* * * * *
Sechs Stunden vor der Lombardia hatte ein spanischer Dampfer,
gleichfalls mit Bestimmung nach Barcelona, Teneriffa verlassen.
»Den werden wir morgen vormittag schon eingeholt haben!« sagte der
Kapitän.
Am Morgen spähten Carlos und Nicolás nach dem spanischen Dampfer aus,
aber er war noch nicht sichtbar.
Der Herr aus Coruña mit den karierten Hosen stand, sein Fernglas in der
Hand, auf Deck, suchte den Horizont ab und sagte triumphierend: »Den
holen wir nie ein, der Kapitän hat wieder einmal den Mund zu voll
genommen.«
Nicolás fragte verwundert: »Freuen Sie sich denn, wenn jener dreckige
Kasten gewinnt?«
»Was für ein Landsmann bist du?« fragte der Herr aus Coruña ein wenig
herausfordernd.
»Argentiner!« antwortete Nicolás stolz.
»So, und wenn jener dreckige Kasten ein Argentiner wäre, würdest du dich
freuen, wenn unser Schiff gewönne?«
»Ja,« antwortete Nicolás »denn wir sind ja selbst darauf!«
»Du bist mir ein trauriger Patriot,« antwortete der Herr aus Coruña und
klopfte ihm auf die Schulter, »ich bin ein Spanier, und jener dreckige
Kasten ist es auch, ich wünsche ihm von ganzen Herzen den Sieg!«
Damit richtete er sein Fernglas wieder nach dem Horizont.
* * * * *
Als Carlos und Nicolás kurz darauf nach Zwischendeck gingen, waren sie
aufs höchste überrascht: dort stand der blinde Passagier von gestern und
putzte eifrig Blechteller.
Er sah die Knaben, und sein Gesicht hellte sich auf. Rasch kam er auf
sie zu, erfaßte ihre Hände und drückte sie lange und herzlich: »Tausend
Dank, meine kleinen Herren, Sie haben mir einen großen Dienst erwiesen.«
Tränen standen in seinen Augen. »Von einem Matrosen habe ich erfahren,
daß Sie es waren, die mir das Geld schenkten.«
»Ja, aber wie sind Sie wieder aufs Schiff gekommen?!« riefen Carlos und
Nicolás.
»So ... mit einem Boot!« antwortete er und zwinkerte schlau mit den
Augen.
Jubelnd liefen Carlos und Nicolás zu Herrn Dr. Bürstenfeger: »Der arme
Anarchist ist wieder da!«
Gleichfalls überrascht hörte Herr Dr. Bürstenfeger die Nachricht.
Schließlich meinte er nicht ohne Bedenklichkeit: »Er wird sich doch
nicht wieder eingeschmuggelt haben?«
Gleich begab er sich zum Schiffskommissar, um Näheres zu erfahren.
Der Schiffskommissar lachte: »Das haben Sie auf dem Gewissen, mit Ihrem
Geld hat er einen Bootsmann bestochen und sich als Kohlenträger in der
Dunkelheit wieder eingeschlichen.«
»Herr Kommissar, dann wäre ich ja das indirekte Werkzeug dieser Tat!«
meinte Herr Dr. Bürstenfeger in peinlichster Verwirrung.
»Beruhigen Sie sich nur, in diesem Falle war es eine gute Tat; der arme
Teufel wollte zu seiner schwerkranken Frau nach Barcelona und hatte kein
Reisegeld, aber wir haben strenge Order, blinde Passagiere an Land zu
setzen.« Er lachte wieder. »Da er nun aber wieder da ist, muß er mit
nach Barcelona, ins Wasser kann man ihn nicht werfen.«
Beruhigt und erfreut antwortete Herr Dr. Bürstenfeger: »Dann freilich
war das die beste Wendung, Herr Kommissar!« ...
