=Der Krieg in Ostindien= 1778-1783. Vorgänge in Indien 1763

[Illustration: George Brydges Rodney]

* * * * *

Seekriege

und Seekriegswesen

in ihrer

weltgeschichtlichen Entwicklung

Mit besonderer Berücksichtigung der großen Seekriege

des XVII. und XVIII. Jahrhunderts

von

Rudolph Rittmeyer

Kontre-Admiral z. D.

[Illustration]

Zweiter Band

Von 1739-1793

Mit zahlreichen Porträts, Abbildungen und Skizzen

Berlin 1911

Ernst Siegfried Mittler und Sohn

Königliche Hofbuchhandlung

Alle Rechte aus dem Gesetz vom 19. Juni 1901

sowie das Übersetzungsrecht sind vorbehalten.

* * * * *

[Illustration]

Vorwort zum zweiten Bande.

Die günstige Beurteilung des ersten Bandes hat mich bestimmt, den zweiten

nach den gleichen Grundsätzen zu bearbeiten. Auch Einteilung und

Anordnung des Stoffes sind die gleichen geblieben, um Übersicht und

Nachschlagen zu erleichtern.

Mein Bestreben ging und geht vor allem dahin, die besten Quellen der

verschiedenen Völker über die Tätigkeit ihrer Marinen, die naturgemäß

manches für eine allgemeine Seekriegsgeschichte nicht Notwendige

enthalten und mehr oder weniger national gefärbt erscheinen, sorgsam zu

prüfen sowie gegeneinander abzuwägen, um eine möglichst objektiv

gehaltene Darstellung der Seekriege in ihren wichtigsten Ereignissen

geben zu können.

Je weiter aber die Geschichte fortschreitet, um so reichlicher fließen

die Quellen; infolgedessen hat die Bearbeitung des zweiten Bandes mehr

Zeit erfordert, als ich voraussetzte. Auch beanspruchte die Schilderung

der Seekriege größeren Raum, als ich für sie in Aussicht genommen hatte,

insbesondere der See- und Kolonialkrieg Englands gegen seine

aufständischen Kolonien in Nordamerika, sowie gegen Frankreich, Spanien

und Holland, der ereignisreichste und wohl lehrreichste Seekrieg, der je

ausgefochten wurde. Ich habe deshalb den zweiten Band auf die Darstellung

der Ereignisse von 1739-1793 beschränken müssen. Auch dieser Zeitraum ist

gewissermaßen in sich abgeschlossen, weil er die großen Seekriege umfaßt,

die in erster Linie dem Kolonialbesitz gelten.

Wie im ersten Bande und aus den gleichen, dort im Vorworte angeführten

Gründen habe ich die Kriege, die für die allgemeine Geschichte, sowie für

die Entwicklung des Seekriegswesens von geringerer Bedeutung sind, unter

der Bezeichnung »Nebenkriege« nur kurz behandelt. Diejenigen, die sich in

der Ostsee abspielen, sind zwar für uns Deutsche wohl bemerkenswert, aber

ich habe doch von ihrer ausführlicheren Darstellung absehen zu können

geglaubt, weil Vizeadmiral Kirchhoff in seinem 1907 und 1908 erschienenen

Werke »Seemacht in der Ostsee« diese Vorgänge eingehend schildert und

dabei auch die innere Geschichte der nordischen Marinen in ähnlicher

Weise behandelt, wie ich es bei der englischen, französischen und

holländischen getan habe.

Mein dritter Band soll dann die Zeit von 1793-1815 bringen, hauptsächlich

die beiden großen Seekriege Englands gegen die erste Republik und das

erste Kaiserreich der Franzosen, die von tiefgehendem Einfluß auf die

Landkriege dieser bewegten Jahre gewesen sind. Mit ihnen schließen die

Seekriege der Periode der reinen Segelschiffahrt, soweit sie von größerer

Bedeutung gewesen sind, ab.

Möchte mir nach Beendigung des dritten Bandes noch Zeit und Kraft

verbleiben, das Werk bis zur Gegenwart fortzuführen.

=Hannover=, Herbst 1910.

Rittmeyer

Kontre-Admiral z. D.

* * * * *

[Illustration]

Inhaltsverzeichnis.

Seite

Vorwort III

Wichtigste Quellenliteratur XIV

Verzeichnis der Abbildungen XIX

Vierter Abschnitt.

Die Zeit von 1739-1793.

Erstes Kapitel: Einleitung 1-10

=Kennzeichen des Abschnittes= S. 2.

=Geschichtlicher Überblick über denselben= S. 3-6.

=Seine Bedeutung für die Seekriegsgeschichte und für die

Entwicklung des Seekriegswesens=: Erweiterung der Strategie

S. 7. -- Umfang und Bedeutung der Kolonien 1740 S. 7. --

Entwicklung der Taktik und der Streitmittel S. 9.

Zweites Kapitel: Die Entwicklung des Seewesens von 1740-1793 11-44

=Weiterentwicklung der Schiffe.= Vergrößerung der

Linienschiffe. Vervollkommnung der Takelage. Herausbildung

des Fregattentyps. Kupferung. Farbenanstrich. Beiboote.

Werften S. 11-16.

=Kauffahrteischiffe= S. 16.

=Fortschritte in der Nautik.= Chronometer. Hilfstafeln.

Entdeckungsreisen S. 17.

=Schiffsklassen=: Schiffsbestände in der englischen Marine

nach solchen um 1752, 1762, 1775, 1783, 1792. Schiffe zu

besonderen Zwecken S. 17-19.

=Waffen=: Bedienung der Kanonen, die gebräuchlichen Kaliber

und ihre Verteilung an Bord. Einführung der Karronaden.

Handwaffen, Handgranaten. S. 19-23.

=Entwicklung der Marinen. Organisation und Personal.= In

England: Admiralität, Offiziers-Ersatz, und Beförderung.

Offiziersgrade. Mannschaft. Das Leben an Bord S. 24-27. -- In

Frankreich: Amtstätigkeit der Marineminister Maurepas,

Rouillé, Choiseul, Sartines, Castries S. 28-32. --

Offiziersgrade S. 33. -- Vergleich der englischen und

französischen Marine S. 33-36. -- Uniformen S. 36.

=Die Taktik.= Hostes Werk über Taktik S. 36-38. -- Die

englische Gefechtsinstruktion. Vor- und Nachteile der

Luvstellung S. 39. -- Die Leestellung S. 41. -- Die englische

Angriffs- und die französische Abwehrtaktik S. 41-44.

Drittes Kapitel: Der Englisch-Spanische Krieg 1739 und der

Österreichische Erbfolgekrieg 1740-1748 45-115

=Die Anlässe zum Kriege.= Der englische Schmuggelhandel in 45-48

Westindien (der Vorfall mit Captain Jenkins Ohr) S. 45-46. --

Englands Kriegserklärung an Spanien S. 47. -- Tod Kaiser

Karls VI.; Pragmatische Sanktion; Gruppierung der Staaten im

österreichischen Erbfolgekriege S. 47-48.

=Der allgemeine Verlauf des Krieges.= Der Englisch-Spanische 49-56

Seekrieg 1739-1744 S. 49. -- Der österreichische

Erbfolgekrieg am Lande 1740-1746 S. 49-53. -- Die Erhebung

Schottlands 1743 S. 53. -- Ende des Krieges S. 54. -- Der

See- und Kolonialkrieg S. 54-55. -- Der Frieden zu Aachen

1748 S. 55, die Friedensbedingungen S. 56.

=Die Streitmittel.= Der Schiffsbestand in Frankreich 1740; 57-59

die Schiffe der Compagnie des Indes; der Verlust an Schiffen

während des Krieges S. 57. -- Zustand der spanischen Marine,

Verluste S. 57. -- Der Schiffsbestand in England 1739 und

1744, Verluste S. 58. -- Zustand der holländischen Marine S.

