Fragment eines Brief-Conzepts

von Kestner an Goethe nach Empfang des Werther.

(Aus Hannover, vom Ende Sept. oder Anfang Oct. 1774.)

Euer Werther würde mir großes Vergnügen machen können, da er mich an

manche interessante Scene und Begebenheit erinnern könnte. So aber, wie

er da ist, hat er mich, in gewissem Betracht, schlecht erbauet. Ihr

wißt, ich rede gern wie es mir ist.

Ihr habt zwar in jede Person etwas Fremdes gewebt, oder mehrere in

eine geschmolzen. Das ließ ich schon gelten. Aber wenn Ihr bey dem

Verweben und Zusammenschmelzen euer Herz ein wenig mit rathen lassen;

so würden die würcklichen Personen, von denen ihr Züge entlehnet,

nicht dabey so prostituirt seyn. Ihr wolltet nach der Natur zeichnen,

um Wahrheit in das Gemälde zu bringen; und doch habt Ihr so viel

widersprechendes zusammengesetzt, daß Ihr gerade Euren Zweck verfehlt

habt. Der Herr Autor wird sich hiergegen empören, aber ich halte mich

an die Würklichkeit und an die Wahrheit selbst, wenn ich urtheile, daß

der Maler gefehlt hat. Der würcklichen Lotte würde es in vielen Stücken

leid seyn, wenn sie Eurer da gemalten Lotte gleich wäre. Ich weiß es

wohl, daß es eine Composition seyn soll; allein die H....., welche Ihr

zum Theil mit hineingewebt habt, war auch zu dem nicht fähig, was Ihr

eurer Heldin beymesset. Es bedurfte aber des Aufwandes der Dichtung zu

Eurem Zwecke und zur Natur und Wahrheit gar nicht, denn ohne das --

eine Frau, eine mehr als gewöhnliche Frau immer entehrende Betragen

Eurer Heldin -- erschoß sich Jerusalem.

Die würckliche Lotte, deren Freund Ihr doch seyn wollt, ist in Eurem

Gemälde, das zu viel von ihr enthält, um nicht auf sie starck zu

deuten, ist, sag' ich -- doch nein, ich will es nicht sagen, es

schmerzt mich schon zu sehr da ichs denke. Und Lottens Mann, Ihr

nanntet ihn Euren Freund, und Gott weiß, daß er es war, ist mit ihr --

Und das elende Geschöpf von einem Albert! Mag es immer ein eignes nicht

copirtes Gemählde seyn sollen, so hat es doch von einem Original wieder

solche Züge (zwar nur von der Aussenseite, und Gott sey's gedankt, nur

von der Aussenseite) daß man leicht auf den würklichen fallen kann.

Und wenn Ihr ihn so haben wolltet, mußtet ihr ihn zu so einem Klotze

machen? damit ihr etwa auf ihn stolz hintreten und sagen könntet, seht

was ~ich~ für ein Kerl bin!

107.

Goethe an Kestner und Lotte.

(Oct. 1774.)

Ich muß euch gleich schreiben meine Lieben, meine Erzürnten, dass mirs

vom Herzen komme. Es ist gethan, es ist ausgegeben, verzeiht mir wenn

ihr könnt. -- Ich will nichts, ich bitte euch, ich will nichts von euch

hören, biss der Ausgang bestätigt haben wird dass eure Besorgnisse zu

hoch gespannt waren, biss ihr dann auch im Buche selbst das unschuldige

Gemisch von Wahrheit und Lüge reiner an eueren Herzen gefühlt haben

werdet. Du hast Kestner, ein liebevoller Advokat, alles erschöpft,

alles mir weggeschnitten, was ich zu meiner Entschuldigung sagen

könnte; aber ich weis nicht, mein Herz hat noch mehr zu sagen, ob sichs

gleich nicht ausdrücken kann.

Ich schweige, nur die frohe Ahndung muss ich euch hinhalten, ich

mag gern wähnen, und ich hoffe, dass das ewige Schicksaal mir das

zugelassen hat, um uns fester an einander zu knüpfen. Ja meine Besten,

ich, der ich so durch Lieb an euch gebunden bin, muss noch euch und

euern Kindern ein Schuldner werden für die böse Stunden, die euch meine

-- nennts wie ihr wollt, gemacht hat. Haltet, ich bitt euch, haltet

Stand. Und wie ich in deinem letzten Briefe dich ganz erkenne Kestner,

dich ganz erkenne Lotte, so bitt ich bleibt! bleibt in der ganzen

Sache, es entstehe was wolle. -- Gott im Himmel man sagt von dir: du

kehrest alles zum besten.

Und, meine lieben wenn euch der Unmuth übermannt, denkt nur denkt, dass

der alte euer Goethe, immer neuer und neuer, und jetzt mehr als jemals

der eurige ist.

108.

Kestner an v. Hennings.

Hannover d. 7. November 1774.

Ihren Brief, Liebster Freund, würde ich nicht verstehen, wenn ich

es nicht längst vorausgesehen hätte, daß die Leiden des jungen

Werthers den Mißverstand erregen würden, den ich aus Ihrem Briefe in

_Berlin_ gewahr wurde. Aber warum war nicht mein erster Ausruf:

»Ich bin glücklich wie man es in der Welt seyn kann! Ich bin nicht zu

bedauren, wenigstens nicht in dem Verstande, wie Sie meynen. Ich traure

nicht.« -- Mit einem Worte, es ist alles Irrthum, und es geht mir nahe,

daß dieses Sie betrüben müße. Ich will Ihnen, so viel wie möglich

das Räthsel auflösen. Hätten Sie meinen Brief, den ich vor ohngefähr

einem Jahre von hier schon an Sie nach Berlin geschrieben, erhalten,

so hätte es zu dem Irrthum wahrscheinlich nicht kommen können. Er muß

aber verloren gegangen seyn. Ich bin schon seit mehr als 1-1/2 Jahren

nicht mehr zu Wetzlar, sondern hier als königlicher Archiv-Secretair.

Ehe ich aus Wetzlar gereiset, 2 Monat vorher, bin ich mit meinem

Lottchen auf ewig verbunden, und es war mir wohl, als ich es war, und

bin es noch. Darauf führte ich Lottchen in meinem Herzen im Triumph

hierher. Sie ward aufgenommen, wie sie es verdiente. Zu Wetzlar war

ich meiner Stelle müde, ich suchte daher zurückberufen zu werden, und

erhielt die jetzige Stelle, die zwar noch nicht viel einträgt, die ich

aber doch gern annahm, um erst wieder hierher zu kommen. Bald nachher

erhielt ich einen Brief über Wetzlar von Ihnen. Ich antwortete bald und

schrieb Ihnen meine ganze Geschichte. Ich schickte diesen Brief an den

Churbrandenburgischen Legations-Secretair Ganz zu Wetzlar; der ihn aber

nicht bestellt haben muß, oder er ist sonst verloren. Nunmehr erwartete

ich längst eine Antwort und war immer im Begriff noch einmal zu

schreiben, denn Sie sind noch immer mein erster Freund, und ich Ihnen

ganz der nämliche, der ich immer war. Zu Wetzlar habe ich nur einen

gefunden, den ich Ihnen gleich nachsetze; sein Namen ist schon bekannt

genug, er heißt Goethe. Sie können es daraus schliessen, daß er mir

mit den Leiden des jungen Werthers, ohne Vorsatz jedoch, und in seiner

Autor-Wärme, oder _Etourderie_, keinen angenehmen Dienst gethan

hat; indem mich vieles darin verdrießt, so wie meine Frau auch, und

der Erfolg uns doppelt verdrießt: Aber dennoch bin ich geneigt es ihm

zu verzeihen; doch soll er es nicht wissen, damit er sich künftig in

Acht nimmt. Im Vertrauen will ich Ihnen dieses und die Geschichte des

Werthers näher erklären, wovon Sie aber nur einen behutsamen Gebrauch

machen sollen; doch aber bitte ich einigen Gebrauch davon zu machen.