Als Carlos und Nicolás am nächsten Morgen auf Deck erschienen, stand
dort alle Welt, die Ferngläser und Operngucker nach dem spanischen
Dampfer gerichtet, der einige Seemeilen vor ihnen herdampfte. Er
entsandte eine dicke Rauchsäule; man konnte schon die Farben des
Schornsteins erkennen.
Der Herr mit der Reisemütze lachte: »Er will nicht schmählich überholt
werden und arbeitet mit Volldampf!«
Ein Franzose aus Teneriffa meinte: »Auch die Lombardia spart nicht die
Kohlen, sie sollte dem Spanier mehr Verachtung zeigen.«
»Nur zu, nur zu!« meinte ein aufgeregter Herr aus Triest.
Der Herr aus Coruña stand abseits, zuckte die Achseln und versuchte
hämisch und überlegen zu lächeln.
Carlos und Nicolás aber glühten vor Stolz und Begeisterung für die
Lombardia.
Sie liefen zu ihrem Lehrer, der auf der anderen Seite des Decks stand:
»Herr Dr. Bürstenfeger, kommen Sie, wir überholen den Spanier, wir
gewinnen!«
»Ich habe keinen Sinn für diese alberne Wettfahrt,« antwortete Herr Dr.
Bürstenfeger, »ich betrachte jetzt das Meer; so schön und so licht war
es auf der ganzen Reise noch nicht, schaut doch: geradezu ins Unendliche
scheint der Horizont gerückt!«
Aber Carlos und Nicolás waren bereits auf und davon und wieder zurück
nach der anderen Deckseite.
Der Herr mit der fahlen Glatze, der neben ihnen stand, meinte kurz:
»Wenn dieser Spaß noch andauert, prophezeie ich beiden Schiffen eine
Kesselexplosion!«
* * * * *
Es war am nächsten Tag; Carlos und Nicolás waren auf Zwischendeck. Unter
den Passagieren, die in Teneriffa an Bord gekommen waren, sahen sie
einen spindeldürren alten Mann mit einer Adlernase. Er trug einen
verblichenen blauen Rock und Zwillichhosen. Über dem eingesunkenen Leib
baumelte eine schwere silberne Uhrkette. Die magere Brust bedeckte eine
Lavallièrekrawatte, reichlich bedeckt mit Speiseresten.
Neben ihm auf einem Feldstuhl saß eine hagere, alte Frau in einem
schmutzigen Waschkleide von sehr jugendlichem Schnitt, einen
aufgespannten Sonnenschirm in der Hand. Das Gesicht war voller Falten,
aber ihr schwarzes Haar, das seltsam aufgeklebt schien, zeigte keinen
einzigen weißen Faden.
Mit lauter Stimme, die manchmal überschnappte, und lebhaften Gebärden
trug der Greis einem Haufen, der ihn umstand, ein Gesangstück vor.
Carlos und Nicolás blieben in einiger Entfernung stehen und hörten zu.
Als er geendet hatte, wurde laut bravo gerufen und geklatscht. Viele
schrien begeistert: »_Da capo, da capo!_«
Der Alte dankte lächelnd herablassend und setzte sich neben die Frau auf
einen Holzkoffer. Mit nachlässiger Gebärde holte er eine Zigarre aus
seiner Tasche und steckte sie an.
Carlos und Nicolás fragten sich; wer wohl diese beiden alten Leute sein
möchten.
Der Alte aber, der neulich Zeuge ihres Wiedersehens mit dem blinden
Passagier gewesen war, hatte sie schon längst bemerkt.
»Meine jungen Herren,« sagte er und verneigte sich leicht, »ich weiß
nicht, ob Sie meine Darbietung angehört haben; aber immerhin, wollen Sie
uns nicht die Ehre erweisen, näher zu treten?«
Er stand auf und machte eine großartige Verbeugung: »Mein Name ist
Vittorio Chiasaponte!«
Etwas verwirrt über eine so ungewöhnliche Ansprache, traten die Knaben
heran.
»Hier stelle ich Ihnen meine Gattin vor!« Der Alte zeigte nach der Dame
auf dem Feldstuhl, die sich mit einem huldreichen Lächeln verneigte.
