arbeiten, die sich ihrer gewaltigen Verantwortung voll bewußt sind und
wissen, was es mit der so schwierigen Heranbildung selbständiger und
harmonischer Persönlichkeiten auf sich hat. Jugendfrische Idealisten
haben sich genug gemeldet, doch fehlt es zum Glück auch nicht an
solchen, die ihr Lehrgeld längst und reichlich bezahlt haben in
schweren Lebens- und Schulerfahrungen und doch den goldnen Mut und das
Hoffen aufs Morgen nicht einbüßten.
Mit Kaspar Krumbholtz, dem zukünftigen Verwalter des Wilhelminum,
disputierten eifrigst L³, der über dem vielen Ärger mit Bruder
Balzer ein wenig schlanker geworden ist, und Bruder Bartel, der den
Unitätdienst nach heißen inneren Kämpfen auch verlassen hat.
Neben der tapferen, unternehmungslustigen Dente, die auf ihre alten
Tage noch beabsichtigt, Harrys Stiftung, das Ursulanum, einzurichten,
ragte ein stattlicher Kavalier, der sich seinen mächtigen Schnurrbart
gar grimmig strich, und dem doch eine unbezwingliche Güte verräterisch
aus den Augen strahlte, es war der Hessenhüne Thilo Kratt, der unlängst
mit seinem Landschulheim Spekulanten zum Opfer fiel und nun wieder
der Kollege von »Mister Kobolz« werden will. Er ist zum Hausvater des
Henricum ausersehen.
Auch Gottfried Kämpfer ist erschienen; aber zu Kaspars Leidwesen nur
als flüchtiger Gast. Er wolle seinem lieben Kronprinzen in den Sattel
helfen, wie er launig meint, und hoffe bald den ersten Feldzugsbericht
über die Eroberung des neuen Königreichs zu schreiben. Werber Kaspar
hat ihm hart zugesetzt, aber vergeblich. Mit allerlei lustigen Scherzen
suchte Gottfried Kämpfer seine Weigerung freundlich zu bemänteln; erst
als Kaspar ihn aufs Gewissen fragte, sagte der Freund ernst: »Ich
möchte mir ebenso getreu bleiben wie du, Kaspar. Jeder nach seinen
Gaben und an der für ihn richtigen Stelle. Ich bin dort unter dem
›Federvieh‹ trotz meiner lahmen Flügel noch ganz gut am Platz, hier bei
euch Männern der Tat wäre ich ein Stümper. Also laß mich, mein Junge.
Wir können nicht alle gleich handeln. Es muß sicherlich einige geben,
die denken und schreiben, wie man handeln soll. Übrigens -- auch mit
der Feder kann man Taten tun und Schlachten schlagen.«
Aus einer andern Gruppe hörte man Professor Sebalts helle Stimme. Er
erzählte Frau Winkler von den Streichen seiner Zwillinge und neckte
sich mit der ungeduldigen Edith, die der Großmama zusetzte und meinte:
Großpapa solle nun endlich anfangen, sonst vergäße sie Tante Dentes
Sprüchel.
Großpapa Brosyn hatte in der Tat bald ein Einsehen und schritt mit der
wehmütig bewegten Frau Winkler am Arm den drei Grundsteinen zu.
Onkel Kaspar führte sein Pflegekind, das sein Hämmerchen wichtig hin
und her schwenkte.
Zuerst ging es zum Platz des ersten Neubaus, der am Waldrand im Schutze
mächtiger Fichten erstehen sollte.
Ehrfurchtsvolle Stille herrschte ringsum, als der ehrwürdige Graf
mit tiefem Ernst und leisem Beben der Stimme die Worte sprach: »Dem
Andenken meines Sohnes seist du geweiht, Haus und Heim kräftiger
Mannesjugend: Henricum seist du genannt -- trage diesen Namen als das
letzte Vermächtnis eines edlen, nun zur Rüste gehenden Geschlechts,
das deutschem Wesen an gefährdeter Grenzmark Jahrhunderte hindurch
treulich zugetan war. Halte du mit deinen Schützlingen Wacht an Stelle
der tapferen Heinriche von Brosyn, streitbar wie sie mit Waffen und
Wehr, aber auch arbeitsam mit Pflugschar und Axt, mit Feder und Zirkel
und rastlosem Drang zu leiten wie zu dienen! Im Namen Gottes tue ich
den ersten Schlag, im Namen meines kaiserlichen Herrn den zweiten, im
Namen meines alten Hauses den dritten.«
Schweigend zog man dann hinab zum See, an dessen lieblichem Ufer das
zweite Heim erbaut werden sollte.
