wirklich ganz voneinander getrennt werden können.
Descartes behandelt beide als vollkommne Gegensätze.
Wäre dies richtig, so bliebe die Vereinigung von Körper
und Geist nicht nur unbegreiflich, sondern wäre
geradezu =widersprechend=. Descartes bereitet denn auch
die Thatsache der Vereinigung von Leib und Seele nicht
geringe Verlegenheiten, über die er sich durch die
verschiedensten Vergleiche und Annahmen vergeblich
hinwegzuhelfen sucht (besonders in Respons. und Princ.
Phil.). Auch der Begriff eines lediglich denkenden und
lediglich ausgedehnten Wesens hat an sich seine
unüberwindlichen Schwierigkeiten, mit denen Descartes
besonders in späterer Zeit viel zu kämpfen hatte (vgl.
Descartes Briefwechsel). =Kants= unsterbliches
Verdienst war es, das Verhältnis von Ausdehnung (Raum)
und Denken im wesentlichen richtig erkannt und das
Fundament für alle weitere Forschung festgelegt zu
haben. Descartes' Verdienst wird dadurch nicht
geschmälert: er hat allererst den =Weg= gezeigt und
angebahnt, der zur Wahrheit führt!
[50] Die Worte: »Das nicht wirklich ... erregen vermöchte«
geben das lateinische: »_in qua earum realitas objectiva
non formaliter, sed eminenter tantum contineatur_«
wieder, _formaliter_ und _eminenter_ lassen sich hier
nicht wohl mit »in gleichem Maße« und »in höherem Maße«
(v. Kirchmann) oder durch einen anderen einfachen
Ausdruck wiedergeben. Das »_tantum_« macht eine genauere
Wiedergabe des Sinnes erforderlich, was nur durch
Umschreibung möglich ist. Die unveränderte Herübernahme
der scholastischen Ausdrücke (Kuno Fischer) scheint, da
dieselben heute zu wenig geläufig sind, in dieser
Übersetzung nicht ratsam.
[51] Vgl. Anm. S. 79.
[52] Hiermit ist die Subjektivität der empfindbaren
Qualitäten ausgesprochen. Die erregenden Ursachen der
Empfindungen bestimmt Descartes an anderen Orten als
Bewegungen (man vgl. auch S. 104). Schon vor ihm hatte
Galilei diese Lehre mit aller Klarheit ausgesprochen
(vgl. =Natorp=, Descartes' Erkenntnistheorie, S. 135).
Durch die moderne Physik und Physiologie hat sie ihre
allseitige Bestätigung und tiefere Begründung erfahren.
[Liste der vorgenommenen Änderungen:
noch deutlich die Scholastik wiederspiegelt, eröffnet es andererseits
noch deutlich die Scholastik widerspiegelt, eröffnet es andererseits
Seite 111 ff.
Seite 111 ff.)
représentation_«). Man könnte vielleicht _objectivus_
représentation_«)«. Man könnte vielleicht _objectivus_
Grund zum zweifeln finde. Auch braucht man sie darum nicht einzeln
Grund zum Zweifeln finde. Auch braucht man sie darum nicht einzeln
dann, wenn sie Sirenen und Satirisken in den allerungewöhnlichsten
dann, wenn sie Sirenen und Satyrisken in den allerungewöhnlichsten
Zweite Betrachtung
Zweite Betrachtung.
So erkenne ich denn, =daß nichts von alledem, was= ich =mit Hilfe des
So erkenne ich denn, =daß nichts von alledem, was ich mit Hilfe des
u. s. w außer ihm vorhanden sei, oder ob es nur seine
u. s. w. außer ihm vorhanden sei, oder ob es nur seine
kann der Ich-gedanke praktisch vollzogen werden. Das
kann der Ich-Gedanke praktisch vollzogen werden. Das
Ich habe nun noch zu untersuchen, =in welcher Weise= jene Vorstellung
Ich habe nun noch zu untersuchen, =in welcher Weise= ich jene Vorstellung
Thätigkeit, die natürlich =für sich als= solche ebenfalls
Thätigkeit, die natürlich =für sich als solche= ebenfalls
(Vgl. pag. 59 Anm.)
(Vgl. S. 59 Anm.)
anzunehmen.
anzunehmen.«
letzten Betrachtung. (Vgl. bes. _p._ 97.)
letzten Betrachtung. (Vgl. bes. S. 97.)
]