[1] Ich habe bisher Celébes, mit Accent auf der zweiten Silbe,
geschrieben, weil die Holländer so betonen, A. Wichmann hat aber
kürzlich (Gids 1896, 328) wieder hervorgehoben, dass die Spanier im 16.
Jahrhunderte die Gegend von Mindanao bis Nord Celebes als Archipel der
Célebe oder als Inseln der Célebes, mit Accent auf der 1. Silbe,
bezeichneten. Die Leute nannten sich Célebe. Die Herkunft des Wortes
ist bis jetzt dunkel. Man vergleiche Crawfurds etymologische Conjectur
(Descr. Dict. Ind. Is. 1856, 90). Der von Wichmann versuchte Beweis,
dass die allgemeine Anwendung des Namens Celebes für die ganze Insel
sich erst in Folge eines Missverständnisses von Hackluyt eingebürgert
habe, ist jedoch nicht als gelungen anzusehen. (S. auch Egli: Etym.
geogr. Lex. 1880, 108.)
[2] Was auch Lydekker (Geogr. Hist. Mam. 1896, 47) noch ganz neuerdings
thut: „peculiar to the southern portion of the island“. Radde (25. Jb.
Ver. Erdk. Dresden 1896, 120) sah Buton-Exemplare irrthümlich für
Cynopithecus niger an (s. auch unten p. 5 Anm. 2).
[3] Siehe die Karte in Abh. Mus. Dresden 1896/7 Nr. 2.
[4] Everett (bei Hartert Nov. Zool. III, 150 1896) erwähnt „probably“
M. maurus vom Pik von Bonthain. Das Museum besitzt einen Foetus dieser
Art daher, von 1500′ Höhe (s. unten).
[5] Am 3. August 1871 hörte ich in Poso, laut Tagebuchnotiz, dass dort
weisse Affen als Anführer der schwarzen vorkommen sollen. Es sind dies
vielleicht sehr alte Individuen, Greise, oder jüngere albinotische, wie
Weber (Zool. Erg. I. 104 1890) sie beschreibt (s. unten Anm.).
[6] Reichenbach (Affen T. XXIV Fig. 370 s. a.) hat die Vorderhälfte
davon copirt; Fig. 368 und 369 sollen ebenfalls maurus vorstellen,
gehören aber keinenfalls der Art an; sie sind nach einem Exemplare des
Museums gezeichnet (p. 142), das nicht mehr zu identificiren ist.
[7] Reichenbach (l. c.) hat die Abbildung von P. Z. S. 1860 auf Tafel
XXVIII Fig. 408 copirt.
[8] Diese fünf abkürzten Beschreibungen mögen in Bezug auf Details
durch die Abbildungen ergänzt werden.
[9] Dr. Jentink schreibt auch, dass nur die Exemplare a, b, c (aus der
Gefangenschaft) und j (Cat. XI, 32 1892) Arme und Beine nicht grau
hätten, diese 4 aber sind noch nicht adult; a, b und j werden zwar als:
„à peu près adulte“ bezeichnet, aber bei a (Länge vom Vertex zum Anus
330 mm, Hinterhand 120) sind die 3. Molaren erst eben zu sehen, bei b
(375 und 140) im Unterkiefer eben im Durchbruche, bei j (420 und 140)
sitzt der Schädel noch im Balge, die Längenmaasse beweisen jedoch die
Jugend des Thieres zur Genüge. Ex. c ist als „passablement jeune“
bezeichnet (410 und 140). 3. Molar noch nicht zu sehen. Alte Individuen
mit dunklen Beinen sind dies also keineswegs. Auch die weiblichen
Albinos, die Weber (Zool. Erg. i, 104 1890) von Maros und Parepare
beschreibt, und die er „full grown“ nennt, dürften nicht adult gewesen
sein, denn das eine misst vom Vertex zum Anus nur 435, gegen 490 bei
dem Dresdner Tonkean Männchen.
[10] Auch im Britischen Museum sind Exemplare aus meinen Sammlungen
vorhanden.
[11] Prof. W. Blasius hatte die Güte mir das Exemplar zur Ansicht zu
senden.
[12] Everett (P. Z. S. 1893, 494) führt arctoides auch von Borneo auf,
indem er melanotus Ogilb., den Günther (P. Z. S. 1876, 425) von dort
nennt, damit identificirt (nach Anderson: An. Zool. Res. I, 45 1878 und
Cat. Mamm. I, 74 1881), allein das betreffende junge Exemplar hatte,
bei einer Körperlänge von 12 Zoll, einen 3½ Zoll langen Schwanz, es
kann also nicht arctoides gewesen sein. (S. auch Hose Mamm. Borneo
1893, 8.) Die neuesten Abbildungen von jungen und alten arctoides
findet man bei Anderson (l. c. pl. I u. II 1878).
[13] Die ähnliche Färbung jüngerer Exemplare scheint z. B. Wallace, der
vielleicht keine oder wenig Affen auf Celebes schoss, verleitet zu
haben, M. maurus im Süden für C. niger zu halten (Mal. Arch. D. A. I,
331 1869), was schon Weber (Zool. Erg. I, 103 1890) bespricht (vgl.
auch Jentink: T. Aardr. Gen. 1889, 246). So irrte Wallace auch, wohl
ebenfalls in Folge dieser Verwechselung, wenn er C. niger über „ganz
Celebes“ (p. 393) verbreitet sein lässt; wir sahen bereits oben unter
M. maurus, dass er wahrscheinlich nur die Nordhalbinsel bewohnt. Auch
Teijsmann (Nat. T. Ned. Ind. 38, 77 1879, s. auch 23, 367 1861) nahm M.
maurus im Süden (Pangkadjene) für C. niger; er heisst hier dureh. (S.
auch oben p. 1 Anm. 2.)
[14] Die entsprechenden Maasse einiger jüngeren weiblichen Exemplare
sind: