1873 Dobson J. As. Soc. Beng. XLII pt. II 203 pl. XIV, 9 (Ohr),
Java, Cynonycteris minor
1876 id. Mon. As. Chir. 32 (Ohr abgeb.), Java, Cynonycteris minor
1878 id. Cat. Chir. Br. M. 73, Java, Cynonycteris minor
1889 Hickson Nat. N. Cel. 84, Talisse, Cynonycteris minor.
a. fem., in Spiritus, Tomohon, Minahassa, Nord Celébes III 94
(74 mm).
b–d. fem., in Spiritus, Minahassa (72, 67, 67 mm).
Während sonst Xantharpyia amplexicaudata (Geoffr.) mit weiter
Verbreitung über Südasien bis zu den Philippinen und Aru auch von
Celébes registrirt ist (z. B. Dobson Cat. Chir. Br. M. 1878, 73,
Jentink Cat. MPB. 1887 IX, 263 und 1888 XII, 151) — das
Originalexemplar kam nach Geoffroy aus Timor —, war Hickson der erste
und einzige, der X. minor von der kleinen Insel Talisse im Norden von
Celébes aufführte, und zwar als „very common“. Die von den Herren
Sarasin in Nord Celébes gesammelten vier Exemplare können ihrer
geringen Grösse wegen nicht zu amplexicaudata gestellt werden, und auch
desshalb nicht, weil der kleine pm 1 sup. zwischen c und pm 2 eng
eingekeilt ist, statt durch Zwischenräume getrennt (Dobson l. c.). Eine
Revision der in Sammlungen vorhandenen Exemplare von amplexicaudata ist
daher angezeigt, zumal alle, die das Dresdner Museum von Nord Celébes
und den Sangi Inseln besitzt, im Ganzen 35, zu minor gehören, welche
Art Dobson nach einem Weibchen von Java beschrieb, von wo sie aber
sonst nicht wieder registrirt worden zu sein scheint. Hingegen hat
Jentink (NLM. V, 173 1883) Xantharpyia brachyotis (Dobs.) von Amurang,
Minahassa, Nord Celébes, aufgeführt. Diese Art wurde von Dobson von Neu
Irland beschrieben (PZS. 1877, 116 und Cat. 1878, 74) und ist später
von Shortland und Fauro (Salomo Inseln) und von Duke of York
nachgewiesen worden (PZS. 1887, 323 und 1888, 483 und Cat. MPB. XII,
151 1888). Jentink sagt, dass die zwei Exemplare von Celébes „in allen
Punkten“ mit Dobsons Beschreibung übereinstimmen. Die Unterschiede
zwischen X. minor und brachyotis bestehen nach Dobson bei letzterer in
viel kürzeren Ohren, längerer Schnauze und darin, dass pm 1 sup. nur
bei jungen Exemplaren vorhanden ist; Dobson erwähnt noch, dass die
Schulterdrüse der Männchen durch dicke gelbe Haarbüschel, wie bei
Pteropus, verdeckt seien. Letzteres zeigen auch die Exemplare von minor
von Nord Celébes und den Sangi Inseln, und zwar nicht nur die alten
Männchen, sondern auch die alten Weibchen; die Haare sind zum Theile
lebhaft rostroth.
Aus alle dem dürfte hervorgehen, dass unsere Kenntniss dieser Formen
noch sehr ungenügend ist. Einerseits wäre zu untersuchen, ob X. minor
(von Java und Celébes) nicht identisch ist mit X. brachyotis (vom
Bismarck Archipel und Celébes), oder ob und eventuell wie sich beide
Formen subspecifisch von einander abgrenzen, und andrerseits, wie sich
diese beiden zu X. amplexicaudata verhalten, sowohl artlich, als auch
geographisch. Dazu aber ist ein weit umfangreicheres Material von den
verschiedensten Fundorten nöthig als bis jetzt die besten Museen
enthalten.