmal etwas, wenn man stürzte, wenn man nur nicht zu
tief fiel, denn bei der Leichtigkeit des Körpers war der Aufschlag ein
so geringer, daß man sich bei solchen Fällen nicht weh tat.
Das einzig Unangenehme war nur der kurze Tag, denn man mußte nach
Verlauf von ein bis einundeinhalb Stunden anhalten, da man trotz der
elektrischen Laternen in der kurzen, aber dunklen Nacht leicht in eine
unbekannte Tiefe stürzen konnte.
Je näher man dem Vulkan kam, desto mehr zeigten sich die unterirdischen
Gewalten. Da hörte man ein Brodeln, ein Zischen und Kochen. Es waren die
Lavabecken, die da unten brodelten, siedeten und kochten.
Mitunter leuchtete auch der Feuerschein herauf und zwar ganz seltsam, es
waren blaue, grüne, gelbe und rote Flammen, im buntesten Gemisch. Diese
sonderbaren Flammen verrieten, daß es ganz eigentümliche Elemente sein
mußten, die sich hier im glühenden Zustande in der flüssigen Materie
befanden.
Weiter drangen die Männer vor, bis sie endlich den kolossalen Vulkan
erreichten. Dort hatte eins der emporgeschleuderten Lavastücke den
Riesenmagneten des Weltenfahrzeuges getroffen und dies wunderbare Werk
des Kapitän Mors zum Absturz gebracht.
Beim Aufstieg mußte man den Vulkan sorgfältig vermeiden.
Das war nicht leicht, denn es schien, als ob eine besondere
Anziehungskraft in diesem Vulkan wohnte, als ob diese das Metall aus
welchem der Rumpf des Weltenfahrzeuges bestand, beherrschte. Man mußte
also die äußerste Vorsicht walten lassen.
Daran hatte auch der Professor gedacht und er freute sich jetzt, daß er
dem Kapitän einen Dienst leisten konnte. Er wollte die Anziehungskraft
des Feuerberges untersuchen, dann würde man schon Mittel und Wege
finden, um das Weltenfahrzeug aus der gefährlichen Nähe des Kraters
bringen zu können.
Dann konnte man auch diese Miniaturwelt wieder verlassen.
Die Inder zeigten sich hier recht tollkühn, aber das war kein Wunder,
Feuerberge waren ihnen nicht fremd und in ihrer Heimat befanden sich die
Riesen der indischen Bergwelt, die weit über die Wolken hinausragten.
Star und der Professor mußten die Ungeduld der Inder sogar zügeln, denn
die waren jetzt sehr unternehmungslustig. Sie stießen sogar noch
glühende Lavablöcke an den Abhängen des Vulkans hinunter, damit sie der
Professor besser untersuchen konnte.
Der Professor hatte alle Hände voll zu tun, er schüttelte wiederholt
verwundert mit dem Kopf. Das Gestein, aus welchem der Feuerberg bestand,
war ganz eigenartig. Es enthielt ein Metall, welches auf der Erde
unbekannt war, aber sicherlich hohen Wert besitzen mußte.