59.

=Der Verlauf des Seekrieges. Der Krieg in Westindien= 60-71

1739-1744: Admiral Vernon erobert Puerto Belo 22. November

1739 S. 60. -- Französische Geschwader in Westindien S. 61.

-- Vernon erobert Chagres 1740 S. 62. -- Zusammenstoß

englischer und französischer Schiffe S. 63. -- Erfolglose

Angriffe auf Cartagena und Santiago de Cuba 1741 S. 64-68. --

Englische Angriffe 1742/43 S. 69. -- Der Kleine Krieg. --

Ansons Zug 1740-1743 S. 70.

=Der Krieg in den europäischen Gewässern= 1740 bis 1744. Die 71-82

Engländer vor Toulon und Neapel 1742/43 S. 72. -- Versuch

einer Landung in England 1744 S. 74. -- Die Schlacht vor

Toulon 22. Februar 1744 (de Court gegen Mathews) S. 75; ihre

Bedeutung für die Seekriegsgeschichte (Beurteilung der

Gegner; Kriegsgericht über Mathews u. a.) S. 80-82.

=Der Krieg in den europäischen Gewässern= 1744-1748. 82-92

Bewegungen der Flotten 1744/45 S. 82. -- Die Erhebung

Schottlands, von Frankreich nicht benutzt S. 84. -- Angriff

auf Lorient, Landung bei Quiberon 1746 S. 86. -- England

herrscht im Mittelmeer von 1746 an S. 87. -- Siege der

Engländer bei Kap Finisterre 14. Mai und 25. Oktober 1747

(Admiral Anson gegen de La Jonquière und Admiral Hawke gegen

L'Etanduère) S. 88-90. -- Frankreich erschöpft 1747 S. 91. --

Beteiligung der holländischen Marine am Seekriege S. 92.

=Der Krieg in den Kolonien= 1744-1748. =Nordamerika.= 93-106

Louisbourg erobert 1745 S. 93. -- Erfolglose französische

Expedition unter d'Anville 1746 S. 95. -- Die Angriffe der

englischen Kolonisten auf Kanada stocken bis zum

Friedensschluß S. 96. -- =Westindien.= Angriffe auf Port

Louis und Santiago de Cuba, Gefecht vor Havanna 1748 (Admiral

Knowles) S. 97. -- =Ostindien=. Ausdehnung der

französischen Macht; Dupleix und Labourdonnaye S. 99. --

Gefecht bei Negapatam 7. Juli 1746 S. 101. -- Einnahme von

Madras S. 102. -- Zwist der französischen Führer S. 103. --

Angriff auf St. David 1747 S. 104. -- Angriff auf Pondichery

(Admiral Boscawen) 1748 S. 105.

=Der Kleine Krieg gegen den Handel= 1739-1748 (Verluste an 107-108

Handelsschiffen) S. 107.

=Schlußbetrachtungen.= Einfluß des Seekrieges auf den 108-115

Landkrieg S. 108. -- Beurteilung der Kriegführung der Gegner

S. 110. -- Gründe, die die englische Flotte lähmten S. 112.

-- Taktik S. 113. -- Über Angriffe auf feindliche Küsten

S. 114.

Viertes Kapitel: Der Siebenjährige See- und Kolonialkrieg

zwischen England und Frankreich (Spanien) 1756-1763 116-206

=Die politischen Verhältnisse vor Ausbruch des Krieges.= 116-120

Anlässe zum Kriege und Gruppierung der Staaten S. 116-120. --

Verhältnis des Seekrieges zum gleichzeitigen Siebenjährigen

Festlandskriege S. 119. -- Der Bourbonische Familienvertrag

S. 119.

=Der Verlauf des Festlandskrieges= S. 120. -- Frieden zu 120-123

Hubertusburg 15. Februar 1763 S. 123.

=Allgemeiner Verlauf des Seekrieges=, Kennzeichnung der 123-127

Kriegführung der Gegner S. 123.

Frieden zu Paris 10. Februar 1763 S. 127. -- 127-129

Friedensbedingungen (Frankreich aus Nordamerika verdrängt, in

Ostindien lahmgelegt) S. 128.

=Die Streitmittel.= Schiffsbestand in Frankreich 1756; über 130-131

die Offiziere; Schiffsverluste während des Krieges S. 130. --

Gleiche Angaben über Spanien und England S. 130.

=Der Verlauf des See- und Kolonialkrieges. Ereignisse vor der 131-141

Kriegserklärung.= Reibungen in den Kolonien S. 130. --

Französische und englische Expedition nach Nordamerika 1755

S. 132. -- Französische Schiffe in der Biscaya aufgebracht

1755 S. 133. -- Frankreich nimmt Minorka 1756. Belagerung von

Port Mahon S. 133. -- Seeschlacht bei Minorka (La

Gallissonnière gegen Byng) 20. März 1756 S. 135-138. -- Das

weitere Schicksal Port Mahons während des Krieges S. 138. --

Bedeutung der Schlacht bei Minorka für die Geschichte der

Seetaktik S. 139. -- Kriegsgericht über Admiral Byng S. 141.

=Der Krieg in den europäischen Gewässern.= Erklärung des 141-163

Krieges. Bewegungen der Flotten im Atlantik und Mittelmeer

1756 S. 141. -- Ebenso 1757. England versucht die

französischen Geschwader in Europa festzuhalten, aber drei

laufen von Brest nach Amerika aus S. 142. -- Erfolgloser

Angriff der Engländer auf Rochefort, September 1757 S. 143.

-- Blockade der französischen Häfen und Angriffe auf diese

1758 S. 145. -- Plan Frankreichs, in England einzufallen 1759

S. 147. -- Verteilung der englischen Flotte S. 148. --

Auslaufen der Toulonflotte unter de La Clue und ihre

Vernichtung bei Lagos durch Boscawen 18. August 1759 S. 149.

-- Le Havre beschossen S. 151. -- Auslaufen der Brestflotte

unter de Conflans S. 151. -- Ihre Vernichtung bei Quiberon

durch Hawke 20. November 1759 S. 154. -- Die französische

Marine lahmgelegt S. 159. -- Ereignisse 1760-1762,

französischer Einfall in Irland (Freibeuter Thurot) 1760 S.

160. -- Einnahme von Belle-Ile (Keppel) S. 161.

=Der Krieg in den Kolonien. Nordamerika.= Verhältnis der 163-198

englischen und französischen Kolonien zueinander S. 163. --

Erster Zusammenstoß im Ohiotale S. 164. -- Ausbruch des

offenen Krieges S. 165. -- Ereignisse 1755-1757 S. 166. --

Eintreffen von Seestreitkräften 1757 S. 167. -- Eroberung von

Louisbourg (General Amherst, Admiral Boscawen) 1758 S. 169.

-- Ereignisse auf dem Festlande 1758 S. 170. -- Eroberung von

Quebec (General Wolfe, Admiral Sounders) 1759 S. 171. --

Letzter Kampf um Kanada 1760. Versuch der Franzosen, Quebec

wiederzunehmen, Montreal fällt, Kanada für Frankreich

verloren S. 174.

=Westindien=: Lage der Gegner; zunächst nur Kleiner Krieg S.