Im ersten Theile des Werthers ist Werther Goethe selbst. In Lotte und

Albert, hat er von uns, meiner Frau und mir, Züge entlehnt. Viele von

den Scenen sind ganz wahr, aber doch zum Theil verändert; andere sind,

in unserer Geschichte wenigstens, fremd. Um des zweyten Theils Willen,

und um den Tod des Werthers vorzubereiten, hat er im ersten Theile

verschiedenes hinzugedichtet, das uns gar nicht zukömmt. Lotte hat

z. B. weder mit Goethe, noch mit sonst einem anderen in dem ziemlich

genauen Verhältniß gestanden, wie da beschrieben ist; Dieß haben wir

ihm allerdings sehr übel zu nehmen, indem verschiedene Nebenumstände

zu wahr und zu bekannt sind, als daß man nicht auf uns hätte fallen

sollen. Er bereut es jetzt, aber was hilft uns das. Es ist wahr, er

hielt viel von meiner Frau; aber darin hätte er sie getreuer schildern

sollen, daß sie viel zu klug und zu delicat war, als ihn einmal so

weit kommen zu lassen, wie im ersten Theile enthalten. Sie betrug sich

so gegen ihn, daß ich sie weit lieber hätte haben müssen, als sonst,

wenn dieses möglich gewesen wäre. Unsere Verbindung ist auch nie

declarirt gewesen, zwar nicht heimlich gehalten; doch war sie viel zu

schamhaft als es irgend jemanden zu gestehen. Es war auch keine andere

Verbindung zwischen uns, als die der Herzen. Erst kurz vor meiner

Abreise, (als Goethe schon ein Jahr von Wetzlar weg, zu Franckfurt,

und der verstellte Werther 1/2 Jahr todt war) vermählten wir uns. Hier

erst, nach Verlauf eines ganzen Jahres, seit unseres Hierseyns, wurden

wir Vater und Mutter. Der liebe Junge lebt noch, und macht uns Gottlob

viel Freude. Sonst ist in Werthern viel von Goethe's Character und

Denkungsart. Lottens Portrait ist im ganzen das von meiner Frau. Albert

hätte ein wenig wärmer seyn mögen.

So viel vom ersten Theile. Der zweyte geht uns gar nichts an.

Da ist Werther der junge Jerusalem; Albert der Pfälzische

_Legations_-Secretair, und Lotte des letzteren Frau; was nämlich

die Geschichte anbetrifft, denn die Charactere sind diesen drey Leuten

größtentheils nur angedichtet. Von Jerusalem wußte aber der Verfasser

seine vorherige Geschichte vermuthlich nicht, darum schickte er die im

ersten Theile voraus, und setzte verschiedenes hinzu, um den Erfolg des

zweyten Theils wahrscheinlich zu machen, und diesem mehreren Anlaß zu

geben. Der Albert des zweyten Theils war freilich etwas eifersüchtig,

aber stand doch nicht in dem Verhältniß mit seiner Frau, wie da

beschrieben ist. Seine Frau ist ein sehr hübsches, sanftes, gutes

Geschöpf; aber nicht das Leben in ihr, was ihr da beygelegt wird; sie

war auch zu der kleinen Untreue nicht einmal fähig, und auch sie betrug

sich viel eingezogener gegen Jerusalem, der sie freylich sehr liebte,

aber doch im beleidigten Ehrgeiz, mehr als in der unglücklichen Liebe

den Grund zu seinem letzten Entschlusse fand. Er beredete sich aber

vielleicht selbst, daß das Letzte die Hauptursache sey, und die letzte

Veranlassung ist die Liebe selbst gewiß gewesen. Es ist zwar wieder

wahr daß ich ihm die Pistolen dazu hergeliehen. Aber daß er sie dazu

mißbrauchen würde, ließ ich mir nicht einmal träumen. Ich kannte ihn

nur wenig, und meine Frau noch weniger; denn er entfernte sich die

mehrste Zeit von den Menschen. Ich wußte von seinen Grundsätzen nichts;