»Santa Madonna, ohne mich brüsten zu wollen, aus dem Nichts zog ich sie
einst empor, in Lumpen gehüllt; ich brachte sie zur Erkenntnis ihres
schlichten Talentes, machte sie zur Sängerin, die sie wurde, machte sie
zu meiner Gattin!«
»Ja, das tat er«, nickte sie mit Überzeugung. Und emphatisch die Hand in
die Höhe bewegend: »Er, der große Vittorio! Ich habe ihm zu danken bis
zu meinem letzten Atemzuge!«
»Schon gut, schon gut, Elvira«, winkte der Künstler gutmütig ab. Mit
schmerzlichem Pathos fuhr er fort: »Freilich, Signorini, die Zeit meines
großen Wirkens liegt hinter mir, die Zeit, da mein Name in der Welt
jenen Klang hatte, den heute noch die Annalen eines Teatro San Carlo und
einer Scala verzeichnen, und der erlöschen muß, wenn es der Ratschluß
der grausamen Nachwelt bestimmt, die Schauspielern, Sängern und
Virtuosen niemals dankbar war!«
»Vittorio, das wird nicht geschehen!« rief die Gattin.
»Wie dem auch sei!« Zwei Zornesfalten erschienen auf seiner Stirn. »Der
Schauplatz meines Wirkens hat sich verändert; Haß und Neid haben mich
von den großen Bühnen vertrieben; einzig allein mir selbst angehörend,
reise ich mit meiner treuen, geliebten Elvira als freier Künstler in der
Welt umher!«
»Bravo, bravissimo!« sagte ein kleiner Mann, der ein rotes Halstuch
trug. Ein Beifallsgemurmel ertönte umher.
Chiasaponte trat einen Schritt zurück und machte vor Carlos und Nicolás
nochmal eine Verbeugung: »Signorini, meine Gattin und ich stehen mit
unserem reichen Repertoire«, er zeigte in der Richtung der ersten
Klasse, »einem hochdistingierten, hochkultivierten Publikum jederzeit
zur Verfügung. Wenn Sie geneigt wären, in diesem Sinne ein Abkommen zu
vermitteln, wäre an Chiasaponte die Reihe, Ihnen zu dienen!«
Carlos und Nicolás standen ein wenig verlegen da, sie hatten den Inhalt
seiner Rede nicht ganz verstanden.
Der kleine Mann mit dem roten Halstuch trat vor: »Il Signor Chiasaponte
bittet euch, zu euren Leuten in die erste Klasse zu gehen und ihnen die
Mitteilung zu machen, daß zwei große Künstler«, er wies auf das Paar,
»oben eine Gesangsvorstellung zu veranstalten beabsichtigen --
selbstverständlich«, der kleine Mann neigte sein Gesicht zu Carlos und
Nicolás herab und rieb den Daumen gegen den Zeigefinger -- »gegen
entsprechende Bezahlung!«
Die Knaben hatten jetzt vollkommen begriffen. Hocherfreut über die
Aussicht auf Theater, eilten sie nach der ersten Klasse.
Der Vorschlag wurde von der Gesellschaft angenommen. Die
Honorarbedingungen lauteten: Nach der Vorstellung wird eingesammelt.
Chiasaponte war mit dem Anerbieten vollkommen einverstanden. In Sachen
der Kunst, meinte er, sei die Geldfrage Nebensache.
Die Vorstellung wurde für den nächsten Tag bestimmt. Carlos und Nicolás
konnten die Zeit kaum erwarten.
Am folgenden Abend nach dem Essen stand auf Deck eine improvisierte
Bühne. Straff gespannte Segeltücher, mit Fahnen behängt, bildeten den
Hintergrund und die Seiten, zwei große Fahnen den Vorhang.
Das Publikum erschien vollzählig und pünktlich. Auch die Passagiere der
zweiten Klasse waren eingeladen; die Versammlung bestand aus mehr als
sechzig Personen.