176. -- Seegefecht bei Le Cap, Haïti, 1757 S. 176. -- England

erobert die französischen Inseln (Admiral Rodney) 1758-1762

S. 177-179. -- Havanna erobert 1762 (Admiral Pocock) S. 180.

=Westafrika.= England bemächtigt sich Senegambiens 1758 S.

182.

=Ostindien.= Ausdehnung der französischen Macht unter Dupleix

S. 182. -- Unglücklicher Krieg mit der englischen Kompagnie

1751 S. 183. -- Dupleix abberufen 1754 S. 184. -- Frieden der

Kompagnien 1755 S. 185. -- Neuer Krieg 1756 S. 185. -- Der

Seeräuber Angria S. 186. -- Englands Ausbreitung in Bengalen

unter Clive, Frankreich dort vertrieben S. 186. -- Ereignisse

in Vorderindien 1757 S. 188. -- Seeschlacht vor Cuddalore 29.

April 1759 (Pocock gegen d'Aché) S. 189. -- Die Franzosen

nehmen St. David S. 191. -- Seeschlacht vor Negapatam 3.

August 1758 S. 192. -- Niederlagen der Franzosen am Lande

1759 S. 192. -- Seeschlacht vor Porto Novo 10. September

1759; Frankreich gibt die See preis S. 194. -- Beurteilung

d'Achés S. 195. -- Pondichery erobert 1761; Zusammenbruch der

französischen Macht in Indien S. 196. -- Manila von England

erobert 1762 S. 197.

=Der Kleine Krieg gegen den Handel=: Verluste der Gegner 198-200

S. 198. -- Französische Expedition gegen Neufundland,

englische gegen Buenos Aires 1762 S. 200.

=Schlußbetrachtungen=: über =Strategie=; Rückblick auf den 200-206

Krieg; politische und militärische Fehler Frankreichs;

richtiges Vorgehen Englands S. 200. -- Über =Taktik= S. 204.

-- Über Angriffe auf feindliche Küsten S. 205.

Fünftes Kapitel: Der Nordamerikanische Freiheitskrieg

1775-1783 207-416

=Entstehung des Krieges. England und die Kolonien bis zu 207-211

ihrer Erhebung=: Die inneren Verhältnisse der Kolonien S.

206. -- Ihre Streitfragen mit England S. 208. -- Der Teesturm

in Boston. 18. Dezember 1773 S. 209. -- Erklärungen des

Kongresses von Philadelphia 1774 S. 210. -- Bruch mit England

S. 211.

=England, Frankreich, Spanien bis zum Ausbruch des 211-220

Seekrieges= 1778. Fragen, die den Frieden bedrohten

(Frankreich besetzt Corsica 1768; Spanien vertreibt England

von den Falklandsinseln) S. 212. -- Englands lähmende innere

Verhältnisse unter Georg III. S. 213. -- Choiseuls Pläne

gegen England S. 214. -- Kriegsneigung in Frankreich; die

amerikanischen Agenten (Franklin) in Paris S. 215. -- Bruch

mit England 1778 S. 217. -- Spaniens Beitritt 1779 (Ziele des

französisch-spanischen Bündnisses) S. 217. -- Englands

Kriegserklärung an Holland 1780; die »bewaffnete Neutralität

der Ostseemächte« und ihre Ziele S. 218. -- Kennzeichnung und

Bedeutung des Seekrieges von 1778 S. 219.

=Die Streitmittel.= Frankreichs und Spaniens Schiffsbestand 220-226

1778, Verluste während des Krieges, Wert des Materials und

Personals S. 220. -- Innere Geschichte der Marine Hollands

von 1747 an, Stand derselben 1778, Verluste S. 221. --

Streitkräfte der »bewaffneten Neutralität« S. 222. --

Englands Marine S. 222. -- Vergleich der Seestreitkräfte S.

223. -- Indiensthaltungen auf beiden Seiten in den einzelnen

Kriegsjahren S. 224. -- Gründung der nordamerikanischen

Marine S. 225.

=Der Krieg in Nordamerika bis= 1778. Erstes Gefecht bei 226-243

Lexington 19. April 1775; englische Verstärkungen unter Howe

treffen ein; Erstürmung von Bunkershill 17. Juni S. 226. --

Vordringen der Amerikaner auf Quebec (Arnold) S. 227. --

Ereignisse zur See 1775 S. 228. -- Howe räumt Boston März

1776 S. 229. -- Die Unabhängigkeitserklärung der Kolonien,

Juli S. 230. -- Der Angriff der Engländer auf Charleston,

Juni S. 231. -- Ihr Vordringen von Kanada aus; die

Seenflottillen, Gefechte auf dem Champlainsee 11./13. Oktober

S. 233. -- Howe erobert Long-Island, besetzt New York und die

Narragansettbucht August/Dezember S. 235. -- Washington in

New Jersey siegreich Dezember 1776 S. 238. -- Burgoyne dringt

1777 von Kanada aus vor, wird 10. Oktober bei Saratoga zur

Kapitulation gezwungen S. 238. -- Howe schlägt Washington bei

Brandywine 11. und erobert Philadelphia 26. September S. 239.

-- Tätigkeit der englischen Seestreitkräfte 1777, Vorstoß auf

dem Hudson S. 240. -- Der Handelskrieg der Amerikaner 1775/78

S. 241. -- Clinton, Howes Nachfolger, räumt Philadelphia

1778; letzter Versuch Englands zur Versöhnung mit den

Kolonien S. 242.

=Der große Seekrieg.= Militärische Lage und Ziele der Gegner 243-248

auf den verschiedenen Kriegsschauplätzen; Anordnung der

Schilderung des Krieges S. 243. -- Vorgänge und Rüstungen vor

Ausbruch des Krieges S. 246.

=Der Krieg in den europäischen Gewässern= 1778. Die 248-258

französische Toulonflotte (d'Estaing) segelt nach Amerika;

Keppel (Personalien) nimmt französische Kriegsschiffe im

Kanal S. 248. -- Die Brestflotte läuft unter d'Orvilliers

aus; Befehle Ludwigs XVI. S. 250. -- Schlacht bei Ouessant

27. Juli 1778 (Keppel gegen d'Orvilliers) S. 251. -- Die

öffentliche Meinung in beiden Ländern (Entlassung des Herzog

von Chartres; Kriegsgericht über Keppel) S. 254. -- Bedeutung

der Schlacht für die Seetaktik S. 255. -- Beurteilung der

Kriegführung des Jahres 1778 in Europa S. 257.

=Der Krieg in Nordamerika und Westindien= 1778/79. Die 258-285

Engländer gehen vom Delaware auf New York zurück; eine

französische Flotte (d'Estaing) trifft ein S. 258. -- Howe

und d'Estaing vor New York S. 260. -- D'Estaing bedroht die

Narragansettbucht S. 262. -- Howe und d'Estaing vor

derselben; Sturm zerstreut die Flotten S. 264. -- D'Estaing

in Boston, segelt nach Westindien S. 266. -- Byron folgt ihm

von New York S. 267. -- Der Landkrieg in Nordamerika 1778/79,

englische Expeditionen an den Küsten (Savannah besetzt) S.

268. -- Beurteilung Howes und d'Estaings S. 270. --Westindien

1778: die Franzosen (de Bouillé) erobern Dominica, die

Engländer (Barrington) Sta. Lucia S. 272. -- D'Estaing greift

Sta. Lucia an S. 274. -- 1779: d'Estaing besetzt Grenada und

andere Inseln S. 275. -- Schlacht bei Grenada 6. Juli (Byron,

Personalien S. 275, gegen d'Estaing) S. 276. -- Kritik der

Schlacht S. 278. -- D'Estaing verläßt Westindien S. 280. --

Kleinere Ereignisse dort (Gefecht vor Fort Royal, Martinique)

S. 281. -- D'Estaing greift Savannah an und segelt nach

Frankreich S. 282. -- Beurteilung des Krieges in Westindien

1778/79 S. 283. -- Ereignisse in =Westafrika= 1779 S. 285.