Kaum hatte sich der Kreis gebildet, da hüpfte klein Edith im weißen
Kleidchen eiligst zum Redaer Granitblock heran, reckte den Silberhammer
stolz empor und sagte keck und ohne zu stocken:
»Meinem Mütterlein zur Ehr,
Ursulanum sei dein Name!
Mägdlein zieh uns, klug, fromm, hehr,
Die auch Weib sind, nicht nur Dame.
Mütter zieh, wie meine war,
Die sich selbst zum Opfer bringen.
Darauf kling es froh und klar:
Eins, zwei, drei! Und gut Gelingen!«
Lauter, lachender Beifall, in den doch hie und da ein wehmutvoller Ton
sich mischte, scholl ringsum.
Die Großeltern und Tante Dente zogen nach einander klein Edith in ihre
Arme und küßten das stolz und glücklich lächelnde Kind mit tiefer
Bewegung.
Hans Sebalt sagte schmunzelnd zu Kaspar: »Das ist Ursemis Tochter, die
wird mal mit Grazie regieren.«
»Um sich dann doch in Liebe unterzuordnen!« erwiderte Kaspar in ernsten
Gedanken.
Gottfried Kämpfer stieß ihn an und sagte ermunternd: »Hans der Träumer,
wach auch, freu dich der Erbin! Steht sie nicht da wie das Leben
selbst, das echteste und unvergänglichste Leben, das immer wieder
hoffnungsfroh und unbekümmert aus dem fruchtbaren Humus vergangner
Herrlichkeit emporblüht?«
Da lächelte Kaspar Krumbholtz still selig in sich hinein, drückte
dem Freunde dankbar die Hand und sagte stark: »Hast recht, Kämpfer.
Schützen wir herangewachsenen Bäume das junge Reis mit unsern dichten
Kronen vor Sonne und Sturm, und streuen wir neue Samen ins Land, bis
auch uns Allmutter Erde zu ihrem Humus braucht.«
In guter Stimmung schritt nun die Gesellschaft bergan auf die kleine
Anhöhe neben dem Schloß, auf der das mächtige Unterrichtsgebäude seinen
beherrschenden Platz finden sollte.
Als alle beisammen waren, trat Kaspar Krumbholtz vor, nahm einem
Arbeiter den schweren Werkhammer aus der harten Faust, wog ihn
bedächtig prüfend in seiner Hand und sprach mit innerer Freudigkeit:
»Liebe Gäste und Freunde! Herr Geheimrat Volpelius hat mich beauftragt,
an seiner Stelle den Weihespruch zu sprechen zu Ehren seines verewigten
Freundes, der auch mir ein Freund und Vater war, des Anregers und
Gründers dieses großen Werkes, in dessen Dienst -- mittelbar oder
unmittelbar -- wir uns alle stellen wollen. Es wäre nicht im Sinne
des schlichten Mannes Wilhelm Winkler, wenn wir ihn rühmten; er und
wir bedürfen dessen wahrlich nicht! Wir wollen mit Taten zeigen, daß
sein Geist auf uns ruht, wir wollen dafür sorgen, daß dieser redliche,
ans Ganze denkende und vorsorgende Geist weiter wirkt und lebendig
bleibt in der Jugend unseres Volks und aus ihr neue, opferwillige
Pioniere, fruchtbare Anreger, kühne Bahnbrecher, unverzagte Streiter,
zielbewußte Führer und besonnene Organisatoren hervorgehen. Jede Zeit
hat ihre besonderen Vorzüge und Nachteile, je nach dem wechselnden
Leben, das durch sie flutet, je nach der Sehnsucht, die in den besten
Kindern dieser Zeit waltet. Seine Zeit richtig zu erkennen hält schwer;
nur wenigen, die geistig oder sozial emporragen, gelingt es. Noch
schwerer ist es, die Linien der notwendigen Fortentwickelung auch
nur einigermaßen klar zu erkennen und für die Bedürfnisse der Zukunft
vorzuarbeiten. Das, liebe Freunde, war das seltene Vermögen, das
Charisma Wilhelm Winklers. Er kannte die Sehnsucht unserer Zeit nach
