a. fem., in Spiritus, Tomohon, Minahassa, Nord Celébes, 11.
IV 94 (70 mm).
b–d. fem., in Spiritus, Minahassa (76, 71, 72 mm).
Diese Art wurde von Dobson nach einem Weibchen von der Insel Morotai
bei Halmahéra beschrieben (Cat. Chir. 1878, 86 pl. V, 3, Zähne), allein
schon Jentink (Cat. MPB. XII, 155 1888) führte ein Männchen von
„Menado“ (Celébes) auf, von v. Faber gesammelt, das allerdings in dem
Verzeichnisse der Faberschen Sammlung (NLM. V, 173 1883) nicht vorkommt
(diese Sammlung stammte von Amurang, siehe p. 170, nicht von Manado).
Die 4 von den Herren Sarasin aus Nord Celébes gebrachten Exemplare
stimmen nur in sofern nicht mit Dobsons Beschreibung überein, als der
Kopf vor und über den Augen nicht fast schwarz, sondern mit dem
Hinterkopfe gleich gefärbt ist; da alle 4 aber in der Kopffarbe
überhaupt etwas untereinander differiren, indem einige heller sind als
andere, und Dobson nur ein Exemplar von Morotai vorlag, so lässt sich
nicht beurtheilen, ob der hellere Vorderkopf der Celébes-Exemplare ein
constanter Charakter ist; die Kopffarbe mancher Flederhunde variirt
bedeutend, und das könnte daher bei Cynopterus auch statthaben.
Keinenfalls fühle ich mich vorläufig berechtigt, die Celébesform
desshalb subspecifisch abzutrennen; erst weiteres Material wird darüber
entscheiden können.
Es ist das Material fast aller Flederhunde in den Museen noch viel zu
unzulänglich, um bei weiter verbreiteten Arten Localrassen mit
Sicherheit unterscheiden zu können; diese Erkenntniss ist der Zukunft
vorbehalten. Wenn wir bei Arten mit grösserem Verbreitungsbezirk oft
stillschweigend annehmen, dass sie fortdauernd von Insel zu Insel
fliegen, so ist dies doch keineswegs bewiesen. Bei der Nähe von
Nord-Celébes und Morotai könnte man a priori ja vielleicht geneigt
sein, ein Überfliegen des Meeres für möglich zu halten; sieht man doch
von der Höhe des Klabat unter Umständen den Vulkan Ternate (Meyer &
Wiglesworth: Birds of Celebes I Intr. 52 1898). So kommt z. B. Pteropus
mackloti in Nord Celébes und Batjan vor. Allein nicht jede Art muss
infolge von Isolirung abändern. Auf der anderen Seite sind Pteropus
personatus von Ternate und Pt. wallacei von Nord Celébes zwar nahe
verwandt, aber verschieden, ein Beweis, dass der Meeresarm sehr wohl
auch Fledermäuse trennen kann, so gut wie Vögel ein selbst viel
schmälerer (l. c. 125). Ausnahmsweise wird die See überflogen, nach der
Isolirung aber ist die Abänderung vor sich gegangen, und die jetzige
Constanz der Formen beweist eben, dass ein weiteres regelmässiges
Überfliegen nicht statt findet.