=Der Krieg in Europa= 1779/80. Kriegsplan und Rüstungen der 285-298

Verbündeten 1779 S. 285. -- Angriff auf die Kanalinseln S.

287. -- Vereinigung und Stärke der französisch-spanischen

Flotte (d'Orvilliers und Cordoba) S. 287. -- Die englische

Flotte unter Hardy (Personalien), Furcht in England vor

Invasion S. 288. -- Die Flotte der Verbündeten im Kanal,

gelähmt durch Gegenorder und schlechten Zustand der Schiffe

S. 289. -- Rückfahrt derselben S. 290. -- Verteilung der

Seestreitkräfte 1780 S. 292. -- Rodney (Personalien) siegt

16. Januar bei Kap St. Vincent über Langara und versorgt

Gibraltar S. 293. -- Eine spanische Flotte (Solano) segelt

nach Westindien; Cordoba nimmt einen englischen Konvoi, sonst

trotz starker Flotte untätig S. 295. -- D'Estaing in Spanien

vergeblich bemüht, den Krieg zu beleben S. 296. -- Kritik des

Krieges 1779/80 in Europa S. 296. -- Ausbruch des Krieges mit

Holland S. 298.

=Der Krieg in Westindien und Nordamerika= 1780. Gefecht bei 298-315

Monte Christi (Haiti) 20. März 1780 S. 299. -- De Guichen

(Personalien) und Rodney treffen in Westindien ein S. 299. --

Stärke der Flotten S. 300. -- Die Schlacht bei Martinique 17.

April (Rodneys Versuch zu einer neuen Taktik) S. 301. --

Gefechte bei Martinique 15. und 19. Mai S. 304. -- Eine

spanische Flotte (Solano) trifft ein, bleibt aber untätig S.

305. -- Guichen segelt nach Europa, Rodney nach Nordamerika

S. 306. -- Solano erobert Pensacola S. 307. -- In Nordamerika

erobern die Engländer (Clinton) Charleston S. 308. -- Kämpfe

in Carolina S. 309. -- Gefecht bei Bermudainseln (de Ternay

gegen Cornwallis) S. 309. -- Ankunft französischer Truppen

(Rochambeau) bei Rhode-Island, Rodney nach Westindien zurück

S. 310. -- Arnold fällt in Virginia ein (sein Verrat an der

amerikanischen Sache) S. 311. -- Kritik des Krieges in

Westindien und Nordamerika S. 312. -- Schlechte Lage der

Amerikaner Ende 1780 S. 315.

=Der Krieg in Europa= 1781. Rüstungen S. 315. -- Admiral 315-324

Darby versorgt wiederum Gibraltar S. 316. -- La Motte-Picquet

nimmt einen englischen Konvoi mit der Beute Rodneys von St.

Eustache S. 319. -- Die Verbündeten erobern Minorka und

kreuzen wiederum erfolglos vor dem Kanal S. 318. -- Holland

tritt in den Krieg ein, Schlacht auf der Doggerbank

(Hyde-Parker gegen Zoutman) 5. August S. 320. -- Kempenfelt

vernichtet einen für Westindien bestimmten Konvoi (de

Guichen) S. 322. -- Kritik des Krieges in Europa S. 323.

=Der Krieg in Westindien und Nordamerika= 1781. Rodney 324-343

erobert St. Eustache und macht reiche Beute S. 324. -- De

Grasse trifft ein (Personalien), Hood (Personalien) tritt ihm

bei Martinique entgegen 29. April S. 325. -- De Grasse

erobert Tabago S. 329. -- Segelt nach Nordamerika S. 329. --

Hood folgt S. 331. -- Lage in Nordamerika, Cornwallis dringt

von Carolina gegen Virginia vor S. 331. -- Arnold fällt von

der Chesapeakebucht in Virginia ein S. 332. -- Das

französische Geschwader (Des Touches) kommt von der

Narragansettbucht, um Arnold abzuschneiden; trifft auf das

englische (Arbuthnot) S. 333. -- Erste Schlacht vor der

Chesapeakebucht (taktisch bemerkenswert) S. 334. -- Virginia

wird der entscheidende Schauplatz des Landkrieges; die

englischen Heere vereinigen sich, die Amerikaner rücken von

New York heran S. 335. -- De Grasse und Hood treffen ein S.

337. -- Zweite Schlacht vor der Chesapeakebucht (de Grasse

gegen Graves; taktisch bemerkenswert) 5. September 1781 S.

338. -- Kapitulation des englischen Heeres bei Yorktown

(Cornwallis); der Landkrieg beendet S. 339. -- Die großen

Flotten segeln nach Westindien zurück S. 340. -- Die

Franzosen erobern St. Eustache S. 341. -- Kritik des Krieges

1781 in Westindien und Nordamerika S. 341.

=Der Krieg in Europa= 1782. Der Wechsel im englischen 343-354

Ministerium führt zur Einstellung des Krieges in Nordamerika

S. 343. -- Rüstungen und erste Bewegungen der Flotten S. 344.

-- Vernichtung eines französischen Transportes für Ostindien

durch Barrington S. 345. -- Die französisch-spanische Flotte

(Cordoba, Guichen) erfolglos vor dem Kanal S. 346. --

Tätigkeit der holländischen Flotte 1782 S. 347. -- Untergang

des »Royal George« S. 348. -- Die Belagerung von Gibraltar,

Bau schwimmender Batterien (d'Arçon) S. 348. -- Der große

Angriff auf die Stadt 13. September S. 350. -- Howe versorgt

Gibraltar S. 351. -- Seetreffen bei Kap Spartel (Howe gegen

Cordoba) S. 352. -- Kritik des Krieges 1782 in Europa S. 353.

=Der Krieg in Westindien und Nordamerika= 1782. Hood und 354-376

de Grasse in Westindien; Landung der Franzosen auf St.

Christoffer (St. Kitts) S. 354. -- Schlacht bei St.

Christoffer 25. Januar S. 355. -- Ankergefecht dort 26.

Januar S. 357. -- Beurteilung Hoods und de Grasses S. 359. --

Rodney trifft in Westindien ein S. 360. -- Plan der

Verbündeten, Jamaika zu erobern; erste Schlacht bei Dominica

(Rodney gegen de Grasse) 9. April S. 360. -- Rodney verfolgt

die französische Flotte, Unfälle derselben S. 364. -- Zweite

Schlacht bei Dominica (Les Saintes; taktisch bemerkenswert,

Rodney durchbricht die feindliche Linie) S. 366. -- De

Grasses Gefangennahme S. 369. -- Kritik der Schlacht S. 370.

-- Rodney unterläßt die Verfolgung S. 372. -- De Grasses

Beurteilung in Frankreich, sein weiteres Schicksal S. 372. --

Bewegungen der Flotten nach der Schlacht S. 373. -- Folgen

der Schlacht S. 374. -- Der Krieg in Westindien zu Ende

(Rodney abberufen); Kritik desselben S. 374. -- Lage in

Nordamerika Ende 1782 S. 375. -- Der Plan der Verbündeten

gegen Jamaika für 1783 kommt infolge der

Friedenspräliminarien nicht mehr zur Ausführung S. 375.

