[49] Es beruht auf einem Irrtum, daß Denken und Ausdehnung

wirklich ganz voneinander getrennt werden können.

Descartes behandelt beide als vollkommne Gegensätze.

Wäre dies richtig, so bliebe die Vereinigung von Körper

und Geist nicht nur unbegreiflich, sondern wäre

geradezu =widersprechend=. Descartes bereitet denn auch

die Thatsache der Vereinigung von Leib und Seele nicht

geringe Verlegenheiten, über die er sich durch die

verschiedensten Vergleiche und Annahmen vergeblich

hinwegzuhelfen sucht (besonders in Respons. und Princ.

Phil.). Auch der Begriff eines lediglich denkenden und

lediglich ausgedehnten Wesens hat an sich seine

unüberwindlichen Schwierigkeiten, mit denen Descartes

besonders in späterer Zeit viel zu kämpfen hatte (vgl.

Descartes Briefwechsel). =Kants= unsterbliches

Verdienst war es, das Verhältnis von Ausdehnung (Raum)

und Denken im wesentlichen richtig erkannt und das

Fundament für alle weitere Forschung festgelegt zu

haben. Descartes' Verdienst wird dadurch nicht

geschmälert: er hat allererst den =Weg= gezeigt und

angebahnt, der zur Wahrheit führt!

[50] Die Worte: »Das nicht wirklich ... erregen vermöchte«

geben das lateinische: »_in qua earum realitas objectiva

non formaliter, sed eminenter tantum contineatur_«

wieder, _formaliter_ und _eminenter_ lassen sich hier

nicht wohl mit »in gleichem Maße« und »in höherem Maße«

(v. Kirchmann) oder durch einen anderen einfachen

Ausdruck wiedergeben. Das »_tantum_« macht eine genauere

Wiedergabe des Sinnes erforderlich, was nur durch

Umschreibung möglich ist. Die unveränderte Herübernahme

der scholastischen Ausdrücke (Kuno Fischer) scheint, da

dieselben heute zu wenig geläufig sind, in dieser

Übersetzung nicht ratsam.

[51] Vgl. Anm. S. 79.

[52] Hiermit ist die Subjektivität der empfindbaren

Qualitäten ausgesprochen. Die erregenden Ursachen der

Empfindungen bestimmt Descartes an anderen Orten als

Bewegungen (man vgl. auch S. 104). Schon vor ihm hatte

Galilei diese Lehre mit aller Klarheit ausgesprochen

(vgl. =Natorp=, Descartes' Erkenntnistheorie, S. 135).

Durch die moderne Physik und Physiologie hat sie ihre

allseitige Bestätigung und tiefere Begründung erfahren.

[Liste der vorgenommenen Änderungen:

noch deutlich die Scholastik wiederspiegelt, eröffnet es andererseits

noch deutlich die Scholastik widerspiegelt, eröffnet es andererseits

Seite 111 ff.

Seite 111 ff.)

représentation_«). Man könnte vielleicht _objectivus_

représentation_«)«. Man könnte vielleicht _objectivus_

Grund zum zweifeln finde. Auch braucht man sie darum nicht einzeln

Grund zum Zweifeln finde. Auch braucht man sie darum nicht einzeln

dann, wenn sie Sirenen und Satirisken in den allerungewöhnlichsten

dann, wenn sie Sirenen und Satyrisken in den allerungewöhnlichsten

Zweite Betrachtung

Zweite Betrachtung.

So erkenne ich denn, =daß nichts von alledem, was= ich =mit Hilfe des

So erkenne ich denn, =daß nichts von alledem, was ich mit Hilfe des

u. s. w außer ihm vorhanden sei, oder ob es nur seine

u. s. w. außer ihm vorhanden sei, oder ob es nur seine

kann der Ich-gedanke praktisch vollzogen werden. Das

kann der Ich-Gedanke praktisch vollzogen werden. Das

Ich habe nun noch zu untersuchen, =in welcher Weise=     jene Vorstellung

Ich habe nun noch zu untersuchen, =in welcher Weise= ich jene Vorstellung

Thätigkeit, die natürlich =für sich als= solche ebenfalls

Thätigkeit, die natürlich =für sich als solche= ebenfalls

(Vgl. pag. 59 Anm.)

(Vgl. S. 59 Anm.)

anzunehmen.

anzunehmen.«

letzten Betrachtung. (Vgl. bes. _p._ 97.)

letzten Betrachtung. (Vgl. bes. S. 97.)

]

Betrachtungen über die Grundlagen der Philosophie · 第 8 / 8 段