Die bei Apia gestrandeten Schiffe nach dem Orkan.]

Das schreckliche Unglück geschah im Angesichte der vielen Zuschauer

am Strande. Ein angstvoller Augenblick lähmte die Entschlußkraft

der Eingeborenen, dann aber brach ein Schrei des Entsetzens los,

und tollkühn stürmten die Samoaner mit ihren Booten in die Brandung

hinein, um Ausschau zu halten, ob nicht irgendeiner der unglücklichen

Schiffbrüchigen wieder auftauchte aus dem wütenden Meer. Die Fehde mit

Deutschland, der Gedanke an den Feind war vergessen, man wollte retten,

soweit man konnte. Fast schien es, als ob alles Leben mit dem Schiffe

seinen Untergang gefunden hätte, aber bald sah man, wie einige der

Unglücklichen gegen die Wellen ankämpften. An einem kleinen Inselchen

klammerte sich ein Mann fest: man holte ihn heraus, es war der Leutnant

zur See Gaedeke, der einzige gerettete Offizier vom ‚Eber‘. Fast

betäubt vom Kampf gegen die Meereswellen, konnte der Offizier sich

nicht zurechtfinden, er brach beinahe zusammen, als er die Schwere

des Unglücks erfuhr. Im Augenblick des Zusammenstoßes stand Leutnant

Gaedeke auf der Kommandobrücke. Als er an die Oberfläche des Wassers

kam, fühlte der Gerettete, wie er dem Strande zutrieb, an dem er denn

auch glücklich Rettung fand. Ferner erreichten von der Besatzung des

‚Eber‘ noch der Steuermann und vier Matrosen, die in der Brandung mit

dem Tode rangen, glücklich das Land.

[Illustration: „Trenton“ „Vandalia“ „Olga“ „Nipsic“

Deutsche Flagge, sei gegrüsst! Friedens- und Kriegsfahrten der Hanse, Kriegs- und Friedenstaten der deutschen Marine · 第 56 / 97 题