=Der Krieg in Ostindien= 1778-1783. Vorgänge in Indien 1763 376-404

bis 1778 S. 376. -- Ausbruch des Krieges; die Engländer

nehmen Chandernagore und Masulipatam; Seegefecht vor

Pondichery 10. August 1778 S. 378. -- England verstärkt die

Station (Admiral Hughes, Personalien) S. 378. -- England im

Kampfe mit Haidar Ali und den Mahratten 1778-1781 S. 379. --

Die Franzosen benützen diese Lage nicht, Untätigkeit ihres

Geschwaders (d'Orves) S. 380. -- Die Engländer besetzen die

holländischen Plätze Negapatam 1780 und Trincomali (Ceylon)

1781 S. 380. -- Ein französisches Geschwader (Suffren,

Personalien) und ein englisches (Johnstone) segeln von Europa

zur Kapkolonie 1781 S. 380. -- Die Schlacht vor Porto Praya

(Kapverdeninseln; Suffren gegen Johnstone) 16. April 1781 S.

382. -- Beurteilung der Führer S. 383. -- Suffren versorgt

die Kapkolonie, Johnstone kommt zu spät S. 384. -- Suffren

und Hughes in Indien, ihre Lage und ihre Aufgaben S. 384. --

Die Schlacht bei Sadras 17. Februar 1782 (taktisch

bemerkenswert; Suffren greift Hughes' Linie hinten mit

Übermacht an, wird aber von seinen Kommandanten nicht

unterstützt) S. 385. -- Suffren erreicht Pondichery, tritt

mit Haidar Ali in Verbindung, Cuddalore kapituliert S. 387.

-- Hughes segelt nach Trincomali, Suffren folgt; die Schlacht

bei Providien 12. April 1782 S. 388. -- Suffren befolgt den

Befehl, Indien zu verlassen, nicht S. 390. -- Die Schlacht

bei Negapatam 6. Juli 1782 S 391. -- Suffren enthebt drei

Kommandanten ihres Kommandos S. 393. -- Seine geschickten

Maßnahmen zur Instandsetzung der Flotte S. 393. -- Der

Landkrieg günstig für England S. 394. -- Hughes geht im

Oktober 1782 nach Bombay und erhält Verstärkungen S. 397. --

Verzögerung der französischen nach Atchin, kehrt aber schon

im Januar 1783 zur Koromandelküste zurück S. 398. -- Tod

Haidar Alis; Bussy trifft ein; Suffren rüstet in Trincomali

aus S. 399. -- Hughes kommt im April zur Koromandelküste

zurück, die Engländer schließen Cuddalore zu Lande und zu

Wasser ein; Suffren erscheint zum Entsatz S. 400. -- Die

Schlacht bei Cuddalore 20. Juni 1783 S. 400. -- Ende des

Krieges; Suffrens Rückreise nach Frankreich ein Triumphzug S.

402. -- Kritik des Krieges in Ostindien S. 403.

=Der Kleine Krieg= im allgemeinen S. 404. -- Der Kreuzerkrieg 404-407

der Amerikaner S. 405. -- Kapitän Paul Jones in den

europäischen Gewässern S. 406.

=Der Frieden von Versailles= 3. September 1783 S. 407. -- 407-409

Uebertriebene Ansicht von der Wirkung der Schlacht von

Dominica auf den Friedensschluß S. 408. -- Die

Friedensbedingungen S. 409.

=Schlußbetrachtungen über Strategie=: die Ziele der 409-415

Verbündeten und die sich daraus für sie ergebenden

Angriffsobjekte S. 410. -- Fehlerhafte Strategie Englands,

überall einem Angriff gewachsen zu sein S. 411. -- Fehler der

Verbündeten, die Kräfte zu zersplittern und nicht um die

Seeherrschaft im großen zu kämpfen S. 412. -- Aussprüche

Mahans hierzu S. 414.

=Über Taktik=: Die vielen rangierten Schlachten des Krieges

bieten reiches Material zur Beurteilung des Standes der

Taktik im vierten Abschnitte S. 414. -- Rodneys und Suffrens

Versuche zur Änderung derselben S. 415.

Sechstes Kapitel: Nebenkriege 1740-1793 417-442

=Kämpfe mit den Barbaresken.= Englands, Hollands, Frankreichs 417-418

und Spaniens Maßnahmen gegen den Seeraub S. 417. --

Beschießung afrikanischer Städte durch die Franzosen S. 418.

=Der Schwedisch-Russische Krieg= 1741-1743. Anlaß des Krieges 418-420

S. 418. -- Die Streitmittel der Gegner S. 419. -- Der Verlauf

des Krieges S. 419. -- Frieden von Abo 18. August 1743 S.

420. -- Ein Zusammenstoß Dänemarks mit Schweden durch Rußland

verhindert S. 420.

=Die schwedische und die russische Marine im Siebenjährigen 421-422

Kriege= 1756-1763. Aufstellung gemeinsamer Flotten der

nordischen Staaten zur Abwehr der englischen; Beschießungen

von Kolberg 1760 und 1761 S. 421. -- Tätigkeit der

schwedischen Schärenflotte an der pommerschen Küste; Gefecht

beim Reppiner Haken gegen eine preußische Flottille am 11.

September 1758 S. 421. -- Stellung Friedrichs des Großen zur

Schaffung einer Flotte S. 422.

=Der Russisch-Türkische Krieg= 1768-1774. Anlaß zum Kriege 422-424

S. 422. -- Die russische Ostseeflotte unter Alexej Orlow

(nebst Spiridoff und Elphinstone) in Griechenland 1770;

Vernichtung der türkischen Flotte bei Tscheschme 5. Juli 1770

S. 423. -- Orlow an der syrischen Küste; der Frieden von

Kücük-Kainardschi, 21. Juli 1774, wichtig für Rußlands

Stellung am Schwarzen Meere S. 424.

=Der Russisch-Türkische Krieg= 1787-1791. Anlaß zum Kriege 424-425

der Verlauf des Landkrieges S. 424. -- Tätigkeit der

russischen Schwarze-Meer-Flotte (Unterstützung der Belagerung

von Otschakow 1788, Vertreibung der türkischen Flotte aus dem

Schwarzen Meere 1791); der Friede von Jassi begründet

Rußlands feste Stellung am Schwarzen Meere 9. Januar 1792 S.

425.

=Der Schwedisch-Russische Krieg= 1788-1790. Anlässe zum 425-442

Kriege; König Gustavs Plan gegen Petersburg S. 425. -- Die

Seestreitmittel der Gegner (die »Armeeflotte« Schwedens) S.

426. -- Der Aufmarsch der Schweden 1788 S. 427. -- König

Gustavs Ultimatum mit schroffen Forderungen an Kaiserin

Katharina; die Bewegungen der Hochseeflotten; Schlacht bei

Hogland (Herzog Karl von Södermanland gegen Greigh) 17. Juli

1788 S. 428. -- Der Schären- und Landkrieg 1788; König Gustav

III. muß die Belagerung von Frederikshamn wegen Empörung im

Heere (Anjalabund) aufgeben S. 429. -- Erfolgloser Angriff

Dänemarks auf Schweden 1788 S. 430. -- Gründe der

schwedischen Mißerfolge S. 430. -- Die Tätigkeit der

Hochseeflotten 1789; Schlacht bei Öland (Herzog Karl gegen

Tschitschakoff) 26. Juli 1789 S. 431. -- Die schwedische

Flotte in Karlskrona blockiert S. 431. -- Der Land- und

Schärenkrieg 1789 S. 432. -- Die Schärenschlacht im

Svensksunde 24. August S. 433. -- Kritik des Jahres 1789 S.

