G.

Dies in Antwort Eures Schreibens vom 16. Jul. das ich heute erhalte.

130.

Goethe an Kestner.

Rom d. 19 Febr. 87.

Durch Hrn. v. Pape, der nach Teutschland zurückgeht, muß ich Euch ein

Wort und einen Grus sagen. Ich bin hierher mehr verschlagen worden als

gereist und kann nun nicht genug von dem glücklichen Genuß sagen, den

ich hier finde. Wenn sich nur irgend etwas davon mittheilen ließe.

Dr. Riedel ist nun bey uns angekommen und Landkammerrath geworden. Ich

hätte gewünscht ihm gleich Anfangs nützlich zu seyn. Es wird sich aber

denk' ich schon finden.

Lebt wohl, gedenkt an mich, und grüßt Lotten und die Kinder und wer

Euch nah ist. Mir ist der Kopf von Sehen und Arbeiten, vom schönen

Wetter und den vielen Fastnachtsnarren ganz wüste. Adieu.

Goethe und Werther: Briefe Goethe's, meistens aus seiner Jugendzeit · 第 55 / 63 题