a, b. fem., in Spiritus, Kema, Minahassa, Nord Celébes, 93
(69, 65 mm).
c. fem., in Spiritus, Makassar, Süd Celébes, IX 95 (67 mm).
Jentink (NLM. 1883 V, 173) hat von einem adulten Männchen von Amurang,
Minahassa, bemerkt, dass es grösser sei als gewöhnlich, nämlich
(Vorderarm) 67 gegen 61 mm (2.4 inch.), was Dobson (Cat. 1878, 90) als
constantes Maass adulter Exemplare aus dem Ostindischen Archipel
angiebt. Dann hat Hickson (Nat. N. Cel. 1893, 84), dem wohl Jentinks
Bemerkung unbekannt geblieben ist, gesagt, dass die Celébes-Exemplare
längere Vorderarme hätten als die von irgend einer anderen Localität,
er giebt (p. 359) an: 63–76 für Manado und 56–65 für Ternate, Ambon,
Timorlaut, Cap York und die Admiralitäts Inseln (?). Die Dresdner
Exemplare von der Minahassa (66, 67), Gorontalo (68) und Makassar (67)
sind ebenfalls grösser, sie (4) variiren, zusammen mit den 3
Sarasinschen, von 65–69; eins von Siao misst sogar 75 (3 von der
Nordosthalbinsel von Celébes, den Inseln Manado tua und Talaut
gestatten dieses Maass nicht zu nehmen), eines von Ternate nur 56.
Hickson knüpft an die grösseren Dimensionen der Exemplare von Celébes
die Vermuthung, „that the struggle for existence among bats is so keen
in Celebes, that only the extremely long-winged forms ... have been
able to compete in the conditions of life“. Für Cephalotes peroni (s.
unten p. 9) aber zieht er für die angeblich geringeren Dimensionen der
Celébes-Exemplare dieselbe Schlussfolgerung.
Uronycteris cephalotes soll nach verschiedenen Quellen von Celébes bis
Morotai, Halmahéra, Gebeh, Ambon, Timorlaut, NW Neu Guinea und Cap York
zu Hause sein, während auf Misol, SO Neu Guinea, Fergusson, Duke of
York, Neu Irland und den Salomo Inseln U. major (Dobs.) vorkäme, welche
Art nach Dobson (Cat. 1878, 89) grösser und heller ist als cephalotes,
aber kürzere Ohren und längere Nasenröhren hat, bei abweichendem
Schädel und Zahnbau (PZS. 1877, 117 Abb.). Nun giebt Dobson den
Vorderarm von major auf 78 mm (3.1 inch.) an, was dem Celébes-Maasse
bis 76 bei cephalotes (Hickson) und dem von Siao mit 75 ganz nahe
kommt. Wenn er von major sagt: „upper canine with a prominent cusp“,
von cephalotes „with a blunt ill-defined external projection“ (s. auch
Fig. 2 a und 3 a, l. c.), so muss ich dazu bemerken, dass dies nicht
durchgreifend ist, denn ein Männchen von Amurang, Nord Celébes, im
Dresdner Museum (Nr. 683) zeigt den major-Charakter, bei einer
Vorderarmlänge von 66 mm. Was die Färbung angeht, so sagt Dobson von
der Unterseite von cephalotes (Cat. 89): „dull yellowish white“ und von
der von major (p. 90): „dull yellowish buff throughout“. Exemplare von
cephalotes von Tonkean (NO Celébes), Siao und Talaut im Dresdner Museum
aber sind keinenfalls dull yellowish white, soweit man derartige
Farbenbezeichnungen beurtheilen kann. Es giebt hellere und dunklere
Exemplare aus der Minahassa, die eben erwähnten von Tonkean etc. aber
sind eher „raw umber“ oder „tawny-olive“ (Ridgway Pl. III, 14 und 17),
also auch nicht „dull yellowish buff“; auf der anderen Seite stimmt ein
mir vorliegendes Exemplar von major von Fergusson Is. in der Farbe der
Unterseite genau mit einem von cephalotes von Gorontalo in Celébes,
wenigstens wie letztere Art bis jetzt angesehen wurde. U. cephalotes
variirt, wie viele Arten in der Färbung je nach dem Alter, worauf schon
Peters (Mb. Ak. Berlin 1867, 868) aufmerksam gemacht hat.
Wenn ich nun auch nicht dahin neige, den Werth von major als Subspecies
anzuzweifeln, so ist doch, auch angesichts der bis jetzt bekannten
geographischen Verbreitung der beiden Formen, die Sachlage unklar. Da
die grosse U. major auf Misol vorkommen soll (Cat. MPB. XII, 186) und
auf Celébes nebst Siao eine Form, die etwas grösser ist als die
typische kleine cephalotes der dazwischen liegenden Fundorte (Ternate,
Halmahéra, Ambon), so müssten auch diese zwei Formen von cephalotes
einander und major subspecifisch coordinirt werden. Allein das Material
der Museen ist noch zu ungenügend, um hier festen Fuss fassen zu
können; dazu wären nicht nur viel mehr Exemplare von den bereits
bekannten Fundorten nöthig, sondern auch solche von den zwischen
Celébes und SO Neu Guinea liegenden Gegenden, von denen noch Nichts
bekannt ist. Erst dann wird man urtheilen können, welcher Werth der U.
major zukommt, und ob auch das Celébes-Areal eine Subspecies
beherbergt.