434. -- Friedensunterhandlungen scheitern an Katharinas

Forderungen; neuer Plan Gustavs für den Angriff auf

Petersburg 1790 S. 434. -- Die Schweden überrumpeln Raagervik

17. März S. 435. -- Die Schlacht bei Reval (Herzog Karl gegen

Tschitschakoff) 13. Mai 1790 S. 435. -- Die schwedische

Küstenflotte greift Frederikshamn 15./19. Mai erfolglos an

und dringt bis zur Wiborgbucht vor S. 436. -- Seeschlacht in

der Kronstädter Bucht 3./4. Juni (Herzog Karl gegen Kruse) S.

436. -- Die schwedische Hochseeflotte zieht sich in die

Wiborgbucht zurück und wird nebst der Küstenflotte durch

Tschitschakoff und Kruse blockiert S. 438. -- Durchbruch der

Schweden 3. Juli 1790 S. 439. -- Zweite Schlacht im

Svensksunde 9. Juli; eine schwere Niederlage der Russen S.

440. -- Kritik des Jahres 1790 S. 441. -- Der Frieden zu

Werelä 14. August 1790; die Ergebnisse des Krieges S. 441.

$Verzeichnis der Seekriege und Seeschlachten$ 443

$Sach- und Namenverzeichnis$ 446

[Illustration]

* * * * *

[Illustration]

Wichtigste Quellen-Literatur.

A. Werke allgemeinen Inhalts[1].

Abkürzung,

im Text

gebraucht:

[2]=W. Laird Clowes=: The Royal Navy. A history of the Clowes III,

earliest time to the present. London 1897-1901. 6 Bde. IV.

Band III 1715-1783. Band IV Minor Operations, Voyages

and Discoveries 1763-1792.

[2]=P. H. Colomb=, Rearadmiral: Naval warfare. Its ruling Colomb.

principals and practice historically treated. London

1891.

=J. Campbell=[3] und seine Fortsetzer: Lives of the Campbell.

British Admirals: containing an accurate Naval History

from the earliest periods. London 1817. 8 Bde.

Band IV bis 1756, V bis 1779, VII bis 1801. In neueren

Werken oft benutzt, namentlich hinsichtlich

Zahlenangaben.

[2]=A. T. Mahan=, Captain U. S. Navy: Der Einfluss der Mahan I.

Seemacht auf die Geschichte. Erster Band 1660-1783.

Übersetzung Berlin 1898.

[2]=C. Chabaud-Arnault=, Capitaine de Fregatte: Histoire Chab.-

des flottes militaires. Paris et Nancy 1889. Arnault.

[2]=O. Troude= (publié par =P. Levot=): Batailles navales Troude I,

de La France. Paris 1867/68. 4 Bde. II.

Band I 520-1778, Band II 1778-1795.

=Comte de La Peyrouse Bonfils=: Histoire de la Marine Bonfils I,

Française. Paris 1843. 3 Bde. Bd. I 1643-1778, Bd. II II.

1778-1789.

=L. Guérin=: Histoire maritime de France. Paris 1851.

In neueren Werken oft angezogen.

[2]=J. C. de Jonge=: Geschiedenis van het Nederlandsche

Zeewezen. de Jonge. Haarlem 1858. 10 Bde.

Band IV 1707-1783.

=F. C. Duro=: Armada Espagnola desde la unión de los

reinós de la Castilla y de Leon et Aragon. Madrid

1895-1903. 9 Bde.

Genaueste Geschichte der spanischen Marine.

=J. R. Spears=: The history of our navy from its origin to

the Spears. present day. 1775-1897. 4 Bde. New York

1897.

Band I enthält die erste Gründung einer Marine der

Vereinigten Staaten und deren Verwendung im

Befreiungskriege 1775-1783.

=E. S. Maclay=: A history of the United States navy from

1775 to 1902. 3 Bde. London 1894, 1902.

Wie vorstehend.

=C. A. Gyllengranat=: Sveriges sjökrigshistoria i

sammandrag. Carlskrona 1840. 2 Bde.

=P. O. Bäckström=: Svenska Flottans Historia. Stockholm

1884.

=Sir G. S. Clarke=: Russia's Sea-Power past and present or

of the Rise of the Russian Navy. London 1898.

=F. T. Jane=: The imperial Russian Navy, its Past, Present

and Future. London 1899.

=O. Wesselage=: Kurze Geschichte der russischen

Seegefechte in zwei Jahrhunderten 1656-1858. Petersburg

1893-1895. 2 Bde.

In russischer Sprache.

=Kirchhoff=, Vizeadmiral z. D.: Seemacht in der Ostsee.

Ihre Einwirkung auf die Geschichte der Ostseeländer im

17. und 18. Jahrhundert. Kiel 1907.

Behandelt eingehend die schwedischen, dänischen und

russischen Kirchhoff. Kriege und bringt sehr genaue

Angaben über die innere Geschichte der nordischen

Marinen.

=A. Zimmermann=: Die europäischen Kolonien. Ihre

Entstehung, Zimmermann. Entwicklung, Erfolge und

Aussichten. Berlin 1896-1903. 5 Bde.

Band I Portugal und Spanien; Band II und III England;

Band IV Frankreich; Band V Holland. Bemerkenswert für

die Kriege der europäischen Völker gegeneinander in den

Kolonien, besonders für die Kämpfe am Lande. B. Werke

besonderen Inhalts.

[1] Außer den hier aufgeführten Werken sind im Band I, »Wichtigste

Quellenliteratur«, S. XVIII ff., noch verschiedene, meist ältere

Werke erwähnt; du Sein, v. Henk, Steinitz, Schomberg, Southey,

Allen, Joinville; vgl. auch die Fußnoten S. XXI dort.

[2] Die auf diese Weise gekennzeichneten wichtigen Werke sind auf ihren

Inhalt bereits im ersten Bande S. XVIII ff. näher besprochen.

[3] Im Quellenverzeichnis des I. Bandes ist irrtümlich eine Ausgabe von

1873 angegeben; es ist dies nur ein kleines Werk von 382 Seiten

unter gleichem Titel.

B. Werke besonderen Inhalts.

I. Seekriegsgeschichtlichen Inhalts.

=E. Chevalier=: Histoire de la marine française depuis les

débuts de la monarchie jusqu'au traité de paix de 1763.

Paris 1902.

=Derselbe=: Histoire de la marine française pendant la guerre

Chevalier de l'indépendance américaine. Paris 1877. II.

=G. Lacour-Gayet=: La marine militaire de la France sous

Lacour I. le règne de Louis XV. Paris 1902.

=Derselbe=: La marine militaire de la France sous le

règne Lacour II. de Louis XVI. Paris 1905.

Die Werke Chevaliers und Lacour-Gayets sind wichtig für

die Kriege des zweiten Bandes. Sie sind weit objektiver

gehalten als die älteren französischen Quellen und sie

ergänzen sich in wertvoller Weise. Chevalier beschreibt,

besonders in seinem zweiten Buche, die Operationen und

Schlachten genauer. Lacour-Gayet hält sich allgemeiner,

bringt aber viele Angaben, Briefe und Berichte, die

Auskunft über die inneren Verhältnisse der französischen

Marine geben; seine Bücher enthalten auch vollzählige

Listen über die verwendeten Flotten und Geschwader mit

Angabe von Personalien sämtlicher auf diesen

befindlichen Offizieren.

=Ch. Ekins=: Naval battles 1744-1814. London 1824.

=E. K. Rawson=: Twenty famous naval battles, Salamis to

Santiago. London 1900. 2 Bde.

=J. Drinkwater=: A history of the siège of Gibraltar

1779-1783. With a description and account of that

garrison from the earliest times. London 1905. (Neudruck

einer Ausgabe von 1786.)

=J. S. Roux=: Le Bailli de Suffren dans l'Inde.

Marseille 1862.

=H. Moris=: Journal de bord du Bailli de Suffren dans

l'Inde 1781-1784. Avec préface par le Vice-amiral Jurien

de la Gravière. Paris 1888.

=Trublet=: Histoire de la campagne de l'Inde par

l'escadre française, sous les ordres de M. le Bailli de

Suffren 1781-1783. Paris 1892.

=G. v. Schantz=: Historia öfver Kriget emellan Sverige

och Ryssland 1788-1790. Stockholm 1817 und 1818. 2 Bde.

=R. Ungermann=: Der russisch-türkische Krieg 1768-1774.

Wien und Leipzig 1906.

II. Biographischen Inhalts.

=A. Barbou=: Les grands marins de France. Histoire

populaire de la marine française depuis les temps

anciens jusqu'à nos jours. Paris 1885.

Kurz gefaßt, gut illustriert.

=Vicomte de Noailles=: Marines et soldats français en

Amérique pendant la guerre de l'indépendance des

États-Unis 1778-1783. Paris 1903.

=J. K. Laughton=: From Howard to Nelson. Twelve sailors.

London 1900. 2 Bde.

Der zweite Band enthält Aufsätze über Anson, Hawke,

Boscawen, Rodney, Howe, Hood. (Jervis, Nelson.)

=J. Barrow=: The life of Lord Anson. London 1839.

=Derselbe=: The life of Richard Earl Howe. London 1838.

=Burrows=: The life of Edward Lord Hawke. London 1883.

=D. Hannay=: Rodney. London 1903. (2. Aufl.)

=Mundy=: The life and correspondence of the late admiral

Lord Rodney. London 1830. 2 Bde.

III. Taktischen und strategischen Inhalts.

[4]=P. Hoste=: L'Art des armées navales ou traité des

évolutions navales. Lyon 1697.

=Bigot de Morogues=: Tactique navale ou traité des

évolutions et des signaux. Paris 1763.

=Bourdé de Villehue=: Le manoeuvrier ou essai sur la

théorie et la pratique des mouvements du navire et des

évolutions navales. Paris 1769.

=J. Clerk=: An essay on naval tactics systematical and

historical with explanatory plates. 2. Edition.

Edinburgh 1804.

Die erste Auflage erschien 1790, war aber schon 1782 in

wenigen Exemplaren gedruckt und der Inhalt überhaupt

einigen englischen Seeoffizieren bekannt. -- Der

Verfasser zeigt an der Hand der Beschreibung von 14

Schlachten die Nachteile der bis dahin gebräuchlichen

Angriffstaktik und macht Vorschläge, wie der Gegner an

einer Stelle überlegen anzugreifen sei.

=A. Ramatuelle=: Cours élémentaire de tactic navale,

dédié à Bonaparte. Paris 1802.

Verfasser diente in der französischen Marine in den

Kriegen des vierten Abschnittes.

=Julien S. Corbett=: Fighting Instructions 1530-1816.

Publications of the Navy Records Society. Vol. XXIX.

London 1905.

Die Entwicklung der Gefechtsvorschriften in der

englischen Marine.

=Derselbe=: Signals and Instructions 1776-1794. Ebendort

Vol. XXXV. 1909.

Ein Aufsatz, in dem der Verfasser nach neuesten

Forschungen bisherige Ansichten, auch seine eigenen,

über die Entwicklung der Seetaktik teilweise

modifiziert.

=Glatzel=, Kapitän zur See: Die Entwicklung der

Seetaktik in der Zeit Rodneys und Howes.

Marine-Rundschau 1909, Heft IV.

Bespricht vorstehenden Aufsatz Clerks.

=Julien S. Corbett=: England in the seven years war, a

study in combined strategy. New York 1907. 2 Bde.

$Strategische Betrachtungen$ enthalten ferner in reichem

Maße die oben schon erwähnten Werke von =Colomb= und

=Mahan=, letzteres auch solche über $Taktik$.

[4] Vgl. Anmerkung zu Seite XIV.

IV. Technischen Inhalts.

=L. Arenhold=, Marinemaler und Kapitänleutnant der Arenhold.

Reserve: Die historische Entwicklung der Schiffstypen

vom römischen Kriegsschiff bis zur Gegenwart. Kiel und

Leipzig 1891.

30 Heliogravüren mit erläuterndem Text veranschaulichen

die Entwicklung des Schiffbaues, der Takelage und der

Armierung.

=J. Charnock=: A history of marine architecture, including Charnock.

an enlarged and progressive view of the nautical

regulations and naval history, both civil and military,

of all nations, especially of Great-Britain. London

1800-1802. 2 Bde.

In den besten neueren Werken über Seekriegsgeschichte

als Quelle für Entwicklung des Seewesens oft benutzt.

Auch bemerkenswert für die Kriege des vierten

Abschnittes wegen genauer Angaben über die

Seestreitkräfte der Gegner hinsichtlich ihrer

Schiffsbestände (mit Namen der Schiffe) vor und nach den

Kriegen, sowie über die Verluste während derselben.

=A. Jal=: Archéologie navale. Paris 1840. 2 Bde.

=Tj. Schwarz=: Das Linienschiff einst und jetzt. Berlin

1903.

Enthält bemerkenswerte Angaben über die Entwicklung der

Segellinienschiffe.

$Angaben über Schiffe, Waffen$ usw. enthalten ferner die

oben angeführten Werke von =Laird-Clowes= (Kapitel civil

history), =Colomb= (Kapitel V über Schiffsklassen),

=Troude= (Band I, Introduction); solche über

$Organisation und Personal$ (innere Geschichte der

Marinen), die Werke von =Laird Clowes= (englische

Marine), =de Jonge= (holländische Marine),

=Chabaud-Arnault= und =Lacour-Gayet= (französische

Marine), =Kirchhoff= (dänische, schwedische, russische

Marine).

* * * * *

Verzeichnis der Abbildungen.

Bildnisse.

Seite

=George Brydges Rodney.= Nach Laird Clowes, The Royal Navy.

Bd. III. London 1898. Sampson, Low, Marston & Co. Ltd. Titelbild

=George Lord Anson.= Nach Laird Clowes, The Royal Navy. Bd.

III. London 1898. Sampson, Low, Marston & Co. Ltd. 70

=Admiral Thomas Mathews.= Nach Laird Clowes, The Royal Navy.

Bd. III. London 1898. Sampson, Low, Marston & Co. Ltd. 75

=Marquis de La Gallissonnière.= Nach einer alten Lithographie

nach A. Maurin 134

=Admiral The Hon. John Byng.= Nach Laird Clowes, The Royal

Navy. Bd. III. London 1898. Sampson, Low, Marston & Co. Ltd. 137

=Admiral Edward Lord Hawke.= Nach Montagu Burrow, The Life of

Edward Lord Hawke. London 1904. J. J. Keliher & Co. Ltd. 155

=Comte d'Estaing.= Nach einer alten Lithographie nach A.

Maurin 259

=Richard Earl Howe.= Nach Laird Clowes, The Royal Navy. Bd.

