Nun weißt du es. Was Aufschwung schien,
War Niedergang. Maßlos und blind
Stürmtest du die Erde; kühn
Wähntest du dich und warst nur Wind.
Kein Mitmensch war, kein Hindernis,
Nicht Zukunft, nicht Vernunft:
Nur brüllendes spottendes Ereignis,
Aber Feuer allein wollte nicht brennen,
Verlosch, ward Asche für den Wind.
Nun bist du gefügt und kannst erkennen.
Nun weißt du, wo die Tat beginnt,
Fühlst sie aufsteigen in dir wie ein Lied.
Nicht im Rausch, tobsüchtig ungesinnt,
Närrisch lachend, entblößt,
Du ganz einzelnes wirbelndes Glied,
Besinnlich nach Irrfahrt und Torheit,
Gier, die gegen die Erde stößt,
Ohne Not, ohne Wert, nur ins Weite weit --
Die Tat ist im Wert!
Denn nur als Teil alles Menschengefühls
Bist du ein ganzes Sein,
Erschütternd und auferstanden groß.
Nur im Gelöbnis des innersten Ziels
Ist auch der Zorn heilig und rein.