Diese Art ist bis jetzt nur von Nord Celebes mit Sicherheit
nachgewiesen. Jentink (Notes Leyden Mus. VII, 91 1885) hielt es sogar
für möglich, dass sie vielleicht überhaupt auf Nord Celebes beschränkt
sei. O. Thomas (Cat. Mars. 1888, 197) führt auch kein Exemplar von Süd
Celebes auf. Das Museum besitzt 17, davon 7 aus der Minahassa, 3 von
der Insel Lembeh bei Kema, 3 von Tjamba in Süd Celebes (1882 [63]), 3
von Tonkean in Nordost Celebes und 1 von der Insel Peling. Im August
1871 erlegte ich bei Poso an der Tominibucht mehrere Exemplare, von
denen eins im Berliner Museum ist, wie auch ein von mir im
Gorontaloschen erhaltenes. Es beweist dies das Vorkommen über ganz
Celebes; Teijsmann (Natuurk. Tijdschr. Nederl. Ind. 38, 77 1879)
behauptete dies schon; ohne Exemplare als Unterlage kann man aber auf
solche allgemeine Angaben nicht viel Gewicht legen. Die Tonkean
Exemplare zeichnen sich durch ihre, besonders auf der hinteren
Körperhälfte lebhaft gelbgraue Färbung vor allen obigen und auch sonst
beschriebenen aus, sie machen daher nicht den schwärzlichen Eindruck
wie die anderen; 2 von der Insel Lembeh nähern sich ihnen in dieser
Beziehung etwas, das 3. ist jedoch sehr dunkel. Das von Peling ist das
hellste von allen, es ist sehr gelblichgrau. Ob auf die
Färbungsdifferenzen der Tonkean und Peling Exemplare etwas zu geben
sei, d. h. ob sie locale Abänderungen repräsentiren, oder ob dort auch
dunkle Exemplare vorkommen, lässt sich erst bei mehr Material
beurtheilen. Der Name des Thieres im Buginesischen und Makassarischen
ist memu, s. auch Teijsmann l. c.; in der Minahassa, sagt er (l. c. 23,
368 1861), heisse das Männchen lokkon, das Weibchen kuseh. Es existirt
noch keine genügende Abbildung der Art, denn die Lessonsche (Cent.
Zool. I, 10 1830) ist den heutigen Anforderungen nicht entsprechend.
Ph. ursinus lässt sich jedoch gegenüber allen anderen Phalanger Arten
keinen Augenblick verkennen.
Abhandlungen und Berichte des Königlichen Zoologischen und
Anthropologisch-Ethnographischen Museums zu Dresden Bd. VII 1898/99