III. London 1898. Sampson, Low, Marston & Co. Ltd. 260

=Samuel Barrington.= Nach John Campbell, Life of the British

Admirals. Bd. IV. London 1812. C. J. Barrington 273

=De Guichen.= Nach =Vicomte de Noailles=: Marines et soldats

français en Amérique pendant la guerre de l'indépendance des

États-Unis 1778-1783. Paris 1903 300

=Johan Arnold Zoutman.= Nach J. C. de Jonge, Geschiedenis van

het Nederlandsche Zeewezen. 2. Aufl., Bd. IV. Haarlem 1861.

A. C. Kruseman 320

=De Grasse.= Nach einer alten Lithographie nach A. Maurin 327

=Samuel Hood.= Nach Laird Clowes, The Royal Navy. Bd. IV.

London 1899. Sampson, Low, Marston & Co. Ltd. 355

=P. A. de Suffren.= Nach G. Lacour-Gayet, La Marine Militaire

de la France sous le règne de Louis XVI. Paris 1905. Honoré &

Champion 377

=Captain John Paul Jones.= Nach Laird Clowes, The Royal Navy.

Bd. IV. London 1899. Sampson, Low, Marston & Co. Ltd. 406

Abbildungen von Schiffen.

=Englisches Linienschiff »The Terrible 74«.= Den Franzosen

1747 abgenommen. Nach Laird Clowes, The Royal Navy. Bd. III.

London 1898. Sampson, Low, Marston & Co. Ltd. 12

=Heck eines französischen Linienschiffes.= Aus Tjard Schwarz,

Das Linienschiff einst und jetzt. Berlin 1903. E. S. Mittler

& Sohn 12

=Französisches Linienschiff= »Sans Pareil«, 1770. Aus Tjard

Schwarz, Das Linienschiff einst und jetzt. Berlin 1903. E. S.

Mittler & Sohn 13

=Einblick in eine Batterie eines Segellinienschiffs.= Aus

Tjard Schwarz, Das Linienschiff einst und jetzt. Berlin 1903.

E. S. Mittler & Sohn 20

Schlachtpläne und Uebersichtsskizzen.

(Nach Skizzen des Verfassers.)

=Skizze zur Erläuterung der Taktik= 41

=Hafen von Cartagena= 65

=Schlacht vor Toulon=, 22. Februar 1744 76

=Schlacht bei Minorka=, 20. Mai 1756 138

=Die Quiberonbucht= 156

=New York und Umgebung= 235

=Schlacht bei Grenada=, 6. Juli 1779 277

=Schlacht bei Martinique=, 17. April 1780 301

=Schlacht vor der Chesapeakebucht=, 16. März 1781 333

=Schlacht vor der Chesapeakebucht=, 5. September 1781 338

=Schlacht bei St. Christoffer= (St. Kitts), 25. Januar, und

=Ankergefecht=, 26. Januar 1782 357

=Schlacht bei Dominica=, 9. April 1782 362

=Schlacht bei Dominica= (Les Saintes), 12. April 1782 366 u. 368

=Schlacht vor Porto Praya=, 16. April 1781 382

=Schlacht bei Sadras=, 17. Februar 1782 386

=Schlacht bei Providien=, 12. April 1782 388

=Schlacht bei Negapatam=, 6. Juli 1782 392

=Schlacht bei Trincomali=, 3. September 1782 395

[Illustration]

* * * * *

Vierter Abschnitt.

Die Zeit von 1739-1793.

Kennzeichen des Abschnittes.

Vergrößerung der Schlachtschiffe bei gleicher Kanonenzahl; größere

Gleichmäßigkeit innerhalb der verschiedenen Klassen; Bevorzugung der

bisherigen Linienschiffe mittlerer Größe; Verbesserung und Vermehrung der

Fahrzeuge zu besonderen Zwecken, Einführung schwererer Fregatten. -- Die

Taktik wird schematisch gehandhabt und führt zu meist unentschiedenen

Schlachten, erst gegen das Ende des Abschnittes gewinnt sie neues Leben.

-- Die Meere der Kolonien werden in den Seekrieg mit einbegriffen, das

Bereich der Strategie wird dadurch erweitert.

[Illustration]

Erstes Kapitel.

Einleitung.

Geschichtlicher Überblick über den Abschnitt[5]. Seine Bedeutung für die

Entwicklung des Seekriegswesens.

$Geschichtlicher Überblick.$ Der dritte Abschnitt, die Zeit von 1648-1739

umfassend, zeitigte bis zum Frieden von Utrecht[6] fünf große Seekriege.

Ihr letzter, der Spanische Erbfolgekrieg 1702-1713, hatte England zum

Gebieter der Meere gemacht. Die Zeit von 1713-1739[7] brachte infolge der

Friedenspolitik der Minister =Walpole= in England und =Fleury= in

Frankreich keine großen Seekriege, obgleich Zündstoff für Zusammenstöße

der Großstaaten am Weltmeere genügend vorhanden war: Zwischen

Spanien-Frankreich einerseits und England-Holland anderseits schärften

sich seit Erhebung der Bourbonen auf den spanischen Thron die

handelspolitischen Gegensätze bedenklich.

Die im Frieden von Utrecht zwischen Spanien und England über den Handel

in Westindien und Spanisch-Amerika geschlossenen Verträge waren auf die

Dauer unhaltbar. Die Zugeständnisse, die Spanien gemacht hatte

(Assientovertrag), konnten England nicht genügen; sie riefen bald eine

unrechtmäßige Ausnutzung seitens der Engländer -- einen weitgehenden

Schmuggelhandel -- und dadurch ebenso ungesetzliche Gewaltmaßregeln der

Spanier hervor. Diese Reibungen bildeten eine stete Bedrohung des

Friedens. Anderseits hatte Spanien 1733 auch Frankreich große Vorteile im

Handelsverkehr gewährt. In Frankreich wuchs die Einsicht von der

Notwendigkeit maritimer Ausdehnung. Während der Friedensjahre nahm der

französische Seehandel schnell zu und die Kolonien blühten auf; in

Westindien erlangten sie das Übergewicht über die englischen und in

Ostindien bildete sich ein französisch-indisches Reich, ähnlich dem

jetzigen englischen. Das englische Volk aber war gewillt, jede

Nebenbuhlerschaft auf der See und über der See zu unterdrücken. Zwischen

Frankreich und England harrte ferner der Streit um die Vormacht in

Nordamerika des Austrages; nicht einmal die Grenzen zwischen den

beiderseitigen Kolonien waren hier endgültig festgesetzt und auch über

den Besitz des nördlichen Teiles von Neu-Braunschweig war noch keine

Entscheidung getroffen. Spanien sowohl wie Frankreich mußte es endlich

ein Dorn im Auge sein, Gibraltar und Minorka als Stützpunkte zur

Beherrschung des Mittelmeeres und seines Ausganges im Besitze Englands zu

sehen.

[5] Zu den geschichtlichen und politischen Betrachtungen hier, sowie

bei Schilderung der Kriege sind besonders benützt: Schlosser,

Geschichte des XVIII. und XIX. Jahrhunderts, Band II-IV; Spamers

Weltgeschichte Band VII; Mahan I.

[6] Bedingungen des Friedens vgl. Band I, Seite 496; Ergebnisse des

Spanischen Erbfolgekrieges für die Teilnehmer Seite 575 und auch

159.

[7] Ebendort Kapitel X und XI.

Seekriege und Seekriegswesen, Zweiter Band in ihrer weltgeschichtlichen Entwicklung. Mit besonderer Berücksichtigung der grossen Seekriege des XVII. and XVIII. Jahrhunderts. · 第 1 / 63 段