Gleichheit, aber er erkannte auch früh die Gefahr der Nivellierung und
sann darüber nach, wie er seinem Volke neue Persönlichkeiten erwecken
könne. Aus dieser Sorge heraus ward dieses Werk geplant, in dessen
Dienst wir uns stellen, an dem die einen von uns arbeitend und werbend,
die andern sorgend und hoffend Anteil nehmen wollen. Ganze Menschen,
innerlich freie, in Gott und in sich selber sicher ruhende und doch
von Tag zu Tage rastlos mit beiden ringende Persönlichkeiten soll
dieses Haus durch seine Diener heranbilden und so den Namen Wilhelm
Winklers zu Ehren bringen. Wilhelminum -- so taufe ich dich und tue
den ersten Schlag hart, fest und hell zu deinem Fundament im Namen der
schlichten, fleißigen Weberfamilie Winkler, deren letzter Sohn ihr
bester war, deren letztes Gewebe ihr feinstes und dauerhaftestes sein
wird, den zweiten Schlag im Namen des Volkes, für dessen Zukunft wir
alle arbeiten, und den dritten und letzten wieder im Namen des Ewigen,
von dem wir wie unser Werk Anfang und Ende nehmen müssen.«
Ende
Spamersche Buchdruckerei, Leipzig.
Werke von Herm. Anders Krüger
Romane
Gottfried Kämpfer. Ein herrnhutischer Bubenroman in zwei Büchern. Mit
Buchschmuck von ~Ernst Liebermann~. 1908. 19. bis 22. Tausend.
Gebunden 6 Mark.
Alle Seligkeiten und alle Sorgen einer heranreifenden Knabenseele,
all ihr Leid und alle ihre Kämpfe, ihren ganzen Haß und der
ersten Liebe goldne Zeit erleben wir mit, da die Charakteristik
meisterhaft nachempfindet und restlos alle Gedanken und Empfindungen
bloßgelegt. Und mit dem jungen Helden treten wir auch ein in ein
echtes Gemeinschaftsleben der Jugend, in ihre Freundschaften, ihre
Feindschaften, ihre Jugendstreiche und ihre Jugendspiele, die ohne
offiziellen und offiziös gezwungenen Spielnachmittag so zwanglos und
so vollsaftig verlaufen, daß man in seinen alten Tagen nicht übel Lust
bekommt, Räuber und Gendarmen mitzuspielen. Neben der Jugend erscheinen
auch die Lehrer in vorzüglicher Charakteristik. In ihrer Zeichnung
haben wir Musterstücke wahrer und schlichter Charakteristik.
(+Dr.+ A. Matthias in Monatsschrift für höhere Schulen)
Sirenenliebe. Ein Rivieraroman. 1897. Gebunden 3 Mark.
Krüger läßt eine einfache Herzensgeschichte, die aber in gewaltigen
Akkorden ausklingt, sich in einem engbegrenzten Kreise abspielen, ohne
die Hilfsmittel großer Ereignisse, nur mit der einzigen Staffage der
herrlichen italienischen Natur ... Er nimmt die Menschen wie sie sind,
und darum weht auch um seine Gestalten der Atem frischer Morgenluft und
einer derben gesunden Natur.
(Hamburgischer Korrespondent)
Der Weg im Tal. Roman in drei Büchern. Buchschmuck von ~Gustav
Petzold~. 1905. Zweite Auflage. Gebunden 5 Mark.
Ein ehrliches deutsches Buch. Der Dichter zeichnet scharf umrissene
Charaktere, er offenbart sich als ein feinsinniger Psychologe, dessen
zarte Tönungen in der Darstellung des Innenlebens überraschen. Wir
finden bei Krüger den höchsten sittlichen Ernst in der Auffassung
unserer heutigen Probleme, einen glühenden Idealismus für alles Echte,
eine lebenswarme Liebe zum Menschen und Natur. Und dann noch Humor,
goldigen Humor, die echte Heiterkeit eines Menschen, dessen ganze
Person von harmonischem Lebensrhythmus getragen ist.