Bereits über zehn Minuten wartete man; das Publikum wurde ungeduldig,
begann zu scharren und zu stampfen.
Da sahen Carlos und Nicolás in der Dunkelheit zwei abenteuerlich
gekleidete Gestalten die Treppe nach Deck hinaufsteigen und schnell
hinter der Bühne verschwinden.
Der Vorhang bewegte sich, man hörte dahinter leise und aufgeregt
sprechen. Die Knaben unterschieden Chiasapontes Stimme. Dann wurde es
still, und bald nachher öffnete sich der Vorhang. Rechts im Vordergrund
der Bühne stand das Klavier vom Salon. Daran saß ein Herr aus der ersten
Klasse, der sich lächelnd gegen das Publikum verneigte. Links weiter
hinten stand ein kleiner runder Tisch.
Hinter der Szene hörte man wieder Chiasapontes Stimme, eine Hand mit
einem Glas Wasser kam zum Vorschein. Der Herr am Klavier stand auf, nahm
das Glas und stellte es auf den Tisch.
Kurz darauf erschienen beide Künstler. Durch den Zuschauerraum ging eine
Bewegung. Carlos und Nicolás reckten die Hälse.
Chiasaponte trug einen roten Samtrock mit einem Spitzenkragen, rote
Pluderhosen und lange schwarze Strümpfe, die einige Löcher hatten, als
Fußbekleidung die Stiefel, welche er immer trug, auf dem Kopf eine weiße
Perücke, an der Seite einen Degen. Sein Gesicht war sehr stark
geschminkt, die hageren Waden ausgestopft; den eingesunkenen Leib
bedeckte ein gestreiftes Kissen, das unter seiner schlecht schließenden
Weste sichtbar war.
Die Künstlerin hatte ein verblaßtes Atlaskleid an mit roten
Papierblumen, trug eine hohe weiße Perücke und war sehr ausgeschnitten.
Auf ihrem grotesk geschminkten Gesicht prangten Schönheitspflästerchen,
die Augen leuchteten schwarz wie Kohlen. Weiße schmutzige Atlasschuhe
mit abgetretenen Absätzen zierten ihre Füße.
Jetzt wandte sich die Künstlerin halb ihrem Partner zu, legte die Hand
auf ihren Busen und begann in hohem Sopran zu singen.
Schon bei den ersten Tönen preßte Herr Dr. Bürstenfeger seine Hände
zusammen, verzog schmerzlich das Gesicht und murmelte: »Ach schrecklich,
arme Frau!«
Chiasaponte griff nach der Hand der Künstlerin. Aber sie trippelte
lächelnd zurück, mit schnell verneinenden Bewegungen des Kopfes. Er
näherte sich ihr singend, die Hand auf der Brust.
Nochmal verzog Herr Dr. Bürstenfeger schmerzlich sein Gesicht, denn auch
sein Tenor erschien ihm ganz unerträglich.
Wieder griff Chiasaponte nach ihrer Hand. Sie wich nicht mehr zurück,
sondern lehnte ihren Kopf an seine Schulter und lächelte zu ihm hinauf.
Sie sangen ein Duett.
Plötzlich stieß er sie zurück. Seine Miene war mit einem Schlage
verändert, die Augen schossen Blitze; sein Tenor erscholl drohend und
racheheischend.
Unter den Zuschauern hörte man unterdrücktes Kichern; irgendwo rief
jemand laut: »Bravo!« Mit flammenden Backen verfolgten Carlos und
Nicolás die Vorgänge.
Flehend und beteuernd mischte sich Donna Elviras Gesang in den
Chiasapontes.
Er langte in eine Seitentasche und überreichte ihr wild triumphierend
einen Brief, worauf er seinen Degen zog.
Sie überflog die Zeilen, ihr Busen wogte heftig. Schmerzlich
aufschreiend warf sie den Brief von sich und sang mit wild verzweifelten
Gebärden eine leidenschaftliche Arie.
