Ich war noch jung, und konnte schon das Land
Nicht mehr ertragen, da es von bigotten
Bewohnern starrte, unbewegt. Am Rand
Von Aschenhügeln schien man hinzutrotten.
So suchte ich das Meer -- und fand es ganz!
In düstertiefer Pracht, verwühlt und wild,
Dann wieder friedlich gleitend, in den Glanz
Der Sonne eingeflossen, tief und mild.
Für meine Nacktheit hatte ich als Hülle
Den Himmel nur. Ich brauchte mich nicht bergen
Und kleiden wie die Menschen, deren Fülle
Am Stein der Stadt verkümmert wie bei Zwergen.
Ein heller Segler war mein Eigentum
Und außer ihm die kühne Himmelsweite.
Der jungen Freiheit unbegrenzter Ruhm
Schien unvergänglich wie das Weltgezeite.
Ich stand am Bug und dehnte meinen Leib
In glühnder Kraft tief in die Luft hinein.
Wie hingejubelt war ich an ein Weib,
Erschauernd süß im Welt-Umschlungensein --.
Da trieb ein giftiger Wind mich an das Land --
Gleich kamen Menschen, meinen Stolz zu lähmen
Mit Hohn. Ich warf mich weinend in den Sand
Und fühlte mich der nackten Reinheit schämen.