(Tägliche Rundschau)
Preise ungültig
Dramen
Ritter Hans. Schauspiel in vier Aufzügen. 1897. Broschiert 2 Mark.
Eins der besten modernen Stücke, voll dramatischer Kraft, lebenswahrer
Darstellung und sittlichen Ernstes.
(Leipziger Zeitung)
Der Kronprinz. Eine dramatische Historie in fünf Aufzügen. 1907.
Broschiert 2 Mark.
Es ist das Jugenddrama Friedrichs des Großen, das in Krügers Schauspiel
vor uns aufersteht, geschaut und nacherlebt von einem, der ebenso
moderner Dichter wie geschulter Historiker, in diesem Stoffe noch mehr
fand als nur ein Stück Geschichte, nämlich ein tief erschütterndes
Stück eigenes Leben. Vortrefflich und zündend ist der Dialog. Die
Sprache ist bewußt modern, nirgends altertümelnd. Indessen bleibt der
Ausdruck trotz aller Natürlichkeit kraftvoll und edel, getragen von
einem heimlichen Rhythmus.
(Eckart)
Der Graf von Gleichen. Eine deutsche Tragödie in fünf Aufzügen. 1908.
Broschiert 2 Mark.
Krüger hat die Sage vom Grafen von Gleichen in ganz eigenartiger,
aber höchst fesselnder Weise behandelt. Trefflich im Aufbau,
charakteristisch in der knappen Sprache der Blankverse, voll wahrer
Empfindung sind die lebensvoll gezeichneten Charaktere in Handlung
gesetzt.
(Literarisches Zentralblatt f. Deutschland)
Von demselben Verfasser erschien bei
H. Haessel Verlag in Leipzig
Der junge Eichendorff. Ein Beitrag zur Geschichte der Romantik. 2.
Auflage. 3 Mark.
Pseudoromantik: Friedrich Kind und der Dresdner Liederkreis. Ein
Beitrag zur Geschichte der Romantik. 4 Mark.
Kritische Studien über das Dresdner Hoftheater. 50 Pf.
Friedrich Jansa, Verlag in Leipzig
Waldhüters Weihnacht. Ein dramatisches Festspiel für Kinder in fünf
Auftritten. 4. bis 6. Tausend. Broschiert 75 Pfennig.
Verlag von Alfred Janssen in Hamburg
Romane
Die Kinder aus Ohlsens Gang. Roman von ~Gustav Falke~. 1908.
4.-5. Taus. Geb. 4 M. 50 Pf.
Ein überaus schlichtes und reines Buch. Der es schrieb, hat jede
Zeile in seinem Herzen getragen. Darum lebt man dieses kleine, frohe,
trauernde, verärgerte, höhnische, manchmal sogar ein wenig tragisch
drohende Leben in einer stillbewegten Teilnahme mit.
(Literarisches Echo)
Chaos. Roman von ~Albert Helms~. 1909. Umschlagzeichnung von
Professor C. O. Czeschka. Gebunden 3 Mark.
Die grenzenlose Öde der russischen Steppe ist der Hintergrund, auf
dem diese grell beleuchteten, zuckend lebendigen, stimmungsschweren
Bilder entstehen ... in der ein merkwürdiger, grimmig brutaler, ganz
eigenpersönlicher Humor sein Wesen treibt ... Da ist z. B. eine
Vision wilder Hungerhalluzinationen, wie sie seit Hamsum kein Dichter
plastischer gesehen hat.
(Hamburgischer Correspondent)
Peter Michel. Roman von ~Friedrich Huch~. 3. Auflage. Gebunden 5
Mark.
Geschrieben ist diese Alltagsgeschichte ... und gesehen ist dieses
stille deutsche Leben ... mit einer Tiefe der Beobachtung, einem Humor
der Anschauung, kurz mit dichterischen Gaben, die vereint dem Buche
einen seltenen und kostbaren Zauber verleihen.
(Gabriele Reuter im »Tag«)
Blut. Roman von ~Waldemar Bonsels~. Umschlagzeichnung von Willy
Geiger. 1909. Gebunden 4 M.
