Krustenförmige Massen von sehr wechselnder Gestalt bildend, es
kommen ganz flache Krusten vor, daneben andere, die mehr klumpige
Form erreichen. Die Oberfläche ist entweder glatt (Fig. 42) oder mit
seichten Buckeln, oder mit spitzigen kurzen Fortsätzen (Fig. 43), oder
mit rippenförmigen, öfters gewundenen Erhabenheiten versehen. Wenn der
Schwamm Verzweigungen zeigt, so rühren diese von dem Substrat her,
welches derselbe überzogen hat (Fig. 44).
[Illustration: Fig. 42.
_Ephydatia fluviatilis_ (Autt.) nach dem Leben. ½ natürl. Grösse. (6.
Juni 1890, Tegelsee.)]
[Illustration: Fig. 43.
_Ephydatia fluviatilis_ (Autt.) nach einem in Alkohol konserv. Stück. ½
natürl. Grösse. (Spree, Berlin: Waisenbrücke, 26. Aug. 1886.)]
Die Farbe ist smaragdgrün, hellgrün, hellisabellgelb, schmutzig-weiss
oder weiss. Die glatten, schlanken, allmählich oder plötzlich scharf
zugespitzten, leicht gekrümmten Skelettnadeln sind wie bei _Sp.
fragilis_ nur durch wenig Spongiolinsubstanz mit einander verbunden;
der Schwamm ist daher leicht zerreissbar und brüchig. Öfters finden
sich unter den Nadeln auch kurze, dicke oder auffallend lange und dicke
Formen. Die Gemmulae sind gelblich und haben eine dicke Hülle, die
Luftkammerschicht hat eine äussere Kutikula. Die Amphidisken sind daher
ganz in der Luftkammerschicht eingeschlossen und bilden eine einfache
Lage in derselben. Der Schaft ist dünn, glatt oder bedornt und oft in
der Mitte etwas eingezogen. Er ist doppelt so lang, als der Durchmesser
der Scheiben beträgt. Diese sind am Rande durch ihre zahlreichen, nicht
tiefen Einschnitte ausgezeichnet. Doch finden sich häufig Exemplare,
bei denen die mit langem Schafte ausgestatteten Scheiben nur wenige
tiefe Einschnitte zeigen.
Sehr gemein in stehenden und fliessenden Gewässern in Deutschland. Auch
im Brackwasser, so in der Untertrave bei Travemünde, deren Wasser 0.34%
Salzgehalt zeigt (+Lenz+). Auch in der Dievenow bei Cammin in Pommern,
welche bis zu der genannten Stadt von dem eindringenden Seewasser
durchschnittlich 2-3mal im Monat während eines Jahres schwach versalzt
werden soll (+Weltner+).
[Illustration: Fig. 44.
_Ephydatia fluviatilis._ Alkoholexemplar, ½ natürl. Grösse. (29. Nov.
1886, Spree, Berlin, 4 Fuss tief.)]