III

Der Lärm des Lebens knattert, pfeift und singt,

Ein Hagelsausen, das die Leiber düngt.

Muß an der Erde wie an einem Stein

Die unbegrenzte Brust gekreuzigt sein?

O möchte doch Aufruhrmusik erklingen,

In einen Taumeltraum die Leiber schwingen!

Doch schweige, Lust! Dein Aug' ist nachtbenetzt,

Dein Weg ist todwärts durch den Raum gehetzt.

Wir können nicht die Erdenmacht zersprengen,

Solang wir Tiere sind in Felsenhängen.

Wir können nicht die Sonne niederreißen

Und nicht den Erdball in den Himmel schmeißen.

Wir sind gebannt, auch wenn wir rasend rennen,

An unser Fleisch, das wir den Menschen nennen.

Wir heulen einen tief zerstückten Schrei

Nach einem Sein, das mehr als Dasein sei.

Der kaum Geborne schreit schon Widerstand,

Als fürchte er den erdverfluchten Sand.

Was bleibt an Mut im Elendeinerlei?

Ein bißchen Glück, ein bißchen Narretei.

Man kreischt und zittert in den Erdenklippen --,

Und schweigt verbissen mit zerquälten Lippen.

Die Erdenfreunde sinken Blick in Blick --

Ein letzter Liebehaß zerreißt ihr Glück.

Und über allem brausen die Fanfaren,

Den Tod der Erde grell zu offenbaren.

Der unendliche Mensch: Gedichte · 第 12 / 79 题