Er warf seinen Degen auf die Erde und schlug sich mit den Fäusten gegen
die Brust. Flehentlich näherte er sich ihr.
Sie machte eine streng abwehrende Bewegung, ging nach dem Tisch und
griff nach dem Glase.
Er fiel auf die Knie und rang die Hände zu ihr empor.
Die Heiterkeit beim Publikum wuchs.
Chiasaponte trat an die Rampe, und gegen das Auditorium gewandt, gab er
in einer langen Arie verzweifelt kund, sie werde nun doch das Gift
nehmen, und niemand könne sie mehr erretten.
Die rechte Wade war ihm heruntergerutscht, die Perücke saß ihm schief
auf dem Kopf, seine Stimme schnappte wiederholt über.
Das Lachen beim Publikum wurde immer haltloser. Der Herr mit der
Reisemütze, der Carlos und Nicolás schräg gegenüber saß, hatte sein
Taschentuch in den Mund gestopft und wand sich.
Carlos zupfte Herrn Dr. Bürstenfeger am Rock und fragte: »Ist das ernst
oder komisch?« Nicolás sagte leise: »Ich glaube komisch.« »Eher wohl
ernst«, meinte kurz Herr Dr. Bürstenfeger.
Mit wachsendem Feuereifer sang Chiasaponte. Hinten lag seine Gattin
schon längst als Leiche auf der Erde.
Nun war die Arie beendet. Laute Bravo-, _bis, da capo_-Rufe ertönten.
Chiasaponte verbeugte sich verschiedene Male.
»_Bis, da capo!_« ertönte es von neuem.
Nochmal sang er die Arie. Darauf kehrte er sich nach seiner Gattin um.
Mit einem Schrei taumelte er zurück; dann aber machte er einige Schritte
vorwärts, und nach einem kurzen, ergreifenden Schlußgesang bückte er
sich nach seinem Degen, stieß ihn sich in den Leib und fiel neben seine
Gattin nieder.
Ein grenzenloser Applaus erfolgte. Man stampfte, jubelte, der Beifall
wollte nicht enden.
Das Paar erhob sich; Chiasaponte nahm die Hand seiner Gattin, sie traten
bis zur Rampe und verbeugten sich viele Male; worauf sie sich dann
wieder zurückzogen.
Kurz danach erschien Donna Elvira mit einem Teller unter den Zuschauern.
Man war allgemein in der freigebigsten Stimmung. Gold und Banknoten
flogen in den Teller. Die Künstlerin ging die Reihen auf und ab, der
Teller zitterte in ihrer Hand. Beinahe taumelnd verschwand sie hinter
der Szene.
Das Publikum begann sich von den Plätzen zu erheben.
»Pst, stille!« ertönte es plötzlich, denn in demselben Augenblick
erschienen wieder beide Künstler auf der Bühne. Ihm wie ihr rannen dicke
Tränen über die geschminkten Backen.
Sie traten bis zur Rampe und verbeugten sich.
»Meine Damen und Herren ...«, begann Chiasaponte. Seine Stimme bebte, er
hielt inne und schluckte heftig. »... Ich danke Ihnen ... Wohl weiß
ich,« zitternd berührte er seine Kehle, »daß ich nicht meiner Stimme
diesen Erfolg zu verdanken habe ... sie ist nicht mehr die frühere; ich
bin ein Greis ... aber das, was höher steht als die Materie, der Geist,
der zu den Gemütern spricht, er ist noch nicht ganz erloschen, er hat
einen Widerhall bei Ihnen gefunden!« -- Wieder hielt er inne »Meine
Damen und Herren, nicht immer hat man Gelegenheit, vor ein solches
Publikum zu treten!«
Die Künstler verneigten sich und zogen sich von der Szene zurück.
Im Publikum war große Stille. Allmählich ging man auseinander.
»Warum weinten sie, sie haben ja soviel Geld bekommen?« fragte Carlos
Herrn Dr. Bürstenfeger.
»Arme, arme Menschen«, flüsterte der Lehrer.