und von seiner Liebes-Geschichte nur, was das _Publicum_ wußte;

das war nicht viel. Er war nur zwey Mal bey mir gewesen, und bey dieser

Gelegenheit hatte er vielleicht die Pistolen bey meiner Cammerthür

hängen sehen. Er schrieb mir das eingerückte Billet würklich, und aus

Höflichkeit schickte ich ihm die Pistolen, ohne Bedenken. Sie waren

nicht geladen; ich hatte nie damit geschossen. -- Er war ein guter

melancholischer Junge; aber das hätte sich niemand von ihm träumen

lassen; es hat es mir auch niemand verdacht.

Diese Jerusalemische Geschichte, die ich möglichst genau erforschte,

weil sie merkwürdig war, schrieb ich mit allen Umständen auf, und

schickte sie Goethen nach Franckfurt; der hat denn den Gebrauch im

zweyten Theil seines Werthers davon gemacht, und nach Gefallen etwas

hinzugethan.

Sie sehen also, daß Sie mich ohne Ursache bedauert haben; und ob wir

gleich sehr ungern durch das Buch in das Gespräch des Publicums auf

solche Art kommen, so freut uns doch, daß es ohne Grund geschieht,

und Dank seys dem Höchsten, wir glücklich, zufrieden und vergnügt mit

einander gelebt haben und noch leben. Ein geheimer Schrecken überfällt

mich manchmal, wenn ich denke, diese Welt, und in so glücklicher Ehe!

Darum ertrage ich gern, wenn ich es mir übrigens ein wenig sauer werden

lassen muß, da mein Vater inzwischen verstorben ist, meine Einnahme

nicht groß, der Aufenthalt hier kostbar ist. Ich nehme dieß gern als

ein kleines Gegengewicht unseres Glückes an, zumal da es mir noch an

nichts gefehlt hat, und noch nicht fehlet, auch meine _Praxis_

immer etwas zunimmt, und die Aussicht zu besseren Umständen da ist.

Als Goethe sein Buch schon hatte drucken lassen, schickte er uns ein

Exemplar, und meinte Wunder was er für eine That gethan hatte. Wir

aber sahen es gleich voraus, wie der Erfolg seyn würde, und Ihr Brief

bestätigt eine Art unserer Prophezeihung. Ich schrieb ihm und zankte

sehr. Nun sah er erst ein was er gethan hatte; das Buch war aber schon

an die Buchführer gelangt, und er hoffte noch, daß wir uns geirrt haben

sollten.

Ehe ich weiter schreibe, bitte ich Sie inständigst diesen Brief gleich

zu verbrennen; wenn er verloren gienge, so bekämen wir eine neue

Auflage mit Anmerkungen. Ich habe mir vorgenommen, mich künftig zu

hüten, daß ich keinem Autor etwas schreibe, was nicht die ganze Welt

lesen darf.

Nun aber ersuche ich Sie, bey Mendelsohn und sonst zu äussern, daß

Sie gewiß wüßten, daß in dem Buche die Jerusalemische Geschichte

hauptsächlich zum Grunde liege. (Dieß ist wahr, und dem Todten

gleichgültig.) Allenfalls können Sie hinzusetzen, daß die Charactere

zum Theil wahr wären, aber nicht in der Maaße, daß der tragische

Erfolg daraus fliessen könne. Wenn uns jemand kennt, so suchen Sie das

Nachtheilige, das im Buche von uns liegt, von uns abzuwenden. Meiner

Frau Bild ist in dem, was an Lotten liebenswürdig und untadelhaft ist,

getreu. Schliessen Sie daraus, wie natürlich es zugegangen, daß ich sie

lieben mußte, da ich sie in ihrer unerfahrenen Jugend kennen lernte.

