Und in die Menschenheit eingestimmt
Ziehst du zum Werk, von einer See
Wie getragen, in fühlender Entfaltung.
Siehst Jugend und Arbeit der Menschen-Idee,
Dein Auge selbst ist sie, schon Gestaltung,
Mild überscheinend und königlich bestimmt.
Denn die Idee ist brüderlich, sinnvoll und bereit,
Ist die Tiefe der Menschlichkeit;
Ihr Wille ist Größe, die kein Ende nimmt.
Tönend, namenlos erhört dich und weitet die Schwebung,
Jeder Haß vor dir ist ohne Halt;
Denn deine Brust ist gelöst in der Strebung.
Helle Wirklichkeit atmet deine Gestalt,
Als sei die Wahrheit selbst deine gütige Gewalt.
Ureigen unbeirrlich ist dein Lieben.
Du beherrschst allfühlend die Bewegung und Dauer
Und findest, von wogendem Wollen getrieben,
Die Tröstung noch der wirresten Trauer.
Der stampfenden Schöpfung gläubiger Erspürer,
Lobpreisend, beseelend -- zu hebender Tat
Fühlst du dich Führer.
Und hellhoch über das Volk, das gewaltig genaht,
Und im ungeheuren Schweigen
Aufblickt zu dir, um dann
Hinzuströmen zum heilig zähen Erzeugen,
Jeder beseligt, so gönnend, so machtvoll er kann:
Braust, singender Sturm, deine Stimme:
»Weit Erschütternder über der Welt!
Wie ich, dein Kind, zum Tagwerk mühend mich krümme,
Sei deines Kindes Tag zur Ewigkeit erhellt.
Gewaltiger in der Welt! Heb' uns empor!
Laß mitliebend mitklingen im Chor
Alle Nation, mitleidend den Leiden;
Daß ihr Wille, unbesiegbarer Stern, bestehe,
Und sie die Arme frei und göttlich breiten
Über sich selbst in die Höhe!«