Hier wird einmal wieder die Tragik eines zerpflückten Mädchenlebens
in ihrer ganzen Reinheit, ihrer herzzerbrechenden Not hingestellt von
einer jungen Meisterhand.
(Deutsche Romanztg.)
Novellen von Timm Kröger
Des Reiches Kommen. 1909. Gebunden 2 Mark 50 Pfennig.
Die Timm Krögerschen Novellen gehören immer zu dem Feinsten und
Köstlichsten, was uns unsere Literatur von heute zu bescheren hat,
und die ganze Geistesfrische, die unverzehrte Kraft des Dichters lebt
in diesem seinem letzten Werk. Aus dem alten Geist niederländischer
Genrekunst, nordwestdeutscher Naturalistik heraus geboren, strömt
auch diese Novelle allen feinen Stimmungszauber aus. Licht, Farben
und Töne rinnen, aufs feinste zueinander abgestimmt, in ein
köstliches Helldunkel zusammen, Natur und Mensch erscheinen unlösbar
miteinander verknüpft, völlig miteinander verwoben, alles ist reine
Gegenständlichkeit, und die einzig wahre, einzig echte Kunst, deren
ganzes Geheimnis allein darin besteht, daß sie das Wort zu Fleisch
werden läßt, ist sicher ein Timm Kröger-Besitz.
(Aus einem Feuilleton von Julius Hart in »Der Tag«, Berlin.)
Um den Wegzoll. 2. Auflage. Gebunden 2 Mark.
Heimkehr. Skizzen aus einem Leben. Geb. 3 Mk.
Leute eigner Art. Novellen eines Optimisten. 3. Auflage. Gebunden 3
Mark.
Aus alter Truhe. Novellen und Erzählungen. 1908. Gebunden 3 Mark.
Fröhliche Kinder. Ratschläge für die geistige Gesundheit unserer
Kinder. Von ~Heinrich Scharrelmann~. 1906. 3. bis 5. Tausend.
Gebunden 3 Mark.
Aus dem Vorwort: An die Eltern und Mütter wendet sich dieses Buch.
Es möchte ihnen praktische Ratschläge und Fingerzeige geben für die
häusliche Erziehung ihrer Kinder. Es will die Eltern aufmerksam machen
auf wenig gekannte und gewürdigte Anlagen und Fähigkeiten im Kinde
und möchte zugleich zeigen, wie ein gesundes Wachstum aller geistigen
Kräfte von der Kinderstube aus angebahnt werden kann. So denke ich,
wird es die innigen Bande zwischen Eltern und Kindern noch um ein
weniges fester zu knüpfen versuchen, indem es das Kind auffaßt -- als
unseresgleichen.
Erziehern und Eltern, die ihre Kinder lieb haben, sei das Buch warm
empfohlen.
(Basler Nationalzeitung)
Billige Ausgabe der
Hamburger Hafenbilder. Von ~Wilhelm Dittmer~. 12 doppelseitige,
24 ganzseitige Bilder. 48 Seiten Text. Kartoniert 2 Mark.
Der Hamburger Hafen ist geistig und wirtschaftlich nicht mehr das
ausschließliche Eigentum der mächtigsten der Hansastädte, sondern ein
Gemeingut der Nation. Hier ist eine ganz neue Schönheit entstanden,
die nichts mehr gemein hat mit lyrischer und phantastischer Romantik.
... Wer Dittmers Buch in der Hand hält, fühlt mit Stolz: da bekennt
sich ein Starker zu unsrer Zeit. Er sah Schönheiten überall ...
Sein technisches Vermögen war sehr groß. Seine zeichnerischen und
malerischen Qualitäten ordnen ihn in die erste Reihe unsrer Künstler
ein. Daß er aber auch ein Meister der Sprache war, ein wundervoller
Erzähler, darf nicht vergessen werden, weil er zu seinem Hafenbuche
selbst einen schlichten, kraftvollen, anschaulichen Text schrieb --
Dieses Buch hat alle Berechtigung ein Volksbuch zu werden. Es gehört in
die Hand eines jeden Deutschen.
(General-Anzeiger für Hamburg-Altona)
Verlag von Alfred Janssen in Hamburg