Wenn ich von ihr hätte lassen müssen; so stehe ich nicht dafür, ob ich

nicht Werther geworden wäre. Darin erkenne ich mich in Albert nicht.

Sagen Sie aber, was soll ich bey der Geschichte anders thun, als sie

übersehen. Zu redressiren ist sie nicht. Goethe hat's gewiß nicht übel

gemeint; er schätzte meine Frau und mich dazu zu hoch. Seine Briefe und

seine andern Handlungen beweisen es. Er betrug sich auch viel größer,

als er sich im Werther zum Theil geschildert hat. Uebrigens kann uns

die Geschichte bey denen, die uns nur halb kennen, nicht schaden. Der

Augenschein ist zu sichtbar ~für~ uns, da unser gutes Verständniß

unter einander bekannt ist.

109.

Goethe an Kestner.

v. 21. Nov. 1774.

Da hab ich deinen Brief, Kestner! An einem fremden Pult, in eines

Malers Stube, denn gestern fing ich an in Oel zu malen, habe deinen

Brief und muss dir zurufen Dank! Dank lieber! Du bist immer der Gute!

-- O könnt ich dir an Hals springen, mich zu Lottens Füssen werfen,

Eine, Eine Minute, und all, all das sollte getilgt, erklärt seyn was

ich mit Büchern Papier nicht aufschliessen könnte! -- O ihr Ungläubigen

würd ich ausrufen! Ihr Kleingläubigen! -- Könntet ihr den tausendsten

Theil fühlen, was Werther tausend Herzen ist, ihr würdet die Unkosten

nicht berechnen, die ihr dazu hergebt! Da lies ein Blättgen, und sende

mirs heilig wieder, wie du hier drinnen hast. -- Du schickst mir

Hennings Brief, er klagt mich nicht an, er entschuldigt mich. Bruder

lieber Kestner! wollt ihr warten so wird euch geholfen. Ich wollt

um meines eignen Lebens Gefahr willen Werthern nicht zurückrufen,

und glaub mir, glaub an mich, deine Besorgnisse, deine _Gravamina_,

schwinden wie Gespenster der Nacht wenn du Geduld hast, und dann --

binnen hier und einem Jahr versprech ich euch auf die ~lieblichste~,

~einzigste~, ~innigste~ Weise alles was noch übrig seyn mögte von

Verdacht, Missdeutung &c. im schwäzzenden Publikum, obgleich das eine

Heerd Schwein ist, auszulöschen, wie ein reiner Nordwind, Nebel und

Dufft. -- Werther muss -- muss seyn! -- Ihr fühlt ~ihn~ nicht, ihr

fühlt nur ~mich~ und ~euch~, und was ihr ~angeklebt~ heisst -- und

trutz euch -- und andern -- ~eingewoben~ ist -- Wenn ich noch lebe, so

bist dus dem ichs danke -- bist also nicht Albert -- Und also --

Gib Lotten eine Hand ganz warm von mir, und sag ihr: Ihren Nahmen von

tausend heiligen Lippen mit Ehrfurcht ausgesprochen zu wissen, sey doch

ein Aequivalent gegen Besorgnisse, die einem kaum ohne alles andere im

gemeinen Leben, da man jeder Baase ausgesetzt ist, lange verdriesen

würden.

Wenn ihr brav seyd und nicht an mir nagt, so schick ich euch Briefe,

Laute, Seufzer nach Werthern, und wenn ihr Glauben habt, so glaubt dass

alles wohl seyn wird, und Geschwäz nichts ist, und beherzige deines

Philosophen Brief -- den ich geküsst habe --

-- O du! -- hast nicht gefühlt wie der Mensch dich umfasst, dich

tröstet -- und in deinem, in Lottens Werth Trost genug findet, gegen

das Elend das schon euch in der Dichtung schröckt. Lotte, leb wohl --

Kestner du -- habt mich lieb -- und nagt mich nicht --

Goethe und Werther: Briefe Goethe's, meistens aus seiner Jugendzeit · 第 40 / 63 题